Perserteppich Ghashgai 286 x 192 cm Wolle handgewebt

944$

Handgewebter Ghashgai Perserteppich | Knotendichte: hoch | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 286 x 192 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Neu

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Inventarnummer: 16EB47FC

Beschreibung

Ghashgai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ghashgai Kelim ist aus 100% Wolle auf einer Kette aus 100% Baumwolle gefertigt. Die Oberfläche besteht aus Wolle und besitzt einen flachen Flor. Dadurch unterscheidet sich der Kelim in seiner Konstruktion von einem klassischen Teppich mit geschnittenem oder höherem Flor. Die Oberfläche entsteht durch die Verbindung der Schussfäden mit der Kette und bleibt dadurch flach und textil geprägt.

Die Herstellung erfolgte handgewebt. Bei dieser Arbeitsweise führt die Weberin die Fäden von Hand durch die Kette und verdichtet sie Schritt für Schritt. Die Webtechnik ist unmittelbar mit dem Aufbau des Kelims verbunden: Es entsteht keine geknüpfte Florstruktur, sondern eine feste, flache Fläche. Der handgewebte Aufbau gibt dem Stück seine charakteristische textile Wirkung und macht jedes handgefertigte Exemplar zu einem Einzelstück.

Die Materialkombination aus Wollfläche und Baumwollkette verbindet die Eigenschaften beider Fasern. Wolle wird traditionell wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer natürlichen Griffigkeit und ihrer Fähigkeit verwendet, Farbtöne klar aufzunehmen. Baumwolle bildet eine gleichmäßige Grundlage für die Webarbeit. Im Mittelpunkt dieses Kelims stehen daher die genannten natürlichen Materialien und die handwerkliche Verarbeitung.

Für diesen Teppich wird eine hohe Knotendichte angegeben. Beim Kelim beschreibt die Qualität jedoch nicht nur eine Knotenzahl, sondern ebenso die Dichte der Webarbeit, die Spannung der Kette und die sorgfältige Führung der Schussfäden. Die flache Oberfläche ist mit der handgewebten Konstruktion verbunden. Der Teppich ist außerdem für Räume mit Fußbodenheizung geeignet.

Herkunft und Tradition

Der Ghashgai Kelim stammt aus Persien, genauer aus der Region Fars im Iran. Fars gehört zu den bedeutenden Landschaften der iranischen Textil- und Teppichgeschichte. Die Region ist durch unterschiedliche Lebensformen, Landschaften und handwerkliche Traditionen geprägt. Neben sesshaften Werkstätten haben insbesondere nomadische Gruppen die Kelimkultur des Südens bestimmt.

Die Ghashgai, auch Qashqai genannt, sind ein nomadisches Volk aus dem Süden Irans. Ihre textile Tradition ist eng mit dem mobilen Leben verbunden. Kelims konnten als Gebrauchsgegenstände hergestellt, transportiert und in unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens verwendet werden. Aus dieser Verbindung von Funktion, Handarbeit und kultureller Weitergabe entstand eine eigenständige Form der Webkunst.

Traditionell wurden Ghashgai-Teppiche häufig von Frauen innerhalb der Familien und Gemeinschaften gefertigt. Das Wissen über Webstühle, Materialien, Farben und Muster wurde von einer Generation an die nächste weitergegeben. Die Arbeit war dabei nicht nur eine praktische Tätigkeit, sondern auch eine Möglichkeit, Erfahrungen, Vorstellungen und Zeichen der eigenen Gemeinschaft in Textilform festzuhalten. Jeder Arbeitsschritt verlangte Aufmerksamkeit, weil das Muster während des Webens direkt in die Fläche eingebracht wurde.

Die Lebenswelt der Ghashgai bot zahlreiche Anregungen für die Gestaltung. Die Natur, Tiere, Pflanzen, Wege und täglichen Beobachtungen konnten in vereinfachte Formen übertragen werden. Auch geometrische Zeichen spielten eine wichtige Rolle, weil sie sich für die Webtechnik besonders gut eignen. Im Unterschied zu einer vollständig festgelegten industriellen Vorlage entsteht ein handgewebtes Muster aus wiederholten Motiven, überlieferten Gestaltungsprinzipien und der individuellen Arbeit der Weberin.

Fars ist zugleich eine Region mit vielfältigen klimatischen und landschaftlichen Eindrücken. Gebirge, Ebenen und saisonale Wanderbewegungen gehören zum kulturellen Hintergrund der dortigen Nomadentraditionen. Diese Umgebung prägte die Auswahl der Motive und die Verwendung von Farben. Kelims aus dem Ghashgai-Kontext werden deshalb oft als Zeugnisse einer lebendigen, beweglichen Webkultur betrachtet. Ihre Bedeutung liegt nicht allein in der Dekoration, sondern ebenso in der Verbindung von Handwerk, Alltag und kultureller Identität.

Die Bezeichnung Ghashgai verweist damit auf eine regionale und kulturelle Tradition, nicht auf eine maschinell standardisierte Produktlinie. Jeder handgewebte Kelim steht in dieser Tradition und trägt die Merkmale der Technik, der verwendeten Materialien und der überlieferten Gestaltung. Die Herkunft aus Fars ordnet das Stück in die iranische Teppichgeschichte ein, während die flache Webweise es ausdrücklich mit der Kelimtradition verbindet.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims wird als orientalisch bezeichnet. Seine Farbgebung liegt im Bereich der Natur- und Erdtöne. Solche Farbbereiche wirken zurückhaltend und lassen sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden. Der flache Aufbau unterstützt dabei eine klare Wahrnehmung der gewebten Fläche, ohne dass ein hoher Flor die Zeichnung überlagert.

Ghashgai-Kelims sind traditionell für geometrische Formen und wiederkehrende Motive bekannt. Linien, Rauten, Felder, Hakenformen und stilisierte Figuren können in solchen Webtraditionen zu einem zusammenhängenden Muster verbunden werden. Die Geometrie ist nicht nur eine dekorative Entscheidung. Sie passt auch zur technischen Logik des Kelims, weil klar abgegrenzte Formen direkt aus der Folge von Kett- und Schussfäden aufgebaut werden können.

In der Gestaltung nomadischer Kelims begegnen häufig Anregungen aus der natürlichen Umgebung. Tiere, Blumen und Pflanzen können vereinfacht und in symmetrische oder rhythmische Zeichen verwandelt werden. Dabei muss ein Motiv nicht naturgetreu dargestellt sein. Die Reduktion auf wenige Linien und Flächen macht es für die Webarbeit geeignet und bewahrt zugleich seine symbolische oder erzählerische Funktion.

Die Tradition der Ghashgai verbindet häufig eine lebendige Farbauffassung mit einem deutlichen Sinn für Ordnung. Wiederholungen schaffen Rhythmus, während kleine Abweichungen die handwerkliche Entstehung sichtbar lassen. Bei einem handgewebten Stück ist das Muster nicht das Ergebnis eines später aufgetragenen Drucks. Es entwickelt sich während der Arbeit aus dem Wechsel der Fäden und der Folge der einzelnen Webabschnitte.

Orientalische Muster können Geschichten aus dem Alltag, Beobachtungen der Natur und Vorstellungen der jeweiligen Gemeinschaft aufnehmen. Bei nomadischen Teppichen steht die Gestaltung deshalb oft zwischen praktischer Nutzung und kulturellem Ausdruck. Ein Feld kann durch ein wiederkehrendes Zeichen gegliedert werden, eine Bordüre kann den Abschluss betonen, und einzelne Symbole können als Erinnerung an Tiere, Pflanzen oder Wege gelesen werden. Diese allgemeine Mustertradition erklärt, warum Ghashgai-Kelims sowohl grafisch klar als auch kulturell vielschichtig wirken.

Die Naturfarben dieses Stücks greifen diese Verbindung zur Umgebung auf. Erdige Töne stehen in einem sachlichen Verhältnis zu Holz, Wolle, Leinen und anderen natürlichen Materialien. Zugleich können sie in modernen, klassischen oder ländlich geprägten Räumen eingesetzt werden. Der Kelim eignet sich damit für Wohnbereiche, Schlafzimmer und Flure. Seine orientalische Gestaltung bleibt erkennbar, ohne an eine einzige Raumgestaltung gebunden zu sein.

Beim Betrachten eines Kelims ist außerdem die Fläche selbst Teil des Designs. Da die Webstruktur flach bleibt, treten die Abfolge der Farben, die Kanten der Formen und die Textur der Wolle gemeinsam hervor. Die Musterwirkung entsteht folglich aus dem Zusammenspiel von Zeichnung, Farbton und Webtechnik. Bei diesem Ghashgai Kelim bilden die orientalische Musterangabe, die Naturfarben und die traditionelle Herkunft aus Fars den gestalterischen Rahmen.

Besonderheiten

Der Kelim ist neu und handgewebt. Er besteht aus natürlichen Materialien: Die textile Fläche ist aus 100% Wolle gefertigt, während die Kette aus 100% Baumwolle besteht. Seine flache Oberfläche gehört zur Kelimtechnik und macht seine Konstruktion unmittelbar sichtbar. Die natürliche Farbgebung und das orientalische Muster verbinden ihn mit der überlieferten Ghashgai-Tradition.

Eine weitere angegebene Eigenschaft ist die Eignung für Räume mit Fußbodenheizung. Bei der Verwendung sollte die Wärme gleichmäßig reguliert werden, damit das Raumklima für die natürlichen Fasern angenehm bleibt. Wie bei handgefertigten Textilien empfiehlt es sich, die Fläche regelmäßig zu lüften und trocken zu halten.

Die Herstellung ohne maschinelle Webarbeit bewahrt den handwerklichen Charakter des Stücks. Die jahrhundertealte Tradition der Ghashgai-Weberei steht für die Verbindung von Materialkenntnis, praktischer Nutzung und kultureller Gestaltung. Der Kelim ist damit zugleich ein Wohntextil und ein Beispiel iranischer Textilgeschichte.

FAQ

Wie pflege ich meinen handgewebten Kelim richtig?

Entfernen Sie Staub regelmäßig mit einem Staubsauger bei schonender Einstellung. Für eine punktuelle Reinigung eignet sich ein leicht feuchtes Tuch, das vorsichtig auf die betroffene Stelle gedrückt wird. Reiben Sie die Wolle nicht stark und verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die natürlichen Farbtöne möglichst gleichmäßig bleiben. Regelmäßiges Lüften unterstützt ein trockenes und ausgeglichenes Umfeld. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll, da ein handgewebter Kelim anders behandelt wird als ein maschinell gefertigter Bodenbelag.

Kann ich den Kelim in einem Raum mit Fußbodenheizung verwenden?

Ja. Dieser handgewebte Ghashgai Kelim ist für die Verwendung in Räumen mit Fußbodenheizung geeignet. Die flache Webstruktur lässt die Wärme des Bodens in den Raum gelangen, ohne dass ein hoher Flor dazwischenliegt. Die Heizung sollte gleichmäßig und nicht abrupt betrieben werden. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Belüftung, damit sich unter dem Teppich keine dauerhafte Feuchtigkeit sammelt. So bleibt das Raumklima für die Wolle und die Baumwollkette ausgeglichen.

Wo kann ich den Ghashgai Kelim einsetzen?

Der Kelim eignet sich für Wohnräume, Schlafzimmer und Flure. Seine flache Oberfläche passt zu Bereichen, in denen eine textile, aber nicht hochflorige Gestaltung gewünscht ist. Die Natur- und Erdtöne lassen sich mit verschiedenen Möbeln und Einrichtungsstilen kombinieren. Das orientalische Muster kann in einer schlichten Umgebung als kultureller Akzent wirken oder sich in eine bereits textil geprägte Einrichtung einfügen. Da der Teppich handgewebt und neu ist, sollte der Standort so gewählt werden, dass die Oberfläche vor unnötiger Feuchtigkeit, starker Sonneneinstrahlung und grober Behandlung geschützt bleibt.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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