Perserteppich Fars 147 x 101 cm Wolle handgewebt

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Handgewebter Fars Perserteppich | Material: 100% Wolle | Größe: 147 x 101 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Neu

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Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und besteht aus 100% Wolle. Bei einem Kelim entsteht die textile Fläche durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden auf dem Webstuhl. Anders als bei einem geknüpften Teppich wird kein Flor aus einzelnen Knoten aufgebaut. Das Ergebnis ist eine flache, gewebte Struktur, bei der das Muster unmittelbar aus der Anordnung der farbigen Schussfäden hervorgeht.

Wolle wird für Kelims traditionell wegen ihrer belastbaren und zugleich griffigen Faser verwendet. Sie lässt sich in der Webtechnik dicht aneinanderfügen und bildet eine geschlossene Oberfläche. Die Materialangabe für dieses Stück lautet 100% Wolle. Weitere Faseranteile sind nicht angegeben. Ebenso sind keine Angaben zu einer besonderen Kettfaser, zu einer Knotendichte oder zu einer speziellen Färbemethode vorhanden; diese Merkmale werden daher nicht zugeschrieben.

Die flache Konstruktion gehört zu den kennzeichnenden Eigenschaften eines Kelims. Sie macht die Vorder- und Rückseite als gewebte Flächen lesbar und unterscheidet das Stück klar von einem handgeknüpften Perserteppich mit Schlingenflor. Die Verarbeitung erfolgt von Hand. Das ist eine technische Beschreibung der Herstellung und keine Aussage über eine industrielle oder maschinelle Fertigung.

Herkunft und Tradition

Fars ist eine historische Region im Süden Irans und gehört zu den wichtigen Landschaften der persischen Kulturgeschichte. Der Name steht sowohl für eine heutige Provinz als auch für ein weit gefasstes kulturelles Gebiet, dessen textile Traditionen über viele Generationen gewachsen sind. In Fars treffen sesshafte ländliche Webtraditionen auf die Erfahrungen nomadischer und halbnomadischer Gruppen. Diese Vielfalt hat eine große Bandbreite an flach gewebten Textilien hervorgebracht.

Kelim-Weberei ist in vielen Teilen Irans eine eigenständige textile Tradition. Gewebte Decken, Taschen, Sitzauflagen und Teppiche konnten im Alltag verwendet werden und ließen sich vergleichsweise gut transportieren. In Regionen mit beweglicher Lebensweise waren flache Gewebe besonders praktisch, weil sie weniger Aufbauhöhe besitzen als Flor-Teppiche. In dörflichen Werkstätten wurden Kelims außerdem als Gebrauchs- und Ausstattungstextilien für Wohnräume gefertigt.

Die Herstellung beginnt mit dem Aufspannen der Kettfäden. Anschließend werden die Schussfäden von Hand eingetragen und verdichtet. Je nach Webweise entstehen dadurch unterschiedliche Übergänge, Konturen und Oberflächen. Bei geschlitzten Kelims können an Farbgrenzen kleine vertikale Öffnungen entstehen; andere Techniken verbinden die Flächen an den Übergängen enger miteinander. Die genaue Konstruktion hängt von der jeweiligen regionalen Schule und vom gewählten Musteraufbau ab.

Fars ist für eine lebendige Verbindung von Webkunst, regionaler Ornamentik und praktischer Nutzung bekannt. Die textile Gestaltung ist dabei nicht auf eine einzige Form festgelegt. Es gibt einfache, rhythmisch gegliederte Flächen ebenso wie komplexere Kompositionen mit geometrischen Feldern und wiederkehrenden Zeichen. Die Weitergabe des Wissens erfolgte traditionell über die praktische Arbeit am Webstuhl. Maße, Farben und Muster konnten dabei von Werkstatt zu Werkstatt und von Weberin zu Weber variieren.

Ein Kelim aus Fars ist deshalb in erster Linie ein Beispiel für iranische Flachweberei. Seine Einordnung beruht auf der genannten Herkunftsregion und auf der handgewebten Technik. Allgemeine Bezeichnungen wie Orientteppich beschreiben den größeren Kulturraum; Fars verweist genauer auf die regionale Tradition. Für dieses Stück sind keine weitergehenden Angaben zu einem bestimmten Dorf, Stamm oder einer einzelnen Werkstatt überliefert.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist beidseitig identisch. Diese Eigenschaft passt grundsätzlich zur Konstruktion eines Flachgewebes, bei dem das Motiv aus den eingefügten Schussfäden entsteht und nicht lediglich auf einen aufgerichteten Flor aufgetragen wird. Die Gleichheit beider Seiten ist eine konkrete Eigenschaft dieses Stücks. Eine zusätzliche Bezeichnung für ein bestimmtes Ornament, eine Bordüre oder ein zentrales Feld ist nicht angegeben.

In der Fars-Weberei spielt die geometrische Ordnung eine wichtige Rolle. Rauten, Zickzacklinien, gestufte Formen und gereihte Farbflächen gehören allgemein zum Vokabular vieler iranischer Flachgewebe. Solche Elemente können einzeln auftreten, in Reihen angeordnet oder zu größeren Feldern verbunden werden. Ihre Wirkung entsteht durch Wiederholung, Spiegelung, Kontrast und den Wechsel zwischen dichter und offener Gestaltung.

Geometrische Muster sind in der Webtechnik nicht nur dekorative Entscheidungen. Sie lassen sich aus geraden oder stufenförmigen Schussverläufen aufbauen und eignen sich daher besonders für die Struktur des Kelims. Kurze Farbstrecken, wiederholte Motive und klar abgegrenzte Flächen können beim Weben Abschnitt für Abschnitt entwickelt werden. Die Weberin arbeitet dabei nicht mit einem nachträglich geschnittenen Flor, sondern baut das Muster direkt in die Fläche ein.

Die Identität von Vorder- und Rückseite ist bei diesem Kelim für seine Nutzung und Betrachtung relevant. Das Textil kann von beiden Seiten als dasselbe Muster wahrgenommen werden. Dadurch verändert sich seine gestalterische Wirkung nicht grundsätzlich, wenn die Seite gewechselt wird. Bei einem Wandbehang ist diese Eigenschaft ebenso nachvollziehbar wie bei einer Verwendung auf dem Boden. Die konkrete Verwendung als Teppich oder Wandbehang ist für dieses Stück angegeben.

Fars-Motive werden häufig aus einer Verbindung von regionaler Ornamenttradition und funktionaler Flächenaufteilung entwickelt. Ein Muster kann einen Mittelpunkt, seitliche Felder und Randzonen besitzen oder ohne strenge Zentralachse auskommen. Auch eine wiederkehrende Reihung ist möglich. Da die Quelle für diesen Kelim nur die beidseitige Identität des Musters nennt, werden keine bestimmten Formen oder Farben als Eigenschaften dieses Exemplars behauptet. Die regionale Gestaltungstradition liefert den kulturellen Rahmen, nicht eine zusätzliche Beschreibung des konkreten Motivs.

Besonderheiten

Eine besondere Eigenschaft dieses Kelims ist die beidseitig identische Musterwirkung. Dadurch bleibt die Gestaltung auf beiden Seiten gleich lesbar. Das unterscheidet ihn in der praktischen Handhabung von Textilien, bei denen nur eine Seite als Vorderseite vorgesehen ist. Die flache Webstruktur unterstützt diese doppelseitige Betrachtung.

Der Kelim ist als Teppich oder als Wandbehang geeignet. Auf dem Boden gehört er zur Gruppe der flach gewebten Orientteppiche. An der Wand kann die textile Fläche unabhängig von einer Bodenbelastung betrachtet werden und als gewebtes Dekorationselement dienen. Welche Befestigung für einen Wandbehang erforderlich ist, hängt vom vorgesehenen Platz und vom Gewicht des Textils ab und ist nicht Bestandteil der Produktangaben.

Der Zustand ist neu. Zusammen mit der handgewebten Herstellung und dem Material aus 100% Wolle ergibt sich ein klar umrissenes Profil: ein neuer, flach gewebter Kelim aus Fars mit identischer Musterwirkung auf beiden Seiten. Weitere Angaben zu Alter, Signatur, Restaurierungen oder Gebrauchsspuren liegen nicht vor.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebtes Textil. Seine Muster entstehen durch die Verbindung von Kett- und Schussfäden auf dem Webstuhl. Im Unterschied zu einem handgeknüpften Teppich besitzt ein Kelim keinen aus einzelnen Knoten aufgebauten Flor. Die Oberfläche bleibt flach, und die Farbflächen werden während des Webens eingearbeitet. Diese Technik ist in vielen Regionen des Orients verbreitet und hat in Iran eine lange Tradition. Kelims können als Teppiche, Decken, Taschen, Sitzauflagen oder Wandbehänge verwendet werden. Bei diesem Stück handelt es sich um einen handgewebten Kelim aus Fars aus 100% Wolle.

Was bedeutet die beidseitig identische Musterung?

Die Angabe bedeutet, dass das Muster auf Vorder- und Rückseite identisch erscheint. Das Textil ist somit nicht ausschließlich auf eine dekorativ bevorzugte Vorderseite angewiesen. Bei einem flach gewebten Kelim kann die Musterwirkung auf beiden Seiten besonders klar wahrnehmbar sein, weil die Gestaltung aus der gewebten Anordnung der Fäden hervorgeht. Für die Nutzung bedeutet das, dass das Stück gewendet werden kann, ohne dass ein anderes Motiv sichtbar wird. Bei diesem Kelim ist diese Eigenschaft ausdrücklich genannt. Eine Aussage über zusätzliche Farbunterschiede, eine besondere Webkante oder eine bestimmte Rückseitenkonstruktion ist damit nicht verbunden.

Kann der Kelim als Wandbehang verwendet werden?

Ja. Der Kelim ist sowohl als Teppich als auch als Wandbehang geeignet. Als Wandbehang zeigt er seine flach gewebte Struktur und das auf beiden Seiten identische Muster, ohne dass eine Bodenfläche erforderlich ist. Für die Aufhängung sollte eine Befestigung gewählt werden, die gleichmäßig verteilt und zum jeweiligen Untergrund passt. Die konkrete Montage richtet sich nach Raum, Wand und gewünschter Präsentation. Die Eignung als Wandbehang ist eine angegebene Nutzungsmöglichkeit dieses neuen, handgewebten Kelims aus Fars; eine bestimmte Aufhängung oder ein Zubehör wird nicht genannt.

Zusätzliche Informationen
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