Perserteppich Ghashgai 292 x 193 cm Wolle handgewebt

944$

Handgewebter Ghashgai Perserteppich | Knotendichte: Flachgewebt | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 292 x 193 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Neu

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: C2671E42 Kategorien: , ,

Inventarnummer: C2671E42

Beschreibung

Ghashgai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ghashgai Kelim ist handgewebt und besteht im Flor aus 100% Wolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Ein Kelim wird nicht mit Florhöhe und geknüpften Knoten aufgebaut, sondern durch das Eintragen und Verdichten der Schussfäden gewebt. Dadurch entsteht eine flache, textile Oberfläche, die für diese Webart charakteristisch ist. Die Angabe „flachgewebt“ beschreibt deshalb die Knotendichte dieses Teppichs. Seine Herstellung folgt einer überlieferten handwerklichen Arbeitsweise, bei der die einzelnen Webschritte unmittelbar am Webstuhl ausgeführt werden.

Wolle ist bei handgewebten Kelims ein traditionelles Material. Sie bringt eine griffige, textile Oberfläche mit und wird wegen ihrer Strapazierfähigkeit und ihres angenehmen Griffs verwendet. In diesem Teppich bildet die Wolle den sichtbaren Flor beziehungsweise die sichtbare Webfläche. Die Baumwolle in der Kette dient als Grundlage der Webstruktur. Das Zusammenspiel von Wollschuss und Baumwollkette verbindet die natürliche Materialwirkung mit einer stabilen Konstruktion.

Die Naturfarbe gibt der Oberfläche eine zurückhaltende Farbwirkung. Sie lässt sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, ohne dass der Kelim seine handwerkliche Herkunft verliert. Da es sich um ein handgewebtes Einzelstück handelt, gehört die textile Struktur selbst zum Erscheinungsbild. Bei handgefertigten Kelims können Webbild, Fadenspannung und kleine Unregelmäßigkeiten von Hand zu Hand unterschiedlich ausfallen. Diese Merkmale sind Teil der Herstellung am Webstuhl und kein Hinweis auf eine maschinelle Produktion.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wird als Ghashgai Kelim aus Persien beziehungsweise dem Iran bezeichnet. Ghashgai, häufig auch Qashqai geschrieben, steht für eine nomadisch geprägte Teppich- und Webtradition im iranischen Raum. Die Ghashgai-Gruppen waren über lange Zeit mit ihren Herden unterwegs und stellten viele textile Gebrauchsgegenstände selbst her. Dazu gehörten neben Teppichen auch Taschen, Decken, Zelttextilien und andere gewebte Stücke. Weben war damit nicht nur eine dekorative Tätigkeit, sondern Teil des täglichen Lebens und der materiellen Kultur.

Die regionale Tradition entwickelte sich unter Bedingungen, in denen Webstühle transportabel und Arbeitsabläufe flexibel sein mussten. Kelims konnten auf vergleichsweise einfachen Webgeräten entstehen und wurden in verschiedenen Größen und für unterschiedliche Zwecke gefertigt. Die flache Webweise ist für solche Textilien besonders geeignet, weil sie ohne hohen Flor auskommt und ein leichtes, vielseitig verwendbares Gewebe hervorbringt. Das handwerkliche Wissen wurde innerhalb der Gemeinschaften weitergegeben. Motive, Farberfahrungen und Webtechniken konnten sich dabei von einer Weberin zur nächsten verändern und dennoch ihren kulturellen Zusammenhang bewahren.

Ghashgai-Textilien werden mit einer eigenständigen Bildsprache verbunden, die Naturbeobachtung, Alltag und überlieferte Zeichen miteinander verknüpft. Nomadische Teppiche sind nicht nach einem einzigen, überall gleichen Muster aufgebaut. Vielmehr zeigt sich die regionale Identität in der Kombination von Farben, geometrischen Formen, Bordüren und stilisierten Figuren. Auch die Nutzung beeinflusste die Gestaltung: Ein Textil für den Boden, eine Satteltasche oder eine Zeltdecke konnte eine andere Struktur und Ornamentik erhalten. Der Kelim steht somit in einer Tradition, in der Funktion und Gestaltung eng zusammengehören.

Die Bezeichnung Persien verweist auf den historischen Kulturraum, während Iran der heutige Ländername ist. In diesem kulturellen Umfeld besitzen Teppiche und Flachgewebe eine lange Geschichte. Ihre Herstellung verbindet Materialkenntnis, praktische Erfahrung und ein über Generationen entwickeltes Verständnis für Proportionen und Muster. Bei einem Ghashgai Kelim ist diese Verbindung besonders gut an der flachen Webkonstruktion und an der geometrisch geprägten Formensprache nachvollziehbar. Die Herkunftsbezeichnung beschreibt die Tradition, in die das Stück eingeordnet wird; sie ersetzt keine Aussage über einen bestimmten einzelnen Herstellungsort, der hier nicht näher benannt ist.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist als orientalisch angegeben. Die überlieferte Ghashgai-Formensprache arbeitet häufig mit klaren Linien und geometrischen Gliederungen. Rauten, Hakenformen, gestufte Konturen und stilisierte Pflanzen- oder Tiermotive gehören zu den Gestaltungsmitteln, die in nomadisch geprägten Teppichtraditionen vorkommen können. Solche Formen werden nicht als naturgetreue Abbildungen ausgeführt, sondern auf wesentliche Linien und Flächen reduziert. Dadurch entsteht eine gut erkennbare, rhythmische Ornamentik.

Geometrische Muster lassen sich auf einem Flachgewebe besonders präzise aus einzelnen Farbfeldern und Schussreihen entwickeln. Die Webtechnik unterstützt deshalb eine Gestaltung mit geraden Linien, wiederkehrenden Formen und klar abgegrenzten Bereichen. Bordüren können ein Mittelfeld fassen, während kleinere Motive den Übergang zwischen den Flächen strukturieren. In der Ghashgai-Tradition werden solche Ordnungen häufig mit persönlichen und gemeinschaftlichen Gestaltungserfahrungen verbunden. Eine Weberin konnte bekannte Zeichen übernehmen, sie in ihrer Anordnung verändern oder mit eigenen Variationen ergänzen.

Stilisierte natürliche Motive verweisen in vielen orientalischen Webtraditionen auf die Umgebung und den Alltag der Menschen. Pflanzen, Blüten, Tiere und Landschaftselemente erscheinen dabei in vereinfachter Form. Geometrische Zeichen können außerdem als überlieferte Symbole gelesen werden, deren Bedeutung je nach Region, Gruppe und Zusammenhang unterschiedlich ausfällt. Deshalb sollte ein einzelnes Ornament nicht pauschal mit nur einer festen Erklärung versehen werden. Sicher ist die Verbindung von Muster, Handwerk und kulturellem Gedächtnis, die für solche Textilien prägend ist.

Die Naturfarbe dieses Stücks bestimmt seine ruhige Gesamtwirkung. Sie kann die Struktur des Gewebes sichtbar lassen und bildet eine sachliche Grundlage für die orientalische Ornamentik. Ein Kelim mit zurückhaltender Farbgebung lässt sich in klassische, moderne oder natürliche Wohnkonzepte einordnen. Dabei bleibt die Gestaltung flächig und textil, weil der Charakter nicht durch einen hohen Flor, sondern durch Webstruktur, Linienführung und Motivordnung entsteht. Jedes handgewebte Stück besitzt durch den individuellen Arbeitsprozess eine eigene Ausprägung. Auch bei einer vertrauten regionalen Formensprache ist das konkrete Zusammenspiel der gewebten Flächen nicht beliebig wiederholbar.

Orientalische Teppiche und Kelims sind zugleich Gebrauchsgegenstände und Träger visueller Überlieferung. Muster können eine regionale Zugehörigkeit ausdrücken, Erinnerungen an Lebensumstände bewahren oder einfach aus der Freude an rhythmischen Formen entstehen. Ihre Wirkung beruht nicht allein auf einzelnen Symbolen, sondern auf dem Verhältnis von Mittelfeld, Bordüre, Wiederholung und Gesamtordnung. Beim Ghashgai Kelim treffen diese Gestaltungselemente auf die flache Webtechnik und die Naturfarbe. So entsteht ein Textil, dessen Mustertradition aus der iranischen Webkultur verständlich wird, ohne dass jedes Zeichen mit einer eindeutigen Einzelbotschaft belegt werden muss.

Besonderheiten

Der Kelim ist für die Verwendung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Seine flache handgewebte Konstruktion kann in verschiedenen Wohnbereichen eingesetzt werden. Im Ausgangstext werden Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur als mögliche Räume genannt. Die Naturfarbe erleichtert die Verbindung mit vorhandenen Einrichtungskonzepten und macht das Stück vielseitig einsetzbar. Als neuer Teppich wird er in einem neuen Zustand angeboten.

Die Pflege bleibt bei einem flachgewebten Wollkelim überschaubar. Regelmäßiges Absaugen entfernt Staub und lose Verschmutzungen. Flecken können mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farbwirkung möglichst erhalten bleibt. Diese Hinweise beziehen sich auf die im Ausgangstext genannte Pflege des Ghashgai Kelims.

FAQ

Wie pflege ich den Ghashgai Kelim richtig?

Der Kelim sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit sich Staub und Schmutz nicht in der flachen Webstruktur sammeln. Für einzelne Flecken eignet sich ein feuchtes Tuch mit mildem Reinigungsmittel. Dabei sollte die Behandlung behutsam und auf die betroffene Stelle begrenzt bleiben. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden, weil sie die Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Eine schonende, regelmäßige Pflege unterstützt die Langlebigkeit des handgewebten Wollgewebes, ohne die textile Oberfläche unnötig zu belasten.

Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung verwendet werden?

Ja. Der handgewebte Ghashgai Kelim ist grundsätzlich für die Verwendung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Die flache Konstruktion passt zu dieser Nutzungsart. Im Ausgangstext wird außerdem die Wolle als Material genannt, das eine gute Wärmeisolierung bietet und den Teppich sowohl im Winter als auch im Sommer angenehm nutzbar macht. Bei der Verwendung sollte die Heizung wie üblich gleichmäßig betrieben werden. Entscheidend für die Einordnung dieses Stücks ist die ausdrücklich genannte Eignung für Fußbodenheizung.

Woran erkenne ich, ob ein Kelim original und handgewebt ist?

Ein handgewebter Ghashgai Kelim kann kleine Unebenheiten aufweisen, die durch die manuelle Arbeit am Webstuhl entstehen. Auch die Rückseite gibt Hinweise: Eine handgewebte Struktur unterscheidet sich von einer maschinell hergestellten Rückseite. Zusätzlich können Zertifikate oder Hersteller-nachweise die Authentizität dokumentieren. Solche Merkmale sollten gemeinsam betrachtet werden. Unebenheiten allein sind kein Ersatz für eine Prüfung, sie gehören bei handgefertigten Textilien jedoch zu den typischen Anzeichen der Herstellung. Die flache Webweise und die sichtbare textile Struktur unterstützen die Einordnung als Kelim.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

,

}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen