





Perserteppich Fars Gabbeh 141 x 103 cm Wolle handgeknüpft
1012$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 141 x 103 cm | Muster: Abstrakte Muster mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Neu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 4D06C534
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh Teppich ist handgeknüpft und besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Der Flor ist hoch und weich und erreicht bis zu 2 cm. Dadurch besitzt die Oberfläche eine deutlich fühlbare Struktur. Wolle gehört zu den traditionellen Materialien der iranischen Teppichherstellung. Besonders in nomadischen Gemeinschaften war sie eng mit dem täglichen Leben verbunden, weil Schafe und Ziegen zum Lebensumfeld gehörten und ihre Fasern für textile Arbeiten genutzt werden konnten. Handgesponnenes Garn bewahrt dabei einen unmittelbaren Bezug zum Rohmaterial. Es entsteht nicht ausschließlich durch eine industrielle Vereinheitlichung, sondern durch einen handwerklichen Arbeitsschritt, bei dem die Faser für das Knüpfen vorbereitet wird.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 50.000 – 180.000 Knoten/m². Bei der handgeknüpften Herstellung wird jeder Knoten einzeln in die textile Konstruktion eingebracht. Die Knüpferin oder der Knüpfer arbeitet Reihe für Reihe und baut so Flor, Muster und Fläche schrittweise auf. Dieses Verfahren unterscheidet einen handgeknüpften Teppich von einem maschinell gefertigten Bodenbelag, bei dem die Struktur mechanisch erzeugt wird. Bei handgeknüpften Teppichen können deshalb kleine Unterschiede in der Ausführung auftreten. Sie entstehen aus dem manuellen Aufbau der Knoten und der gezeichneten Formen.
Der hohe, weiche Flor ist ein typisches technisches und haptisches Merkmal vieler Gabbeh Teppiche. Im Vergleich zu fein geschorenen Teppichen bleibt die Oberfläche stärker aufgerichtet und wirkt dadurch voller. Die Florhöhe beeinflusst, wie Licht auf der Wolle erscheint und wie sich die Musterflächen voneinander abheben. Zugleich verbindet die Wolle ihre natürliche Faserstruktur mit der handwerklichen Knüpftechnik. Die Herstellung erfordert mehrere Arbeitsschritte: Das Material muss vorbereitet und versponnen werden, anschließend werden Knoten gesetzt und die Oberfläche bearbeitet. Der Teppich ist neu und wurde als handgeknüpftes Einzelstück hergestellt.
Die Verbindung von handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle, hoher Florhöhe und handgeknüpfter Konstruktion prägt den Charakter dieses Gabbeh Teppichs. Dabei steht das Material nicht nur im Hintergrund der Gestaltung. Seine Oberfläche ist Teil der Wirkung des Teppichs, weil der Flor die Farbflächen und Figuren plastisch erscheinen lässt. Die angegebene Knotendichte beschreibt die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter und gehört zu den technischen Angaben der Herstellung. Sie ersetzt nicht die Betrachtung von Garn, Flor und Muster, sondern ergänzt diese um eine konstruktive Information. Für dieses Stück sind genau die genannten Materialien, die Knotendichte und die Florhöhe dokumentiert.
Herkunft und Tradition
Der Teppich wurde von Ghashghai-Nomaden in Fars hergestellt und stammt damit aus dem Iran. Fars liegt im Süden des Landes und zählt zu den Regionen, die besonders eng mit nomadischer Teppichkultur verbunden sind. Die Ghashghai, auch Qashqai genannt, sind für ihre eigenständigen Web- und Knüpftraditionen bekannt. Ihre textile Arbeit entwickelte sich in Verbindung mit einer mobilen Lebensweise, mit Viehzucht und mit der Ausstattung von Zelten und Wohnräumen. Teppiche waren in diesem Zusammenhang nicht nur dekorative Objekte. Sie konnten als Gebrauchsgegenstände dienen und wurden in den Alltag der Familien und Gemeinschaften eingebunden.
Die Herstellung von Wolle lässt sich in diesem Umfeld als Teil eines zusammenhängenden Arbeitsprozesses verstehen. Tierische Fasern wurden gewonnen, vorbereitet, versponnen und zu textilen Flächen verarbeitet. Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Weben und Knüpfen wurden innerhalb der Familien weitergegeben. Dabei bildete sich keine überall identische Form heraus. Regionale Rohstoffe, lokale Gewohnheiten und die persönliche Handschrift der Herstellenden beeinflussten das Ergebnis. Die Fars-Tradition ist deshalb nicht nur durch eine bestimmte Zeichnung, sondern auch durch die Verbindung von Material, Funktion und Lebenswelt gekennzeichnet.
Gabbeh Teppiche aus Fars werden in der Teppichkunde häufig mit einer kräftigen, vergleichsweise groben und klar lesbaren Ausführung verbunden. Ihre Wirkung beruht oft auf größeren Flächen, vereinfachten geometrischen Formen und einer direkten Farbgestaltung. Das unterscheidet sie von vielen fein gezeichneten Stadtteppichen, deren Muster aus zahlreichen kleinen Ornamenten, Bordüren und verschachtelten Details bestehen. Beim Gabbeh kann die Struktur des Materials stärker sichtbar bleiben. Der hohe Flor, die Wolle und die reduzierte Zeichnung bilden gemeinsam eine eigenständige regionale Ausdrucksform.
Der Begriff Gabbeh bezeichnet einen Teppichtyp, der traditionell mit hochflorigem Flor und einer vereinfachten, häufig geometrischen Gestaltung verbunden wird. Einfachheit bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass die Herstellung anspruchslos wäre. Gerade bei einer offenen Komposition müssen Farbflächen, Figuren und Zwischenräume ausgewogen angeordnet werden. Eine kleine Anzahl von Motiven kann die gesamte Wirkung bestimmen. Die bewusste Reduktion lenkt den Blick auf Proportion, Farbe, Kontur und die Oberfläche des Flors.
In der Geschichte iranischer Teppiche entstanden unterschiedliche regionale Schulen und Werkgruppen. Nomadische, dörfliche und städtische Herstellungsweisen entwickelten jeweils eigene Lösungen für Material, Knüpfung und Muster. Fars ist besonders mit Teppichen der Ghashghai verbunden, deren Bildsprache häufig eine starke Vereinfachung und einen direkten Umgang mit geometrischen Zeichen zeigt. Diese Tradition steht nicht außerhalb der iranischen Teppichgeschichte, sondern bildet einen eigenständigen Teil davon. Der vorliegende Teppich verbindet die genannte Herkunft aus Fars und die Herstellung durch Ghashghai-Nomaden mit den Merkmalen des Gabbeh-Typs.
Nomadische Teppiche konnten außerdem eine persönliche und gemeinschaftliche Bildsprache tragen. Motive wurden nicht immer nach einem einheitlichen Entwurf reproduziert. Formen konnten aus dem Gedächtnis, aus Beobachtungen der Natur oder aus dem täglichen Umfeld entstehen. Dadurch finden sich in Gabbeh Teppichen häufig Zeichen, die zwischen geometrischer Abstraktion und figürlicher Andeutung stehen. Die Bedeutung eines einzelnen Motivs lässt sich nicht automatisch eindeutig festlegen. Entscheidend ist der Zusammenhang aus Herkunft, Material, Herstellung und einer Gestaltung, die mit wenigen starken Elementen arbeitet.
Design und Muster
Das Muster dieses Gabbeh Teppichs besteht aus abstrakten Formen mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren. Die Komposition ist damit nicht als kleinteiliges, durchgehend wiederholtes Ornament beschrieben. Große Flächen bilden den visuellen Rahmen, während die Figuren einzelne Akzente setzen. Durch dieses Verhältnis von offenen Bereichen und markanten Zeichen entsteht eine gegliederte Oberfläche. Die Farbflächen geben dem Muster Ruhe und Zusammenhalt, die spielerischen Figuren sorgen für eine bewegte, erzählerisch wirkende Ebene.
Die Bildsprache des Gabbeh bewegt sich häufig zwischen Geometrie und freier Darstellung. Eine Figur kann ein Tier, einen Menschen, eine Pflanze oder einen Gegenstand andeuten, ohne naturgetreu ausgearbeitet zu sein. Linien werden vereinfacht, Proportionen verändert und Formen auf ihre wesentlichen Umrisse reduziert. Diese Art der Darstellung ist nicht als fehlende Präzision zu verstehen. Sie entspricht vielmehr einer textilen Ausdrucksweise, in der ein Motiv durch wenige Knotenreihen und klare Konturen erkennbar gemacht wird. Die im Design dieses Teppichs genannten spielerischen Figuren stehen in diesem Zusammenhang.
Große Farbflächen sind ein wichtiges Gestaltungsmittel bei Gabbeh Teppichen. Sie können den Grund für einzelne Figuren bilden oder verschiedene Bereiche der Komposition voneinander trennen. Anders als bei einem vollständig gefüllten Ornamentteppich bleiben zwischen den Zeichen bewusst größere Zonen sichtbar. Dadurch wird der Blick nicht von vielen Details gleichzeitig beansprucht. Die Fläche selbst erhält eine gestalterische Funktion. Bei einem hochflorigen Teppich verändert außerdem die Faserstruktur den Eindruck der Farbe, weil die Oberfläche Licht und Schatten unterschiedlich aufnimmt.
Traditionelle Gabbeh Paletten werden häufig mit erdigen Nuancen und kräftigen Farbtönen verbunden. Die konkrete Farbgebung dieses Teppichs ist in den vorliegenden Angaben nicht einzeln aufgeführt; beschrieben sind jedoch ausdrücklich große Farbflächen und ein abstraktes Design. Allgemein können Farben in nomadischen Teppichen Bezug zu natürlichen Rohstoffen, regionalen Färbegewohnheiten und der Umgebung der Herstellenden haben. Eine einzelne Farbe muss dabei nicht zwingend nur eine festgelegte symbolische Bedeutung tragen. Ihre Wirkung entsteht auch durch die Nachbarschaft zu anderen Farben, durch die Größe der Fläche und durch die Position im Muster.
Abstrakte Gabbeh Muster lassen verschiedene Betrachtungen zu. Figuren können an die Natur oder an das Leben nomadischer Gemeinschaften erinnern, ohne dass sich aus ihnen eine einzige verbindliche Geschichte ableiten lässt. Ein Zeichen kann dekorativ, erzählerisch und symbolisch zugleich wirken. Diese Offenheit gehört zur Stärke einer reduzierten Bildsprache. Sie erlaubt es, die Formen als textile Zeichen wahrzunehmen, ohne ihnen eine nicht belegte Einzelbedeutung zuzuschreiben.
Die Gestaltung verbindet eine regionale Tradition mit einer klaren Flächenordnung. Ihre Wirkung entsteht nicht durch eine Vielzahl dekorativer Einzelheiten, sondern durch das Zusammenspiel von Farbe, Maßstab, Kontur und Flor. Die großen Flächen strukturieren das Gesamtbild, die abstrakten Muster halten die Komposition offen, und die spielerischen Figuren schaffen unterscheidbare Orientierungspunkte. So bleibt die Beziehung zum Gabbeh-Typ erkennbar, während das konkrete Muster dieses Einzelstücks seine eigene Anordnung besitzt.
Auch die handgeknüpfte Technik wirkt sich auf die Darstellung aus. Ein Muster wird nicht einfach auf eine fertige Oberfläche gedruckt, sondern während des Knüpfens aus einzelnen Knoten aufgebaut. Kleine Abweichungen in Linienführung, Abstand oder Figur können daher Teil des Entstehungsprozesses sein. Sie verändern nicht die genannte abstrakte Gestaltung, sondern zeigen, dass das Bild aus handwerklicher Arbeit hervorgeht. Bei diesem Teppich treffen so große Farbflächen, spielerische Figuren, handgesponnene Wolle und ein hoher Flor auf die regionale Gabbeh Tradition von Fars.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören der hohe, weiche Flor, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle und die handgeknüpfte Herstellung. Der Flor erreicht bis zu 2 cm. Das Design zeigt abstrakte Muster mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren. Hergestellt wurde der neue Teppich von Ghashghai-Nomaden in Fars. Er ist für den Innenbereich gedacht und wird im Ausgangstext als für Kinderzimmer geeignet beschrieben. Zur Pflege sollte er regelmäßig gesaugt werden. Frische Verschmutzungen können mit einem feuchten Tuch behandelt werden; bei hartnäckigen Flecken ist eine professionelle Teppichreinigung empfehlenswert. Der Außenbereich ist nicht vorgesehen, weil Regen, starke Sonneneinstrahlung und Witterung die Farben und die Struktur beeinträchtigen können.
FAQ
Welche Pflege benötigt ein Gabbeh Teppich?
Ein Gabbeh Teppich sollte regelmäßig gesaugt werden, damit Staub und Schmutz aus dem hohen Flor entfernt werden. Bei einer frischen Verschmutzung kann die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Starkes Reiben sollte vermieden werden, damit die Oberfläche nicht unnötig belastet wird. Hartnäckige Flecken können durch eine professionelle Teppichreinigung behandelt werden. Da dieser Teppich aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle besteht und einen hohen Flor besitzt, ist eine schonende Vorgehensweise sinnvoll. Reinigungsmittel sollten nicht ohne Prüfung eingesetzt werden. Bei schwierigen Flecken kann ein Fachbetrieb beurteilen, welche Behandlung für Wolle und Knüpfung geeignet ist.
Kann man einen Gabbeh Teppich in den Außenbereich legen?
Gabbeh Teppiche sind grundsätzlich für Innenräume gedacht. Dieser Teppich sollte daher nicht dauerhaft im Außenbereich verwendet werden. Regen kann in die Wolle und in die textile Konstruktion eindringen. Direkte Sonneneinstrahlung kann Farben verändern, während wechselnde Wetterbedingungen die Struktur und die Fasern belasten können. Für Terrasse, Balkon oder Garten sind spezielle Outdoor Teppiche besser geeignet. Im Innenraum bleibt der Teppich vor diesen Einflüssen geschützt. Dort können der hohe weiche Flor, die handgeknüpfte Oberfläche und die abstrakte Gestaltung bestimmungsgemäß genutzt und betrachtet werden.
Woher weiß ich, ob ein Teppich handgeknüpft ist?
Ein handgeknüpfter Teppich zeigt häufig kleinere Unregelmäßigkeiten in den Knoten oder in der Zeichnung des Musters. Bei maschinell gefertigten Teppichen sind Knoten und Muster normalerweise sehr gleichmäßig und regelmäßig wiederholt. Auch die Rückseite liefert einen wichtigen Hinweis. Bei einem handgeknüpften Teppich sind die einzelnen Knoten auf der Rückseite sichtbar; das Muster ist nicht lediglich aufgedruckt. Die Vorderseite und die Rückseite sollten gemeinsam betrachtet werden, um die Herstellungstechnik einzuschätzen. Dieser Gabbeh Teppich ist handgeknüpft. Seine Knoten, die handgesponnene Wolle und der Aufbau des hohen Flors gehören zu seiner beschriebenen handwerklichen Verarbeitung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













