Perserteppich Isfahan 234 x 150 cm Wolle handgeknüpft

8579$

Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: 800.000 Knoten/m² | Material: Flor 97% Schurwolle, Kette 3% Seide | Größe: 234 x 150 cm | Muster: Traditionelles orientalisches Muster, Farbe Beige | Zustand: Sehr gut, unbenutzt

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Inventarnummer: D4F8CBC2

Beschreibung

Isfahan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Isfahan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus 97% Schurwolle sowie 3% Seide. Die Verbindung dieser beiden Materialien prägt die textile Beschaffenheit des Teppichs: Schurwolle bildet den wesentlichen Anteil und steht für einen weichen, belastbaren Flor, während Seide einen feinen, glatten Charakter und einen zurückhaltenden Glanz beitragen kann. Die Oberfläche ist in Beige gehalten und wirkt dadurch ruhig und ausgewogen.

Die Handknüpfung ist eine textile Arbeitsweise, bei der Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet werden. Anschließend wird der Flor sorgfältig ausgerichtet und auf eine gleichmäßige Oberfläche gebracht. Anders als bei einer maschinellen Fertigung entsteht dabei jedes Stück in einem eigenständigen Arbeitsprozess. Kleine Unterschiede in der Ausführung gehören zur handwerklichen Herstellung und machen die Struktur eines handgeknüpften Teppichs nachvollziehbar.

Mit 800.000 Knoten pro Quadratmeter besitzt dieses Stück eine sehr hohe Knotendichte. Eine solche Dichte erlaubt es, Linien, Blütenformen und kleine Übergänge präzise in der Fläche auszuarbeiten. Sie beeinflusst außerdem das Griffgefühl und die Geschlossenheit des Flors. Die Kombination aus Schurwolle, Seide und dichter Handknüpfung verbindet eine angenehm weiche Oberfläche mit einer klar lesbaren Musterstruktur.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und wird dem Stilbereich Isfahan zugeordnet. Isfahan ist eine der bedeutenden historischen Städte des Iran und seit Jahrhunderten für Kunsthandwerk, Architektur und Teppichproduktion bekannt. Besonders im 16. Jahrhundert, während der Herrschaft von Schah Abbas I., entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für künstlerische und handwerkliche Arbeiten. Diese Epoche prägte die Formenwelt, die heute mit Isfahan-Teppichen verbunden wird.

Die Teppichtradition von Isfahan steht für eine sorgfältige Gestaltung, feine Ausarbeitung und eine kontrollierte Komposition. In den Werkstätten werden Entwürfe häufig zunächst als Vorlagen angelegt. Die Knüpferinnen und Knüpfer übertragen die Linien anschließend Knoten für Knoten in das Gewebe. Dadurch können auch verschachtelte Ränder, feine Pflanzenranken und kleine Blütenelemente in einer ausgewogenen Ordnung erscheinen. Die hohe Knotendichte unterstützt diese Form der differenzierten Gestaltung, ohne dass daraus eine Aussage über einen einzelnen Entwurf abgeleitet werden muss.

Persische Teppiche sind eng mit dem kulturellen Leben ihrer Regionen verbunden. Ihre Muster greifen häufig Vorstellungen von Gärten, Pflanzen, Ordnung und Natur auf. In der persischen Kunst besitzt der Garten als geordneter, geschützter Raum eine besondere Bedeutung. Teppiche können diese Idee durch ein Zentrum, seitliche Felder, Ranken und eine Rahmung aufnehmen. Dabei sind die Motive nicht nur dekorativ, sondern stehen auch für die lange Weitergabe von Formen und handwerklichem Wissen.

Isfahan-Teppiche werden traditionell mit einer präzisen Zeichnung und einer reichen, dennoch geordneten Ornamentik in Verbindung gebracht. Florale Motive und geometrische Formen können miteinander verbunden werden, sodass ein klarer Gesamteindruck entsteht. Die Gestaltung beruht auf Symmetrie, Wiederholung und sorgfältig abgestimmten Proportionen. Diese Eigenschaften erklären, weshalb Isfahan als Herkunfts- und Stilbezeichnung in der Teppichkunde eine feste Stellung einnimmt.

Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs erfordert Geduld und Erfahrung. Jeder Knoten wird in eine bestimmte Position gesetzt, damit sich aus vielen einzelnen Arbeitsschritten eine zusammenhängende Zeichnung entwickelt. Die Knüpfenden müssen dabei den Entwurf lesen, die Farbfolge einhalten und die Spannung des Gewebes beachten. Bei dichter Knüpfung steigt der Aufwand für die Ausarbeitung kleiner Formen. Der fertige Teppich steht somit zugleich für ein materielles Gewebe und für eine überlieferte Technik.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als traditionelles orientalisches Muster beschrieben. Die Gestaltung steht damit in der Tradition dekorativer Kompositionen, die florale, vegetative und geometrische Elemente miteinander verbinden können. Typisch für Isfahan sind sorgfältig angelegte Flächen, wiederkehrende Ranken und eine klare Rahmung. Solche Muster werden nicht zufällig verteilt, sondern nach einer inneren Ordnung aufgebaut, damit das Auge zwischen Zentrum, Seitenfeldern und Bordüren geführt wird.

Viele Isfahan-Entwürfe arbeiten mit einem Medaillon oder mit einer zentral ausgerichteten Komposition. Ein Medaillon kann als optischer Mittelpunkt dienen und durch Blüten, Blätter oder verschlungene Ranken ergänzt werden. Andere Entwürfe verteilen die Ornamentik gleichmäßiger über das gesamte Feld. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten gehören zur regionalen Mustertradition. Für diesen Teppich ist als konkrete Aussage ein traditionelles orientalisches Muster in Beige angegeben; eine weitergehende Zuordnung zu einem bestimmten Medaillon- oder Bordürentyp wird nicht vorgenommen.

Florale und vegetative Formen verleihen einem Teppich eine bewegte, organische Linienführung. Blätter, Blüten und Ranken können sich wiederholen, spiegeln oder in geometrisch geordneten Abfolgen erscheinen. Geometrische Elemente geben der Komposition Halt und sorgen für lesbare Übergänge zwischen einzelnen Musterzonen. Die Verbindung aus Naturformen und klarer Ordnung ist ein wesentlicher Bestandteil vieler persischer Teppichentwürfe und findet sich besonders häufig im Umfeld klassischer Isfahan-Muster.

Die Farbgestaltung persischer Teppiche kann von kräftigen Rot-, Blau- und Grüntönen bis zu warmen Erdfarben reichen. Beige gehört zu den zurückhaltenden Tönen und kann als ruhiger Grund- oder Akzentton eingesetzt werden. In einer Musterkomposition lässt sich eine solche Farbgebung mit feinen Kontrasten, helleren Konturen und dunkleren Linien verbinden. Dadurch bleiben auch kleinteilige Ornamente erkennbar, ohne dass der Gesamteindruck ausschließlich von starken Farbgegensätzen bestimmt wird.

Die hohe Knotendichte trägt zur Darstellung feiner Muster bei. Kleine Blüten, schmale Ranken und differenzierte Konturen können dichter nebeneinander angelegt werden als bei einer groberen Ausführung. Die Wirkung eines Musters entsteht jedoch nicht allein durch die Zahl der Knoten, sondern durch das Zusammenspiel von Entwurf, Farbverteilung, Flor und handwerklicher Ausführung. Bei einem handgeknüpften Isfahan-Teppich bilden diese Faktoren eine traditionell geordnete und detaillierte Bildsprache.

Besonderheiten

Eine zentrale Besonderheit ist die Knotendichte von 800.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ermöglicht eine präzise Ausarbeitung der Muster und macht feine Übergänge innerhalb der Zeichnung sichtbar. Die Handknüpfung verleiht dem Teppich zudem den Charakter eines Einzelstücks. Jeder Knoten wird im Rahmen der Herstellung gesetzt, sodass kein maschinell identisches Serienbild entsteht.

Der Flor besteht zu 97% aus Schurwolle und zu 3% aus Seide. Diese Materialzusammensetzung verbindet den überwiegenden Wollanteil mit einem kleinen Seidenanteil. Der Teppich ist sehr gut erhalten und unbenutzt. Er ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet. Die Oberfläche ist beige, und die angegebene Dicke beträgt etwa 8 mm; diese Maßangabe dient der Einordnung des Teppichaufbaus.

Die Pflegehinweise für einen solchen Teppich sind unkompliziert: Regelmäßiges, schonendes Staubsaugen hält lose Partikel aus dem Flor fern. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Leichte Flecken können bei Bedarf mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Die Materialauswahl wird außerdem als hygienisch und leicht zu reinigen beschrieben.

FAQ

Wie pflege ich den Isfahan Perserteppich am besten?

Regelmäßiges Staubsaugen hilft, Staub und lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Dabei sollte die Reinigung schonend erfolgen, damit die handgeknüpfte Oberfläche nicht unnötig belastet wird. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden, weil sie Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Bei einem leichten Fleck reicht zunächst ein feuchtes Tuch. Starke Reibung, aggressive Reinigungsmittel und eine durchnässte Behandlung sind nicht vorgesehen. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich eine auf handgeknüpfte Teppiche abgestimmte Fachpflege.

Kann der Isfahan Perserteppich in einem beheizten Raum verwendet werden?

Ja. Der Teppich ist für die Verwendung auf Fußbodenheizung geeignet und kann daher in einem beheizten Raum eingesetzt werden. Wichtig ist eine gleichmäßige Raumtemperatur ohne extreme Schwankungen, damit das Material nicht unnötig belastet wird. Eine schonende Nutzung und regelmäßige Pflege unterstützen den Erhalt von Flor und Farbwirkung. Die Eignung für Fußbodenheizung ändert nichts daran, dass direkte, intensive Sonneneinstrahlung vermieden werden sollte.

Wie erkennt man einen echten handgeknüpften Teppich?

Hinweise auf eine Handknüpfung finden sich in der Knotendichte, auf der Rückseite und in der Materialauswahl. Die Rückseite handgeknüpfter Teppiche weist meist eine unregelmäßige, von Handarbeit geprägte Struktur auf. Auch die Muster können bei genauer Betrachtung besonders detailliert erscheinen. Im Vergleich zu maschinell hergestellten Teppichen sind handgeknüpfte Stücke häufig schwerer. Bei diesem Teppich kommen die Handknüpfung, die hohe Knotendichte sowie die Verwendung von Schurwolle und Seide zusammen.

Zusätzliche Informationen
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