Perserteppich Kashmar 340 x 250 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 4260$Aktueller Preis ist: 2237$

Handgeknüpfter Kashmar Perserteppich | Knotendichte: ca. 200.000-250.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 340 x 250 cm | Muster: Zirkhaki (Bodenschatz-Muster) | Zustand: NEU

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 100120000353 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 100120000353

Beschreibung

Kashmar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kashmar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus reiner Schurwolle, während die Kette aus Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung dieser beiden Materialien entspricht dem grundlegenden Aufbau eines handgeknüpften Teppichs: Die Kette bildet das tragende Gerüst, in das die Florfäden Knoten für Knoten eingearbeitet werden. So entsteht ein textiles Gewebe, dessen Oberfläche aus dicht gesetzten Wollfäden besteht.

Schurwolle wird für den Flor persischer Teppiche verwendet, weil sie eine angenehme Haptik mit einer belastbaren Faser verbindet. Eine Oberfläche aus reiner Wolle wirkt weich und kann zur akustischen Dämpfung eines Raumes beitragen. Außerdem ist Wolle in der Lage, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und wieder abzugeben. Die Baumwolle der Kette bildet dabei eine strapazierfähige Grundlage. Baumwollfäden lassen sich fein und eng spinnen und eignen sich deshalb für ein stabiles Grundgewebe.

Die Handknüpfung verlangt einen kontinuierlichen Arbeitsprozess. Jeder Knoten wird einzeln in die vorbereitete Kette gesetzt und anschließend durch die weiteren Arbeitsschritte im Gewebe gehalten. Anders als bei maschinell hergestellten Bodenbelägen entsteht dadurch ein Stück, dessen Herstellung unmittelbar mit der Handarbeit des Knüpfers verbunden ist. Die angegebene Knotendichte liegt bei etwa 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Der Flor aus Schurwolle, die Baumwollkette und die handgeknüpfte Verarbeitung sind die ausdrücklich genannten Material- und Herstellungsmerkmale dieses Teppichs.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Stadt Kashmar in Persien. Kashmar gehört zu den persischen Teppichzentren, deren Erzeugnisse durch eine große Bandbreite an Entwürfen gekennzeichnet sind. Diese Vielfalt ist nicht auf ein einziges unveränderliches Dekor beschränkt. Vielmehr haben sich die bevorzugten Bildthemen und Muster der Kashmar-Teppiche im Lauf der Zeit gewandelt. Dadurch stehen ältere und neuere Gestaltungstraditionen innerhalb der regionalen Teppichkultur nebeneinander.

In der Vergangenheit wurden Kashmar-Teppiche häufig im Herati-Muster gefertigt. Herati gehört zu den bekannten persischen Ornamenttraditionen. Solche Muster beruhen auf einer sorgfältig geordneten Wiederholung von Formen und erzeugen eine klar strukturierte Fläche. Die Beschäftigung mit überlieferten Musterfamilien zeigt, wie eng persische Teppichkunst mit der Weitergabe von Entwürfen, handwerklichem Wissen und regionaler Gestaltung verbunden ist. Ein Muster wird dabei nicht nur kopiert, sondern innerhalb der jeweiligen Werkstatt- und Zeittradition weitergeführt.

Heute werden Kashmar-Teppiche eher im Sirchaki- beziehungsweise Zirkhaki-Design gestaltet. Bei diesem Entwurf steht die Vorstellung archäologischer Fundstücke im Mittelpunkt. Der Name des Musters wird als Bodenschatz-Muster wiedergegeben. Damit verbindet die Gestaltung die textile Ornamentik mit Bildern von Gegenständen, die an eine vergangene Kultur und an historische Funde erinnern. Vasen, Waffen und Schalen werden in die Komposition aufgenommen und um ein zentrales Medaillon angeordnet.

Persische Teppiche werden in vielen Regionen des Landes geknüpft. Zu den bekannten Herkunftsgebieten zählen unter anderem Nain, Sarough, Täbriz, Isfahan, Kashan, Bidjar und Ghom. Jede dieser Bezeichnungen verweist auf eine eigene regionale Tradition, doch die Herkunftsangabe dieses Stücks lautet Kashmar. Die Stadtbezeichnung ist deshalb von den im Muster auftretenden Bildmotiven zu unterscheiden. Ein archäologisches oder florales Ornament benennt nicht automatisch die Herkunft des Teppichs.

Die persische Teppichtradition verbindet handwerkliche Genauigkeit mit der Entwicklung komplexer Entwürfe. Die Herstellung erfolgt in Handarbeit, und Wolle wird häufig mit natürlichen Pflanzenfarben gefärbt. Florale und geometrische Formen gehören zu den charakteristischen Gestaltungsmitteln persischer Teppiche. Bei Kashmar kommt zu dieser ornamentalen Tradition die besondere thematische Ausrichtung des Zirkhaki-Musters hinzu, das Gegenstände aus einer archäologischen Bildwelt in eine geordnete Teppichkomposition überträgt.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist Zirkhaki, auch als Bodenschatz-Muster bezeichnet. Im Zentrum der Gestaltung steht ein Medaillon. Um dieses zentrale Element sind Darstellungen von Vasen, Waffen und Schalen angeordnet. Die Gegenstände erscheinen nicht als zufällige Einzelbilder, sondern als Bestandteile eines bewusst aufgebauten Entwurfs. Das Medaillon gibt der Fläche einen Mittelpunkt, während die Fundstücke den Blick in den umliegenden Bereich führen.

Die Darstellung archäologischer Objekte verleiht dem Muster einen gegenständlichen Charakter. Vasen und Schalen bringen unterschiedliche Gefäßformen in die Komposition, während Waffen eine weitere Gruppe historischer Objekte bilden. Zusammen erzeugen diese Motive eine Bildsprache, die sich von rein floralen oder ausschließlich geometrischen Teppichmustern unterscheidet. Das Bodenschatz-Muster übersetzt die Erinnerung an antike Fundstücke in eine textile Ordnung.

Die Anordnung um das Medaillon ist ein wichtiges Prinzip des Zirkhaki-Designs. Ein zentrales Feld kann als Bezugspunkt für die umliegenden Motive dienen und die Musterfläche zusammenhalten. Die archäologischen Darstellungen werden dadurch in eine symmetrisch wirkende, klar lesbare Gesamtstruktur eingebunden. Gleichzeitig bleibt der Entwurf vielfältig, weil mehrere Objektgruppen miteinander kombiniert werden. Die Wirkung beruht somit auf dem Zusammenspiel von Mittelpunkt, umliegenden Gegenständen und wiederkehrender Ordnung.

Die Gestaltung von Kashmar-Teppichen hat sich im Lauf der Zeit verändert. Das früher häufig verwendete Herati-Muster und das heute eher anzutreffende Sirchaki- beziehungsweise Zirkhaki-Design stehen für unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb der regionalen Entwurfsgeschichte. Herati wird mit einer überlieferten Ornamentik verbunden, während Zirkhaki archäologische Gegenstände zum Thema macht. Beide Ansätze zeigen, dass die Kashmar-Tradition mehrere gestalterische Richtungen umfasst.

Persische Teppiche sind allgemein für komplexe florale und geometrische Muster bekannt. Das Zirkhaki-Muster erweitert dieses Spektrum um eine gegenständliche Bildwelt. Die Motive bleiben in das handgeknüpfte Gewebe eingebunden und werden über die Folge einzelner Knoten aufgebaut. So wird ein historisch anmutendes Thema nicht durch ein separates Bildverfahren, sondern durch die traditionelle Teppichtechnik dargestellt. Muster und Herstellung stehen dadurch in direktem Zusammenhang.

Bei der Betrachtung lässt sich zwischen dem zentralen Medaillon und den darum gruppierten Motiven unterscheiden. Diese hierarchische Ordnung macht die Komposition nachvollziehbar und gibt den Vasen, Waffen und Schalen ihren jeweiligen Platz. Das Muster ist damit sowohl dekorativ als auch erzählerisch angelegt: Es zeigt Gegenstände, die an archäologische Funde erinnern, und ordnet sie in einer persischen Teppichkomposition an.

Besonderheiten

Als Besonderheit trägt dieser Teppich das Zirkhaki-Muster mit seiner Bezeichnung als Bodenschatz-Muster. Die Darstellung von Vasen, Waffen und Schalen rund um ein zentrales Medaillon unterscheidet diesen Entwurf von den häufig floral oder geometrisch geprägten Musterformen. Das Thema archäologischer Fundstücke macht die Gestaltung gegenständlich und verleiht ihr eine klar erkennbare inhaltliche Ausrichtung.

Zu den weiteren ausdrücklich genannten Merkmalen gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus reiner Schurwolle und die Baumwollkette. Der Teppich wird als neu beschrieben. Seine Knotendichte liegt bei etwa 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Herkunft, Muster, Material, Verarbeitung und Zustand ergeben zusammen die sachliche Beschreibung dieses Kashmar Perserteppichs.

FAQ

Woher stammt dieser Perserteppich?

Dieser Perserteppich stammt aus der Stadt Kashmar in Persien. Kashmar ist für Teppiche mit unterschiedlichen Entwürfen bekannt. In der regionalen Tradition finden sich ältere Herati-Muster ebenso wie das heute eher verwendete Sirchaki- beziehungsweise Zirkhaki-Design. Die Herkunft Kashmar beschreibt die Stadt und die regionale Teppichtradition; sie ist von den Motiven des Musters zu unterscheiden.

Was zeigt das Zirkhaki-Muster?

Das Zirkhaki-Muster wird als Bodenschatz-Muster bezeichnet und stellt antike archäologische Fundstücke dar. Vasen, Waffen und Schalen sind um ein zentrales Medaillon angeordnet. Dadurch entsteht eine Komposition mit einem klaren Mittelpunkt und mehreren gegenständlichen Motiven im umliegenden Feld. Der Entwurf unterscheidet sich damit von einem rein floralen oder ausschließlich geometrischen Muster.

Aus welchen Materialien besteht der Teppich?

Der Flor besteht aus reiner Schurwolle, die Kette aus Baumwolle. Die Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche und wird bei persischen Teppichen wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer belastbaren Faser verwendet. Die Baumwolle dient als stabiles Grundgewebe. Der Teppich ist handgeknüpft und wird als neu beschrieben.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen