Perserteppich Täbriz 308 x 196 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 1093$Aktueller Preis ist: 888$

Handgeknüpfter Täbriz-Azarshahr Perserteppich | Knotendichte: ca. 200.000 Knoten/qm (30 Radj) | Material: Flor Schurwolle und Seide, Kette Baumwolle | Größe: ca. 308 x 196 cm | Muster: Fischmuster Mahi mit Medaillon | Zustand: wie neu, sauber und frisch gewaschen

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 100120000127 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 100120000127

Beschreibung

Täbriz Azarshahr Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser handgeknüpfte Perserteppich aus Täbriz, genauer aus Azarshahr, besteht im Flor aus Schurwolle und Seide. Die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Beim Medaillon und bei den Eckmustern kommt Seide zum Einsatz. Dadurch treffen unterschiedliche textile Eigenschaften innerhalb eines klar gegliederten Entwurfs aufeinander: Die Schurwolle bildet den wollenen Anteil des Flors, während die Seide an ausgewählten Ornamentbereichen für eine feinere und glänzendere Wirkung sorgt. Die Baumwollkette bildet die Grundlage der Knüpfarbeit.

Handknüpfen bedeutet, dass die Florfäden einzeln in die vorbereitete Kette eingearbeitet werden. Jede Reihe entsteht dabei Schritt für Schritt und wird anschließend verdichtet und ausgerichtet. Die Ausführung mit einer angegebenen Knotendichte von etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter beziehungsweise 30 Radj steht für eine eng gearbeitete Struktur. Bei einer solchen Konstruktion können Konturen, kleine Ornamente und Übergänge zwischen den Musterfeldern differenziert dargestellt werden.

Wolle wird im persischen Teppichhandwerk traditionell wegen ihrer widerstandsfähigen und zugleich elastischen Faser verwendet. Sie kann Farben gut aufnehmen und verleiht einem Flor eine textile, griffige Oberfläche. Seide wird dagegen häufig dort eingesetzt, wo Musterpartien optisch hervorgehoben werden sollen. Ihre glattere Faser reflektiert das Licht anders als Wolle. Bei diesem Stück konzentriert sich die Seide laut Beschreibung auf das Medaillon und die Eckmuster, während Schurwolle und Seide gemeinsam den Flor bilden.

Die Baumwolle der Kette ist im fertigen Teppich weitgehend durch den Flor bedeckt. Als tragende Grundlage unterstützt sie die regelmäßige Anordnung der Knoten. Die Kombination aus Baumwollkette und einem Flor aus Schurwolle und Seide ist eine im persischen Knüpfhandwerk gebräuchliche Materialaufteilung. Sie verbindet eine stabile innere Struktur mit einer differenzierten Oberfläche, ohne die textile Herkunft des Teppichs zu verändern.

Herkunft und Tradition

Täbriz gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichknüpfkunst. Die Stadt liegt im Nordwesten Irans und war über lange Zeit ein wichtiger Handels- und Kulturort. Diese Lage begünstigte den Austausch von Entwürfen, Materialien und handwerklichen Kenntnissen. Teppiche aus Täbriz werden deshalb mit einer ausgearbeiteten Zeichnung, einer sorgfältigen Gliederung des Feldes und einer präzisen Ausführung verbunden. Azarshahr, auch unter der Schreibweise Azar-Shahr bekannt, wird in der Beschreibung als genauerer Herkunftsort dieses Teppichs genannt.

Die Täbrizer Tradition umfasst sowohl klassische Zentralmedaillon-Entwürfe als auch durchgemusterte Kompositionen. Ein Medaillon ordnet das zentrale Feld und schafft eine klare visuelle Mitte. Darum herum können Eckzwickel, Bordüren und feinere Binnenornamente in einem abgestimmten Verhältnis angelegt werden. Diese Art der Komposition erlaubt es, ein Muster übersichtlich aufzubauen und dennoch viele kleine Details zu integrieren. Die formale Ordnung ist ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Entwurfssprache.

In der persischen Teppichkunst wird ein Muster nicht nur als dekorative Fläche verstanden. Die Zeichnung entsteht aus dem Zusammenspiel von Feld, Bordüre, Randzonen und einzelnen Ornamenten. Ein Knüpfer oder eine Knüpferin setzt die Vorlage in Knoten um und achtet dabei auf die Fortführung von Linien, Formen und Farbbereichen. Je dichter und feiner die Knüpfung ist, desto genauer lassen sich kleinteilige Motive ausführen. Die Knotendichte ist daher nicht nur eine technische Angabe, sondern steht auch in Beziehung zur möglichen Detailtreue eines Entwurfs.

Die Region um Täbriz ist außerdem für ihre Verbindung von handwerklicher Überlieferung und vielfältigen Vorlagen bekannt. Florale Ornamente, Medaillonformen und Muster mit wiederkehrenden Motiven konnten über Werkstätten und Handelswege weitergegeben und in unterschiedlichen Varianten ausgearbeitet werden. Dabei blieb die Herstellung an die Handarbeit gebunden: Die Struktur entsteht nicht durch einen industriellen Druck, sondern durch die Anordnung einzelner Knoten und die anschließende Bearbeitung des Flors.

Azarshahr steht in diesem Zusammenhang für eine lokale Ausprägung innerhalb des weiteren Täbrizer Umfelds. Die Nennung des Ortes beschreibt die Herkunftsangabe dieses Teppichs und nicht lediglich ein verwendetes Dekormotiv. Bei persischen Teppichen können Ortsbezeichnungen sowohl auf regionale Werkstätten als auch auf gewachsene Stiltraditionen hinweisen. Für die Einordnung ist deshalb die Kombination aus Herkunft, Knüpftechnik, Material und Muster maßgeblich. Bei diesem Stück sind Täbriz und Azarshahr als Herkunft genannt.

Die persische Knüpftradition wurde über Generationen durch praktische Erfahrung weitergegeben. Dazu gehören der Umgang mit Wolle, das Vorbereiten der Kette, das Lesen oder Umsetzen eines Entwurfs und das gleichmäßige Verdichten der Knoten. Auch die Verwendung von Seide für hervorgehobene Partien gehört zu den Möglichkeiten einer differenzierten Gestaltung. Ein Teppich aus dieser Tradition dokumentiert somit mehrere Arbeitsschritte zugleich: die textile Vorbereitung, die eigentliche Knüpfung und die abschließende Bearbeitung der Oberfläche.

Das Ergebnis ist kein gleichförmiges Industrieprodukt, sondern ein handgefertigtes Textil mit einer aus der Knüpfarbeit hervorgegangenen Struktur. Kleine Abweichungen in Linien oder Ornamenten können bei handgeknüpften Teppichen Teil des Herstellungsprozesses sein. Entscheidend für die regionale Einordnung bleibt jedoch das zusammenhängende Bild aus Komposition, Technik und überlieferter Gestaltung. Täbriz und Azarshahr bilden bei diesem Teppich den angegebenen Herkunftsrahmen.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist ein Fischmuster, in der persischen Teppichsprache Mahi genannt, kombiniert mit einem Medaillon. Das Mahi-Motiv gehört zu den bekannten wiederholbaren Ornamenten der persischen Textilgestaltung. Trotz seines Namens muss es nicht als naturalistische Darstellung eines einzelnen Fisches gelesen werden. Gemeint ist vielmehr ein stilisiertes, symmetrisch wirkendes Ornament, dessen Formen sich in einem Feld wiederholen und ineinander verschachteln können.

Bei einer Mahi-Komposition erscheinen häufig gebogene Blattformen, kleine Blüten und geschwungene Linien in einer regelmäßigen Folge. Die einzelnen Elemente werden so angeordnet, dass sie ein fortlaufendes Muster bilden. Dadurch kann das Auge dem Ornament über das Feld hinweg folgen, ohne dass ein einzelnes Motiv zwingend als isolierte Figur hervortritt. Die Wirkung beruht auf Rhythmus, Wiederholung und der ausgewogenen Verteilung von freien und ornamentierten Bereichen.

Das Medaillon setzt dazu einen deutlichen Schwerpunkt. Es kann als zentrale Form die Mitte des Teppichs betonen und die umliegenden Muster in Beziehung zueinander bringen. Eckmuster schließen die Komposition an den vier Ecken ab und führen den Blick vom Rand zurück in das Feld. Bei diesem Teppich sind die Eckmuster ebenso wie das Medaillon aus Seide ausgeführt. Die Materialdifferenz unterstützt die Unterscheidung dieser wichtigen Gestaltungselemente von den übrigen Flächen.

Ein Mahi-Muster kann dicht oder großzügiger gezeichnet werden. In einer dichten Variante überlagern sich die stilisierten Formen zu einem fein strukturierten Ornamentteppich. Die Wiederholung sorgt für Zusammenhalt, während kleine Unterschiede in Richtung, Blattform und Innenzeichnung für Bewegung sorgen. Die angegebene feine Knüpfung ermöglicht grundsätzlich eine differenzierte Darstellung solcher Details. Das konkrete Erscheinungsbild dieses Stücks wird in der Beschreibung als lebendig und farbkräftig bezeichnet.

Die Musterordnung persischer Teppiche arbeitet häufig mit mehreren Ebenen. Das zentrale Feld trägt das Hauptmotiv, eine Bordüre rahmt es, und Nebenbordüren vermitteln zwischen Innenfläche und äußerem Abschluss. Auch wenn bei diesem Stück in der Quelle keine einzelnen Bordürenbezeichnungen genannt werden, lässt sich die Funktion eines Medaillonentwurfs allgemein so erklären: Die zentrale Form gibt Orientierung, während wiederholte Ornamente und Randzonen die Fläche zusammenhalten. Das Mahi-Motiv kann dabei als verbindendes Muster über die umgebenden Bereiche wirken.

Stilisierung ist ein grundlegendes Prinzip der persischen Ornamentik. Pflanzen, Blätter, Blüten und andere Formen werden nicht naturgetreu kopiert, sondern in Linien, Haken, Kurven und symmetrische Einheiten übersetzt. Das Mahi-Motiv folgt diesem Prinzip. Seine Wiedererkennbarkeit entsteht durch charakteristische Umrisse und die Beziehung der Ornamentteile zueinander. Je nach Werkstatt, Region und Vorlage kann die Zeichnung feiner, geschlossener oder offener erscheinen, ohne dass die Bezeichnung Mahi ihren Sinn verliert.

Die Verbindung von Mahi-Muster und Medaillon stellt zwei unterschiedliche Ordnungsprinzipien zusammen. Das Medaillon schafft eine konzentrierte Mitte, während das Mahi-Ornament für eine fortlaufende Bewegung im Feld sorgt. So entsteht ein Entwurf, der sowohl einen klaren Mittelpunkt als auch eine reiche Binnenzeichnung besitzt. Die Seide an Medaillon und Eckmustern kann diese Hierarchie durch ihren abweichenden Glanz zusätzlich sichtbar machen. Die kräftigen Farben, die in der Beschreibung erwähnt werden, unterstützen die deutliche Lesbarkeit der Musterfelder.

Die Gestaltung erzählt dabei nicht im wörtlichen Sinn eine einzelne Geschichte. Sie verweist vielmehr auf eine lange Tradition symbolischer und ornamentaler Formensprache. In persischen Teppichen werden Motive durch Wiederholung, Ordnung und handwerkliche Präzision zu einer eigenständigen Bildfläche verbunden. Das Mahi-Muster ist ein Beispiel dafür, wie ein kleines, regelmäßig wiederkehrendes Ornament eine gesamte Komposition prägen kann. Das Medaillon ergänzt diese Struktur um einen markanten zentralen Bezugspunkt.

Besonderheiten

Als besondere Angaben zu diesem Einzelstück nennt die Beschreibung die Herkunft aus Täbriz beziehungsweise Azarshahr, die handgeknüpfte Ausführung und die Knotendichte von etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter beziehungsweise 30 Radj. Der Flor besteht aus Schurwolle und Seide auf einer Baumwollkette. Das Medaillon und die Eckmuster sind aus Seide gearbeitet.

Der Teppich wird als wie neu beschrieben. Außerdem ist er sauber und frisch gewaschen. Die Quelle hebt ein lebendiges Muster und kräftige Farben hervor. Als Gestaltung sind ein Mahi-Fischmuster und ein Medaillon angegeben. Diese Angaben beziehen sich auf das angebotene Einzelstück und werden hier von allgemeinen Erläuterungen zur Täbrizer Knüpftradition getrennt.

Die Kombination aus Schurwolle, Seide und Baumwolle sowie die unterschiedliche Materialverwendung im Muster gehören zu den klar benannten Merkmalen. Die Seide im Medaillon und in den Eckmustern setzt innerhalb des floralen Aufbaus eigene Akzente. Die Beschreibung macht keine weiteren Aussagen zu Alter, Signatur oder Restaurierungen; solche Merkmale werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Woher stammt dieser Perserteppich?

Der Teppich stammt laut Quelle aus Persien, aus der Region Täbriz, genauer aus Azarshahr. Täbriz ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichkunst. Die Ortsangabe beschreibt bei diesem Stück die genannte Herkunft und nicht nur das verwendete Mahi-Muster.

Welche Materialien wurden verwendet?

Der Flor besteht aus Schurwolle und Seide, während die Kette aus Baumwolle gefertigt ist. Das Medaillon und die Eckmuster sind ausdrücklich als Seidenpartien angegeben. Dadurch verbindet der Teppich einen wollenen Floranteil mit gezielt eingesetzten glänzenden Ornamentbereichen.

Wie ist der Zustand des Teppichs?

Der Zustand wird als wie neu angegeben. Außerdem wird der Teppich als sauber und frisch gewaschen beschrieben. Weitere Aussagen zu Alter, Reparaturen oder einer Signatur liegen in der Quelle nicht vor und werden deshalb nicht gemacht.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen