






Perserteppich Tabriz 387 x 300 cm Wolle handgeknüpft
2308$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: Handgeknüpft | Material: Flor Wolle, Kette Baumwolle | Größe: 387 x 300 cm | Muster: Orientalisch mit Blumenmotiven | Zustand: Gebraucht, sehr sauber
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Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus Wolle sowie eine Kette aus Baumwolle. Beide Materialien übernehmen im Aufbau unterschiedliche Aufgaben. Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche des Teppichs. Sie ist eine traditionelle Faser für den Flor, weil sie eine strapazierfähige und zugleich griffige textile Struktur ermöglicht. Die Baumwolle liegt als Kette im Grundgewebe und bildet eine stabile Basis für die Knoten. Die Materialangabe dieses Teppichs umfasst 100 Prozent Wolle und 100 Prozent Baumwolle.
Beim Handknüpfen werden die Kettfäden zunächst auf einem Webstuhl gespannt. Anschließend werden Wollfäden einzeln um die Kettfäden gelegt und zu Knoten befestigt. Nach jeder Reihe wird das Gewebe verdichtet, bevor die nächste Reihe folgt. Die Florfäden werden später auf eine gleichmäßige Höhe gebracht. Im Unterschied zu einem gedruckten Muster entsteht die Zeichnung somit unmittelbar aus der Verbindung von Kette, Knoten und Flor. Blumen, Ranken und Konturen werden durch die Folge der einzelnen Knoten in die textile Oberfläche eingebaut.
Wolle ist für die traditionelle Teppichherstellung besonders geeignet, weil die Faser elastisch und widerstandsfähig ist. Sie kann eine angenehme Haptik erzeugen und schützt den Flor bei sachgemäßer Nutzung vor einer schnellen Veränderung seiner Struktur. Baumwolle wird häufig für Kett- und Schussfäden eingesetzt, da sie eine feste, gleichmäßige Grundlage bilden kann. Das Zusammenspiel von Wollflor und Baumwollkette ist ein klassischer technischer Aufbau handgeknüpfter Teppiche. Beim vorliegenden Stück ist der Flor aus Wolle und die Kette aus Baumwolle gefertigt.
Die handwerkliche Fertigung verlangt eine genaue Orientierung am Muster. Jede Knotenreihe muss in der vorgesehenen Abfolge ausgeführt werden, damit Blüten, Blätter und Ranken ihre Konturen behalten. Farbflächen werden nicht auf die fertige Oberfläche aufgetragen, sondern während des Knüpfens aufgebaut. Dadurch erhält das Muster eine textile Tiefe. Kleine Unterschiede in Knoten, Linienführung oder Farbverlauf können bei handgeknüpften Einzelstücken Bestandteil des Herstellungsprozesses sein. Die handgeknüpfte Technik macht den Teppich zu einem individuell gefertigten Textil.
Nach dem Knüpfen wird der Flor geschoren und die Oberfläche wird weiterbearbeitet. Dieser Arbeitsschritt dient dazu, die Zeichnung lesbar zu machen und eine gleichmäßige Haptik zu schaffen. Auch das Spannen, Waschen und abschließende Prüfen gehören in der traditionellen Herstellung zu den Arbeitsschritten, die das Erscheinungsbild beeinflussen können. Die konkrete Ausführung dieses Teppichs wird als gebraucht und sehr sauber beschrieben. Eine schonende Pflege ist deshalb geeignet, die vorhandene Wolloberfläche zu erhalten.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Iran und wird als Tabriz Perserteppich bezeichnet. Tabriz ist eines der bekannten Zentren der iranischen Teppichkunst. Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes und entwickelte sich historisch zu einem bedeutenden Ort für Handel, Handwerk und kulturellen Austausch. Diese Lage beeinflusste auch die Teppichherstellung. Muster, Techniken und textile Materialien konnten über Handelswege zwischen verschiedenen Gebieten zirkulieren, während Werkstätten in Tabriz eigene Formen der Gestaltung und Ausführung entwickelten.
Die Bezeichnung Tabriz verweist daher auf eine regionale Tradition innerhalb der persischen Teppichkunst. Sie beschreibt nicht nur einen Ort, sondern auch eine Gruppe von Entwurfs- und Herstellungsweisen, die sich über längere Zeit herausgebildet haben. Tabriz-Teppiche können in ihrer Anordnung und Farbgebung unterschiedlich sein. Häufig wird ihre Gestaltung jedoch mit einer klar gegliederten Fläche, sorgfältig gezeichneten Ornamenten und einer präzisen handwerklichen Ausführung verbunden. Die Vielfalt der einzelnen Entwürfe gehört zur Geschichte dieses Zentrums.
Iranische Teppiche werden traditionell in verschiedenen Regionen gefertigt, darunter Isfahan, Kashan und Nain. Jede dieser Bezeichnungen steht für eigene historische Entwicklungen, Werkstatttraditionen und Musterformen. Tabriz nimmt innerhalb dieser regionalen Vielfalt eine eigenständige Stellung ein. Die Stadt war durch ihre Handelsbeziehungen mit unterschiedlichen kulturellen Einflüssen verbunden. Dadurch konnten sich Motive verändern, miteinander verbinden und in neuen Kompositionen erscheinen. Trotzdem blieb die regionale Identität der Tabrizer Teppichkunst erkennbar.
Das Wissen des Teppichknüpfens wird durch praktische Erfahrung weitergegeben. Dazu gehören die Vorbereitung der Kette, die Auswahl der Wolle, die Färbung der Fasern, das Lesen eines Entwurfs und das gleichmäßige Setzen der Knoten. Ebenso wichtig sind das Verdichten der Reihen, das Scheren des Flors und die Nachbearbeitung der Kanten. Eine Werkstatt muss dabei technische Genauigkeit mit der gestalterischen Absicht des Entwurfs verbinden. Die persische Teppichkunst ist deshalb sowohl ein handwerklicher Prozess als auch eine Form ornamentaler Gestaltung.
Historisch wurden Teppiche in Iran für unterschiedliche Zwecke hergestellt. Sie dienten als Bodenbelag, als Ausstattung von Wohnräumen und als textile Ausformung einer regionalen Bildsprache. Florale Muster, geometrische Zeichnungen und arabeske Ranken konnten dabei je nach Auftrag, Werkstatt und Tradition verschieden kombiniert werden. Die Teppichfläche wurde nicht zufällig dekoriert, sondern meist nach einer bewusst geplanten Ordnung aufgebaut. Feld, Ecken, Bordüren und kleinere Nebenmotive stehen in Beziehung zueinander.
Tabriz war außerdem ein wichtiger Umschlagplatz für Waren und Ideen. Diese Rolle erleichterte den Austausch mit anderen Teppichregionen. Entwürfe konnten auf ältere persische Ornamentformen zurückgreifen und zugleich neue Einflüsse aufnehmen. In Werkstätten wurden Musterbücher, Zeichnungen und überlieferte Formen verwendet. Die daraus entstehenden Teppiche zeigen, wie regionale Kontinuität und gestalterische Weiterentwicklung zusammenwirken können. Die Herkunftsbezeichnung Tabriz ordnet dieses Stück in diesen historischen Zusammenhang der iranischen Knüpfkunst ein.
Die traditionelle Herstellung eines Perserteppichs ist zeitaufwendig, weil die sichtbare Fläche aus vielen einzelnen Arbeitsschritten entsteht. Die Arbeitsgeschwindigkeit hängt von der Komplexität des Entwurfs, der Organisation der Werkstatt und der Erfahrung der Knüpfer ab. Mit jeder Reihe wächst das Muster langsam aus dem Grundgewebe heraus. Dieser Aufbau unterscheidet den handgeknüpften Teppich von maschinell hergestellten Bodenbelägen. Er erklärt zugleich, weshalb ein einzelnes Stück die Merkmale seiner Herstellung in Oberfläche und Zeichnung trägt.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als orientalisch mit Blumenmotiven beschrieben. Florale Ornamentik gehört zu den wichtigen Gestaltungsmitteln der persischen Teppichkunst. Blüten, Blätter und Ranken können eine Fläche gliedern, Bewegungen erzeugen und den Blick durch die Komposition führen. Die Pflanzenformen werden dabei häufig stilisiert. Sie sind nicht zwingend als botanisch genaue Abbildungen gedacht, sondern werden in eine textile Ornamentik übertragen, die auf Wiederholung, Rhythmus und ausgewogene Flächenverteilung ausgerichtet ist.
Blumenmotive können in einem zentralen Feld, in einem durchgehenden Rankenwerk oder in einer regelmäßig wiederkehrenden Folge angeordnet werden. Auch Medaillons und Bordüren können mit floralen Elementen verbunden sein. Die genaue Unterteilung des Musters dieses Teppichs ist nicht näher angegeben. Festgehalten ist die Einordnung als orientalisches Muster mit Blumenmotiven. Diese Beschreibung benennt den sichtbaren Gestaltungsschwerpunkt, ohne eine zusätzliche Anordnung oder ein nicht genanntes Einzelmotiv zu behaupten.
In vielen persischen Teppichen bildet eine Bordüre den Rahmen für das innere Feld. Eine Hauptbordüre kann von schmaleren Nebenbordüren begleitet werden. Blüten und Ranken werden entlang dieser Bereiche so wiederholt, dass der Rand einen geordneten Abschluss erhält. Die Einfassung hat dabei nicht nur eine dekorative Funktion. Sie trennt das Zentrum vom äußeren Abschluss und stellt eine Verbindung zwischen den verschiedenen Ebenen des Entwurfs her. Bei floralen Kompositionen können die Linien der Bordüre die Bewegungen des inneren Musters aufnehmen.
Die Wirkung eines geknüpften Musters hängt eng mit der Technik zusammen. Jede farbige Fläche wird aus einzelnen Knoten aufgebaut. Konturen entstehen aus dem Wechsel der Knotenfarben, während größere Blüten und Blätter durch die Aneinanderreihung vieler Fäden gebildet werden. Der geschorene Flor beeinflusst, wie deutlich diese Zeichnung erscheint. Je nach Lichteinfall und Betrachtungsrichtung kann sich die Wahrnehmung der Oberfläche verändern, weil die Wollfasern das Licht unterschiedlich reflektieren.
Die persische Ornamenttradition umfasst neben floralen Formen auch geometrische Figuren, Arabesken, Medaillons und weitere überlieferte Gestaltungselemente. Regionale Werkstätten entwickelten daraus unterschiedliche Bildsprachen. Tabriz ist für eine vielseitige Musterwelt bekannt, in der die genaue Zeichnung von Blüten, Ranken und Bordüren eine wichtige Rolle spielen kann. Der konkrete Teppich ist jedoch nur in dem Umfang zu beschreiben, den die Produktangaben nennen: Sein Muster ist orientalisch und mit Blumenmotiven gestaltet.
Florale Muster können einen Raum optisch verbinden, weil sich ihre Formen über die gesamte Teppichfläche wiederholen. Ein Rankenwerk kann Übergänge zwischen einzelnen Blüten schaffen, während größere Motive der Fläche Gewicht und Orientierung geben. Die Wirkung hängt immer von der konkreten Zeichnung, den Farben und der Einrichtung ab. Als Einsatzbereich sind für diesen Teppich alle Zimmer angegeben. Damit ist seine Verwendung im Wohnbereich vielseitig beschrieben, ohne eine bestimmte Raumgestaltung vorauszusetzen.
Andere Teppicharten aus der Region zeigen, wie unterschiedlich die textile Umsetzung von Mustern sein kann. Gabbeh-Teppiche werden oft mit einfacheren Formen und kräftigen Farbflächen verbunden. Kelims sind flach gewebt und besitzen deshalb keinen durch geknüpften Flor aufgebauten Charakter. Ein handgeknüpfter Tabriz mit Blumenmotiven gehört dagegen zur stärker ornamentalen Richtung der persischen Teppichkunst. Der Vergleich erklärt den regionalen Kontext, verändert aber nicht die Einordnung dieses Stücks als Perserteppich aus Iran.
Besonderheiten
Der Teppich wird als gebraucht und sehr sauber beschrieben. Diese Angabe benennt seinen Zustand, ohne ihn als neu, antik oder vintage zu klassifizieren. Die saubere Beschaffenheit ist für die weitere Nutzung im Wohnbereich relevant. Eine regelmäßige und schonende Pflege kann dazu beitragen, die Wolloberfläche zu bewahren. Bei handgeknüpften Teppichen sollte die Reinigung den Flor, die Kanten und das Grundgewebe möglichst wenig belasten.
Als weitere Besonderheiten werden Umweltfreundlichkeit und Kinderfreundlichkeit genannt. Außerdem ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet. Die Eignung für alle Zimmer ist ebenfalls ausdrücklich angegeben. Diese Angaben beschreiben die praktische Verwendung im Haushalt. Gemeinsam mit dem Wollflor, der Baumwollkette, der iranischen Herkunft und der Tabriz-Bezeichnung ergeben sie die wesentlichen Eigenschaften dieses einzelnen Teppichs.
Die Verbindung aus handgeknüpfter Herstellung und klassischem Materialaufbau ordnet den Teppich in die traditionelle persische Teppichkunst ein. Der Wollflor bestimmt die sichtbare Oberfläche, während die Baumwollkette den Grundaufbau trägt. Das florale Muster verleiht der Fläche ihren ornamentalen Charakter. Seine praktische Einsetzbarkeit, die angegebene Eignung für Fußbodenheizung und der sehr saubere Zustand ergänzen die gestalterischen und technischen Merkmale.
Zur Pflege können vorsichtiges Staubsaugen und eine zurückhaltende Behandlung gehören. Starkes Reiben, aggressive Mittel und unnötige Feuchtigkeit sollten bei Wollflor grundsätzlich vermieden werden. Für eine gründliche Reinigung ist eine fachkundige Behandlung sinnvoll, die die Materialkombination und die Knüpftechnik berücksichtigt. Auf diese Weise lässt sich die vorhandene Beschaffenheit eines gebrauchten, sehr sauberen Teppichs möglichst schonend erhalten.
FAQ
Wie erkennt man die Qualität eines Perserteppichs?
Wichtige Anhaltspunkte sind die Knotendichte, die Gleichmäßigkeit der Ausführung, die Qualität der Materialien und der Zustand. Eine höhere Knotenzahl kann eine feinere Zeichnung ermöglichen, ist aber nicht das einzige Merkmal. Ebenso zählen ein stabiler Grundaufbau, klar ausgearbeitete Konturen, eine gleichmäßige Schur und eine sorgfältige Verarbeitung. Bei diesem Teppich sind die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor, die Baumwollkette und der gebrauchte, sehr saubere Zustand angegeben.
Wie pflegt man einen Perserteppich richtig?
Regelmäßiges, vorsichtiges Staubsaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Starkes Reiben, aggressive Reinigungsmittel und übermäßige Feuchtigkeit sollten vermieden werden. Für eine intensivere Reinigung empfiehlt sich ein Fachbetrieb, der die Eigenschaften von Wolle, Baumwolle und die handgeknüpfte Konstruktion berücksichtigt. Ein behutsames Ausklopfen kann ebenfalls zur Pflege gehören. Die sehr saubere Beschaffenheit dieses gebrauchten Teppichs sollte durch eine schonende Behandlung bewahrt werden.
Was macht einen Perserteppich einzigartig?
Seine Eigenart entsteht aus dem Zusammenspiel von Handarbeit, Material, Herkunft und Muster. Ein handgeknüpfter Teppich wird aus vielen einzelnen Knoten aufgebaut und erhält dadurch eine individuelle textile Ausführung. Bei diesem Stück verbinden sich die Herkunft Iran, die Bezeichnung Tabriz, der Wollflor mit Baumwollkette und das orientalische Blumenmuster. Diese Merkmale verknüpfen die praktische Nutzung mit der kulturellen und handwerklichen Tradition persischer Teppiche.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














