Perserteppich Fars Gabbeh 152 x 104 cm Wolle handgeknüpft

710$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 152 x 104 cm | Muster: Abstrakte Designs mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Neu

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Inventarnummer: 2C5DEC5A

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh ist handgeknüpft und aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle gefertigt. Die Verwendung handgesponnener Wolle gehört zu den prägenden Merkmalen der Gabbeh-Tradition. Beim Spinnen entsteht ein textiles Material mit einer eigenen, natürlichen Unregelmäßigkeit. Dadurch bleibt die Oberfläche in ihrer Wirkung nah an der handwerklichen Herstellung und unterscheidet sich von vollkommen gleichförmig industriell erzeugten Garnen.

Die Knüpfung dieses Teppichs wird mit einer Knotendichte von 50.000 – 150.000 Knoten/m² angegeben. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die handwerkliche Konstruktion nachvollziehbar. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Struktur des Teppichs eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so ein zusammenhängendes Gewebe, das Flor, Farbe und Muster miteinander verbindet.

Gabbeh-Teppiche sind für ihre bewusste Konzentration auf Wolle, Knoten und eine klar lesbare Gestaltung bekannt. Der hier verwendete Hochflor ist ein ausdrücklich genanntes Merkmal dieses Stücks. Er verleiht der Oberfläche eine ausgeprägte textile Präsenz, ohne dass dafür eine aufwendige Ornamentik notwendig wäre. Die neue Beschaffenheit des Teppichs ist ebenfalls Teil der Produktangabe.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Tradition der Ghashghai-Nomaden in Fars im Iran. Die Ghashghai sind für eine eigenständige Web- und Knüpfkultur bekannt, die eng mit dem mobilen Leben, der Nutzung von Wolle und der Weitergabe handwerklicher Kenntnisse innerhalb der Gemeinschaft verbunden ist. Fars liegt im Süden Irans und zählt zu den Regionen, deren textile Traditionen von nomadischen und ländlichen Arbeitsweisen geprägt wurden.

In nomadischen Gesellschaften waren Teppiche nicht ausschließlich dekorative Gegenstände. Sie konnten im Alltag als Unterlage, Abdeckung oder Einrichtungselement verwendet werden. Ihre Herstellung war in den häuslichen Ablauf eingebunden und beruhte auf Materialien, die in der jeweiligen Lebenswelt verfügbar waren. Wolle spielte dabei eine zentrale Rolle, weil sie sich verspinnen, färben und zu widerstandsfähigen textilen Flächen verarbeiten lässt. Die Herstellung eines Teppichs verband somit praktischen Nutzen mit überliefertem Gestaltungsvokabular.

Die Bezeichnung Gabbeh wird gewöhnlich mit kräftigeren, oft hochflorigen Teppichen aus dem iranischen Nomadenumfeld verbunden. Charakteristisch ist eine Gestaltung, die nicht auf eine möglichst komplizierte Detailzeichnung angewiesen ist. Stattdessen können große Flächen, einfache Konturen und sparsam eingesetzte Figuren das Erscheinungsbild bestimmen. Diese Klarheit ist kein Mangel an Gestaltung, sondern eine eigene Form textiler Ausdrucksweise. Sie lässt die Struktur der Wolle und die Arbeit der Knüpfung sichtbar am Gesamteindruck teilhaben.

Die Fars-Tradition umfasst unterschiedliche textile Formen und regionale Ausdrucksweisen. Bei nomadischen Knüpfarbeiten entstehen Muster nicht zwingend nach einem vollständig starren Plan. Überlieferte Zeichen, persönliche Entscheidungen und die jeweilige Arbeitsweise können zusammenwirken. Das erklärt, warum Gabbeh-Teppiche trotz gemeinsamer Grundmerkmale individuell erscheinen. Ein abstraktes Feldmuster oder eine vereinfachte Figur kann dabei sowohl auf eine lange Tradition als auch auf die schöpferische Entscheidung der Knüpferin oder des Knüpfers verweisen.

Der Ursprung aus Fars und die Zuordnung zu den Ghashghai-Nomaden beschreiben die kulturelle Einordnung dieses Perserteppichs. Sie sind von einem bloßen Musterbegriff zu unterscheiden. Auch wenn vereinfachte Figuren oder große Farbflächen heute in vielen modernen Einrichtungen erscheinen, haben sie im Gabbeh eine Verbindung zu einer iranischen Knüpftradition. Die regionale Herkunft steht damit neben Material und Technik als eigenständiges Merkmal.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren beschrieben. Die großen Flächen geben dem Teppich eine deutlich gegliederte Bildordnung. Anstelle einer kleinteiligen, durchgehend dichten Ornamentik treten Bereiche, die als zusammenhängende Farbfelder gelesen werden können. Die Gestaltung erhält dadurch eine ruhige Grundstruktur, in der einzelne Figuren als erkennbare Akzente erscheinen.

Abstraktion bedeutet bei einem Gabbeh nicht, dass jede Form bedeutungslos oder beliebig ist. Vereinfachte Konturen können Menschen, Tiere, Pflanzen oder andere vertraute Zeichen andeuten, ohne sie naturalistisch auszuarbeiten. Die spielerischen Figuren dieses Stücks sind Teil einer solchen reduzierten Bildsprache. Ihre Wirkung entsteht aus der Verbindung von Form, Fläche und Abstand. Nicht die detailgetreue Darstellung, sondern die klare Erkennbarkeit des Motivgedankens steht im Vordergrund.

Große Farbflächen sind ein wichtiges Gestaltungsmittel, weil sie dem Auge längere zusammenhängende Bereiche anbieten. In einem handgeknüpften Teppich treffen solche Flächen auf die feine Ordnung der Knoten. Das Muster wird deshalb nicht wie eine glatt gedruckte Grafik wahrgenommen. Kleine Veränderungen in der handwerklichen Ausführung können die textile Oberfläche beleben und zeigen, dass Farbe und Zeichnung durch Knoten aufgebaut werden.

Die Figuren verleihen dem abstrakten Aufbau einen spielerischen Charakter. Sie können als vereinfachte Zeichen innerhalb der größeren Flächen erscheinen und dem Muster eine erzählerische Offenheit geben. Eine solche Bildsprache lässt Raum für unterschiedliche Lesarten, ohne dass dem Teppich eine bestimmte Geschichte zugeschrieben werden muss. Fest steht, dass das Design große Farbflächen mit spielerischen Figuren verbindet und dadurch zwischen geometrischer Klarheit und figürlicher Andeutung vermittelt.

Im Unterschied zu streng wiederholten Rapportmustern kann ein abstraktes Gabbeh-Design freier wirken. Die Gestaltung muss nicht überall dieselbe Dichte und dieselbe Abfolge aufweisen. Gerade die Kombination aus offenen Flächen und einzelnen Figuren entspricht der bekannten Gabbeh-Idee einer reduzierten, gut erfassbaren Komposition. Dabei bleibt die Wolle ein aktiver Bestandteil des Erscheinungsbildes: Ihre handgesponnene Beschaffenheit und der Hochflor unterstützen die taktile Lesbarkeit der Musterflächen.

Der Entwurf verbindet somit mehrere Ebenen. Die Herkunft aus Fars verweist auf eine iranische Nomadentradition, die Figuren greifen eine vereinfachte textile Bildsprache auf, und die großen Farbflächen sorgen für eine klare Gesamtordnung. Das Ergebnis ist kein dicht belegtes Medaillonmuster, sondern eine Komposition, die mit Fläche, Abstand und reduzierten Zeichen arbeitet. Diese Merkmale gehören zum beschriebenen Design und machen die Musteridee des Gabbeh verständlich.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten gehören die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, die Handknüpfung, der Hochflor, die Knotendichte von 50.000 – 150.000 Knoten/m² sowie die abstrakte Gestaltung mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren. Der Teppich wird als neu beschrieben. Seine Einordnung als Gabbeh aus der Tradition der Ghashghai-Nomaden in Fars verbindet Material, Technik und Herkunft zu einem klar bestimmbaren Profil.

Der Hochflor verändert die Wahrnehmung der Musterflächen, weil Farbe und Form auf einer deutlich textilen Oberfläche erscheinen. Zugleich bleibt die Gestaltung bewusst übersichtlich. Die Kombination aus handgesponnener Wolle und reduzierter Bildsprache entspricht dem Charakter, der mit Gabbeh-Teppichen verbunden wird: eine robuste handwerkliche Konstruktion, eine unmittelbar lesbare Komposition und ein enger Bezug zur iranischen Nomadentradition.

FAQ

Was ist ein Gabbeh?

Ein Gabbeh ist ein handgeknüpfter Teppichtyp aus dem iranischen Nomadenumfeld. Er wird häufig mit Fars und den Ghashghai-Nomaden verbunden. Kennzeichnend sind oft eine einfache, klar erfassbare Musterordnung, größere Farbflächen und eine ausgeprägte textile Oberfläche. Dieser Gabbeh besitzt ein abstraktes Design mit spielerischen Figuren und ist aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle gefertigt.

Wofür steht die Herkunft aus Fars?

Fars bezeichnet eine Region im Iran mit einer bedeutenden nomadischen und ländlichen Textiltradition. Die Ghashghai-Nomaden sind dort für ihre eigenständige Teppich- und Webkultur bekannt. Die Herkunft verweist auf überlieferte Kenntnisse im Umgang mit Wolle, im Spinnen und im Knüpfen. Sie beschreibt die regionale und kulturelle Einordnung des Teppichs, nicht nur den Namen eines Musters.

Was kennzeichnet das Muster dieses Teppichs?

Das Muster verbindet abstrakte Designs mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren. Die Farbflächen strukturieren die Komposition, während die vereinfachten Figuren einzelne Akzente setzen. Dadurch entsteht eine klare, reduzierte Bildsprache. Der Entwurf arbeitet nicht mit einer dicht ausgeführten Ornamentik, sondern mit Fläche, Abstand und leicht verständlichen Formen.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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