Perserteppich Fars 155 x 97 cm Wolle handgewebt

492$

Handgewebter Fars Perserteppich | Größe: 155 x 97 cm | Material: handgewebte Wolle | Muster: beidseitig identisch | Zustand: gut | Ursprung: Fars, nahe Shiraz

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Inventarnummer: 84927AFC

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist ein handgewebter Kelim aus Wolle. Bei einem Kelim entsteht die textile Fläche durch Weben und nicht durch das Einbringen von Flor mittels Knoten. Dadurch gehört er zu den flach gewebten Teppichen. Die vorliegende Ausführung wird als handgewebte Wolle beschrieben. Weitere Materialien sind für dieses Stück nicht angegeben.

Die Handwebtechnik verbindet Kette und Schuss zu einer geschlossenen Fläche. Anders als bei einem geknüpften Teppich steht dabei kein gesonderter Flor über dem Grundgewebe. Das macht die Webart als eigene traditionelle Teppichtechnik erkennbar. Die Verarbeitung dieses Stücks ist als handgefertigt und handgewebt ausgewiesen; eine bestimmte Knotendichte oder eine gesonderte Beschaffenheit von Kette und Schuss ist nicht angegeben.

Ein Kelim kann von beiden Seiten verwendet werden, wenn die Webstruktur und die Gestaltung dies zulassen. Bei diesem Stück ist das Muster beidseitig identisch. Diese Eigenschaft wird ausdrücklich als Besonderheit des Teppichs genannt. Sie beschreibt die Ansicht von Vorder- und Rückseite, ohne zusätzliche Aussagen über die verwendeten Farben, die genaue Webkante oder die technische Ausführung einzelner Partien zu machen.

Als Material ist Wolle genannt. Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer strapazierfähigen Faser und ihrer Eignung für gewebte Flächen verwendet. Über die genaue Wollart, die Herkunft der Faser, die Färbung oder die Behandlung des Materials enthält die Beschreibung keine Angaben. Ebenso ist keine Signatur und keine spezielle Webdichte ausgewiesen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Fars, nahe Shiraz. Fars liegt im Süden des Iran und zählt zu den wichtigen historischen Landschaften der persischen Textil- und Teppichkultur. Die Region umfasst unterschiedliche Landschaften und Siedlungsräume. Entsprechend vielfältig sind die dort entwickelten Formen des Webens, Knüpfens und der textilen Gestaltung. Die Bezeichnung Fars verweist bei diesem Stück auf den genannten Ursprung, während die Nähe zu Shiraz die regionale Einordnung weiter präzisiert.

Shiraz war über lange Zeit ein bedeutender Ort für Handel, Austausch und kulturelle Verbindungen im südlichen Iran. Über die Stadt gelangten Erzeugnisse aus verschiedenen Teilen von Fars in weitere Regionen. Neben geknüpften Teppichen gehören auch flach gewebte Textilien zur handwerklichen Tradition des Gebietes. Kelims konnten als Gebrauchsgegenstände, textile Abdeckungen oder bewegliche Einrichtungsstücke dienen. Ihre Webart eignete sich besonders für eine Herstellung, bei der eine feste, vergleichsweise flache Fläche ohne aufstehenden Flor entstand.

Fars ist nicht mit nur einem einzigen Teppichtyp gleichzusetzen. In der Region wirkten sesshafte Gemeinschaften ebenso wie nomadisch oder halbnomadisch lebende Gruppen. Ihre Arbeitsweisen unterschieden sich bei Webstuhl, Materialaufbereitung, Farbwahl, Musteraufbau und Abschlusskanten. Deshalb kann ein Teppich aus Fars unterschiedliche regionale Einflüsse zeigen. Bei dem vorliegenden Stück sind als Herkunft Fars und die Lage nahe Shiraz sowie als Technik die Handweberei angegeben. Eine genauere Zuordnung zu einer einzelnen Gruppe oder einem bestimmten Dorf ist nicht genannt.

Die persische Kelimtradition beruht auf dem direkten Aufbau der Fläche am Webstuhl. Kette und Schuss bilden gemeinsam das Gewebe; Muster werden durch die Anordnung und den Wechsel der Schussfäden erzeugt. Je nach regionaler Gewohnheit können dabei geometrische, stilisierte oder stärker flächige Wirkungen entstehen. Die Bezeichnung Kelim beschreibt in erster Linie die flach gewebte Technik und nicht automatisch ein bestimmtes Muster. Daher lässt sich aus dieser Bezeichnung allein keine weitergehende Motiv- oder Ortszuweisung ableiten.

Handgewebte Teppiche aus Fars stehen in einer Kultur, in der textile Arbeiten sowohl praktische als auch gestalterische Aufgaben erfüllen. Die Herstellung erforderte Erfahrung im Spannen der Kette, im Führen des Schusses und im gleichmäßigen Verdichten des Gewebes. Bei traditionellen Webarbeiten wurden Kenntnisse häufig innerhalb von Familien und lokalen Gemeinschaften weitergegeben. Solche allgemeinen Merkmale erklären den handwerklichen Hintergrund der Region, stellen aber keine zusätzlichen Behauptungen über die nicht beschriebenen Einzelheiten dieses Teppichs dar.

Die Nähe zu Shiraz ist als Teil der Herkunftsangabe besonders relevant, weil sie den Ursprung nicht nur allgemein dem Iran, sondern dem südlichen Kulturraum von Fars zuordnet. Fars wird in der Teppichkunde häufig als Sammelbegriff für verschiedene regionale Traditionen verwendet. Dazu zählen sowohl flach gewebte als auch geknüpfte Arbeiten. Die vorliegende Einordnung bleibt bei den genannten Fakten: Fars nahe Shiraz, handgewebter Kelim und Wolle.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Damit bleibt die Gestaltung beim Wenden des Teppichs gleich sichtbar. Diese Eigenschaft ist für die Nutzung eines flach gewebten Teppichs praktisch und zugleich ein Merkmal seiner textilen Konstruktion. Der Begriff „beidseitig identisch“ beschreibt die Übereinstimmung der beiden Ansichten; er nennt jedoch keine bestimmten Ornamente, Farben oder Bordüren.

Bei Kelims werden Muster nicht durch Florhöhen, sondern durch die farbliche und strukturelle Anordnung gewebter Schussfäden gebildet. Geometrische Formen, Streifen, Rauten, Hakenmotive und abstrahierte Pflanzenformen gehören allgemein zum Formenrepertoire vieler persischer Flachgewebe. Auch Fars besitzt eine vielfältige Gestaltungstradition, in der unterschiedliche Einflüsse nebeneinander vorkommen können. Für dieses Einzelstück ist jedoch nur die beidseitige Musteridentität dokumentiert. Ein konkretes Motiv wird nicht genannt und wird deshalb nicht zugeschrieben.

Die Gestaltung eines Kelims entsteht während des Webens. Die Weberin oder der Weber setzt farbige Partien in der vorgesehenen Reihenfolge in die Fläche ein. Bei bestimmten Techniken können kleine Öffnungen, klare Übergänge oder dicht gesetzte Schusslagen die Wirkung des Musters beeinflussen. Solche Unterschiede gehören zur allgemeinen Sprache gewebter Textilien. Über die genaue Technik innerhalb der Webfläche, die Farbpalette oder den Aufbau der Bordüre dieses Teppichs liegen keine weiteren Angaben vor.

Die regionale Gestaltung persischer Kelims ist häufig stärker flächig und rhythmisch als die fein ausgearbeitete Zeichnung mancher geknüpfter Teppiche. Das bedeutet nicht, dass jeder Fars-Kelim einem festen Schema folgt. Vielmehr kann die Gestaltung von lokalen Vorbildern, persönlicher Arbeitsweise und dem vorgesehenen Gebrauch geprägt sein. Fars steht daher für einen kulturellen und geografischen Rahmen, nicht für ein einziges verbindliches Dekor.

Ein identisches Muster auf Vorder- und Rückseite unterscheidet sich von einer Gestaltung, die nur auf einer sichtbaren Florseite angelegt ist. Beim Kelim liegt das Muster im Gewebe selbst. Dadurch kann die Rückseite die gleiche bildliche Ordnung zeigen, ohne dass ein separater Flor gespiegelt oder aufgerichtet werden muss. Bei diesem Teppich wird genau diese beidseitige Übereinstimmung als Mustereigenschaft festgehalten. Angaben zu dominierenden Farben, zentralem Feld, Medaillon, Rapport oder Bordüren fehlen.

Die sachliche Beschreibung des Designs lautet deshalb: handgewebter Kelim aus Fars mit beidseitig identischem Muster. Diese Formulierung bewahrt die gesicherten Informationen und vermeidet eine nicht belegte Motivbestimmung. Sie lässt zugleich offen, ob die Gestaltung eher geometrisch, floral stilisiert oder aus mehreren Formen zusammengesetzt ist. Eine solche Zurückhaltung ist bei einem Einzelstück wichtig, weil regionale Mustertraditionen eine große Bandbreite umfassen.

Besonderheiten

Eine zentrale Besonderheit ist die beidseitig identische Musterwirkung. Der Kelim kann dadurch gewendet werden, ohne dass sich die angegebene Gestaltung verändert. Hinzu kommen die Herkunft aus Fars nahe Shiraz und die handgewebte Ausführung aus Wolle. Diese Merkmale ordnen das Stück einer persischen Flachgewebetradition zu, ohne eine weitergehende Zuordnung zu einem bestimmten Ort innerhalb von Fars vorzunehmen.

Der Zustand ist als gut angegeben. Diese Zustandsangabe gehört zur Beschreibung des angebotenen Einzelstücks. Konkrete Hinweise zu Abrieb, Reparaturen, Kanten, Fransen, Verfärbungen oder früherer Nutzung enthält die Quelle nicht. Aus dem guten Zustand lassen sich daher keine zusätzlichen Details zu einzelnen Partien ableiten.

Der Teppich ist ein Unikat der handwerklichen Herstellung. Das bedeutet hier, dass genau dieses handgewebte Stück mit seiner Herkunft, seiner Wollausführung und seiner beidseitig identischen Gestaltung angeboten wird. Eine Signatur, ein Herstellungsjahr oder ein Alter sind nicht angegeben und werden deshalb nicht ergänzt.

FAQ

Was ist ein Kelim aus Fars?

Ein Kelim aus Fars ist ein flach gewebtes Textil aus der iranischen Region Fars. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich entsteht seine Fläche durch das Verweben von Kette und Schuss. Fars umfasst verschiedene textile Traditionen, weshalb ein Kelim aus dieser Region nicht automatisch einem einzigen Muster oder einer bestimmten lokalen Werkstatt zugeordnet werden kann. Dieses Stück stammt aus Fars nahe Shiraz, ist handgewebt und aus Wolle gefertigt. Sein Muster ist auf beiden Seiten identisch. Weitere Angaben zu einer bestimmten Dorfgemeinschaft, zu einem einzelnen Motiv oder zu den Farben liegen nicht vor.

Woran erkennt man die beidseitige Gestaltung?

Bei einem Kelim liegt die Gestaltung in der gewebten Fläche. Wird der Teppich gewendet und bleibt die angegebene Musterordnung gleich, spricht man von einer beidseitig identischen Gestaltung. Das unterscheidet sich von vielen Florwebungen, bei denen die sichtbare Vorderseite durch die Ausrichtung der Florfäden geprägt wird. Bei diesem Teppich ist die Übereinstimmung von Vorder- und Rückseite ausdrücklich als Mustermerkmal beschrieben. Sie ist nicht mit einer Aussage über eine bestimmte Ornamentform, Farbfolge oder Webkantentechnik verbunden.

Wie wird ein handgewebter Wollkelim gepflegt?

Ein handgewebter Wollkelim sollte regelmäßig schonend von losem Staub befreit und vor dauerhaft direkter Sonne geschützt werden. Flüssigkeiten sollten möglichst rasch aufgenommen werden, ohne stark zu reiben, damit die gewebte Fläche nicht unnötig belastet wird. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine fachgerechte Reinigung für handgewebte Wolltextilien sinnvoll. Die konkrete Pflege kann von Webart, Färbung und Nutzung abhängen. Für dieses Stück sind keine besonderen Pflegehinweise angegeben; die allgemeine Behandlung sollte daher vorsichtig und materialgerecht erfolgen.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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