Perserteppich Täbriz 200 x 150 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 1172$Aktueller Preis ist: 568$

Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 200.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 200×150 cm | Muster: Täbriz mit Medaillon und Mahi-Fischmuster | Zustand: Gut, professionell gewaschen, mit Gebrauchsspuren

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Inventarnummer: 100120000398

Beschreibung

Täbriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Täbriz ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Bei einem handgeknüpften Teppich bildet die Kette das tragende Grundgerüst. In dieses Gerüst werden die Florfäden nach und nach eingeknüpft. Jeder Knoten ist Teil der später sichtbaren Zeichnung. Nach dem Knüpfen wird die Oberfläche geschoren und ausgearbeitet, damit das Muster klar erkennbar wird.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt ca. 200.000 Knoten/qm. Eine hohe Knotendichte ermöglicht es, Konturen, kleine Ornamente und Übergänge sorgfältig auszuarbeiten. Das Muster wird nicht auf eine fertige Fläche gedruckt, sondern entsteht aus vielen einzelnen Knoten. Dadurch bleibt die textile Struktur der Handarbeit sichtbar. Gleichzeitig können Medaillon, Ranken und Mahi-Elemente differenziert voneinander abgegrenzt werden.

Schurwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer widerstandsfähigen und zugleich weichen Faser geschätzt. Wolle kann Wärme speichern und besitzt eine gute Strapazierfähigkeit. Ihre natürliche Faserstruktur trägt außerdem zu einer geringen statischen Aufladung bei. Baumwolle wird häufig für die Kette eingesetzt, weil sie ein festes und gleichmäßiges Grundgewebe bilden kann. Bei diesem Teppich verbinden sich somit ein Wollflor, eine Baumwollkette und die traditionelle Technik des Handknüpfens.

Beim Knüpfen wird die Gestaltung in Reihen aufgebaut. Die Qualität der Ausführung hängt dabei nicht nur von der Knotendichte ab, sondern auch von der gleichmäßigen Spannung der Kette, der Auswahl des Garns und der sorgfältigen Orientierung am Entwurf. Ein zentraler Aufbau wie ein Medaillon verlangt eine kontrollierte Anordnung der Formen. Wiederkehrende Mahi-Motive müssen in ihrer Ausrichtung und ihrem Abstand in die Gesamtkomposition eingepasst werden.

Die handwerkliche Herstellung macht die Oberfläche zu einem eigenständigen Textil und nicht zu einer bloßen bedruckten Dekorationsfläche. Die Schurwolle verleiht dem Flor seine textile Haptik, während die Baumwollkette im Inneren für die Verbindung der geknüpften Reihen sorgt. Die angegebene Dichte beschreibt die technische Feinheit der Arbeit. Material, Grundgewebe und Knüpftechnik stehen daher in einem direkten Zusammenhang mit dem Aufbau eines persischen Teppichs.

Herkunft und Tradition

Täbriz, auch Tabriz geschrieben, liegt im Iran und gehört zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt blickt auf eine lange Tradition der Teppichknüpferei zurück, die bis ins 16. Jahrhundert reicht. Ihre Werkstätten sind für eine große Vielfalt an Entwürfen bekannt. Dazu zählen zentral aufgebaute Kompositionen, florale Felder, geschwungene Ranken, geometrische Details und stilisierte Naturmotive.

Die Bedeutung von Täbriz im persischen Teppichhandwerk beruht auf dem Zusammenspiel von Entwurf, Materialkenntnis und sorgfältiger Ausführung. Ein Teppich aus dieser Tradition kann durch ein deutlich abgegrenztes Medaillon gegliedert sein oder durch ein fortlaufendes Muster den gesamten Innenraum füllen. Diese Vielfalt ist ein Merkmal der regionalen Gestaltungskultur. Der Name Täbriz bezeichnet daher nicht nur einen geografischen Ursprung, sondern auch überlieferte Formen des Entwerfens und Knüpfens.

Die Geschichte persischer Teppiche ist eng mit der Entwicklung von Werkstätten, Handelswegen und höfischer wie privater Kunst verbunden. Besonders in wichtigen Städten konnten sich Spezialisten für Entwurf, Färbung, Knüpfung und Nachbearbeitung etablieren. Das Wissen über Muster und Proportionen wurde über Generationen weitergegeben. Dabei entstanden regionale Eigenheiten, ohne dass jeder Teppich einem einzigen unveränderlichen Muster folgen musste.

Traditionelle Herstellung beginnt mit dem Aufspannen der Kette. Schussfäden und Knoten stabilisieren anschließend die textile Fläche. Der Knüpfer arbeitet Reihe für Reihe nach einem Entwurf oder nach eingeprägtem Musterwissen. Die Anordnung der Farben und Formen wird während des gesamten Prozesses kontrolliert. Bei einer Medaillonkomposition dient das Zentrum als ordnender Ausgangspunkt, während Bordüren und Nebenmotive den Übergang zum Rand gestalten können.

Zu den überlieferten Gestaltungselementen persischer Teppiche gehören Blüten, Blätter, Ranken, geometrische Formen und stilisierte Tiere. Diese Motive werden nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben. Sie werden vereinfacht, rhythmisiert und so miteinander verbunden, dass sie in einer geknüpften Fläche funktionieren. Aus einzelnen Zeichen entsteht dadurch ein Gesamtentwurf, der sowohl auf Nähe als auch auf Distanz gelesen werden kann.

Das Mahi-Muster gehört zu diesem Formenschatz. Die Bezeichnung verweist auf Fischformen, die häufig wiederholt, paarweise angeordnet oder in florale Ranken eingebunden werden. In der persischen Symbolsprache wird der Fisch mit Fülle, Wohlstand und Glück verbunden. Die Bedeutung ergänzt die dekorative Funktion des Motivs. Im Teppich wird der Fisch jedoch als stilisierte Ornamentform in eine streng geordnete textile Komposition übertragen.

Die Verbindung von Naturmotiven und geometrischer Ordnung ist typisch für viele persische Entwurfstraditionen. Ein Motiv kann eine symbolische Herkunft besitzen und gleichzeitig eine konkrete Aufgabe im Muster erfüllen. Es kann eine Fläche füllen, eine Richtung anzeigen oder einen Übergang zwischen unterschiedlichen Ornamenten herstellen. Beim Mahi-Muster kommen Wiederholung und Rhythmus hinzu. So entsteht aus dem einzelnen Fisch ein zusammenhängendes Ornamentband oder ein regelmäßig gegliedertes Feld.

Iran ist die Herkunft des hier bezeichneten persischen Teppichs. Täbriz steht innerhalb dieser Herkunft für eine eigenständige regionale Tradition. Die Bezeichnung ist deshalb von der Musterangabe zu unterscheiden: Das Medaillon und das Mahi-Fischmuster beschreiben den Entwurf, während Täbriz die Herkunft und den damit verbundenen handwerklichen Kontext bezeichnet. Beide Ebenen ergänzen einander, sind aber keine gleichbedeutenden Angaben.

Design und Muster

Das Design wird von einem Medaillon im Zentrum bestimmt. Ein Medaillon ist ein dominantes Mittelornament, das dem Innenfeld einen klaren Mittelpunkt gibt. Je nach Entwurf kann es aus geschwungenen, ovalen, runden oder polygonalen Formen aufgebaut sein. Es ordnet die umgebenden Ornamente und schafft eine erkennbare Hierarchie innerhalb der Fläche. Bei Täbriz-Teppichen wird das Zentrum häufig mit feinen Konturen und einer ausgearbeiteten Einfassung verbunden.

Das Mahi-Fischmuster ergänzt diesen zentralen Aufbau. Mahi bezeichnet stilisierte Fischformen, die in wiederkehrenden Gruppen oder zusammen mit Ranken und Blättern auftreten können. Durch die Wiederholung entsteht ein regelmäßiger Rhythmus. Die einzelnen Fische bilden kleine ornamentale Einheiten; gemeinsam können sie jedoch einen großen Teil des Innenfeldes strukturieren. Die Betrachtung wechselt dadurch zwischen dem zentralen Medaillon und den vielen Details der umgebenden Zeichnung.

Der Fisch ist in der persischen Kultur ein traditionelles Motiv mit der symbolischen Bedeutung von Fülle, Wohlstand und Glück. In der Teppichkunst wird er nicht als naturalistische Darstellung ausgeführt. Körper, Flossen und Konturen werden auf charakteristische Linien reduziert, die sich wiederholen und in andere Ornamente einfügen lassen. Die Symbolik bleibt dadurch mit der dekorativen Aufgabe verbunden. Das Motiv wirkt zugleich als kulturelles Zeichen und als Baustein eines genau geplanten Musters.

Medaillon und Mahi-Ornament folgen unterschiedlichen, einander ergänzenden Prinzipien. Das Medaillon sammelt den Blick in der Mitte und gibt der Komposition eine feste Orientierung. Das Fischmuster bringt Wiederholung, Bewegung und kleinteilige Struktur in das umliegende Feld. Diese Verbindung aus zentraler Ordnung und rhythmischer Ornamentik gehört zu den Möglichkeiten der persischen Teppichgestaltung. Die hohe angegebene Knotendichte unterstützt die Ausarbeitung feiner Linien und kleiner wiederkehrender Formen.

Zu einer solchen Komposition können Bordüren gehören, die das Innenfeld einfassen und einen Übergang zum äußeren Rand schaffen. In traditionellen Entwürfen werden auch die Bordüren mit Ranken, Blüten, Blättern oder geometrischen Elementen gefüllt. Entscheidend ist die Abstimmung der einzelnen Bereiche: Das Zentrum, das umgebende Muster und der Rand sollen als zusammengehörige Fläche lesbar bleiben. Die regionale Täbriz-Tradition bietet dafür ein vielfältiges Repertoire an Proportionen und Ornamenten.

Die Bezeichnung Mahi steht somit nicht für eine zufällig platzierte Fischabbildung. Sie benennt eine überlieferte Musteridee, die an den jeweiligen Entwurf angepasst wird. In Kombination mit einem Medaillon entsteht eine Gestaltung mit einem klaren Schwerpunkt und einer detaillierten ornamentalen Umgebung. Die Naturform wird in eine textile Sprache übersetzt, die auf Wiederholung, Symmetrie, Kontur und ausgewogene Flächenverteilung angewiesen ist.

Das Muster dieses Teppichs wird als Täbriz mit Medaillon und Mahi-Fischmuster beschrieben. Diese Angaben fassen die wichtigsten gestalterischen Merkmale zusammen. Sie nennen sowohl den zentralen Aufbau als auch das traditionelle Ornament. Die Wirkung des Designs entsteht aus dem Verhältnis beider Elemente: Das Medaillon bildet die Mitte, während die Fischmotive und die sie begleitenden Formen den Entwurf ausarbeiten und rhythmisch gliedern.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in gutem Zustand, wurde professionell gewaschen und weist Gebrauchsspuren auf, die auf den Fotos zu sehen sind. Diese Gebrauchsspuren gehören zur konkreten Beschaffenheit des einzelnen Stücks. Die professionelle Wäsche beschreibt den bisherigen Pflegezustand, beseitigt aber nicht die sichtbaren Spuren der Nutzung. Bei der Betrachtung sollten daher sowohl der gepflegte Zustand als auch die vorhandenen Gebrauchsspuren berücksichtigt werden.

Zu den technischen Besonderheiten gehören die handgeknüpfte Ausführung, die Knotendichte von ca. 200.000 Knoten/qm, der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Das Medaillon verbindet sich mit dem traditionellen Mahi-Fischmuster. Die im Ausgangstext genannten Eigenschaften der Wolle umfassen Wärme speichernde Wirkung, Strapazierfähigkeit und eine geringe statische Aufladung.

Die vielseitige Farbgestaltung und das ansprechende Muster werden als passend für moderne wie klassische Einrichtungsstile beschrieben. Der Teppich kann dadurch in unterschiedlichen Wohnbereichen eingesetzt werden. Seine Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit werden ebenfalls als Eigenschaften genannt. Für eine schonende Nutzung sind regelmäßige Pflege und eine fachgerechte Reinigung sinnvoll, wobei der konkrete Zustand des Flors und die sichtbaren Gebrauchsspuren beachtet werden sollten.

FAQ

Wie pflege ich den Täbriz Perserteppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit Staub und lose Verschmutzungen aus dem Wollflor entfernt werden. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reiniger behandelt werden. Starkes Reiben ist zu vermeiden, da es die Fasern unnötig beanspruchen und die Oberfläche beeinträchtigen kann. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre wird empfohlen. Da dieses Stück bereits professionell gewaschen wurde und Gebrauchsspuren aufweist, sollte eine weitere Reinigung am tatsächlichen Verschmutzungsgrad und am Zustand des Teppichs ausgerichtet werden.

Kann ich den Teppich in einem Raum mit Fußbodenheizung verwenden?

Ja, der Teppich kann auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Wolle ist ein guter Isolator und sorgt für eine angenehme Wärme. Die Wärme sollte gleichmäßig verteilt werden, damit der Teppich und das Raumklima geschont werden. Eine saubere, trockene und ebene Unterlage ist für die Verwendung geeignet. Der Teppich sollte nicht dauerhaft feucht liegen. Bei der Pflege sind die Eigenschaften des Wollflors und der Baumwollkette zu berücksichtigen.

Welche Rolle spielt der Fisch im Mahi-Fischmuster?

Der Fisch im Mahi-Fischmuster ist ein traditionelles Motiv der persischen Teppichkunst. In der persischen Kultur steht er für Fülle, Wohlstand und Glück. Als Ornament wird der Fisch stilisiert und häufig wiederholt oder in ein Umfeld aus Ranken und floralen Formen eingebunden. Es handelt sich daher nicht um eine naturgetreue Darstellung, sondern um ein kulturell geprägtes Musterzeichen. Bei diesem Täbriz-Teppich verbindet sich das Mahi-Motiv mit dem zentralen Medaillon und stellt damit einen Bezug zwischen Naturform, überlieferter Symbolik und textilem Entwurf her.

Zusätzliche Informationen
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