


Perserteppich Täbris 62 x 88 cm Wolle handgeknüpft
559$
Handgeknüpfter Täbris Perserteppich | Knotendichte: 50-Raj | Material: Flor Wolle mit Seide | Größe: 62 x 88 cm | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 28BC8513
Beschreibung
Täbris Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Täbris ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle mit Seide. Die Verbindung beider Materialien gehört zu den überlieferten Ausführungen, für die Täbris bekannt ist. Wolle bildet dabei eine belastbare textile Grundlage, während Seide für eine glatte Oberfläche und einen feinen Glanz sorgen kann. Im vorliegenden Teppich sind beide Materialien im Flor angegeben; zur Kette liegen keine Angaben vor.
Die Bezeichnung 50-Raj beschreibt die Einordnung der Knotendichte. Raj ist bei Täbris-Teppichen eine technische Bezeichnung, die sich auf die Feinheit der Knüpfung bezieht. Eine höhere Raj-Zahl steht allgemein für eine größere Anzahl von Knoten und ermöglicht eine differenziertere Ausarbeitung kleiner Formen. Die 50-Raj-Angabe gehört zu diesem Teppich und kennzeichnet seine handwerkliche Einordnung.
Beim Handknüpfen werden die Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so ein Flor, dessen Dichte, Kontur und Oberfläche von der Erfahrung der Knüpfer abhängen. Wolle lässt sich für den Flor widerstandsfähig und griffig verarbeiten. Eingearbeitete Seide kann feine Linien und dezente Lichtreflexe unterstützen. Die Materialangabe Wolle mit Seide verbindet damit zwei in der persischen Teppichherstellung etablierte Fasern.
Bei Täbris werden sowohl reine Wollausführungen als auch Kombinationen mit Seide hergestellt. Seide findet sich bei solchen Teppichen häufig im Innenfeld oder in einzelnen gestalterischen Partien; bei manchen Ausführungen wird auch die Kette aus Seide gefertigt. Für diesen Teppich ist ausschließlich Wolle mit Seide im Flor ausgewiesen. Die konkrete Kettenfaser und eine exakte Knotenzahl werden nicht angegeben.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Täbris, der Hauptstadt von Ost-Aserbaidschan. Täbris liegt im Nordwesten Irans und gehört zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt war über Jahrhunderte ein wichtiger Handels- und Kulturort. Diese Lage verband unterschiedliche künstlerische Einflüsse und unterstützte die Entwicklung einer vielseitigen Knüpftradition.
Täbris-Teppiche werden in einer Werkstatttradition gefertigt, in der genaue Zeichnung, kontrollierte Farbgebung und eine regelmäßige Knüpfung zusammenwirken. Muster werden häufig nach Vorlagen auf einem Entwurf vorbereitet. Die Knüpfer übertragen die einzelnen Elemente anschließend in das Grundgewebe. Dadurch können geschwungene Ranken, kleine Blüten, Medaillons und geometrische Konturen klar voneinander abgegrenzt werden.
Die Einteilung nach Raj ist Teil der Fachsprache rund um Täbris. Sie macht die Feinheit einer Knüpfung vergleichbar, ohne allein über die Wirkung eines Teppichs zu entscheiden. Ein höherer Raj-Wert erlaubt grundsätzlich eine engere Ausarbeitung. Ebenso wichtig sind die Qualität der Wolle, der Umgang mit den Farben, die Präzision des Entwurfs und die Sorgfalt bei Abschluss und Kanten. Die 50-Raj-Bezeichnung dieses Stücks verweist auf eine feine Ausführung innerhalb dieser Tradition.
Die Teppichherstellung in Täbris steht in der Geschichte der persischen Kunst nicht isoliert. Auch Isfahan, Kerman, Nain und Qum haben eigene Werkstatttraditionen entwickelt. Isfahan ist für feine Seidenknoten und opulente Entwürfe bekannt. Kerman wird häufig mit floralen Mustern und lebendigen Farben verbunden. Nain und Qum bieten ebenfalls unterschiedliche Qualitäten und Zeichnungen. Diese Ortsnamen bezeichnen jeweils eigene regionale Traditionen und sind nicht mit der Herkunft dieses Teppichs gleichzusetzen.
Die Stadt Täbris prägte außerdem den Austausch zwischen regionalen und internationalen Märkten. Teppiche aus dem Zentrum wurden über Handelswege in viele Länder gebracht und dort als Beispiele persischer Knüpfkunst bekannt. Ihre Entwürfe konnten klassische Ornamentik mit einer klaren, gut lesbaren Gliederung verbinden. Dabei entstanden sowohl Teppiche mit einem zentralen Medaillon als auch flächige Musterungen und Varianten mit dichtem floralem Dekor.
Zur persischen Teppichlandschaft gehören daneben Formen mit deutlich anderem Charakter. Gabbeh-Teppiche gehen auf nomadische Traditionen zurück und verwenden oft einfachere Muster sowie kräftige Farben. Sie unterscheiden sich in Aufbau und Ausdruck von den feiner gegliederten Werkstattteppichen aus Täbris. Der Vergleich zeigt, wie vielfältig die persische Teppichkunst ist. Die Herkunft dieses Exemplars bleibt dabei Täbris in Ost-Aserbaidschan.
Design und Muster
Die Quelle beschreibt für Täbris-Teppiche eine Gestaltung mit floralen Motiven, geometrischen Formen und komplexer Ornamentik. Diese Angaben erklären die Bandbreite der regionalen Mustertradition, legen jedoch kein bestimmtes Motiv für dieses einzelne Stück fest. Deshalb wird hier kein konkretes Medaillon, keine bestimmte Bordüre und keine einzelne Farbkombination als Eigenschaft dieses Teppichs behauptet.
Florale Muster gehören zu den verbreiteten Bildsprachen persischer Teppiche. Ranken können ein Innenfeld verbinden, Blüten können in regelmäßigen Abständen angeordnet werden, und Blätter können als Füllformen zwischen größeren Ornamenten dienen. In einer Werkstattzeichnung werden solche Elemente oft symmetrisch oder rhythmisch verteilt. Die feine Knüpfung unterstützt dabei die Darstellung kleiner Einzelheiten, ohne dass jedes Täbris-Muster demselben Aufbau folgen muss.
Geometrische Designs arbeiten mit klaren Achsen, wiederkehrenden Formen und ausgewogenen Abständen. Ein Entwurf kann ein zentrales Feld durch eine Bordüre fassen oder das Muster über die gesamte Fläche führen. Winkel, Rauten, Rosetten und stilisierte Blattformen lassen sich miteinander verbinden. Komplexe Ornamentik entsteht häufig durch die Staffelung mehrerer Ränder und durch die Wiederholung kleiner Motive. Welche dieser Möglichkeiten bei einem konkreten Teppich gewählt wurde, muss am jeweiligen Stück abgelesen werden.
Die persische Ornamentik besitzt eine lange Geschichte. Muster wurden über Generationen weitergegeben, angepasst und in Werkstätten neu geordnet. Ein florales Motiv kann dabei sowohl naturalistisch als auch stark stilisiert erscheinen. Geometrische Strukturen können Ruhe und Ordnung schaffen, während kleinere Ornamente die Zwischenräume füllen. Täbris ist für die Verbindung solcher Elemente mit einer präzisen Zeichnung bekannt.
Wolle und Seide beeinflussen die Wahrnehmung von Musterflächen auf unterschiedliche Weise. Wolle wirkt eher matt und gibt Farbflächen eine textile Tiefe. Seide kann Linien glatter erscheinen lassen und bei wechselndem Lichteinfall schimmern. In Täbris werden diese Eigenschaften traditionell genutzt, um bestimmte Partien hervorzuheben. Die Materialkombination dieses Teppichs erklärt daher, weshalb bei Täbris-Teppichen häufig von einem Seidenglanz im Innenfeld oder in einzelnen Ornamenten gesprochen wird; die genaue Verteilung am vorliegenden Stück ist nicht angegeben.
Auch die Farbgestaltung folgt bei persischen Teppichen oft einer überlieferten Ordnung aus Grundfarbe, Nebenfarben und Kontur. Eine dunklere Zeichnung kann Blüten und Ranken voneinander trennen, während abgestufte Töne Übergänge schaffen. Bei Täbris kommen sowohl ruhige als auch lebendige Farbausarbeitungen vor. Die Quelle nennt keine konkreten Farben dieses Teppichs. Festgehalten werden können daher seine Herkunft, seine Materialkombination und die regionale Mustertradition, nicht aber eine individuelle Farbliste.
Im Vergleich zu Isfahan, Kerman oder Nain lassen sich regionale Unterschiede in Zeichnung und Gewichtung erkennen. Isfahan wird häufig mit feinen Seidenknoten und opulenten Designs verbunden, Kerman mit floraler Gestaltung und lebendigen Farben. Täbris steht für eine eigenständige Tradition, die florale, geometrische und ornamentale Formen verwenden kann. Diese Vergleiche dienen der Einordnung des Typs und ersetzen keine Beschreibung eines nicht genannten Einzelmotivs.
Besonderheiten
Als besondere technische Angabe ist dieser Teppich mit 50-Raj bezeichnet. Die Ausführung ist handgeknüpft und im Flor aus Wolle mit Seide gefertigt. Zusammen mit der Herkunft aus Täbris ergibt sich eine klare Einordnung als persischer Werkstattteppich aus Ost-Aserbaidschan.
Der Zustand wird als sehr gut angegeben. Weitere Angaben zu Alter, Signatur, Reparaturen, Fransen oder Gebrauchsspuren liegen nicht vor und werden deshalb nicht ergänzt. Die Kombination aus regionaler Herkunft, 50-Raj-Einstufung und Wolle mit Seide fasst die festgehaltenen Eigenschaften dieses Einzelstücks zusammen.
Täbris-Teppiche werden in unterschiedlichen Formaten hergestellt und können dadurch in verschiedene Räume und Einrichtungssituationen eingeordnet werden. Für dieses Stück ist ein kleines Format angegeben. Aussagen zur Nutzung sollten sich am Raum, an der Belastung und am Schutz des Teppichs orientieren; eine besondere Eignung für einen bestimmten Raum ist nicht ausgewiesen.
FAQ
Wie erkenne ich die Qualität eines Täbris-Perserteppichs?
Ein wichtiger technischer Hinweis ist die Knotendichte, die bei Täbris häufig mit Raj bezeichnet wird. Ein höherer Raj-Wert bedeutet im Allgemeinen mehr Knoten pro Fläche und ermöglicht eine feinere Zeichnung. Bei diesem Teppich ist 50-Raj angegeben. Zusätzlich spielen die verwendeten Materialien eine Rolle. Wolle und Seide sind traditionelle Materialien, wobei Seide einen glatteren Griff und einen sichtbaren Glanz beitragen kann. Für die Beurteilung eines konkreten Teppichs sollten außerdem Gleichmäßigkeit der Knüpfung, Klarheit der Konturen, Zustand und Verarbeitung betrachtet werden. Der Zustand dieses Stücks ist als sehr gut beschrieben.
Kann ich einen Täbris-Perserteppich waschen?
Ein handgeknüpfter Teppich aus Wolle mit Seide sollte nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Wasser, Reibung und ungeeignete Reinigungsmittel können Fasern, Farben und die Form des Teppichs beeinträchtigen. Für eine gründliche Reinigung ist ein auf Teppiche spezialisiertes Reinigungsunternehmen sinnvoll. Bei einer kleinen Verschmutzung kann die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Dabei sollte nicht stark gerieben und nicht durchnässt werden. Vor jeder Behandlung ist es ratsam, die Verträglichkeit an einer unauffälligen Stelle zu prüfen.
Wo finde ich den besten Platz für meinen Täbris-Perserteppich?
Ein geeigneter Platz ist ein Raum, in dem der Teppich sichtbar zur Geltung kommt, etwa das Wohnzimmer oder der Essbereich. Unter einem Esstisch kann ein Täbris-Perserteppich eine klar gegliederte textile Fläche bilden, sofern Größe und Möblierung zusammenpassen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Auch eine gleichmäßige Belastung, ein trockener Untergrund und eine regelmäßige, schonende Pflege tragen zum Erhalt bei. Welche Position im Raum am besten passt, hängt von Laufwegen, Licht und vorhandener Einrichtung ab.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |











