Perserteppich Shiraz Ghashghai 200 x 113 cm Wolle handgeknüpft

1704$

Handgeknüpfter Shiraz Ghashghai Perserteppich | Knotendichte: hoch | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 200 x 113 cm | Muster: geometrisch | Zustand: top, gewaschen, semi-antique

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Inventarnummer: 157AC443

Beschreibung

Shiraz Ghashghai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Shiraz Ghashghai Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Wolle. Die Handarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Ausführung: Jeder Knoten wird einzeln gesetzt, sodass ein eigenständiges Einzelstück entsteht. Die Knotendichte wird als hoch angegeben. Das kurze Florbild verleiht der Oberfläche eine klare, flache Wirkung und lässt die geometrische Zeichnung deutlich hervortreten.

Wolle wird seit langer Zeit für handgeknüpfte Teppiche verwendet, weil sie eine robuste und zugleich angenehm griffige textile Faser ist. Ihre natürliche Struktur nimmt Farbstoffe auf und kann feine Unterschiede innerhalb einer Farbfläche sichtbar machen. Bei diesem Teppich steht die goldene Farbgebung zusammen mit dem kurzen Flor im Vordergrund. Die handwerkliche Knüpftechnik verbindet die einzelnen farbigen Bereiche dauerhaft miteinander und bildet die Grundlage für die geometrische Gestaltung.

Die Ausführung wird durch die Angabe „100% Handarbeit“ ergänzt. Damit ist nicht nur das Knüpfen selbst gemeint, sondern die besondere textile Arbeitsweise, bei der das Muster Knoten für Knoten aufgebaut wird. Ein handgeknüpfter Teppich unterscheidet sich dadurch von maschinell hergestellten Bodenbelägen: Die Oberfläche entsteht aus einer Folge einzelner Handgriffe und weist den Charakter eines individuell gefertigten Stücks auf.

Als Pflegehinweis ist der Teppich als leicht zu reinigen beschrieben. Außerdem ist er für Fußbodenheizung geeignet. Diese Angaben gehören zur praktischen Nutzung des konkreten Stücks und ergänzen die Beschreibung von Material, Flor und Herstellung, ohne die handwerkliche Herkunft oder das Muster zu verändern.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Schiras, englisch Shiraz, und wird als Shiraz Ghashghai bezeichnet. Shiraz liegt im Süden Irans und ist ein bedeutender Bezugspunkt für Teppiche aus dem südwestlichen persischen Kulturraum. Die Region ist mit unterschiedlichen Formen der Teppichherstellung verbunden, von städtischen Werkstätten bis zu nomadisch geprägten Traditionen. Die Bezeichnung Ghashghai verweist dabei auf eine eigene Tradition innerhalb der Teppichkultur rund um Shiraz.

Ghashghai-Teppiche werden häufig mit den mobilen Lebensweisen und den textilen Fähigkeiten der Ghashghai in Verbindung gebracht. Nomadische und halbnomadische Weberinnen entwickelten Muster, die sich auf Webstühlen und Knüpfrahmen umsetzen lassen und zugleich eine starke visuelle Ordnung besitzen. Geometrische Formen, rhythmische Wiederholungen und deutlich gegliederte Felder gehören zu den typischen Ausdrucksmitteln dieser Welt. Sie sind nicht als zufällige Dekoration zu verstehen, sondern als Teil einer überlieferten Formensprache.

Shiraz war und ist außerdem ein wichtiger Handelsplatz für Teppiche aus dem südlichen Iran. Durch die Stadt gelangten Erzeugnisse verschiedener Herkunft in regionale und überregionale Märkte. Deshalb kann der Name Shiraz sowohl auf die Herkunft einer Knüpftradition als auch auf den regionalen Handelszusammenhang verweisen. Bei diesem Stück ist Schiras/Shiraz als Herkunft angegeben; die zusätzliche Bezeichnung Ghashghai beschreibt den stilistischen und traditionellen Bezug, der im Namen des Teppichs geführt wird.

Die Geschichte persischer Teppiche ist eng mit der Weitergabe handwerklicher Kenntnisse verbunden. Knotenarten, Farbauswahl, Bordüren und Feldaufteilungen wurden über Generationen vermittelt und je nach Region unterschiedlich ausgeprägt. In südiranischen Traditionen steht neben der technischen Fertigkeit auch die Anpassung an vorhandene Materialien und an die Bedingungen des Webens eine wichtige Rolle. Das Ergebnis kann eine konzentrierte, gut lesbare Ornamentik sein, die sich von den stärker floral geprägten Entwürfen mancher städtischer Zentren unterscheidet.

Der konkrete Teppich wird in das späte 20. Jahrhundert, genauer in die Zeit von 1970 bis 1999, eingeordnet. Damit gehört er zu einer jüngeren historischen Phase der persischen Teppichproduktion. Die Einordnung sagt nichts über eine maschinelle Fertigung aus: Dieses Stück ist handgeknüpft und als 100% Handarbeit beschrieben. Sie ordnet den Teppich vielmehr zeitlich in die Entwicklung der regionalen Herstellung und des internationalen Handels mit persischen Teppichen ein.

Persische Knüpftraditionen sind nicht auf ein einziges Erscheinungsbild festgelegt. Isfahan, Tabriz, Kashan, Bijar und andere Regionen haben jeweils eigene Schwerpunkte entwickelt. Shiraz und die Ghashghai-Tradition werden dagegen häufig mit einer stärker geometrischen, klar gegliederten Bildsprache verbunden. Diese regionale Vielfalt erklärt, warum die Herkunft bei einem handgeknüpften Teppich mehr bezeichnet als nur den Produktionsort: Sie verweist auch auf überlieferte Gestaltung, Arbeitsweise und textile Kultur.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist geometrisch. Seine Gestaltung beruht damit auf Linien, Winkeln, Rhomben, polygonalen Formen und rhythmisch angeordneten Ornamenten, nicht auf einer ausschließlich naturalistischen Darstellung von Blüten oder Ranken. Geometrische Muster können ein zentrales Feld, seitliche Bordüren und kleinere Zwischenmotive miteinander verbinden. Durch Wiederholung entsteht ein geordnetes Gesamtbild, während kleine Abweichungen der Handarbeit die Oberfläche individuell wirken lassen.

Die goldene Farbe prägt den ersten Eindruck der Gestaltung. Goldfarbene Flächen können in einem handgeknüpften Wollteppich je nach Florrichtung, Lichteinfall und Dichte unterschiedlich erscheinen. Ein kurzer Flor unterstützt dabei eine vergleichsweise klare Kontur der Motive. Die Farbe ist nicht losgelöst vom Muster zu betrachten: Sie strukturiert die Flächen, hebt bestimmte Formen hervor und verbindet einzelne Ornamentbereiche zu einem zusammenhängenden Erscheinungsbild.

In der Ghashghai-Tradition entstehen geometrische Kompositionen oft aus einer überschaubaren Anzahl klarer Grundformen. Rauten, Haken, gestufte Linien und stilisierte Tier- oder Pflanzenzeichen können in regionalen Teppichen auftreten. Solche Formen werden häufig symmetrisch oder in rhythmischer Wiederholung angeordnet. Die Musterwirkung ergibt sich aus dem Verhältnis von Hauptfeld, Randzone und wiederkehrenden Motiven. Bei diesem Teppich ist die konkrete Musterangabe geometrisch; weitergehende einzelne Symbole werden nicht festgelegt.

Bordüren haben in der persischen Teppichgestaltung eine ordnende Funktion. Sie rahmen das zentrale Feld, schaffen einen Übergang zwischen Muster und Außenkante und geben der Komposition eine erkennbare Richtung. Bei nomadisch geprägten Entwürfen können Bordüren relativ streng gegliedert sein oder aus fortlaufenden kleinen Ornamenten bestehen. Das Prinzip der Einfassung ist dabei ebenso wichtig wie die Auswahl der einzelnen Zeichen, weil es die Lesbarkeit der gesamten Fläche beeinflusst.

Die persische Ornamentik arbeitet häufig mit der Balance zwischen Wiederholung und Variation. Ein Motiv kann mehrfach erscheinen, aber in seiner Stellung, Größe oder Farbwirkung leicht verändert sein. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht diese Variation nicht nur durch den Entwurf, sondern auch durch die praktische Umsetzung am Knüpfstuhl. So bleibt die geometrische Ordnung erhalten, ohne dass die Fläche vollkommen technisch gleichförmig wirkt.

Shiraz- und Ghashghai-Muster werden in der Teppichkunde oft als Gegenpol zu streng aufgebauten höfischen oder städtischen Kompositionen betrachtet. Ihre Geometrie kann unmittelbarer, kontrastreicher und stärker von der wiederholten Form geprägt sein. Das bedeutet nicht, dass sie schlicht im handwerklichen Sinn wären. Auch ein scheinbar klares Ornament verlangt genaue Planung, ein kontrolliertes Verhältnis der Knoten und eine sichere Farbverteilung. Die geometrische Wirkung dieses Teppichs steht daher für eine eigenständige regionale Gestaltungssprache.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in einem top beschriebenen, gewaschenen und semi-antiken Zustand. Er wird dem späten 20. Jahrhundert zugeordnet und ist goldfarben gestaltet. Zu seinen ausdrücklich genannten praktischen Eigenschaften gehören die Eignung für Fußbodenheizung, die Bezeichnung als haustierfreundlich sowie die leichte Reinigung. Außerdem wird er als rutschsicher und umweltfreundlich beschrieben. Diese Merkmale ergänzen die Angaben zu Wolle, kurzem Flor, geometrischem Muster und Handknüpfung.

Als einzelnes handgeknüpftes Stück ist der Teppich einzigartig. Seine Besonderheit liegt in der Verbindung aus Shiraz-Ghashghai-Bezug, hoher Knotendichte, goldfarbener geometrischer Gestaltung und der zeitlichen Einordnung in das späte 20. Jahrhundert. Die Beschreibung als gewaschen bezieht sich auf seinen angegebenen Zustand und nicht auf eine allgemeine Aussage über alle Teppiche dieser Herkunft.

FAQ

Was zeichnet einen Shiraz Ghashghai Perserteppich aus?

Ein Shiraz Ghashghai Perserteppich verbindet die Herkunftsbezeichnung Schiras/Shiraz mit einer Ghashghai geprägten Tradition der persischen Teppichkunst. Charakteristisch ist die Bedeutung geometrischer Formen und klarer Wiederholungen. Dieses konkrete Stück ist handgeknüpft, besteht aus 100% Wolle im Flor, besitzt eine hohe Knotendichte und zeigt ein goldfarbenes geometrisches Muster. Die Einordnung in das späte 20. Jahrhundert beschreibt seine zeitliche Stellung.

Wie wird dieser Perserteppich gepflegt?

Der Teppich wird als leicht zu reinigen und haustierfreundlich beschrieben. Für die laufende Pflege eignet sich eine regelmäßige, materialgerechte Reinigung der Oberfläche. Starke Verschmutzungen sollten fachgerecht behandelt werden, damit Wolle und kurzer Flor geschont werden. Der Teppich ist gewaschen und wird als top erhalten beschrieben. Zusätzlich ist er für Fußbodenheizung geeignet; bei der Nutzung sollte die Wärme gleichmäßig und entsprechend den üblichen Vorgaben des Heizsystems verteilt werden.

Woher stammt der Teppich und wie wurde er hergestellt?

Die Herkunft ist mit Schiras beziehungsweise Shiraz angegeben. Die Bezeichnung Ghashghai stellt den regionalen und traditionellen Bezug innerhalb der persischen Teppichkultur her. Hergestellt wurde das Einzelstück handgeknüpft und in 100% Handarbeit. Der Flor besteht aus 100% Wolle, die Knotendichte wird als hoch bezeichnet. Das geometrische Muster entsteht durch das schrittweise Setzen einzelner Knoten und die abgestimmte Anordnung der farbigen Flächen.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

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