Perserteppich Nain 299 x 182 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 2130$Aktueller Preis ist: 1172$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (ca. 250.000 Knoten/qm) | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 299 x 182 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: TOP Zustand, professionelle Handwäsche durchgeführt

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Inventarnummer: 1001200003853

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die Verbindung dieser Materialien prägt sowohl den Griff als auch das Erscheinungsbild des Teppichs. Wolle bildet einen strapazierfähigen und zugleich angenehm weichen Flor. Die eingearbeitete Seide setzt feine Glanzpunkte und unterstützt die klare Wirkung der Muster. Die Baumwolle der Kette bildet die textile Grundlage, in der die Knoten verankert sind.

Die Bezeichnung 12La steht bei Nain für eine feine Knüpfung. Der Teppich weist eine Knotendichte von etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter auf. Eine solche Knüpfung erlaubt eine detaillierte Ausarbeitung von Medaillon, floralen Linien und kleineren Ornamenten. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die Kette gesetzt und anschließend durch die Schussfäden gesichert. Dadurch entsteht kein industriell identisches Wiederholungsmuster, sondern ein von Hand gefertigtes Einzelstück.

Die Kombination aus Wolle und Seide verbindet unterschiedliche textile Eigenschaften. Wolle nimmt Farbe gut auf und gibt dem Flor seine körperhafte Struktur. Seide reagiert stärker auf das Licht und lässt einzelne Partien je nach Betrachtungswinkel lebendiger erscheinen. Die Baumwollkette unterstützt die Form des geknüpften Gewebes. Der Teppich wurde außerdem einer professionellen Handwäsche unterzogen. Sein Zustand ist als TOP Zustand angegeben.

Herkunft und Tradition

Nain ist eine Stadt im Iran und als Herkunft dieses Teppichs angegeben. Die Stadt liegt in der Provinz Isfahan. Nain ist für seine Teppichknüpferei bekannt, deren Arbeiten häufig durch feine Zeichnung, sorgfältige Ausführung und eine zurückhaltende, geordnete Gestaltung charakterisiert werden. Die Nain-Tradition gehört zur persischen Teppichkunst und verbindet die handwerkliche Herstellung mit einer über Generationen entwickelten Bildsprache.

In Nain werden Teppiche traditionell auf einem senkrechten Knüpfstuhl gefertigt. Die Kette wird zunächst gespannt; anschließend entstehen Flor und Muster durch die Folge von Knoten und Schussfäden. Die Handarbeit verlangt eine genaue Orientierung an der Vorlage oder am eingeübten Musteraufbau. Nach dem Knüpfen werden Flor, Seiten und Abschluss bearbeitet. Was auf der Vorderseite als geschlossene Komposition erscheint, beruht daher auf vielen einzelnen Arbeitsschritten, die nacheinander ausgeführt werden.

Die feine Nain-Knüpfung wird häufig mit einer präzisen Zeichnung verbunden. Kleine Blätter, Ranken, Blüten und geometrisch gefasste Flächen können dicht nebeneinander angeordnet werden, ohne dass die Gesamtordnung verloren geht. Diese gestalterische Klarheit ist ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Tradition. Die Herkunft aus Nain bezeichnet dabei nicht nur einen Ort, sondern auch eine bestimmte Verbindung von feiner Knüpftechnik, geordnetem Aufbau und persischer Ornamentik.

Die Stadt Nain steht innerhalb der persischen Teppichgeschichte für eine eigene Ausprägung der Isfahaner Region. Isfahan und sein kulturelles Umfeld haben die Entwicklung von Teppichmustern, Werkstätten und dekorativen Formen nachhaltig geprägt. Nain-Arbeiten werden deshalb oft über ihre kontrollierte Linienführung und ihre sorgfältig gegliederten Kompositionen erkannt. Gleichzeitig bleibt jeder handgeknüpfte Teppich ein einzelnes Werk, weil Material, Knotenspannung, Farbauftrag und Ausführung von Stück zu Stück variieren.

Bei diesem Teppich treffen diese regionalen Grundlagen auf die feine 12La-Knüpfung. Die Herkunft Stadt Nain, Persien, ist im Produkt angegeben. Die Tradition erklärt, weshalb die Musterflächen detailliert aufgebaut und die Übergänge zwischen Medaillon, Feld und Ornament sorgfältig ausgearbeitet werden. Sie ersetzt jedoch nicht die Betrachtung des konkreten Stücks: Seine besonderen Angaben sind die Nain-Herkunft, die handgeknüpfte Ausführung, die Materialkombination aus Wolle und Seide sowie die Baumwollkette.

Design und Muster

Das Muster ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Lachak-Toranj beschreibt eine Komposition, bei der ein zentrales Toranj-Medaillon durch Ecklösungen ergänzt wird. Das Medaillon bildet den visuellen Mittelpunkt, während die Lachak-Elemente den Übergang zu den Ecken des Teppichfeldes gestalten. So entsteht ein Aufbau mit klarer Mitte und einer darauf bezogenen Rahmung.

Ein Medaillon ordnet die übrigen Musterbereiche um einen Mittelpunkt. In der persischen Teppichkunst kann dieser Mittelpunkt rund, oval, polygonal oder aus verschachtelten Formen aufgebaut sein. Beim Lachak-Toranj-Schema ist die Beziehung zwischen Mittelmotiv und Eckpartien besonders wichtig. Die Linien führen den Blick aus der Mitte in die vier Ecken und wieder zurück in das Zentrum. Dadurch wird das Feld gegliedert, ohne dass die einzelnen Ornamentbereiche unabhängig voneinander wirken.

Die Nain-Medaillontradition arbeitet häufig mit feinen floralen Details und einer symmetrischen Grundordnung. Ranken können Flächen verbinden, Blätter die Richtung einer Linie aufnehmen und Blüten als kleinere Akzente innerhalb einer größeren Struktur erscheinen. Geometrische Konturen geben solchen floralen Formen Halt. Die Muster sind damit nicht bloß verstreute Einzelzeichen, sondern Teil einer hierarchisch aufgebauten Komposition.

Florale Motive werden in der persischen Ornamentik oft mit der Natur und der Fülle des Lebens in Verbindung gebracht. Geometrische Formen stehen sinngemäß für Ordnung und Stabilität. Diese Bedeutungen gehören zum allgemeinen kulturellen Hintergrund der persischen Teppichkunst; sie sind nicht als zusätzliche individuelle Provenienzangabe des Teppichs zu verstehen. Bei einem Lachak-Toranj-Medaillon tragen sie dazu bei, das Verhältnis von organischen Ranken, geordneten Konturen und zentraler Form zu erklären.

Die eingearbeitete Seide unterstützt die Wahrnehmung feiner Musterpartien durch ihre Lichtwirkung. Je nach Blickrichtung können einzelne Linien und Ornamente stärker hervortreten oder sich ruhiger in die Gesamtfläche einfügen. Die Wolle sorgt dabei für die textile Grundlage des Flors. Das Zusammenspiel der beiden Materialien passt zur detaillierten Zeichnung, die mit einer feinen Nain-Knüpfung ausgeführt werden kann.

Der Musteraufbau ist klassisch und zugleich klar lesbar. Ein zentraler Blickpunkt, ergänzende Eckelemente und florale Ornamentik bilden die wesentlichen Bestandteile. Die Gestaltung ist nicht auf ein einzelnes Einrichtungskonzept festgelegt. Entscheidend ist vielmehr die erkennbare Ordnung des persischen Medaillonmusters und die Verbindung von Linien, Pflanzenformen und geometrischer Gliederung.

Besonderheiten

Zu den konkreten Besonderheiten dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Nain-Ausführung, die feine 12La-Knüpfung und die Kombination aus 100% Wolle mit Seide im Flor. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Das Lachak-Toranj-Nain-Medaillon gibt dem Teppich seine zentrale Gestaltung. Eine professionelle Handwäsche wurde durchgeführt, und der Zustand ist als TOP Zustand angegeben.

Die Materialkombination verbindet einen wollenen Flor mit den Glanzwirkungen der Seide. Dadurch können Musterlinien und Ornamentdetails unterschiedlich auf das Licht reagieren. Die handwerkliche Fertigung bleibt an der einzelnen Knüpfarbeit ablesbar. Der Teppich kann als Bodenbelag oder als dekoratives Element in Wohnräumen, Schlafzimmern, Büros und Eingangsbereichen eingesetzt werden, sofern seine Maße und die räumliche Situation dafür geeignet sind.

FAQ

Wie wird der Nain Perserteppich gereinigt?

Für die laufende Pflege eignet sich regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch und milder Seifenlauge behandelt werden. Starkes Reiben kann den Flor und die feinen Musterpartien unnötig beanspruchen. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich ein auf Teppiche spezialisierter professioneller Dienstleister. Bei diesem Teppich wurde bereits eine professionelle Handwäsche durchgeführt.

Wo kann der Teppich eingesetzt werden?

Der Teppich lässt sich in unterschiedlichen Wohn- und Arbeitsbereichen einsetzen. Als klassische Möglichkeit kommen Wohnzimmer und Schlafzimmer infrage; auch in einem Büro kann das Medaillonmuster eine klar gegliederte textile Fläche bilden. In einem Eingangsbereich kann er als dekorativer Akzent dienen. Ob der konkrete Raum geeignet ist, hängt von seiner Nutzung, der Belastung und den vorhandenen Einrichtungsflächen ab. Das Nain-Muster lässt sich dabei mit klassisch oder modern eingerichteten Bereichen verbinden.

Woran erkennt man einen echten Perserteppich?

Ein echter Perserteppich ist handgeknüpft und zeigt eine nachvollziehbare Knüpfstruktur. Auf der Rückseite sollte das Muster klar erkennbar sein; zugleich darf die Ausführung kleine handwerkliche Abweichungen aufweisen, da jeder Knoten einzeln gesetzt wird. Eine hohe Knotendichte kann auf eine feine Ausarbeitung hinweisen, ist allein jedoch kein vollständiger Echtheitsnachweis. Auch die verwendeten Materialien und die Herkunftsangabe sollten geprüft werden. Zertifikate anerkannter Teppichhändler können die Einordnung zusätzlich bestätigen.

Zusätzliche Informationen
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