









Perserteppich Ghashgai 293 x 198 cm Wolle handgewebt
944$
Handgewebter Ghashgai Perserteppich | Knotendichte: Flachgewebt | Material: Flor Wolle, Kette Baumwolle | Größe: ca. 293 x 198 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Neu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 297B55A1
Beschreibung
Ghashgai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghashgai Kelim ist handgewebt und besteht aus Wolle in Naturfarbe. Die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Damit verbindet der Teppich zwei Materialien, die bei einem Kelim unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Die Kette bildet die tragende Grundlage des Gewebes, während die Wolle die sichtbare Oberfläche und die farbige Gestaltung prägt. Die im Produkt angegebene Flachgewebestruktur unterscheidet den Teppich von einem geknüpften Perserteppich. Statt einer aufgeschnittenen Knotenschicht besitzt er eine flache textile Struktur, die durch das Verkreuzen und Verdichten von Schuss- und Kettfäden entsteht.
Wolle wird traditionell für Teppiche verwendet, weil sie widerstandsfähig ist und Wärme speichern kann. Als Naturfaser besitzt sie eine griffige Oberfläche und eignet sich für textile Bodenbeläge. Die handgewebte Herstellung lässt die Arbeit am Webstuhl unmittelbar in der Oberfläche erkennen. Kleine Unterschiede in der Fadenspannung, im Verlauf des Schusses und in der Anordnung der Muster gehören grundsätzlich zum Charakter handgefertigter Kelims. Der Teppich ist neu und für die Verwendung mit Fußbodenheizung geeignet.
Ein Kelim entsteht, indem die farbigen Schussfäden zwischen den Kettfäden geführt und verdichtet werden. Die Dichte des Gewebes und die Spannung der Fäden bestimmen, wie geschlossen und stabil die Fläche wirkt. Anders als bei einem Hochflorteppich bleibt die Oberfläche flach. Dadurch lässt sich der Teppich leicht unter Möbeln platzieren und eignet er sich auch für Bereiche, in denen eine geringe Aufbauhöhe erwünscht ist. Die flache Struktur ist zugleich ein wesentliches technisches Merkmal des Kelims und keine nachträgliche Behandlung der Oberfläche.
Beim Handweben werden die einzelnen Arbeitsgänge direkt am Webstuhl ausgeführt. Die Weberin oder der Weber muss die Kette gleichmäßig halten, den Schuss passend einlegen und die Fäden wiederholt verdichten. Bei farbigen Bereichen kann sich die Webweise je nach Muster verändern. So entstehen Textilien, bei denen Material, Konstruktion und Ornament eng miteinander verbunden sind. Die Baumwollkette stellt die Grundlage bereit, während die Wolle die sichtbare und fühlbare Seite des Flachgewebes bildet.
Herkunft und Tradition
Der Ghashgai Kelim wird als Perserteppich aus Persien bezeichnet. Die Ghashgai, auch Qashqai geschrieben, sind ein Nomadenvolk aus dem Iran. Ihre Webtradition ist eng mit der Fars-Region im Süden des Landes verbunden. Dort entwickelten sich über lange Zeit textile Arbeiten, die von der mobilen Lebensweise, den verfügbaren Materialien und der Erfahrung der Weberinnen und Weber geprägt wurden. Kelims gehören zu den ältesten Formen orientalischer Flachgewebe und wurden sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für die Ausstattung von Wohnräumen genutzt.
Für nomadische Gemeinschaften war Wolle ein naheliegendes Material. Sie konnte aus der eigenen Tierhaltung stammen, ließ sich zu Garn verspinnen und für verschiedene textile Gegenstände verwenden. Das Weben war in den Alltag eingebunden und erfüllte zugleich eine gestalterische Funktion. Bodenbeläge, Taschen, Zeltelemente und andere Haushaltsgegenstände wurden mit verwandten Techniken hergestellt. Aus dieser Verbindung von Nutzen und Gestaltung entwickelte sich eine eigenständige textile Sprache, in der geometrische Formen, Farbfelder und rhythmische Wiederholungen eine wichtige Rolle spielen.
Die Ghashgai-Tradition wird häufig mit klar gegliederten Kompositionen und einer unmittelbaren, handwerklichen Ausführung verbunden. Bei einem Kelim wird das Design am Webstuhl entwickelt, nicht auf eine fertige Fläche gedruckt oder nachträglich aufgetragen. Muster und Gewebe entstehen daher gemeinsam. Diese Arbeitsweise erklärt, warum die Tradition nicht nur als dekorative Stilrichtung, sondern auch als Teil einer regionalen Kulturgeschichte verstanden wird.
Die Fars-Region ist für vielfältige Teppich- und Textiltraditionen bekannt. Nomadische Formen der Herstellung und die Praktiken sesshafter Webzentren beeinflussten einander, während einzelne Gemeinschaften ihre eigenen Arbeitsweisen bewahrten. Wissen wird nicht nur durch Vorlagen, sondern vor allem praktisch weitergegeben: Kenntnisse über Webtechnik, Farbauswahl, Proportionen und den Aufbau von Motiven entstehen durch Übung und Erfahrung. Ein Ghashgai Kelim steht damit in einer Tradition, in der textile Gestaltung mit täglichem Leben und kultureller Identität verbunden ist.
Persische Kelims unterscheiden sich von geknüpften Perserteppichen vor allem durch ihre Herstellung. Beim Knüpfen werden einzelne Knoten um die Kettfäden gelegt und anschließend durch Schussfäden gesichert. Beim Kelim wird die Fläche dagegen direkt gewebt. Dadurch entsteht eine flache Textur statt eines geknüpften Flors. Die beiden Verfahren erfordern unterschiedliche Arbeitsschritte und führen zu unterschiedlichen Oberflächen. Flachweben ist keine geringere Form der Handwerkskunst, sondern eine eigenständige Technik mit langer Geschichte in der orientalischen Textilherstellung.
Orientalische Teppichkunst entwickelte sich über viele Jahrhunderte aus dem Zusammenspiel von Gebrauch, Handwerk und regionaler Gestaltung. Farben und Formen wurden innerhalb von Gemeinschaften überliefert und zugleich an neue Materialien oder Lebensbedingungen angepasst. Bei nomadischen Teppichen konnte die textile Arbeit transportabel und vielseitig nutzbar sein. Das erklärt, warum Kelims häufig eine klare Gliederung besitzen und warum ihre Muster auch ohne hohen Flor deutlich erkennbar bleiben.
Die Bezeichnung Ghashgai verweist auf die Tradition der Ghashgai und nicht lediglich auf eine beliebige orientalische Ornamentik. Die Angabe Persien beschreibt die Herkunftseinordnung dieses Teppichs. Region, Technik und Muster bilden dabei verschiedene Ebenen der Beschreibung: Die Region stellt den kulturellen Zusammenhang her, die Handwebtechnik benennt die Herstellung und die Musterangabe beschreibt die sichtbare gestalterische Richtung.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als orientalisch und der Stil als traditionell orientalisch beziehungsweise persisch beschrieben. Die Farbgebung ist in Naturfarbe gehalten. Naturtöne schaffen häufig ein ruhiges Farbfeld, weil sie nicht von einer stark kontrastierenden Palette abhängig sind. Sie können neben Holz, Leinen und anderen natürlichen Materialien stehen und lassen den handgewebten Charakter des Kelims sichtbar.
Orientalische Flachgewebe arbeiten vielfach mit geometrischen Grundformen. Rauten, gestufte Linien, Hakenformen, Bänder und wiederkehrende Felder können zu einer geordneten Komposition verbunden werden. Solche Formen lassen sich aus den horizontalen und vertikalen Bewegungen des Webens entwickeln. Das Muster wird nicht auf eine fertige Oberfläche gemalt, sondern durch die Anordnung der Schussfäden im Verhältnis zur Kette aufgebaut.
In der Ghashgai-Tradition können Motive mit einer gemeinsam überlieferten Bildsprache verbunden sein. Geometrische Zeichen können als Elemente der Ordnung, als Hinweise auf Herkunft oder als Teile eines innerhalb einer Gemeinschaft bekannten Formenschatzes erscheinen. Dennoch sollte nicht jedes einzelne Zeichen mit einer festen, allgemein gültigen Bedeutung versehen werden. Die Wirkung eines Kelims entsteht aus dem Verhältnis von Form, Wiederholung, Farbe und Webstruktur. Erst das Zusammenspiel dieser Elemente gibt dem Flachgewebe seine erkennbare Eigenart.
Bei einem handgewebten Stück kann die Spannung an einer Musterkante anders ausfallen als in der Mitte der Fläche. Auch Farbwechsel und Übergänge zwischen geometrischen Bereichen werden durch die Webtechnik geprägt. Das Ergebnis ist keine vollkommen gleichförmige Reproduktion. Die geometrische Ordnung bleibt lesbar, während die handwerkliche Ausführung dem Flachgewebe eine eigene textile Tiefe verleiht. In Naturfarbe tritt diese Konstruktion besonders sachlich hervor, weil neben dem Motiv auch die Richtung der Fäden und die flache Oberfläche wahrgenommen werden.
Orientalisches Design bezeichnet keine einzelne Epoche und keinen einheitlichen Zeichenvorrat. Es umfasst regionale Traditionen, die einander beeinflusst haben und dennoch lokale Merkmale bewahren. Der Ghashgai Kelim gehört in diesem Zusammenhang zu den persischen Flachgeweben. Der Name verweist auf die Ghashgai-Tradition, während die Musterbeschreibung die sichtbare Gestaltung einordnet. Herkunft und Motiv sind deshalb verbunden, aber nicht identisch: Die regionale Tradition erklärt den kulturellen Kontext, die Musterangabe benennt das Erscheinungsbild.
Die flache Struktur unterstützt die Wirkung einer geometrisch gegliederten Gestaltung. Ohne hohen Flor bleibt die Oberfläche geschlossen und die Anordnung der Farben liegt unmittelbar vor dem Auge. Bei einem Kelim kann die Ornamentik deshalb zugleich als Muster und als Ergebnis der Webkonstruktion gelesen werden. Die technische Struktur ist nicht vom Design getrennt, sondern trägt dazu bei, wie Linien, Felder und Farbübergänge erscheinen.
Die Naturfarbe ermöglicht eine Einordnung in unterschiedliche Wohnumgebungen. Ein Kelim kann als Bodenbelag, textile Akzentfläche oder Bestandteil einer traditionell orientierten Einrichtung verwendet werden. Die flache Webstruktur lässt das Design über die Fläche wirken, ohne dass ein hoher Flor zum dominierenden Merkmal wird. So bleibt der Zusammenhang zwischen Wolle, Webtechnik, Naturfarbe und orientalischer Musterbeschreibung nachvollziehbar.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieses Ghashgai Kelims ist seine flache, handgewebte Struktur. Sie unterscheidet ihn deutlich von einem geknüpften Teppich mit höherem Flor und lässt sich unkompliziert in verschiedene Innenräume integrieren. Der Teppich kann im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder im Essbereich als textile Fläche eingesetzt werden. Seine Naturfarbe lässt sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, während die orientalische Musterangabe den traditionellen Charakter festhält.
Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Die flache Konstruktion kann in diesem Zusammenhang praktisch sein, weil die Wärme nicht durch einen tiefen Flor geleitet werden muss. Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich Staubsaugen auf niedriger Stufe. Bei einzelnen stärkeren Verschmutzungen kann ein leicht feuchtes Tuch verwendet werden. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, damit Wolle, Baumwollkette und Farbwirkung geschont werden.
Der Teppich ist für den Innenbereich konzipiert. Eine dauerhafte Nutzung oder Lagerung im Freien ist nicht vorgesehen, da UV-Strahlung und Nässe die Materialien und Farben beeinträchtigen können. Die Kombination aus Wolle, Baumwollkette und Handwebtechnik macht die textile Beschaffenheit sichtbar und ordnet das Stück der traditionellen orientalischen Kelimkunst zu.
FAQ
Wie reinige ich den Ghashgai Kelim?
Für die regelmäßige Pflege genügt vorsichtiges Staubsaugen auf niedriger Stufe. Bei einem einzelnen Fleck kann ein leicht feuchtes Tuch verwendet werden. Starkes Reiben und aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, damit die Wolloberfläche, die Baumwollkette und die Farbwirkung geschont werden. Für eine umfangreichere Reinigung ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll, die auf handgewebte Kelims und Wolle eingestellt ist. Dabei sollte die flache Konstruktion berücksichtigt werden.
Kann der Teppich im Freien verwendet werden?
Der Ghashgai Kelim ist für Innenräume konzipiert. Er sollte nicht über längere Zeit draußen liegen oder im Freien gelagert werden. UV-Strahlung kann die Farben beeinträchtigen, während Feuchtigkeit die textile Struktur und die verwendeten Materialien belasten kann. Für Wohnzimmer, Schlafzimmer und Essbereiche ist die flache Webstruktur dagegen vorgesehen. Auch die Verwendung in einem Raum mit Fußbodenheizung ist möglich.
Woran lässt sich erkennen, ob ein Ghashgai Kelim echt ist?
Ein echter Ghashgai Kelim wird vollständig von Hand gewebt. Hinweise geben die handwerkliche Ausführung, die verwendeten Materialien und die flache, aus Kett- und Schussfäden aufgebaute Struktur. Bei der Prüfung sollten auch die Angaben des Händlers berücksichtigt werden. Zertifikate und Belege eines vertrauenswürdigen Händlers können zusätzliche Informationen zur Einordnung liefern. Die Bezeichnung Ghashgai verweist dabei auf die textile Tradition der Ghashgai aus dem Iran.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |

















