Perserteppich Hamadan 244 x 125 cm Wolle handgeknüpft

1030$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor robuste Wolle | Größe: 244 x 125 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: 133BF005

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die Handarbeit gehört zu den prägenden Merkmalen persischer Teppiche: Knoten werden einzeln in die vorbereitete Struktur eingebracht, Zeile für Zeile verdichtet und anschließend durch die weitere Verarbeitung zu einer geschlossenen Oberfläche verbunden. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht dadurch kein industriell vollkommen gleichförmiges Bild. Kleine Abweichungen in der Ausführung gehören zur handwerklichen Herstellung und machen die Struktur des Stücks nachvollziehbar.

Wolle wird bei Hamadan-Teppichen traditionell wegen ihrer Belastbarkeit und ihrer angenehmen Haptik eingesetzt. Der Flor ist bei diesem Teppich reichlich ausgeführt. Dadurch besitzt die Oberfläche eine spürbare Textur und einen weichen Griff, während das robuste Material für den alltäglichen Gebrauch geeignet ist. Die Wolle bildet zugleich die Grundlage dafür, dass Muster klar auf der Fläche erscheinen und die Farbwirkung des Teppichs differenziert wahrgenommen werden kann.

Die angegebene Knotendichte liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Spannbreite beschreibt die unterschiedliche Feinheit, die innerhalb der Hamadan-Tradition und ihrer vielen lokalen Ausprägungen vorkommen kann. Die Knotendichte steht dabei in Zusammenhang mit der möglichen Musterdetaillierung, ist jedoch nicht das einzige Merkmal handwerklicher Qualität. Ebenso wichtig sind die Ausführung der Knoten, die Gleichmäßigkeit der Reihen, die Behandlung des Flors und die sorgfältige Fertigstellung.

Das Material dieses Exemplars wird als widerstandsfähige Wolle angegeben, die Ausführung als handgeknüpft und der Zustand als gut erhalten. Weitere Materialangaben werden für diesen Teppich nicht gemacht. Die beschriebenen Eigenschaften bleiben deshalb auf den Wollflor, die handwerkliche Knüpftechnik, die reichliche Florhöhe und den genannten Erhaltungszustand beschränkt.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist als bedeutendes Teppichgebiet mit einer großen Zahl unterschiedlicher lokaler Web- und Knüpftraditionen verbunden. Hamadan-Teppiche werden nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in zahlreichen Städten und Dörfern der umliegenden Region hergestellt. Die Bezeichnung verweist deshalb auf einen weit gefassten Herkunftsraum, in dem sich verschiedene handwerkliche Formen, Zeichensysteme und Farbvorlieben entwickelt haben.

Zu den im Zusammenhang mit dieser Region genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Jeder dieser Orte bringt eigene stilistische Einflüsse in die Teppichproduktion ein. Das erklärt, warum Hamadan-Teppiche nicht als eine vollständig einheitliche Mustergruppe erscheinen. Linienführung, Medaillonformen, Feldaufteilung, Bordüren und die Behandlung pflanzlicher Motive können von Ort zu Ort wechseln, ohne dass der Bezug zur Hamadan-Region verloren geht.

Die regionale Vielfalt ist ein Ergebnis der ländlichen und städtischen Produktionsstruktur. In Dörfern werden überlieferte Muster häufig innerhalb von Familien und Werkstätten weitergegeben. Dabei können bekannte Grundformen verändert, vereinfacht oder mit Motiven aus der näheren Umgebung verbunden werden. In städtisch geprägten Zentren werden Muster oftmals geordneter angelegt und auf eine ausgewogene Gesamtwirkung ausgerichtet. Diese beiden Einflüsse überschneiden sich, weshalb sich die Hamadan-Tradition durch eine große Bandbreite auszeichnet.

Persische Teppiche aus Hamadan stehen damit für eine Verbindung aus regionaler Herkunft und lokaler Eigenständigkeit. Die handwerkliche Weitergabe von Kenntnissen betrifft nicht nur das Knüpfen selbst, sondern auch die Vorbereitung des Materials, das Einteilen der Fläche und die Abstimmung von Feld und Bordüre. Die Herstellung verlangt ein Verständnis für Proportionen und Wiederholung. Bei freien oder nur teilweise vorgegebenen Entwürfen kommt zusätzlich die Fähigkeit hinzu, ein Muster während des Knüpfens über die Fläche hinweg geschlossen zu halten.

Die Bezeichnung Hamadan ist von anderen persischen Teppichnamen zu unterscheiden. Täbriz-Teppiche werden ebenfalls mit detaillierten Mustern und hochwertigen Materialien verbunden, Kerman-Teppiche mit feinen Knotungen und eleganten Entwürfen, während Qum-Teppiche für ihre Verarbeitung und die Verwendung von Seide bekannt sind. Diese regionalen Traditionen gehören zur Vielfalt persischer Teppichkunst, bezeichnen jedoch jeweils eigene Herkunfts- und Stilzusammenhänge. Der vorliegende Teppich wird als Hamadan-Perserteppich aus Iran geführt.

Design und Muster

Hamadan-Teppiche sind für eine vielfältige Gestaltung bekannt. Das Spektrum reicht von geometrischen Mustern bis zu floralen Motiven. Geometrische Entwürfe arbeiten häufig mit klaren Achsen, wiederkehrenden Formen und einer gut lesbaren Gliederung der Fläche. Florale Muster greifen dagegen Blätter, Blüten, Ranken oder abstrahierte Pflanzenformen auf. In vielen Entwürfen werden beide Prinzipien miteinander verbunden, sodass eine strukturierte Fläche mit dekorativen Einzelmotiven entsteht.

Bei geometrischen Kompositionen kann ein zentrales Medaillon den Aufbau bestimmen oder ein durchgehendes Muster das gesamte Feld füllen. Wiederholungen sorgen für Rhythmus, während abgestufte Bordüren den Übergang zwischen Innenfeld und Außenkante ordnen. Je nach lokaler Tradition können die Formen kantig und markant oder stärker stilisiert erscheinen. Die Muster werden nicht allein als dekorative Zeichen verstanden, sondern auch als Ergebnis einer über lange Zeit entwickelten Ordnung von Linien, Flächen und Farbbeziehungen.

Florale Entwürfe wirken häufig bewegter, weil Ranken und Blüten eine Richtung über das Feld vorgeben. Sie können symmetrisch um eine Mittelachse angelegt oder in einer fortlaufenden Streuung verteilt sein. Auch hier unterscheiden sich die Ausprägungen der Orte rund um Hamadan. Manche Muster betonen einzelne große Formen, andere setzen auf kleinere Wiederholungen. Die Vielfalt macht es möglich, dass Hamadan-Teppiche sowohl zurückhaltend gegliedert als auch detailreich gestaltet erscheinen können.

Die Muster dieses Teppichgebiets stehen außerdem in Verbindung mit der natürlichen Umgebung der Region. Die im Ausgangstext beschriebene Bandbreite umfasst Motive, die die Schönheit der umliegenden Natur widerspiegeln. Das bedeutet nicht, dass ein einzelnes Muster eine naturgetreue Darstellung liefert. Pflanzenformen werden in der Teppichkunst meist geordnet, vereinfacht und in eine textile Fläche übertragen. Aus dieser Abstraktion entsteht eine Bildsprache, die zwischen Wiedererkennbarkeit und ornamentaler Ordnung liegt.

Die Knotendichte unterstützt die Darstellung feiner Einzelheiten, wenn ein Entwurf kleinteilige Formen, verschachtelte Linien oder differenzierte Bordüren enthält. Bei gröberen geometrischen Kompositionen kann dagegen die klare Silhouette der Formen im Vordergrund stehen. Die handgeknüpfte Ausführung verbindet das Muster mit der Materialstruktur des Wollflors. Dadurch wird ein Entwurf nicht wie ein gedrucktes Bild aufgebracht, sondern aus einzelnen Knoten aufgebaut. Das verleiht jeder Fläche eine textile Tiefe und macht den Herstellungsprozess im Musteraufbau nachvollziehbar.

Für dieses Exemplar wird das Muster als vielfältige Designs beschrieben. Eine einzelne, enger gefasste Motivbezeichnung wird nicht genannt. Deshalb lässt sich der Teppich sachlich als Hamadan-Perserteppich mit vielseitiger Gestaltung einordnen, ohne ihm ein bestimmtes Medaillon, eine bestimmte Bordüre oder ein einzelnes Dorfmuster zuzuschreiben. Die regionale Tradition liefert den gestalterischen Rahmen; die konkrete Musterbeschreibung bleibt bei der genannten Vielfalt.

Besonderheiten

Zu den besonderen Angaben dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle, die reichliche Florhöhe und die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Zusammen beschreiben diese Merkmale die Herstellung, das Material und die Oberflächenstruktur des Stücks. Der Teppich ist gut erhalten, sodass die Produktbeschreibung ihn als gepflegtes Exemplar ausweist.

Die Herkunft aus Hamadan im Iran verbindet das Stück mit einer Region, in der zahlreiche Städte und Dörfer eigene stilistische Einflüsse entwickelt haben. Die Angabe vielfältiger Designs lässt Raum für geometrische wie florale Gestaltung und entspricht der breiten Mustertradition des Gebiets. Weitere Aussagen zu Alter, Signatur, besonderen Restaurierungen oder einer bestimmten Unterlage werden nicht gemacht und gehören daher nicht zu den Eigenschaften dieses Teppichs.

FAQ

Welche Vorteile bietet ein Hamadan-Perserteppich?

Hamadan-Perserteppiche verbinden eine traditionelle regionale Herkunft mit einer großen gestalterischen Bandbreite. Geometrische Muster und florale Motive gehören ebenso zum möglichen Formenspektrum wie unterschiedliche Aufteilungen von Innenfeld und Bordüre. Bei diesem Exemplar kommen die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und der gut erhaltene Zustand hinzu. Wolle ist belastbar und angenehm im Griff. Die Knotendichte unterstützt eine differenzierte Darstellung, wobei die konkrete Wirkung immer vom jeweiligen Muster abhängt. Der Teppich steht damit für eine handwerkliche Herstellung und eine vielseitige persische Gestaltungstradition.

Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich richtig?

Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich vorsichtiges Absaugen, damit Staub und lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Wollflor verbleiben. Die Reinigung sollte dem Material und der handgeknüpften Struktur angepasst werden. Eine gelegentliche professionelle Reinigung ist geeignet, wenn eine gründlichere Behandlung erforderlich ist, da Fachleute die Eigenschaften von Wolle und die Konstruktion des Teppichs berücksichtigen können. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um ein Verblassen der Farben zu verhindern. Flüssigkeiten sollten nicht in den Flor einziehen; bei stärkeren Verschmutzungen ist eine fachgerechte Behandlung sinnvoll.

Sind Hamadan-Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet?

Hamadan-Teppiche werden aufgrund ihres Wollmaterials als für Fußbodenheizungen geeignet beschrieben. Wolle kann Wärme angenehm aufnehmen und weitergeben und besitzt zugleich atmungsaktive Eigenschaften. Für den konkreten Einsatz sollten neben dem Teppich auch die Bedingungen des Raums, die Wärmeabgabe der Heizung und eine geeignete, rutschhemmende Unterlage berücksichtigt werden. Entscheidend ist, dass die Luftzirkulation und die Funktion der Heizung nicht beeinträchtigt werden. So lässt sich der Wollteppich in einem beheizten Wohnbereich nutzen, ohne seine textile Funktion als wärmende und strukturierende Bodenauflage zu verlieren.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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