Perserteppich Hamadan 197 x 127 cm Wolle handgeknüpft

870$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 197 x 127 cm | Muster: vielfältiges Design | Zustand: Gut

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Inventarnummer: 71AC946C

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Hamadan ist handgeknüpft und aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt. Wolle gehört zu den traditionellen Materialien der orientalischen Teppichherstellung, weil sie strapazierfähig ist und sich für den täglichen Gebrauch eignet. Ihre natürliche Faserstruktur verleiht dem Flor eine angenehme Haptik und unterstützt die Beständigkeit des Teppichs. Die robuste Beschaffenheit macht Wollteppiche zugleich pflegepraktisch und vielseitig einsetzbar.

Beim Handknüpfen entsteht ein textiles Stück, dessen Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht werden. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Verarbeitung ermöglicht die Ausarbeitung von floralen Formen, geometrischen Linien und symmetrischen Kompositionen. Sie bildet außerdem die Grundlage für die vielfältige Zeichnung, die für Hamadan-Teppiche typisch sein kann.

Die Wolle verbindet Widerstandsfähigkeit mit einer griffigen Oberfläche. Sie kann Farben klar aufnehmen und unterstützt dadurch eine abwechslungsreiche Farbgestaltung. Bei diesem Teppich wird die Materialangabe für den Flor mit der handgeknüpften Herstellung verbunden; Angaben zu einem gesonderten Kettmaterial liegen nicht vor. Der Teppich wird als gut erhalten beschrieben.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und zählt zu den produktivsten Teppichknüpfregionen Persiens. Der Name Hamadan bezeichnet dabei nicht nur eine einzelne Werkstatt, sondern steht auch für ein weitläufiges Umfeld mit zahlreichen Dörfern und lokalen Knüpftraditionen. Assadabad, Khamseh und Nahawand werden als Orte genannt, die für kunstvoll gearbeitete Teppiche bekannt sind. In dieser Region entwickelte sich eine große Bandbreite an Zeichnungen, Farben und handwerklichen Ausprägungen.

Die Teppichherstellung in Nordwestpersien ist eng mit der ländlichen und städtischen Lebenswelt der Region verbunden. Wissen über das Spinnen der Wolle, das Färben, das Aufbauen des Knüpfgrundes und das Ordnen der Muster wurde über lange Zeit innerhalb von Familien und Werkstätten weitergegeben. Dabei entstanden keine vollständig einheitlichen Muster, sondern Varianten, die den jeweiligen Orten und den Vorlieben der Knüpferinnen und Knüpfer entsprachen. Gerade diese regionale Vielfalt gehört zur Bedeutung von Hamadan-Teppichen.

Hamadan wird häufig mit einer soliden, alltagstauglichen Teppichtradition verbunden. Die widerstandsfähige Wolle und die handgeknüpfte Konstruktion passen zu einer Herstellung, bei der Nutzbarkeit und dekorative Gestaltung zusammengehören. Die genannte Knotendichte zeigt, dass auch innerhalb dieser robusten Tradition differenzierte Muster ausgearbeitet werden können. Ein Hamadan-Teppich muss deshalb nicht auf eine einzige stilistische Sprache reduziert werden.

Die persische Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Zentren, deren Erzeugnisse sich gegenseitig beeinflusst haben und dennoch eigene Merkmale bewahren. Gabbeh-Teppiche aus dem weiteren kulturellen Umfeld werden oft gröber und einfacher gestaltet, sind jedoch ebenfalls für farbenfrohe Wollteppiche und folkloristische Muster bekannt. Kerman und Isfahan stehen für weitere persische Designtraditionen. Nain und Tabriz werden für aufwendige Muster sowie Arbeiten mit Wolle und Seide genannt. Diese Vergleiche verdeutlichen, wie breit die persische Teppichkunst ist, ohne die Herkunft dieses Stücks zu verändern: Dieser Teppich ist ein Hamadan aus dem Nordwesten Irans.

Die Bezeichnung Perserteppich verweist bei diesem Stück auf seine iranische Herkunft. Hamadan ist dabei sowohl ein geografischer Hinweis als auch ein Begriff für eine traditionsreiche Gruppe von Teppichen. Die Verbindung aus regionalem Wissen, Handarbeit und unterschiedlichen Musterideen erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche in der persischen Teppichkunde einen eigenständigen Platz einnehmen.

Design und Muster

Das Design dieses Hamadan-Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Damit ist keine einzelne, festgelegte Komposition gemeint, sondern eine abwechslungsreiche Gestaltung innerhalb der regionalen Hamadan-Tradition. Florale Muster, geometrische Formen und komplexe Symmetrien gehören zu den Gestaltungselementen, die bei Hamadan-Teppichen vorkommen können. Sie lassen sich einzeln einsetzen oder miteinander verbinden.

Florale Motive bringen geschwungene Linien, Blütenformen und Blätter in die Zeichnung. Geometrische Formen arbeiten dagegen mit klaren Konturen, Winkeln und wiederkehrenden Feldern. Symmetrische Anordnungen sorgen für Ordnung und verleihen einem Muster eine erkennbare Struktur. Durch die handwerkliche Ausführung können solche Elemente zugleich präzise und individuell wirken. Die Vielfalt der Designs ist ein wesentliches Merkmal, wenn Hamadan-Teppiche beschrieben werden.

Traditionelle persische Muster beruhen häufig auf einem bewussten Verhältnis von Wiederholung, Kontrast und Rhythmus. Ein Motiv kann sich über den Fond wiederholen, in einem zentralen Feld erscheinen oder von einer Bordüre eingefasst werden. Welche dieser Lösungen gewählt wird, hängt von der jeweiligen regionalen und werkstattbezogenen Gestaltung ab. Bei einem als vielfältig bezeichneten Hamadan-Teppich steht daher die offene Mustertradition im Vordergrund und nicht die Zuordnung zu nur einem Ornament.

Die Farbvielfalt, die für Hamadan-Teppiche beschrieben wird, unterstützt diese unterschiedlichen Musterformen. Farben können florale Details voneinander abheben, geometrische Konturen betonen oder symmetrische Bereiche miteinander verbinden. Bei Wollteppichen wirkt die Faserstruktur zudem auf die Wahrnehmung der Farbflächen ein. Sie gibt der Oberfläche eine textile Tiefe, ohne dass dafür eine bestimmte Farbpalette dieses einzelnen Teppichs behauptet werden muss.

Die Mustertraditionen Persiens sind regional miteinander verbunden. Kerman und Isfahan sind ebenso für vielfältige und detailreiche Entwürfe bekannt, während Nain und Tabriz häufig mit komplexen Mustern und hoher Knotendichte in Verbindung gebracht werden. Gabbeh steht eher für gröbere, einfachere und folkloristisch geprägte Zeichnungen. Solche Vergleichspunkte helfen, die Spannweite orientalischer Teppichgestaltung einzuordnen. Sie machen zugleich deutlich, dass das vielfältige Design dieses Stücks der Hamadan-Tradition zuzuordnen ist.

Besonderheiten

Zu den konkreten Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Hamadan, die Fertigung als handgeknüpfter Perserteppich, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die angegebene Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster wird als vielfältig beschrieben. Der Zustand ist gut. Diese Angaben verbinden eine robuste Materialwahl mit einer differenzierten regionalen Gestaltung.

Die Wolle macht den Teppich für Bereiche interessant, in denen eine belastbare textile Oberfläche gefragt ist. Eine regelmäßige, schonende Pflege unterstützt die Erhaltung von Flor und Farben. Staubsaugen und gelegentliches Ausklopfen werden für Hamadan-Teppiche als geeignete Maßnahmen genannt. Flecken sollten zeitnah mit einem feuchten Tuch behandelt werden; eine professionelle Reinigung wird in größeren Abständen empfohlen.

FAQ

Aus welchem Material besteht der Hamadan-Teppich?

Der Flor dieses Hamadan-Teppichs besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Wolle wird in der traditionellen Teppichherstellung wegen ihrer Strapazierfähigkeit, ihrer angenehmen Haptik und ihrer Fähigkeit zur Aufnahme vielfältiger Farben verwendet. Angaben zu einem separaten Kettmaterial sind für dieses Stück nicht vorhanden. Die Materialangabe bezieht sich daher auf den Wollflor.

Wie wird ein Hamadan-Teppich gepflegt?

Für die regelmäßige Pflege eignen sich vorsichtiges Staubsaugen und gelegentliches Ausklopfen, um Staub und lose Verschmutzungen zu entfernen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Aggressive Reinigungsmittel und starkes Reiben können die Fasern und die Farbwirkung belasten. Eine professionelle Reinigung in größeren zeitlichen Abständen hilft dabei, Flor und Struktur zu erhalten.

Wo kann ein Hamadan-Teppich verwendet werden?

Hamadan-Teppiche passen in Wohnräume, Esszimmer und Flure. Ihre widerstandsfähige Wolle und die handgeknüpfte Ausführung machen sie auch für stärker frequentierte Bereiche wie Eingangsbereiche oder Büros geeignet. Das vielfältige Design kann sich in klassische ebenso wie in moderne Einrichtungskonzepte einfügen. Welche Wirkung entsteht, hängt von der vorhandenen Möblierung, den Farben und der Raumaufteilung ab.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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