Perserteppich Fars 187 x 123 cm Wolle handgeknüpft

905$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor glanzvolle Schurwolle | Größe: 187 x 123 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs | Zustand: Neu und hochwertig

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Inventarnummer: BF368D09

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh-Shuli-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus glanzvoller Schurwolle. Die Wolle prägt sowohl die Haptik als auch die sichtbare Wirkung des Teppichs. Ihr natürlicher Glanz kann die Farben lebendig erscheinen lassen, während die Faser zugleich für eine weiche Oberfläche steht. Schurwolle wird bei handgeknüpften Teppichen wegen ihrer belastbaren und zugleich angenehm griffigen Eigenschaften verwendet. Bei diesem Stück verbindet sich das Material mit einer Knotendichte von 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter.

Das Knüpfen von Hand macht jeden Gabbeh zu einem eigenständigen Stück. Die Knüpfenden setzen Knoten für Knoten in die vorbereitete Grundstruktur und entwickeln dabei die Fläche aus Farbe, Form und Flor. Eine solche Arbeitsweise lässt Raum für kleine Unterschiede in Linienführung, Farbverteilung und Motivgestaltung. Der Gabbeh-Shuli-Typ ist gerade für seine eigenständige, fantasievolle Gestaltung bekannt. Bei diesem Teppich wird diese Gestaltung mit einem Flor aus glanzvoller Schurwolle verbunden.

Die im Produkt genannten Farbtöne Rot, Beige, Grau und Braun bilden die farbliche Grundlage dieses Teppichs. Warme Rot- und Braunnuancen können dabei mit den ruhigeren Bereichen in Beige und Grau zusammenspielen. So entsteht kein rein einfarbiger Eindruck, sondern eine abwechslungsreiche Oberfläche. Die Schurwolle unterstützt diese Wirkung durch ihren natürlichen Charakter und ihren Glanz. Der Teppich ist neu und hochwertig.

Herkunft und Tradition

Gabbeh-Shuli-Teppiche stammen aus der Region Fars im Süden Persiens, in der Nähe der historischen Stadt Shiraz. Fars gehört zu den bekannten Teppichlandschaften Irans und ist eng mit der Web- und Knüpftradition nomadischer Stämme verbunden. In dieser Umgebung wurden Teppiche nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern auch als Ausdruck von Erfahrung, Beobachtung und persönlicher Gestaltung hergestellt. Die regionale Herkunft erklärt den Zusammenhang zwischen dem Gabbeh-Shuli-Typ und einer direkten, bildhaften Formensprache.

Nomadische Knüpftraditionen sind von einer beweglichen Lebensweise und einer engen Beziehung zur natürlichen Umgebung geprägt. Motive, Farben und die Art der Flächengestaltung entstehen dabei nicht ausschließlich nach starren Vorlagen. Die Knüpfenden verbinden überliefertes Wissen mit eigener Vorstellungskraft. Deshalb können Gabbeh-Teppiche innerhalb derselben regionalen Tradition deutlich unterschiedlich wirken. Der kreative Anteil der einzelnen Knüpferin oder des einzelnen Knüpfers bleibt in der Gestaltung sichtbar.

Gabbeh-Teppiche aus Fars werden häufig mit einer schlichten, klar lesbaren Formensprache in Verbindung gebracht. Der Gabbeh-Shuli steht innerhalb dieser Familie für ausdrucksstarke und originelle Muster. Während andere Gabbeh-Teppiche eher monochromatisch angelegt sein können, arbeitet der Shuli-Typ mit einer größeren Vielfalt an Farben und Formen. Diese Besonderheit verbindet die robuste regionale Tradition mit einer deutlich fantasievollen Oberfläche.

Die Nähe zu Shiraz verweist auf eine Region, in der unterschiedliche kulturelle Einflüsse und handwerkliche Erfahrungen zusammenkommen. Fars ist nicht nur für Gabbeh bekannt, sondern steht allgemein für eine lange persische Teppichgeschichte. Die Herstellung durch nomadische Stämme bewahrt dabei Techniken, die über viele Generationen weitergegeben wurden. Ein handgeknüpfter Gabbeh-Shuli ist somit Teil einer lebendigen regionalen Tradition, ohne dass seine Gestaltung auf ein einziges festes Muster beschränkt wäre.

Aus derselben Region werden auch Gabbeh-Fars-Teppiche genannt. Sie werden ebenfalls von nomadischen Stämmen geknüpft und zeichnen sich durch ausdrucksstarke Designs aus. Andere bekannte persische Teppicharten wie Kerman und Nain gehören ebenfalls zur reichen iranischen Teppichkultur, unterscheiden sich jedoch in ihrer Formensprache. Kerman wird oft mit floralen und geometrischen Entwürfen verbunden, während Nain für elegante und zarte Muster bekannt ist. Der Gabbeh-Shuli bleibt demgegenüber näher an einer freien, kräftigen und unmittelbar wirkenden Gestaltung.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Gabbeh-Shuli-Teppiche sind für lebhafte und originelle Designs bekannt. Ihre Motive können von der Natur und vom täglichen Leben der Knüpfenden angeregt sein. Dabei entsteht kein streng wiederholtes Erscheinungsbild, sondern eine Gestaltung, in der Formen und Farben als eigenständige Elemente auftreten. Die Kombination aus Rot, Beige, Grau und Braun schafft eine Palette, die sowohl warme als auch zurückhaltende Bereiche umfasst.

Die Wirkung eines Gabbeh-Shuli beruht auf dem Zusammenspiel von Fläche, Motiv und Farbe. Anders als bei einem vollständig monochromatischen Gabbeh kann der Blick zwischen mehreren Farbfeldern und unterschiedlichen Formen wechseln. Fantasievolle Designs geben der Oberfläche eine erzählerische Offenheit, ohne dass jedes Motiv eine festgelegte Bedeutung haben muss. Die Muster können an Naturbilder, Tiere, Landschaften oder Alltagseindrücke erinnern, doch entscheidend ist die freie Interpretation durch die Knüpfenden.

Rot gehört in der traditionellen persischen Teppichgestaltung zu den ausdrucksstarken Farbtönen. Beige und Grau können einen ruhigeren Ausgleich schaffen, während Braun die Verbindung zu natürlichen und erdigen Farbvorstellungen unterstützt. Die genannten Farben werden bei diesem Teppich nicht als abstrakte Theorie, sondern als Teil seiner beschriebenen Farbgestaltung geführt. Zusammen ermöglichen sie eine abwechslungsreiche Komposition, die den fantasievollen Charakter des Shuli-Typs unterstreicht.

Gabbeh-Muster sind häufig weniger von einer streng symmetrischen Ornamentordnung abhängig als viele fein gezeichnete Stadtteppiche. Ihre Wirkung kann aus vereinfachten Formen, großzügigen Flächen und bewusst variierter Anordnung entstehen. Beim Gabbeh-Shuli führt diese Freiheit zu einer besonders individuellen Erscheinung. Jedes handgeknüpfte Stück trägt die Handschrift der Person, die es gestaltet hat. Dadurch wird die Musteridee nicht mechanisch wiederholt, sondern erhält eine eigene Ausprägung.

Im Vergleich dazu werden Kerman-Teppiche oft mit floralen und geometrischen Designs verbunden. Nain-Teppiche stehen für elegante, zarte Muster und eine andere Art der zeichnerischen Feinheit. Diese Unterschiede machen die Vielfalt der persischen Teppichkunst sichtbar. Der Gabbeh-Shuli repräsentiert dabei eine regionale Gestaltung, die mit kräftiger Farbwirkung, originellen Einfällen und einer unmittelbar verständlichen Formensprache arbeitet.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten dieses Stücks gehören die Verbindung von handgeknüpfter Ausführung, glanzvoller Schurwolle und einem ausgefallenen, fantasievollen Muster. Die Farbwelt umfasst Rot, Beige, Grau und Braun. Der Teppich ist neu und hochwertig. Seine Gestaltung folgt dem Gabbeh-Shuli-Typ aus Fars und unterscheidet sich damit von schlichteren, eher monochromatischen Gabbeh-Entwürfen.

Gabbeh-Shuli-Teppiche werden nicht nur als funktionale Bodenbeläge betrachtet, sondern auch als dekorative Elemente. Ihre ausdrucksstarken Designs können einem Wohnraum Charakter und Wärme geben. Zugleich wird Gabbeh-Schurwolle als widerstandsfähig und pflegeleicht beschrieben. Regelmäßiges Reinigen und das Entfernen von Staub unterstützen einen schonenden Umgang mit dem Teppich. Bei stärkerem Reinigungsbedarf kann eine professionelle Teppichreinigung die Fasern und Farben berücksichtigen.

FAQ

Was zeichnet einen Gabbeh-Shuli-Perserteppich aus?

Ein Gabbeh-Shuli verbindet die regionale Tradition von Fars mit kreativen und originellen Mustern. Im Unterschied zu schlichteren Gabbeh-Teppichen kann seine Gestaltung mehrere Farben und fantasievolle Formen zeigen. Bei diesem Teppich kommt glanzvolle Schurwolle im Flor hinzu. Die handgeknüpfte Ausführung macht jedes Stück zu einem eigenständigen Unikat, dessen Gestaltung die Vorstellungskraft der knüpfenden Person erkennen lässt.

Wie wird ein Gabbeh-Shuli am besten gepflegt?

Für die Pflege empfiehlt sich, den Teppich regelmäßig zu reinigen und von Staub zu befreien. Dabei sollte die Behandlung die Schurwollfasern und die Farben schonen. Wenn eine gründlichere Reinigung erforderlich ist, kann eine professionelle Teppichreinigung beauftragt werden. Eine fachgerechte Behandlung hilft, die Oberfläche, den natürlichen Glanz der Wolle und die farbliche Wirkung des Musters zu erhalten.

Woher stammen Gabbeh-Shuli-Teppiche?

Gabbeh-Shuli-Teppiche stammen aus der Region Fars im Süden Persiens, nahe der historischen Stadt Shiraz. Sie sind mit den Knüpftraditionen nomadischer Stämme verbunden. Das Wissen über die Herstellung wurde über viele Generationen weitergegeben. Die regionale Herkunft und die freie, fantasievolle Gestaltung gehören zu den kennzeichnenden Merkmalen dieses Teppichtyps.

Zusätzliche Informationen
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