Perserteppich Fars 146 x 93 cm Wolle handgewebt

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Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 146 x 93 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Neu

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Inventarnummer: 45559D6A

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim ist handgewebt und besteht aus Wolle. Bei einem handgewebten Kelim entsteht die textile Fläche durch das manuelle Verkreuzen von Fäden auf einem Webstuhl. Anders als bei einem geknüpften Teppich werden keine einzelnen Knoten in eine Grundkonstruktion eingearbeitet. Die Webtechnik erzeugt eine flache Oberfläche, bei der Material, Struktur und Muster unmittelbar miteinander verbunden sind.

Wolle gehört zu den traditionellen Materialien der Kelimherstellung. Sie lässt sich verspinnen, färben und zu einer belastbaren Webfläche verarbeiten. Je nach Aufbau kann ein Wollgewebe zugleich griffig und flexibel sein. Für dieses Stück ist Wolle als Material angegeben; eine weitere Zusammensetzung wird nicht genannt. Die Bezeichnung handgewebt beschreibt die Herstellung und unterscheidet den Kelim von maschinell gefertigten Flachgeweben.

Ein Kelim besitzt keinen aufgeschnittenen Flor wie ein klassischer Knüpfteppich. Seine Wirkung entsteht aus der flachen Webstruktur und der Anordnung farbiger Flächen. Dadurch bleibt die textile Konstruktion in der Gestaltung erkennbar. Beim Weben werden die Schussfäden von Hand durch die Kettfäden geführt und verdichtet. So entsteht Schritt für Schritt eine zusammenhängende Fläche.

Die handwerkliche Webweise gehört zu den überlieferten Verfahren der orientalischen Teppichherstellung. Sie erlaubt sowohl regelmäßige geometrische Kompositionen als auch freier angelegte Flächen. Die technische Bezeichnung Kelim verweist deshalb nicht auf einen bestimmten Flor, sondern auf ein flach gewebtes Textil. Bei der Herstellung werden Muster und Gewebe gleichzeitig aufgebaut.

Herkunft und Tradition

Fars ist eine historische Provinz im Süden Irans und eine bedeutende Kulturlandschaft der persischen Welt. Die Region ist mit einer langen Geschichte nomadischer, ländlicher und städtischer Webtraditionen verbunden. In Fars entstanden unterschiedliche textile Arbeiten, darunter flach gewebte Kelims. Diese unterscheiden sich durch ihre Konstruktion und ihre visuelle Sprache von geknüpften Teppichen mit Flor.

Die Kelimtradition von Fars steht mit verschiedenen Gemeinschaften und Lebensformen in Verbindung. Nomadische Weber fertigten Textilien traditionell für den eigenen Gebrauch an. Dazu konnten Bodenauflagen, Taschen, Decken und andere Gebrauchsgewebe gehören. Flachgewebe ließen sich falten, transportieren und vielseitig einsetzen. Diese praktische Herkunft erklärt, warum der Kelim bis heute sowohl als Teppich als auch als textiler Wandbehang verwendet wird.

In der Teppichkunde bezeichnet Kelim vor allem ein flach gewebtes Textil. Das Muster entsteht während des Webens und nicht erst durch das Einsetzen einzelner Knoten. Je nach regionaler Tradition kommen unterschiedliche Webverfahren, Farbordnungen und Formen der Kontur zum Einsatz. Fars ist daher nicht als ein völlig einheitlicher Stil zu verstehen, sondern als eine Region mit mehreren miteinander verbundenen Ausprägungen des textilen Handwerks.

Die Herstellung beginnt mit dem Aufspannen der Kettfäden auf dem Webstuhl. Danach werden Schussfäden von Hand eingetragen und verdichtet. Farbwechsel, Übergänge und Begrenzungen werden direkt in die Webarbeit integriert. Bei geometrischen Mustern kann die Gestaltung aus geraden Linien, Winkeln, Stufen und wiederkehrenden Formen aufgebaut sein. Andere Entwürfe können freiere Flächen oder vereinfachte Zeichen verwenden.

Persische Flachgewebe wurden historisch nicht ausschließlich als dekorative Gegenstände hergestellt. Sie waren praktische Bestandteile des Haushalts und konnten je nach Format und Ausführung verschiedene Aufgaben erfüllen. Ihre heutige Verwendung als Bodenbelag oder Wandbehang knüpft an diese Vielseitigkeit an. Die Bezeichnung Fars verweist dabei auf die regionale Tradition, während Fars-Design die gestalterische Einordnung des Musters beschreibt.

Die persische Weberei umfasst sowohl Arbeiten aus Werkstätten als auch dörfliche und nomadische Formen der Herstellung. In Werkstätten konnten Muster anhand überlieferter Vorlagen weitergegeben werden. In anderen Zusammenhängen wurden Motive freier aus dem Gedächtnis oder aus der örtlichen Bildsprache entwickelt. Gemeinsam ist diesen Formen die Verbindung von Handarbeit, Gebrauchstextil und regionaler Gestaltung.

Flachgewebe sind in vielen orientalischen Webkulturen eng mit dem Alltag verbunden. Ihre Herstellung konnte in häusliche Arbeitsabläufe integriert werden und erforderte Kenntnisse über Kettspannung, Schussführung und Farbanordnung. Das Wissen wurde innerhalb von Gemeinschaften weitergegeben. Dadurch blieben bestimmte Formen, Ornamente und technische Lösungen über lange Zeit in den jeweiligen Regionen verankert.

Fars nimmt innerhalb der persischen Textilgeschichte eine besondere Stellung ein, weil dort unterschiedliche kulturelle Einflüsse zusammentreffen. Die Landschaft, die sozialen Lebensformen und die verschiedenen Wege der Textilherstellung prägten die regionale Vielfalt. Ein Kelim aus dem Fars-Zusammenhang ist deshalb Teil einer größeren Tradition, in der praktische Funktion und dekorative Gestaltung nicht voneinander getrennt werden.

Design und Muster

Das Stück wird als Fars-Design bezeichnet. Diese Bezeichnung ordnet den Kelim einer regionalen Gestaltungstradition zu. Sie benennt keine zusätzliche Material- oder Verarbeitungskategorie. Bei Fars-Kelims finden sich häufig klar gegliederte Flächen, geometrische Formen und wiederkehrende Ornamente. Solche Gestaltungsmittel lassen sich in der flachen Webtechnik gut umsetzen, weil das Muster direkt aus der Folge der Schussfäden entsteht.

Geometrische Motive können aus Rauten, Zacken, Treppenlinien, Haken und kantigen Konturen aufgebaut sein. Auch stilisierte Pflanzenformen oder symbolische Zeichen können innerhalb der persischen Flachweberei vereinfacht dargestellt werden. Die Vereinfachung ist dabei eine textile Übersetzung. Linien und Flächen müssen so angelegt werden, dass sie in der Webstruktur stabil bleiben und deutlich erkennbar sind.

Bei einem Kelim wirken Muster und Konstruktion unmittelbar zusammen. Ein geknüpfter Teppich entwickelt sein Bild aus einzelnen Knotenreihen und dem darüberliegenden Flor. Ein Kelim zeigt dagegen die Webfläche selbst. Farbige Bereiche grenzen direkt aneinander oder werden durch schmale Übergänge voneinander getrennt. Dadurch kann die Gestaltung von beiden Seiten wahrgenommen werden, wobei die Sichtbarkeit einzelner Details von der jeweiligen Webstruktur und Farbverteilung abhängt.

Für dieses Stück ist angegeben, dass das Muster beidseitig identisch ist. Vorder- und Rückseite zeigen somit dasselbe Muster. Diese Eigenschaft ist bei vielen flach gewebten Textilien mit der Konstruktion verbunden: Es gibt keinen aufgeschnittenen Flor, der eine gestaltete Oberseite deutlich von einer anders wirkenden Unterseite trennt. Die beidseitige Gestaltung bietet zugleich Flexibilität bei der Ausrichtung des Gewebes.

Fars-Designs können durch Wiederholungen und klar definierte Begrenzungen eine geordnete Flächenwirkung erzeugen. Wiederkehrende Motive geben dem Gewebe einen Rhythmus, während größere Felder die Komposition zusammenhalten. Je nach Entwurf können ein zentrales Feld, Randbereiche oder voneinander getrennte Musterzonen den Aufbau bestimmen. Welche Elemente bei einem einzelnen Kelim vorherrschen, gehört zur konkreten Gestaltung; die regionale Einordnung lautet hier Fars-Design.

Die persische Ornamentik verbindet häufig stilisierte Naturformen mit geometrischer Abstraktion. Blüten, Blätter und Ranken werden nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben, sondern in eine flächige Formensprache übertragen. Rauten, Medaillons, Sterne und Linienornamente haben ebenfalls einen festen Platz in vielen regionalen Webtraditionen. Bei Kelims sind diese Formen besonders eng mit der technischen Struktur des Gewebes verbunden.

Farbwirkung und Muster lassen sich bei einem Flachgewebe nicht vollständig voneinander trennen. Jeder Farbwechsel verändert auch die Gliederung der Fläche und den Rhythmus des Entwurfs. Die Schussfäden bestimmen nicht nur die textile Dichte, sondern tragen unmittelbar zur sichtbaren Komposition bei. Dadurch entsteht eine Gestaltung, die weniger von plastischer Florhöhe als von Linie, Fläche und Farbfolge geprägt ist.

Ein weiteres Kennzeichen vieler Kelimmuster ist die Übersetzung komplexer Vorbilder in klar lesbare textile Zeichen. Kleine Details können durch abgestufte Konturen, wiederholte Zacken oder einfache geometrische Einheiten angedeutet werden. Diese Arbeitsweise ist mit dem Webvorgang verbunden und ermöglicht, auch umfangreiche ornamentale Systeme in einer flachen Konstruktion darzustellen.

Fars-Design bezeichnet somit nicht nur ein einzelnes Motiv, sondern eine regionale Richtung innerhalb der persischen Kelimtradition. Die Bezeichnung stellt das Muster in einen historischen und handwerklichen Zusammenhang. Sie macht jedoch keine zusätzlichen Angaben zu nicht genannten Farben, Symbolen oder einzelnen Ornamenten dieses Exemplars. Entscheidend für die Beschreibung sind die regionale Designzuordnung, die flache Webtechnik und die identische Gestaltung beider Seiten.

Besonderheiten

Der Kelim ist neu. Sein Muster ist beidseitig identisch. Dadurch kann das Gewebe von beiden Seiten betrachtet und ausgerichtet werden, ohne dass die Gestaltung der Rückseite von der Vorderseite abweicht. Als Verwendung sind Teppich oder Wandbehang angegeben. Das Stück kann damit als flache textile Bodenauflage oder als dekoratives Gewebe an der Wand eingesetzt werden.

Die Kombination aus handgewebter Wolle, identischem Muster auf beiden Seiten und den beiden angegebenen Verwendungsmöglichkeiten fasst die besonderen Merkmale dieses Kelims zusammen. Weitere Angaben zu Signatur, Alter, Knotendichte oder einer zusätzlichen Materialzusammensetzung werden nicht gemacht und daher nicht ergänzt.

FAQ

Wie wird ein handgewebter Kelim hergestellt?

Bei einem handgewebten Kelim werden Fäden auf einem Webstuhl von Hand miteinander verbunden. Die Kettfäden bilden die Längsrichtung, während die Schussfäden quer eingetragen und verdichtet werden. Das Muster entsteht direkt während dieses Vorgangs. Anders als bei einem Knüpfteppich wird die Fläche nicht aus einzelnen Knotenreihen mit darüberliegendem Flor aufgebaut. Die flache Webweise macht die textile Struktur sichtbar und kann eine beidseitige Musterwirkung ermöglichen.

Wofür kann dieser Kelim verwendet werden?

Als Verwendung sind Teppich oder Wandbehang angegeben. Auf dem Boden dient der Kelim als flache textile Auflage. An der Wand kann er als gewebtes Textilobjekt eingesetzt werden. Weil das Muster beidseitig identisch ist, lässt sich das Stück nach der räumlichen Situation ausrichten, ohne zwischen einer gestalteten Vorderseite und einer anders wirkenden Rückseite unterscheiden zu müssen.

Was bedeutet Fars-Design?

Fars-Design bezeichnet die regionale gestalterische Einordnung dieses Kelims. Fars ist eine historische Provinz im Süden Irans mit einer eigenständigen Tradition flach gewebter Textilien. Die Bezeichnung verweist auf diese Musterwelt und nicht auf eine zusätzliche Technik. Zur regionalen Kelimtradition können geometrische Formen, wiederholte Ornamente und stilisierte Motive gehören, die direkt in die Webfläche eingearbeitet werden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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