









Perserteppich Ghashgai 290 x 200 cm Wolle handgewebt
944$
Handgewebter Ghashgai Perserteppich | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 290 x 200 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Neu | Herkunft: Persien
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 509C8492
Beschreibung
Ghashgai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghashgai Kelim ist aus Wolle gefertigt und handgewebt. Als Kette dient Baumwolle. Die Materialangabe umfasst 100% Wolle im Flor und 100% Baumwolle für die Kette. Damit verbindet der Teppich eine natürliche Florfaser mit einer textilen Grundlage, die beim Weben die notwendige Ordnung und Stabilität schafft. Die Naturfarbe der Wolle bestimmt die zurückhaltende farbliche Wirkung dieses Kelims.
Beim Kelim wird nicht geknüpft, sondern gewebt. Die Schussfäden werden von Hand durch die Kettfäden geführt und dicht miteinander verbunden. Auf diese Weise entsteht eine flache Oberfläche ohne aufstehenden Flor. Die handgewebte Ausführung ist ein wesentlicher Bestandteil der Herstellung: Das Muster entsteht Schritt für Schritt aus dem Zusammenspiel von Kette, Schuss und Farbwechseln. Kleine Abweichungen im Webbild gehören bei dieser Technik zum handwerklichen Charakter.
Wolle wird traditionell für Teppiche verwendet, weil sie belastbar ist und ein angenehmes, natürliches Material bildet. Ihre Faser kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Raumluft abgeben. Außerdem wirkt Wolle wärmeisolierend. Bei einem flach gewebten Kelim bleibt die Oberfläche dennoch vergleichsweise leicht und unkompliziert im täglichen Gebrauch. Die Baumwollkette bildet dabei die textile Basis, auf der die Wollschüsse aufgebaut werden.
Die Webtechnik macht einen Kelim anders als einen handgeknüpften Teppich. Es gibt keine einzelnen Knotenreihen, sondern eine geschlossene Struktur aus miteinander verbundenen Fäden. Dadurch liegt der Teppich flach auf dem Boden und lässt sich in unterschiedlichen Wohnbereichen einsetzen. Die Kombination aus Wolle, Baumwolle und Handarbeit erklärt die sachliche, textile Anmutung dieses Ghashgai Kelims.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Persien, genauer aus der Fars-Provinz im Iran. Fars zählt zu den Regionen, die mit einer ausgeprägten Teppich- und Webtradition verbunden sind. Die Ghashgai sind ein nomadisches Volk, dessen textile Arbeiten einen wichtigen Platz in der regionalen Handwerksgeschichte einnehmen. Kelims und andere flach gewebte Textilien konnten in einer mobilen Lebensweise praktisch hergestellt, verwendet und transportiert werden.
Die Webtradition der Ghashgai steht in engem Zusammenhang mit dem Alltag nomadischer Gemeinschaften. Materialien, Farben und Muster wurden innerhalb der Familie und der jeweiligen Gemeinschaft weitergegeben. Weben war nicht nur eine handwerkliche Tätigkeit, sondern auch eine Form, Erfahrungen, Vorstellungen und überlieferte Zeichen in Textilien festzuhalten. Deshalb können Ghashgai-Kelims sowohl einen praktischen Zweck als auch eine erkennbare kulturelle Bedeutung besitzen.
Die Fars-Provinz verfügt über unterschiedliche Landschaften und Lebensräume. In den dortigen Teppichtraditionen spiegeln sich sowohl die Beweglichkeit nomadischer Gruppen als auch die Verbindung zur umgebenden Natur. Motive können an Pflanzen, Tiere, Wege, Zelte oder geometrische Ordnungen erinnern, ohne dass jedes einzelne Zeichen eine eindeutig festgelegte Übersetzung besitzt. Entscheidend ist die regionale Bildsprache, die durch überlieferte Formen und die persönliche Ausführung der Weberin oder des Webers geprägt wird.
Ghashgai-Webarbeiten werden häufig mit klaren Konturen, rhythmischen Wiederholungen und geometrischen Einteilungen verbunden. Bei einem Kelim entsteht diese Wirkung nicht durch einen nachträglich aufgebrachten Druck, sondern direkt während des Webvorgangs. Jede Farbfläche und jede Linie wird in die textile Struktur integriert. So bleibt die Herkunft nicht nur eine Bezeichnung, sondern zeigt sich auch in der Beziehung zwischen Technik, Mustertradition und nomadischer Handwerkskultur.
Persische Kelims gehören zu einer großen Gruppe gewebter Teppiche, die sich von geknüpften Perserteppichen durch ihre flache Konstruktion unterscheiden. Ihre Geschichte ist mit Haushalten, Reisen, Aufbewahrung und dem täglichen Gebrauch verbunden. Sie konnten als Bodenbelag, Decke oder textile Abdeckung dienen. Diese vielseitige Nutzung erklärt, weshalb flach gewebte Teppiche auf eine robuste, gut handhabbare Struktur angewiesen sind.
Die regionale Tradition ist dabei nicht als starres Schema zu verstehen. Innerhalb der Fars-Provinz können Webarbeiten in Farbwahl, Proportionen und Zeichnung voneinander abweichen. Gemeinsame Merkmale entstehen durch die Weitergabe von Techniken und Motiven, während die konkrete Ausführung von Material, Erfahrung und Arbeitsweise abhängt. Der vorliegende Teppich verbindet die Bezeichnung Ghashgai mit der Handwebtechnik des Kelims und der Herkunft Persien.
Design und Muster
Das Muster ist als orientalisch angegeben. Die Gestaltung dieses Kelims wird von Naturtönen und einer geometrischen Formensprache bestimmt. Naturfarben wirken in der Fläche ruhig und lassen die Webstruktur sichtbar bleiben. Die Farbwirkung ergibt sich aus der Wolle in Naturfarbe und aus der Anordnung der gewebten Muster. Dadurch steht nicht eine glänzende oder künstlich wirkende Oberfläche im Vordergrund, sondern die textile Zeichnung.
Geometrische Muster sind in vielen Ghashgai-Webarbeiten ein wichtiges Gestaltungsmittel. Linien, Rauten, Haken, Stufen und wiederkehrende Felder können eine Fläche gliedern und dem Auge eine klare Ordnung geben. Solche Formen lassen sich beim Weben besonders gut aus geraden oder rhythmisch wiederholten Schusseinträgen entwickeln. Ihre Wirkung entsteht durch Wiederholung, Kontrast und das Verhältnis zwischen größeren Feldern und kleineren Details.
Bei einem Kelim wird das Design unmittelbar in die Webstruktur übersetzt. Anders als bei einem Teppich mit geschnittenem Flor liegt die Zeichnung an der Oberfläche flach und direkt sichtbar. Farbwechsel können dabei klare Übergänge oder charakteristische kleine Abstufungen bilden. Die Grenze zwischen zwei Bereichen gehört zur Konstruktion des Textils und macht die Verbindung von Muster und Technik nachvollziehbar.
Die Naturfarbigkeit lässt sich mit traditionellen und zeitgenössischen Einrichtungen verbinden. Erdige Töne stehen in einem ruhigen Verhältnis zu Holz, Stein, Leder und anderen natürlichen Materialien. Gleichzeitig kann ein geometrisches Kelimmuster einen sachlichen Raum strukturieren. Diese Einordnung beschreibt die gestalterische Wirkung der Farbfamilie und der orientalischen Zeichnung, ohne dem Teppich eine andere Farbgebung zuzuschreiben.
In der Ghashgai-Tradition werden Muster häufig nicht nur als dekorative Flächen verstanden. Wiederkehrende Zeichen können Erinnerungen an Landschaften, Tiere, Pflanzen oder den Alltag einer nomadischen Gemeinschaft aufnehmen. Ihre Bedeutung kann je nach Region, Familie und Überlieferung variieren. Deshalb sollte die Gestaltung als Teil einer gewachsenen Bildsprache betrachtet werden, nicht als ein starres Vokabular mit nur einer möglichen Erklärung.
Die flache Struktur unterstützt die klare Lesbarkeit des Designs. Weil kein hoher Flor die Konturen verdeckt, treten Linien und Felder unmittelbar hervor. Zugleich sorgt die handgewebte Ausführung dafür, dass die textile Oberfläche nicht vollkommen industriell gleichförmig wirkt. Das Zusammenspiel aus Naturfarbe, geometrischer Ordnung und sichtbarer Webtechnik kennzeichnet den gestalterischen Charakter dieses Ghashgai Kelims.
Orientalische Mustertraditionen arbeiten oft mit einer ausgewogenen Beziehung zwischen Mitte, Rand und wiederholten Elementen. Je nach konkreter Zeichnung können solche Ordnungen den Blick führen und eine Fläche optisch zusammenhalten. Beim vorliegenden Teppich ist als Muster orientalisch angegeben; die Beschreibung der Ghashgai-Tradition erklärt den kulturellen und handwerklichen Rahmen, ohne zusätzliche einzelne Motive für dieses Stück festzulegen.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit ist die Handwebarbeit. Der Teppich wurde nicht maschinell hergestellt, sondern aus Wolle und Baumwolle von Hand aufgebaut. Die flache Kelimstruktur, die Naturfarbe und die Verbindung zur Ghashgai-Tradition geben ihm eine klar erkennbare textile Ausrichtung. Das Ergebnis ist ein Teppich mit handwerklicher Oberfläche und orientalischer Mustertradition.
Der Zustand ist neu. Die Wolle gilt als strapazierfähige Naturfaser und ist zugleich schmutzabweisend sowie feuchtigkeitsregulierend. Für die Pflege empfiehlt sich eine regelmäßige, schonende Reinigung. Der Teppich ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet. Bei der Nutzung sollte die Wärme gleichmäßig verteilt werden, damit die Eigenschaften des Bodenbelags und des Teppichs sinnvoll zusammenspielen.
FAQ
Wie reinige ich den Ghashgai Kelim?
Regelmäßiges vorsichtiges Staubsaugen entfernt losen Staub und alltägliche Verschmutzungen. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle nicht kräftig gerieben werden, weil dadurch Fasern und Webstruktur unnötig belastet werden können. Besser ist es, mit einem leicht feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behutsam zu arbeiten. Aggressive Chemikalien sind zu vermeiden, da sie die Wolle oder die Farben beeinträchtigen können. Wenn eine stärkere Verschmutzung vorliegt oder die Behandlung unsicher ist, ist eine professionelle Teppichreinigung die passende Lösung. Die flache Kelimkonstruktion sollte dabei ebenso berücksichtigt werden wie die verwendeten Naturfasern.
Ist der Teppich für Fußbodenheizungen geeignet?
Ja, dieser handgewebte Ghashgai Kelim ist für Fußbodenheizungen geeignet. Wolle kann Wärme speichern und trägt zu einem angenehmen Gefühl im Raum bei. Gleichzeitig bleibt die Funktion der Fußbodenheizung erhalten. Für die tägliche Nutzung ist darauf zu achten, dass der Teppich flach aufliegt und die Wärme nicht durch eine ungeeignete Unterlage behindert wird. Eine gleichmäßige Verteilung der Wärme unterstützt einen sachgerechten Gebrauch. Die Eignung für Fußbodenheizungen ist neben der handgewebten Kelimstruktur eine praktische Eigenschaft dieses Teppichs.
Wie lässt sich die Lebensdauer verlängern?
Eine regelmäßige, schonende Pflege hilft, die Wolloberfläche sauber und die Webstruktur in gutem Zustand zu halten. Der Teppich sollte außerdem von Zeit zu Zeit gedreht werden. Dadurch verteilt sich die Beanspruchung gleichmäßiger und einzelne Bereiche werden nicht dauerhaft stärker belastet. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie Farben mit der Zeit verändern oder verblassen lassen kann. Flecken sollten zeitnah und vorsichtig behandelt werden. Werden diese Hinweise beachtet und aggressive Reinigungsmittel vermieden, lässt sich die Nutzung des neuen Ghashgai Kelims dauerhaft unterstützen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |

















