






Perserteppich Nain 177 x 118 cm Wolle handgeknüpft
1316$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 500.000 Knoten/m² | Material: Flor 90% Schurwolle, 10% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 177 x 118 cm | Muster: Rot, orientalisch | Zustand: Neu, sehr gut
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: D8E3999B
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 90% Schurwolle und 10% Seide. Die Kette ist aus 100% Baumwolle gefertigt. Damit verbindet der Aufbau unterschiedliche textile Eigenschaften: Die Schurwolle bildet den überwiegenden Anteil des Flors, während die Seide dem Material einen feinen Glanz und eine glatte, angenehme Wirkung verleiht. Baumwolle in der Kette sorgt für eine textile Grundlage, auf der die Florfäden durch die Handknüpfung befestigt werden.
Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln auf dem Webrahmen gesetzt. Die Florfäden werden dabei Reihe für Reihe mit der Kette verbunden und anschließend verdichtet. Dieser Vorgang verlangt Geschick, Geduld und eine sorgfältige Ausführung. Die hohe Knotendichte dieses Teppichs ermöglicht eine klare Wiedergabe auch feiner Musterpartien. Anders als bei maschinell gefertigten Belägen entsteht ein einzelnes Stück durch die fortlaufende Arbeit am Webrahmen.
Schurwolle wird wegen ihrer Strapazierfähigkeit und ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften verwendet. Im Flor sorgt sie für eine belastbare und zugleich angenehme Oberfläche. Der Seidenanteil ergänzt diese Struktur durch einen sanften Schimmer und eine verfeinerte Haptik. Wolle und Seide machen den Flor zudem atmungsaktiv. Der Teppich ist neu und befindet sich in sehr gutem Zustand.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Persien, dem heutigen Iran, und wird der Region Nain zugeordnet. Nain besitzt eine lange Tradition in der Herstellung persischer Teppiche. Die Stadt und ihr Umfeld sind für fein gearbeitete Stücke bekannt, bei denen eine hohe Knotendichte mit einer sorgfältig ausgeführten Zeichnung verbunden wird. Die Bezeichnung Nain verweist deshalb nicht nur auf einen geografischen Ursprung, sondern auch auf eine etablierte regionale Web- und Knüpftradition.
Die persische Teppichkunst ist eng mit der Geschichte des iranischen Kunsthandwerks verbunden. Über Generationen wurden Kenntnisse über das Spannen der Kette, das Einsetzen der Knoten, das Scheren des Flors und die Ausarbeitung der Muster weitergegeben. In den verschiedenen Regionen Persiens entwickelten sich dabei eigene Bildsprachen und handwerkliche Schwerpunkte. Nain steht innerhalb dieser Tradition für eine feine, kontrollierte Ausführung und für Teppiche, deren Muster durch eine dichte Knüpfung präzise lesbar bleiben.
Die Herstellung beginnt mit dem Aufbau des Webrahmens. Die Kettfäden werden parallel gespannt und bilden die Grundlage für die späteren Reihen. Beim Knüpfen werden einzelne Florfäden um die Kettfäden gelegt und befestigt. Nach jeder Knotenreihe wird ein Schussfaden eingetragen und verdichtet. Anschließend wird der Flor auf eine einheitliche Höhe geschoren. Wiederholte Arbeitsgänge dieser Art geben dem Teppich seine kompakte Struktur und ermöglichen eine differenzierte Darstellung der Zeichnung.
Nain-Teppiche werden häufig mit floralen Formen und geometrisch geordneten Elementen verbunden. Diese Kombination gehört zu einer persischen Gestaltungssprache, in der Pflanzenformen, Linien und Flächen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden. Die Muster werden nicht zufällig verteilt, sondern in einem geregelten Rapport aufgebaut. Dadurch kann eine Fläche trotz vieler Einzelheiten zusammenhängend und ruhig erscheinen.
Die regionale Tradition steht außerdem für die Verbindung von handwerklicher Genauigkeit und dekorativer Zurückhaltung. Eine feine Knüpfung erlaubt es, Konturen sauber zu führen und kleine Formen voneinander abzugrenzen. Gleichzeitig bleibt der Teppich als Ganzes lesbar. Die iranische Teppichkunst wird bis heute durch solche überlieferten Arbeitsweisen geprägt, auch wenn einzelne Werkstätten ihre Farbgebung, Materialauswahl und Zeichnung unterschiedlich gestalten.
Design und Muster
Das Farbmuster dieses Teppichs ist rot und orientalisch. Die rote Farbgebung bildet den bestimmenden visuellen Eindruck und gibt dem Stück eine klar erkennbare, warme Ausrichtung. Orientalisch bezeichnet hier die traditionelle Anmutung der Gestaltung, nicht einen zusätzlichen Herkunftshinweis. Die Farbwirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Flor, Musterzeichnung und dem leichten Glanz des Seidenanteils.
Für Nain-Muster sind florale Motive ebenso typisch wie geometrische Formen. Florale Elemente können als stilisierte Blätter, Blüten, Ranken oder ineinandergreifende Pflanzenformen erscheinen. Geometrische Linien ordnen diese Motive und geben ihnen eine klare Begrenzung. In einer solchen Gestaltung ergänzen sich weiche, organische Formen und präzise Linien. Das Ergebnis ist eine Zeichnung, die detailreich ausgearbeitet werden kann, ohne ihre Ordnung zu verlieren.
Die hohe Knotendichte unterstützt die Darstellung feiner Einzelheiten. Kleine Konturen, schmale Linien und eng gesetzte Farbflächen können dadurch differenziert ausgeführt werden. Bei einer weniger dichten Knüpfung würden solche Details stärker vereinfacht erscheinen. Die Knüpfung ist daher nicht nur ein technisches Merkmal, sondern beeinflusst unmittelbar, wie genau ein Muster auf der Oberfläche sichtbar wird.
Die Gestaltung eines persischen Teppichs entsteht aus dem Verhältnis von Grundfläche und Ornament. Ein Muster kann durch eine zentrale Ordnung, durch wiederkehrende Ranken oder durch eine Kombination aus floralen und geometrischen Partien zusammengehalten werden. Entscheidend ist, dass Motive, Zwischenräume und Begrenzungen miteinander arbeiten. So erhält die Oberfläche eine erkennbare Struktur, in der einzelne Details zu einem geschlossenen Gesamtbild verbunden sind.
Rot wird in der orientalischen Teppichgestaltung häufig als tragende Grund- oder Akzentfarbe eingesetzt. Je nach Anordnung kann die Farbe geschlossene Flächen betonen oder einzelne Ornamente hervorheben. Bei diesem Teppich wird die rote, orientalische Farbwirkung mit der feinen Nain-Tradition und der handgeknüpften Ausführung verbunden. Der Seidenanteil kann dabei je nach Lichteinfall einen zurückhaltenden Glanz auf den Flor legen und die Zeichnung unterschiedlich erscheinen lassen.
Die Bezeichnung Super Nain 9 La gehört zur Produktbezeichnung dieses Teppichs. Sie ergänzt die Zuordnung zu Nain, ersetzt aber nicht die Angaben zu Material, Handknüpfung oder Herkunft. Zusammen ergeben diese Merkmale das Bild eines fein geknüpften persischen Teppichs mit roter, orientalischer Gestaltung und einer detailfähigen Oberfläche.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Stücks ist die Verbindung aus 90% Schurwolle, 10% Seide und einer Kette aus 100% Baumwolle. Die Materialkombination verbindet den überwiegenden Wollflor mit dem feinen Glanz der Seide. Hinzu kommt die hohe Knotendichte, durch die auch kleine Musterpartien klar ausgearbeitet werden können. Die Handknüpfung macht jedes einzelne Stück zu einem Unikat.
Der Teppich ist neu und in sehr gutem Zustand. Seine rote, orientalische Farbgestaltung, die Herkunft aus Persien und die Zuordnung zur Region Nain sind mit der feinen handwerklichen Ausführung verbunden. Wolle und Seide verleihen dem Flor eine angenehme Wirkung und unterstützen seine Atmungsaktivität. Bei wechselnden Klimabedingungen sollen diese Materialien dazu beitragen, dass der Teppich seine Form und Farbe behält.
FAQ
Wie wird ein handgeknüpfter Teppich hergestellt?
Ein handgeknüpfter Teppich entsteht auf einem Webrahmen, auf dem zunächst die Kettfäden gespannt werden. Die Knüpferin oder der Knüpfer setzt einzelne Florfäden von Hand um die Kettfäden und befestigt sie mit einem Knoten. Nach jeder Reihe wird die Struktur mit Schussfäden verdichtet. Dieser Ablauf wird über die gesamte Fläche wiederholt. Anschließend wird der Flor geschoren und die Oberfläche ausgearbeitet. Je höher die Knotendichte ist, desto genauer können feine Linien und kleine Ornamente dargestellt werden. Die Arbeit erfordert Zeit, Konzentration und handwerkliche Erfahrung.
Wie pflege ich meinen Orientteppich richtig?
Regelmäßiges, schonendes Staubsaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Dabei sollte die Oberfläche nicht unnötig stark belastet werden. Für eine gründliche Pflege kommt eine professionelle Teppichreinigung infrage, da Materialkombinationen aus Schurwolle und Seide eine fachgerechte Behandlung benötigen. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Verschüttete Flüssigkeiten sollten zeitnah und vorsichtig aufgenommen werden, ohne den Flor kräftig zu reiben. Eine sachkundige Reinigung erhält die textile Struktur und die Farbwirkung.
Wie unterscheidet sich ein Perserteppich von einem Orientteppich?
Ein Perserteppich bezeichnet im engeren Sinn einen Teppich, der im Iran beziehungsweise in Persien geknüpft wurde. Orientteppich ist dagegen ein weiter gefasster Begriff für handgefertigte Teppiche aus verschiedenen Regionen des Orients. Der vorliegende Teppich kann als Perserteppich bezeichnet werden, weil seine Herkunft mit Persien angegeben ist und er der iranischen Region Nain zugeordnet wird. Nain-Muster gehören zu den regionalen Traditionen der persischen Teppichkunst. Die Begriffe Herkunft und Stil sollten dabei getrennt betrachtet werden: Die Herkunft beschreibt den Herstellungsraum, während die Stilbezeichnung die gestalterische Anmutung benennt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














