









Perserteppich Shiraz 226 x 118 cm Wolle handgeknüpft
1893$
Handgeknüpfter Shiraz Perserteppich | Knotendichte: hoch | Material: Flor Wolle | Größe: 226 x 118 cm | Muster: geometrisch | Zustand: Top, gewaschen, alt semi-antiqu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 34309F4F
Beschreibung
Shiraz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Shiraz Perserteppich besteht aus Wolle. Im Produkt ist der Flor mit 100 Prozent Wolle angegeben; eine Baumwollkette oder ein anderes zusätzliches Material wird nicht genannt. Wolle ist ein klassisches Material der persischen Teppichherstellung. Sie lässt sich von Hand verspinnen, nimmt Farbstoffe gleichmäßig auf und eignet sich für eine strukturierte, belastbare Oberfläche. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jedes Knüpfstück einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Anschließend wird die Reihe verdichtet und der Flor geschnitten. Dadurch entsteht ein textiles Einzelstück, dessen Oberfläche nicht durch ein industrielles Druckverfahren, sondern durch viele einzelne Arbeitsschritte entsteht.
Die Knotendichte dieses Teppichs ist als hoch beschrieben. Eine hohe Knotendichte erlaubt es den Knüpferinnen und Knüpfern, Linien, Winkel und kleine Farbwechsel enger nebeneinander zu setzen. Sie ist deshalb bei komplexen Kompositionen ein wichtiger Bestandteil der handwerklichen Ausführung. Der Flor ist als kurz angegeben. Ein kurzer Flor lässt die Konturen eines geometrischen Musters deutlich hervortreten und gibt dem Teppich eine eher klar definierte Oberfläche.
Die handgeknüpfte Herstellung ist vom Weben eines Kelims zu unterscheiden. Beim Knüpfen wird der Flor Knoten für Knoten aufgebaut, während beim Kelim ein flaches Gewebe entsteht. Die Verbindung aus Wollflor, hoher Knotendichte und kurzem Flor beschreibt die technische Ausführung dieses Stücks, ohne Eigenschaften hinzuzufügen, die nicht angegeben sind. Der Teppich ist gewaschen; damit ist eine bereits erfolgte Reinigung als Teil seines beschriebenen Zustands festgehalten.
Herkunft und Tradition
Der Teppich wird als Perserteppich aus Shiraz und als Ghashghai-Teppich bezeichnet. Shiraz liegt im Süden Irans und ist eng mit den Teppichtraditionen der Region Fars verbunden. Die Bezeichnung Ghashghai verweist auf die Qashqai, eine bedeutende nomadische und halbnomadische Gemeinschaft im südlichen Iran. Ihre Teppiche und Flachgewebe sind in der internationalen Teppichkunde für eine eigenständige, ausdrucksstarke Formensprache bekannt. Shiraz war zugleich ein wichtiger Handels- und Umschlagplatz, über den regionale Erzeugnisse gesammelt, verkauft und weiterverbreitet wurden.
Die persische Teppichkunst umfasst daher nicht nur die Erzeugnisse großer städtischer Werkstätten. Neben höfisch oder städtisch geprägten Teppichen stehen regionale und tribale Arbeiten, deren Gestaltung stärker von überlieferten Zeichen, praktischer Nutzung und den verfügbaren Materialien geprägt ist. In vielen ländlichen und nomadischen Traditionen wird Wolle für Kette, Schuss und Flor verwendet. Ihre Verfügbarkeit machte sie zu einem zentralen Werkstoff, während die handwerkliche Ausführung von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Shiraz steht in diesem Zusammenhang für ein weites regionales Umfeld und nicht ausschließlich für einen einzigen, streng normierten Mustertyp. In der iranischen Teppichlandschaft haben unterschiedliche Orte eigene Schwerpunkte entwickelt. Isfahan wird häufig mit fein ausgearbeiteten, regelmäßig gegliederten Entwürfen verbunden, Tabriz mit differenzierten Kompositionen und Nain mit hellen, fein wirkenden Gestaltungen. Diese Namen bezeichnen jeweils eigene Traditionen. Der vorliegende Teppich ist hingegen als Shiraz Ghashghai eingeordnet und sollte nicht mit diesen anderen Herkünften gleichgesetzt werden.
Die Geschichte der persischen Knüpfkunst beruht auf der Verbindung von Materialkenntnis, Zeichensprache und überlieferten Arbeitsabläufen. Ein Entwurf kann zunächst auf Papier, in einer Vorlage oder aus der Erinnerung entstehen; beim Knüpfen wird er Reihe für Reihe in Farbe und Struktur umgesetzt. Bei tribalen Arbeiten ist die Komposition oft weniger streng an eine zentrale Vorlage gebunden als bei manchen Manufakturtraditionen. Wiederkehrende geometrische Formen können dadurch leicht variieren. Diese handwerkliche Übersetzung macht jeden einzelnen Teppich zu einem eigenständigen Objekt innerhalb seiner regionalen Tradition.
Das Herstellungsjahrzehnt dieses Teppichs liegt zwischen 1970 und 1979. Er wird außerdem als alt semi-antiqu beschrieben. Diese Einordnung gehört zur Produktbeschreibung und stellt ihn in den Zusammenhang älterer persischer Teppiche, ohne ein genaueres Herstellungsjahr zu behaupten. Seine Herkunftsbezeichnung, die Verbindung zu Shiraz und Ghashghai sowie die handgeknüpfte Ausführung bilden gemeinsam den kulturellen Rahmen dieses Einzelstücks.
Design und Muster
Die Farbgebung dieses Teppichs ist gold. Goldene Töne können je nach verwendeter Farbnuance von warmem Gelb über gedämpfte Ockerbereiche bis zu bräunlich wirkenden Schattierungen reichen. Entscheidend ist hier die ausdrücklich goldene Gesamtwirkung. Sie bildet den farblichen Grundcharakter des Stücks und steht in Verbindung mit der komplexen Musterung, die bereits im Titel hervorgehoben wird.
Das Muster ist als geometrisch angegeben. Geometrische Teppichmuster arbeiten mit klaren Konturen, Winkeln, Rhomben, Rauten, Hakenformen, gestuften Linien und wiederholten Feldern. Solche Elemente können zu Bordüren, einem Mittelfeld oder kleineren Rapporten verbunden werden. Bei regionalen und tribalen Entwürfen entsteht die Ordnung nicht immer durch mathematische Gleichförmigkeit. Kleine Abweichungen in der Wiederholung sind vielmehr eine mögliche Folge der direkten handwerklichen Umsetzung.
Die Beschreibung nennt komplexe Muster und verweist allgemein auf florale bis geometrische Motive. Für dieses Stück ist die Einordnung als geometrisch maßgeblich. In der persischen Teppichkunst können geometrische Formen stilisierte Pflanzen, Sterne, Tiere oder Schutzzeichen aufnehmen, ohne sie naturgetreu abzubilden. Ein abstrahiertes Motiv wird durch Linien und Flächen so weit vereinfacht, dass seine Bedeutung aus der Gesamtkomposition und aus der regionalen Tradition erschlossen wird.
Bei Ghashghai-Teppichen wird die Gestaltung häufig von kräftigen Umrissen und einem rhythmischen Wechsel einzelner Formen geprägt. Geometrische Strukturen können Beweglichkeit und Spannung erzeugen, weil sich wiederkehrende Elemente über das Feld verteilen. Gleichzeitig geben Bordüren und Linienzüge dem Entwurf eine lesbare Begrenzung. Diese allgemeinen Merkmale erklären, weshalb die Bezeichnung geometrisch bei einem Shiraz-Ghashghai-Teppich eine wichtige Orientierung für die Einordnung des Designs bietet.
Die Gestaltung eines handgeknüpften Teppichs entsteht nicht allein durch die Wahl einzelner Farben. Auch Knotengröße, Florhöhe, Schur und die Folge der Farbfelder beeinflussen die sichtbare Wirkung. Der kurze Flor dieses Stücks unterstützt eine klar erkennbare Kontur. Die hohe Knotendichte schafft die technische Voraussetzung, feinere Übergänge und kleinere Details innerhalb einer komplexen Komposition auszuarbeiten. Gold als Grundton verbindet diese Formen zu einem einheitlichen farblichen Eindruck.
Geometrische Muster werden in der Teppichkunst häufig mit Ordnung, Schutz, Fruchtbarkeit oder Wohlstand in Verbindung gebracht. Solche Deutungen gehören zur allgemeinen Symbolsprache orientalischer Teppiche und sind nicht als individuelle Aussage des Knüpfers über dieses konkrete Stück zu verstehen. Die wesentliche Beschreibung bleibt die sichtbare und angegebene Gestaltung: ein goldener, geometrisch gemusterter Shiraz-Ghashghai-Teppich mit komplexer Formensprache.
Besonderheiten
Zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor, die hohe Knotendichte und der kurze Flor. Der Teppich wird als gewaschen, alt semi-antiqu und im Zustand Top beschrieben. Außerdem ist er als für Fußbodenheizung geeignet, rutschsicher und leicht zu reinigen angegeben. Diese Angaben ordnen ihn sowohl handwerklich als auch praktisch ein. Die goldene Farbgebung und das komplexe geometrische Muster prägen seine gestalterische Identität.
Der Teppich wurde im Zeitraum von 1970 bis 1979 hergestellt und als Persien- beziehungsweise Iran-Erzeugnis eingeordnet. Seine Verbindung zu Shiraz und Ghashghai unterscheidet ihn von Teppichen anderer iranischer Zentren. Als handgeknüpftes Einzelstück besitzt er eine Ausführung, die durch die individuelle Folge der Knoten und die konkrete Anordnung der Muster bestimmt wird.
FAQ
Wie pflege ich einen handgeknüpften Perserteppich?
Eine regelmäßige, schonende Reinigung hilft, die Oberfläche zu erhalten. Der Teppich kann vorsichtig abgesaugt werden; harte oder scharf wirkende Bürsten sollten vermieden werden. Bei einem Fleck wird die Stelle zunächst mit einem leicht feuchten Tuch abgetupft, statt sie kräftig zu reiben. Für eine gründliche Behandlung ist eine professionelle Teppichreinigung geeignet. Da dieser Teppich als gewaschen und leicht zu reinigen beschrieben wird, bleibt eine behutsame Pflege dennoch sinnvoll.
Woran erkenne ich die Qualität eines Perserteppichs?
Wichtige Anhaltspunkte sind die Knotendichte, das verwendete Material und die Genauigkeit der Muster. Bei diesem Stück sind eine hohe Knotendichte, ein Flor aus Wolle und eine komplexe geometrische Gestaltung angegeben. Eine feinere und präzisere Knüpfung kann mehr kleine Details ermöglichen. Zusätzlich sollte die handwerkliche Ausführung als Ganzes betrachtet werden, etwa die Klarheit der Konturen und die gleichmäßige Verarbeitung des Flors.
Kann ich den Teppich auch draußen verwenden?
Perserteppiche sind grundsätzlich für Innenräume vorgesehen. Der Teppich sollte vor Feuchtigkeit und direkter, intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden. Eine dauerhafte Verwendung im Freien kann die Wolle, die Farben und die geknüpfte Struktur beeinträchtigen und dadurch die Lebensdauer verkürzen. Die angegebene Eignung für Fußbodenheizung bezieht sich auf die Nutzung im Innenbereich und ist nicht mit einer Outdoor-Eignung gleichzusetzen.
Zusätzliche Informationen
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| Herkunft | |
| Material |

















