









Perserteppich Fars 230 x 159 cm Wolle handgeknüpft
2015$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 220.000 Knoten/m² | Material: handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 230 x 159 cm | Muster: abstrakte Muster mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Neu
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh-Loribaft ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus der Region Fars. Verarbeitet wird handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle. Das Spinnen von Hand gibt dem Garn eine charakteristische, nicht völlig gleichförmige Struktur. Dadurch entsteht eine textile Oberfläche mit eigener Haptik, bei der die natürliche Beschaffenheit der Wolle erhalten bleibt. Die Verbindung aus Schafwolle und Ziegenwolle gehört zu den ausdrücklich genannten Materialmerkmalen dieses Teppichs.
Die Ausführung als Loribaft steht für eine feinere Knotentechnik innerhalb der Gabbeh-Tradition. Die Knoten liegen dicht beieinander und ermöglichen eine klarere Ausarbeitung kleinerer Gestaltungselemente als bei gröber geknüpften Gabbeh-Teppichen. Bei diesem Teppich beträgt die Knotendichte 150.000 bis 220.000 Knoten pro Quadratmeter. Der Flor ist kürzer ausgeführt. So entsteht eine vergleichsweise kompakte Oberfläche mit angenehmer, weicher Haptik und einem geringeren Gewicht als bei einem entsprechend höheren Flor.
Die Wolle wird mit natürlichen Farbstoffen aus der Region gefärbt. Dieses Verfahren verbindet die handwerkliche Herstellung des Garns mit einer Farbgebung, die lebendige Töne und eine unverwechselbare Textur hervorbringt. Handspinnen, Färben und Knüpfen sind dabei keine voneinander losgelösten Eigenschaften, sondern bilden gemeinsam den Herstellungscharakter des Gabbeh-Loribaft. Die dichte Knotung unterstützt außerdem die Strapazierfähigkeit, die der Quelle für diese Teppichart zugeschrieben wird.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Ghashghai in Fars, einer Region im Iran. Die Ghashghai sind für die Herstellung von Teppichen bekannt und fertigen Gabbeh-Loribaft in einer nomadisch geprägten Handwerkstradition. Bei dieser Tradition stehen praktische textile Arbeit, die Verarbeitung regionaler Wolle und eine eigenständige Bildsprache eng miteinander in Verbindung. Der Teppich trägt diese Herkunft nicht nur in seiner Bezeichnung, sondern auch in der Kombination aus handgesponnenem Garn, dichter Knüpfung und einer bewusst klaren Gestaltung.
Gabbeh-Teppiche werden mit der Web- und Knüpfkultur der Ghashghai in Fars verbunden. Ihre Gestaltung unterscheidet sich von streng gegliederten höfischen Teppichen durch eine unmittelbarere, vereinfachte Formensprache. Große Farbflächen und einzelne Figuren können auf dem Grund deutlich hervortreten, anstatt in einer kleinteiligen Gesamtornamentik aufzugehen. Diese Art der Darstellung lässt die handwerkliche Ausführung sichtbar werden und gibt den Motiven einen eigenständigen, erzählerischen Charakter.
Gabbeh-Loribaft bezeichnet eine feinere Ausprägung der Gabbeh-Tradition. Die zusätzliche Knotendichte erlaubt eine differenziertere Gestaltung und eine festere Oberfläche. Zugleich bleibt die Verbindung zu den robusten, weich wirkenden Gabbeh-Teppichen aus Fars erhalten. Der kürzere Flor verändert die Wirkung des Teppichs: Er lässt die Oberfläche kompakter erscheinen und unterstützt die klare Lesbarkeit der Farbflächen und Figuren.
In derselben weiteren Region sind auch traditionelle Qashqai-Teppiche bekannt. Sie zeigen häufig kräftige Farben und geometrische Muster und weisen damit eine Nähe zur handwerklichen Qualität und zur farblichen Präsenz der Gabbeh-Loribaft auf, ohne dass ihre Muster mit diesem Teppich gleichzusetzen sind. Die verschiedenen Erzeugnisse aus Fars stehen für eine vielfältige regionale Teppichkultur, in der sich unterschiedliche Muster, Materialien und Ausführungen entwickelt haben.
Fars gehört zu den iranischen Teppichregionen, deren Erzeugnisse außerhalb der Region weithin bekannt sind. Andere iranische Zentren wie Tabriz oder Kashan werden dagegen mit opulenteren Mustern und luxuriösen Materialien verbunden. Der Gabbeh-Loribaft folgt einer anderen gestalterischen und handwerklichen Richtung: Seine Wirkung entsteht aus handgesponnener Wolle, dichtem Knüpfen, kürzerem Flor und einer reduzierten, spielerischen Bildsprache.
Design und Muster
Das Design ist abstrakt angelegt und verbindet große Farbflächen mit spielerischen Figuren. Zu den genannten Motiven gehören Tiere und Pflanzen. Diese Elemente erscheinen nicht als naturalistische Darstellung, sondern als vereinfachte, eigenständige Formen innerhalb einer freien Komposition. Die Abstraktion erlaubt es, einzelne Figuren und Flächen deutlich voneinander abzusetzen und dem Muster eine unmittelbare visuelle Ordnung zu geben.
Große Farbflächen bilden einen wesentlichen Bestandteil des Erscheinungsbildes. Sie schaffen ruhige Zonen, neben denen die figürlichen Motive sichtbar werden können. Dadurch entsteht kein vollständig gleichförmiges Allover-Muster, sondern eine Komposition aus Fläche, Farbe und einzelnen Zeichen. Die spielerischen Figuren geben dem Teppich eine informelle Note, während die dichte Loribaft-Knüpfung ihre Konturen klar unterstützt.
Die Tier- und Pflanzenmotive stehen in einer langen Tradition vereinfachter Teppichdarstellungen. In der nomadisch geprägten Gestaltung werden Formen häufig so weit verdichtet, dass sie als Zeichen und nicht als naturgetreue Abbildungen wirken. Beim Gabbeh-Loribaft treffen solche Motive auf eine moderne Abstraktion. Das Resultat ist ein Muster, das sowohl mit geometrischen Flächen als auch mit freien Figuren arbeitet, ohne sich einer streng symmetrischen Ornamentordnung unterzuordnen.
Die Kombination aus abstrakten Mustern und großen Farbflächen macht den Teppich in unterschiedlichen Einrichtungsstilen einsetzbar. Seine Bildsprache kann neben modernen Möbeln als eigenständige textile Struktur wirken und sich ebenso in eine traditionell eingerichtete Umgebung einfügen. Diese Einsetzbarkeit ist eine Folge der Gestaltung, nicht einer Veränderung der Herkunft oder der handwerklichen Merkmale. Die Herkunft aus Fars bleibt mit der Gabbeh-Loribaft-Tradition verbunden.
Die weiche Oberfläche und die warm wirkende Farbgestaltung unterstreichen den wohnlichen Charakter des Musters. Besonders im Kinderzimmer werden Gabbeh-Loribaft-Teppiche wegen ihres weichen Flors eingesetzt. Auch Wohnzimmer und Schlafzimmer werden als geeignete Räume genannt. Die abstrakten Figuren von Tieren und Pflanzen können dabei als kindgerechte, spielerische Gestaltung gelesen werden, ohne dass das Muster auf einen einzigen Raum beschränkt ist.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, die natürliche Färbung mit Farbstoffen aus der Region und die feine Loribaft-Knotentechnik. Hinzu kommen die abstrakte Gestaltung mit großen Farbflächen sowie spielerische Tier- und Pflanzenmotive. Die Verbindung dieser Merkmale unterscheidet den Teppich von einem grob geknüpften Gabbeh und prägt seine Oberfläche ebenso wie seine optische Wirkung.
Der kürzere Flor fühlt sich weich an und macht den Teppich besonders für das Kinderzimmer interessant. Seine dichte Knotung wird mit Strapazierfähigkeit und einer langen Haltbarkeit auch bei intensiver Nutzung verbunden. Die natürliche Materialbasis wird außerdem als hypoallergen beschrieben und soll zur Verbesserung der Raumluftqualität beitragen. Für die alltägliche Pflege werden regelmäßiges Staubsaugen und gelegentliches Ausklopfen empfohlen. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden; milde Reinigungsmittel können dabei verwendet werden.
Der Zustand dieses Einzelstücks ist neu. Als handgeknüpfter Gabbeh-Loribaft aus Ghashghai in Fars verbindet es die regionale Herkunft mit einer klaren, abstrakten Musterwelt und einer aufwendigeren Knotentechnik. Die genannten Eigenschaften machen seine Einordnung als traditionell gefertigter, zugleich eigenständig gestalteter Perserteppich nachvollziehbar.
FAQ
Was macht den Gabbeh-Loribaft besonders?
Besonders sind die feine Loribaft-Knotentechnik, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle und die Färbung mit natürlichen Farbstoffen aus der Region. Dazu kommt das abstrakte Design mit großen Farbflächen sowie spielerischen Tier- und Pflanzenmotiven. Die dichte Knüpfung unterstützt eine strapazierfähige Oberfläche, während der kürzere Flor weich bleibt. So verbindet der Teppich eine eigenständige Gestaltung mit den handwerklichen Merkmalen der Gabbeh-Tradition aus Fars.
Wie pflege ich den Gabbeh-Loribaft?
Für die regelmäßige Pflege genügt es, den Teppich zu staubsaugen und ihn gelegentlich auszuklopfen. So lassen sich Staub und loser Schmutz entfernen. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Milde Reinigungsmittel können verwendet werden. Reiben sollte vermieden werden, damit die weiche Wolloberfläche und die geknüpften Muster nicht unnötig belastet werden.
Wo kann ich den Gabbeh-Loribaft einsetzen?
Der Teppich eignet sich für Wohnzimmer und Schlafzimmer und kann auch im Kinderzimmer eingesetzt werden. Für das Kinderzimmer sprechen der weiche Flor, die robuste dichte Knotung und die pflegeleichte Beschaffenheit. Seine abstrakten Flächen und spielerischen Figuren passen zu modernen wie zu traditionell eingerichteten Räumen. Die Nutzung bleibt daher nicht auf einen bestimmten Wohnbereich beschränkt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















