








Perserteppich Ghom 190 x 136 cm Seide handgeknüpft
5317$
Handgeknüpfter Ghom Perserteppich | Knotendichte: ca. 1 Mio. Knoten/m² | Material: Flor 100% Seide | Größe: 190 x 136 cm | Muster: florale und lineare Muster, mehrfarbig | Zustand: neuwertig, nur als Wandteppich genutzt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: F375116C
Beschreibung
Ghom Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghom-Perserteppich besteht aus 100 % Seide. Seide wird bei orientalischen Teppichen wegen ihrer glatten Oberfläche, ihres feinen Glanzes und ihrer geschmeidigen Haptik verwendet. Das Material nimmt Farben klar auf und ermöglicht eine präzise Darstellung kleiner Formen. Beim vorliegenden Teppich ist Seide das angegebene Material des Flors. Angaben zu einem weiteren Kettmaterial liegen nicht vor.
Der Teppich ist handgeknüpft. Bei dieser Arbeitsweise entsteht das textile Gefüge nicht durch einen industriellen Druck- oder Fertigungsprozess, sondern durch das manuelle Setzen einzelner Knoten in einem vorbereiteten Grundgerüst. Die Knotendichte dieses Stücks wird mit ca. 1 Mio. Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine solche Dichte erlaubt grundsätzlich eine sehr differenzierte Zeichnung, weil viele kleine Farb- und Formwechsel auf engem Raum angelegt werden können.
Die Herstellung eines handgeknüpften Seidenteppichs verlangt eine kontrollierte Arbeitsweise. Die Knoten müssen gleichmäßig gesetzt und die farbigen Bereiche sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Erst durch das anschließende Zurichten werden Flor und Oberfläche in eine einheitliche Form gebracht. Beim vorliegenden Stück verbinden sich die handgeknüpfte Technik, der Seidenflor und die angegebene hohe Knotendichte zu einer fein gearbeiteten Teppichstruktur.
Herkunft und Tradition
Ghom, auch Qom genannt, liegt im Iran und gehört zu den bekannten Zentren persischer Teppichherstellung. Die Stadt und ihr Umland entwickelten eine eigene Teppichkultur, in der besonders fein gearbeitete Stücke aus Seide eine wichtige Rolle spielen. Persische Teppiche aus Ghom werden mit einer sorgfältigen Zeichnung, einer kontrollierten Farbverteilung und einer ausgeprägten Liebe zum Detail verbunden. Der vorliegende Teppich wird als persischer Ghom-Teppich aus Persien eingeordnet.
Die Teppichtradition in Ghom steht im Zusammenhang mit der langen Geschichte des persischen Kunsthandwerks. In Iran wurden Muster, Farbrezepte und Knüpftechniken über viele Generationen weitergegeben. Dabei blieb die handwerkliche Grundlage erhalten, während Zeichnung und Farbwahl an unterschiedliche Zeiten und Geschmäcker angepasst werden konnten. Ghom ist in diesem Zusammenhang vor allem für Teppiche bekannt, deren feine Ausführung die Darstellung von kleinteiligen Ornamenten unterstützt.
Ein persischer Teppich entsteht nicht allein aus dem sichtbaren Muster. Seine Wirkung hängt ebenso von der Vorbereitung des Gewebes, der Auswahl der Garne, der Reihenfolge der Knoten und der abschließenden Bearbeitung ab. Bei Seide kommt hinzu, dass das Material Licht anders reflektiert als mattere Naturfasern. Dadurch können benachbarte Farbfelder je nach Blickrichtung unterschiedlich deutlich hervortreten. Diese optische Eigenschaft gehört allgemein zur Wirkung von Seidenteppichen und ist ein Grund für ihre historische Bedeutung im persischen Kunsthandwerk.
Die Tradition von Ghom umfasst sowohl religiös und kulturell geprägte Bildwelten als auch florale und geometrisch geordnete Ornamentik. Werkstätten arbeiten mit Vorzeichnungen und wiederkehrenden Musterordnungen, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zentrum, Randzonen und Übergängen zu erreichen. Nicht jedes Stück folgt dabei demselben Aufbau. Die regionale Herkunft beschreibt den Zusammenhang mit der Ghom-Tradition, ohne für jedes einzelne Exemplar ein identisches Motivschema vorauszusetzen.
Der Herstellungszeitraum dieses Teppichs wird mit 1970 bis 1979 angegeben. Damit gehört er zu einer Phase, in der persische Werkstätten traditionelle Handknüpfung weiterhin mit einer zeitgemäßen Gestaltung und einer bewussten Verwendung feiner Materialien verbanden. Der Teppich ist außerdem als von dem Meisterknüpfer Mir Mehdi signiert angegeben. Die Signatur wird mit „Tapeto“ bezeichnet. Sie verweist auf die individuelle Zuordnung des Stücks und unterscheidet es von einem nicht signierten Serienprodukt.
Design und Muster
Das Design dieses Ghom-Teppichs wird durch lineare beziehungsweise als „Inline-Muster“ bezeichnete Elemente und florale Designs geprägt. Hinzu kommt eine mehrfarbige Gestaltung mit lebhaften Farben. Diese Angaben beschreiben die sichtbare ornamentale Sprache des Teppichs: Linien geben den Formen eine klare Ordnung, während florale Elemente die Fläche mit organischen Konturen und kleineren Details beleben.
Florale Muster gehören zu den verbreiteten Gestaltungsmitteln persischer Teppiche. Blüten, Blätter, Ranken und stilisierte Pflanzenformen können einzeln, in Reihen oder innerhalb größerer Ornamente erscheinen. In einer fein geknüpften Seidenarbeit lassen sich solche Formen in vielen kleinen Schritten ausführen. Die Darstellung muss dabei nicht naturgetreu sein; persische Muster arbeiten häufig mit einer geordneten, stilisierten Formensprache, in der Wiederholung und Rhythmus eine wichtige Rolle spielen.
Lineare Muster erfüllen in einem Teppich mehrere Aufgaben. Sie können Flächen begrenzen, Ornamente miteinander verbinden oder den Blick durch eine Komposition führen. Gerade bei kleinteiligen Entwürfen sorgen Linien für Orientierung und schaffen Übergänge zwischen einzelnen Motivgruppen. Zusammen mit floralen Formen entsteht ein Wechsel aus gerichtetem Verlauf und organischer Bewegung. Beim vorliegenden Stück werden diese beiden Gestaltungselemente ausdrücklich genannt.
Die mehrfarbige Ausführung und die lebhaften Farben beeinflussen, wie die Muster aus unterschiedlichen Entfernungen gelesen werden. Kräftigere Farbfelder können einzelne Ornamente hervorheben, während feinere Abstufungen verbindende Übergänge bilden. Bei Seide kommt der Materialglanz hinzu: Je nach Lichteinfall können Farben heller oder tiefer erscheinen, ohne dass sich die eigentliche Farbgebung verändert. Diese Wirkung ist eine allgemeine Eigenschaft von Seide und ergänzt die farbliche Gestaltung persischer Ghom-Teppiche.
Ghom-Muster werden häufig so aufgebaut, dass kleine Einzelheiten trotz einer klaren Gesamtordnung erkennbar bleiben. Dafür sind wiederkehrende Abstände, kontrollierte Konturen und eine abgestimmte Farbverteilung wichtig. Das Muster dieses Teppichs lässt sich daher sowohl als detailorientierte Handarbeit als auch als zusammenhängende mehrfarbige Komposition betrachten. Die floralen und linearen Elemente stehen nicht für eine beliebige Dekoration, sondern für eine in der persischen Teppichkunst etablierte Art, Flächen zu gliedern und Ornamente miteinander in Beziehung zu setzen.
Persische Teppichornamentik kann zudem kulturelle und symbolische Bezüge aufnehmen. Pflanzenformen werden in vielen Traditionen mit Wachstum, Ordnung und der Beziehung zur Natur verbunden. Solche allgemeinen Bedeutungen dürfen jedoch nicht mit einer bestimmten, hier nicht näher bezeichneten Einzelinterpretation des vorliegenden Motivs gleichgesetzt werden. Festgehalten sind für dieses Stück die linearen Muster, die floralen Designs und die mehrfarbige Ausführung.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Teppichs ist die angegebene Knotendichte von ca. 1 Mio. Knoten pro Quadratmeter. Sie gehört zu den technischen Merkmalen, anhand derer die Feinheit einer handgeknüpften Arbeit beschrieben wird. Viele Knoten ermöglichen eine detaillierte Ausarbeitung, ersetzen jedoch nicht die Betrachtung von Material, Ausführung und Muster als zusammengehörige Merkmale.
Der Teppich wird als neuwertig beschrieben und wurde nur als Wandteppich genutzt. Diese Nutzung erklärt, weshalb er nicht als regelmäßig begangener Bodenbelag eingesetzt wurde. Der angegebene Zeitraum der Herstellung liegt zwischen 1970 und 1979. Als weitere individuelle Besonderheit sind die Signatur „Tapeto“ und die Zuordnung zum Meisterknüpfer Mir Mehdi genannt.
Seide benötigt eine materialgerechte Behandlung. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, und Verschmutzungen sollten nicht mit ungeeigneten Mitteln bearbeitet werden. Für eine gründliche Reinigung wird ein professioneller Teppichreinigungsservice empfohlen. Regelmäßiges vorsichtiges Staubsaugen und die zeitnahe Entfernung von Schmutz gehören zu den im Ausgangstext genannten Maßnahmen.
FAQ
Wie pflege ich einen persischen Ghom-Teppich aus Seide?
Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig gesaugt werden, damit sich Schmutz nicht in der Oberfläche festsetzt. Verschüttete oder auf andere Weise entstandene Verschmutzungen sollten möglichst sofort entfernt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, weil Licht die farbliche Wirkung empfindlicher Materialien beeinträchtigen kann. Bei stärkeren Verschmutzungen empfiehlt sich ein professioneller Teppichreinigungsservice. Seide sollte nicht mit aggressiven Hausmitteln oder harten Bürsten behandelt werden.
Für welches Zimmer eignet sich dieser Ghom-Teppich?
Der Teppich kann im Wohnzimmer oder Schlafzimmer verwendet werden. Aufgrund seiner bisherigen Nutzung als Wandteppich eignet er sich ebenso als dekoratives Element an einer Wand. Auch in einem Büro kann seine mehrfarbige, florale Gestaltung als textile Wand- oder Raumdekoration eingesetzt werden. Entscheidend ist ein Platz, an dem die Seide vor direkter Sonne und starker mechanischer Belastung geschützt bleibt.
Warum sind persische Ghom-Teppiche aus Seide besonders?
Ghom-Teppiche aus Seide verbinden ein feines Material mit der Tradition der persischen Handknüpfung. Seide ermöglicht eine glatte, glänzende Oberfläche und eine präzise Wiedergabe kleiner Muster. Bei diesem Stück kommt die angegebene Knotendichte von ca. 1 Mio. Knoten pro Quadratmeter hinzu. Die handwerkliche Fertigung, die florale und lineare Ornamentik, die mehrfarbige Gestaltung sowie die Signatur „Tapeto“ und die Zuordnung zu Mir Mehdi sind die konkreten Merkmale dieses Teppichs.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |
















