Perserteppich Fars 112 x 80 cm Wolle handgeknüpft

621$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor aus hochwertiger Schurwolle | Größe: 112 x 80 cm | Muster: Freie, fantasievolle Designs | Zustand: Neu/Sehr gut

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Inventarnummer: B6FD120A

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh – Shuli ist handgeknüpft und besteht im Flor aus hochwertiger Schurwolle. Die Wolle gehört zu den prägenden Materialien der Gabbeh-Tradition und verleiht dem Teppich eine natürliche, textile Oberfläche. Im Mittelpunkt der Ausführung steht die Verbindung von handwerklicher Arbeit und einer bewusst freien Gestaltung. Jeder Knoten wird im traditionellen Verfahren von Hand gesetzt, sodass die Herstellung eng mit der individuellen Arbeitsweise der Knüpfer verbunden bleibt.

Die Schurwolle wird für Gabbeh-Teppiche traditionell wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer Eignung für robuste, alltagstaugliche Teppiche verwendet. Bei diesem Teppich wird die Wolle auf natürliche Weise gefärbt. Als typische Farbtöne werden Rot, Beige, Grau und Braun genannt. Diese Farbpalette wirkt warm und lässt sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, ohne die handwerkliche Herkunft des Teppichs zu überdecken.

Die Knotendichte liegt bei 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt die handwerkliche Ausarbeitung dieses Gabbeh – Shuli und gehört zu den ausdrücklich genannten Merkmalen des Teppichs. Die Ausführung verbindet damit eine traditionelle Knüpftechnik, Schurwolle und eine Gestaltung, die nicht auf ein streng wiederholtes Schema festgelegt ist.

Herkunft und Tradition

Der Gabbeh – Shuli stammt aus der Region Fars im Süden Persiens. Fars gehört zu den bedeutenden historischen Landschaften der persischen Teppichkultur und liegt im Umfeld von Shiraz. Die Region ist mit unterschiedlichen Formen nomadischer und ländlicher Knüpftradition verbunden. Teppiche aus diesem Umfeld entstehen nicht ausschließlich nach dem Vorbild höfischer oder städtischer Muster, sondern bewahren auch Ausdrucksformen, die aus dem Alltag der knüpfenden Gemeinschaften hervorgegangen sind.

Gabbeh-Teppiche werden häufig mit nomadischen Knüpfern in Verbindung gebracht. In dieser Tradition haben die Menschen, die einen Teppich herstellen, einen größeren gestalterischen Spielraum als bei streng vorgegebenen Manufakturmustern. Die Gestaltung kann aus der Erinnerung, aus der unmittelbaren Umgebung und aus einer persönlichen Vorstellung heraus entstehen. Dadurch erhält die handwerkliche Arbeit eine eigene, individuelle Sprache. Der Teppich bleibt ein Gebrauchsgegenstand, trägt aber zugleich die Handschrift der Person oder Gemeinschaft, die ihn geknüpft hat.

Die Nähe zu Shiraz verweist auf einen Kulturraum, in dem sich verschiedene persische Traditionen begegnen. Fars ist nicht nur für Gabbeh bekannt, sondern auch für weitere Teppichformen. Gabbeh – Fars-Teppiche gehören ebenfalls zu dieser regionalen Vielfalt und werden mit kreativen Mustern und lebendigen Farben verbunden. Qashqai-Teppiche entstehen in Iran bei der gleichnamigen ethnischen Gruppe. Ihre geometrischen Muster und kräftigen Farben greifen häufig Themen aus dem Nomadenleben auf. Diese Beispiele zeigen, dass die Teppichkultur von Fars mehrere unterschiedliche Ausdrucksformen umfasst.

Die persische Teppichwelt reicht zugleich über Fars hinaus. Nain, Tabriz und Mashhad stehen jeweils für eigene regionale Traditionen und Designsprachen. Nain-Teppiche werden oft mit feinen Details und eleganten Mustern verbunden. Tabriz ist für künstlerische Darstellungen und traditionelle Motive bekannt, während Mashhad mit hoher Knotendichte und kostbaren Materialien in Verbindung gebracht wird. Diese Namen bezeichnen eigenständige Herkünfte und dürfen nicht mit dem Ursprung dieses Gabbeh – Shuli verwechselt werden: Dieser Teppich ist Fars zugeordnet.

Die Tradition des Gabbeh lebt von der Verbindung aus regionaler Herkunft, handwerklicher Weitergabe und persönlichem Ausdruck. Die Knüpfer sind meist Nomaden, deren gestalterische Entscheidungen nicht von einem einheitlichen, überall identischen Entwurf bestimmt werden. Freie Formen und eine unmittelbare Bildsprache gehören deshalb zu den Merkmalen, durch die Gabbeh-Teppiche aus Fars von vielen stärker formalisierten persischen Teppicharten unterschieden werden.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh – Shuli wird als frei und fantasievoll beschrieben. Im Gegensatz zu modernen Teppichdesigns, die häufig auf klar kalkulierten Wiederholungen oder gleichmäßigen Flächen beruhen, zeigen Gabbeh – Shuli-Teppiche oft freie und asymmetrische Muster. Die Anordnung muss daher nicht streng gespiegelt oder vollständig regelmäßig sein. Gerade diese Offenheit gehört zur überlieferten Gestaltungsidee des Typs.

Die Motive entstehen aus einer nomadisch geprägten Vorstellung von Umgebung und Alltag. Ein Gabbeh kann dabei eine vereinfachte, persönliche Bildsprache entwickeln, ohne eine Szene naturalistisch wiederzugeben. Formen werden reduziert, verschoben oder frei miteinander verbunden. Die Fantasie der Knüpfer fließt in die Komposition ein. Das Ergebnis ist kein festgelegtes Einzelmotiv, sondern ein Gestaltungsspielraum, in dem jede Ausführung ihren eigenen Charakter erhält.

Die Farbwelt unterstützt diese Art der Gestaltung. Rot, Beige, Grau und Braun werden als häufig verwendete Farbtöne genannt. Ihre natürliche Färbung passt zur zurückhaltenden, unmittelbaren Wirkung der Gabbeh-Tradition. Je nach Zusammenspiel können die Töne ruhige Flächen bilden oder einzelne Musterbereiche hervorheben. Sie lassen sich sowohl in traditionell eingerichteten Räumen als auch in moderneren Wohnumgebungen einsetzen. Diese Aussage beschreibt die gestalterische Anpassungsfähigkeit der Farbtöne, nicht eine zusätzliche Herkunft oder eine abweichende Machart.

Bei einem Gabbeh – Shuli steht nicht die möglichst detailreiche Darstellung eines höfischen Ornaments im Vordergrund. Entscheidend sind der freie Entwurf, die asymmetrische Ordnung und die Verbindung von Farbe und handwerklicher Ausführung. Dadurch kann das Muster wie eine individuelle Komposition gelesen werden. Die Gestaltung spiegelt das Lebensgefühl und die Traditionen der Nomaden wider, mit denen diese Teppiche verbunden sind.

Auch innerhalb der Region Fars bestehen Unterschiede zwischen den einzelnen Teppicharten. Gabbeh – Fars kann ähnlich kreative Muster und lebendige Farben zeigen, während Qashqai häufiger für geometrische Motive und kräftige Farbkontraste bekannt ist. Der Gabbeh – Shuli wird hier durch seine freie, fantasievolle und oft asymmetrische Mustersprache charakterisiert. Die Bezeichnung Shuli kennzeichnet dabei den beschriebenen Gabbeh-Typ und macht ihn nicht zu einem Teppich aus Nain, Tabriz oder Mashhad.

Die individuelle Gestaltung ist ein wesentlicher Teil der Tradition. Jeder Gabbeh – Shuli wird als Unikat beschrieben und erzählt seine eigene Geschichte. Diese Aussage bezieht sich auf die Verbindung aus Handarbeit, regionalem Hintergrund und persönlicher Musterentwicklung. Sie bedeutet nicht, dass ein einzelnes Motiv einer feststehenden historischen Vorlage folgen muss. Vielmehr entsteht der Charakter aus der Art, wie Farben, Formen und freie Anordnung miteinander verbunden werden.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus hochwertiger Schurwolle und die freie, fantasievolle Gestaltung. Die natürliche Färbung der Wolle sowie die genannten Farbtöne Rot, Beige, Grau und Braun ordnen ihn der warmen Farbwelt der Gabbeh-Tradition zu. Die Knotendichte von 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter ist ebenfalls als Merkmal der Ausarbeitung angegeben.

Der Teppich wird als Neu/Sehr gut eingestuft. Zugleich wird jeder Gabbeh – Shuli als Unikat beschrieben. Seine Besonderheit liegt damit in der Verbindung von Zustand, handwerklicher Herstellung und einem Muster, das nicht auf eine streng symmetrische Wiederholung beschränkt ist. Die regionale Zuordnung zu Fars und die Verbindung mit der nomadischen Knüpftradition ergänzen diese charakteristischen Angaben.

FAQ

Wie pflege ich meinen Gabbeh – Shuli Teppich?

Für die Pflege empfiehlt es sich, den Teppich regelmäßig zu reinigen und von Staub zu befreien. Verwenden Sie einen Staubsauger mit sanfter Bürste, damit die Reinigung möglichst schonend erfolgt. Chemische Reinigungsmittel sollten vermieden werden. Wenn eine gründlichere Reinigung erforderlich ist, ist eine professionelle Teppichreinigung ratsam. Diese Pflegehinweise beziehen sich auf den Erhalt der Schönheit und Langlebigkeit des handgeknüpften Wollteppichs.

Welche Größen sind für Gabbeh – Shuli Teppiche erhältlich?

Gabbeh – Shuli Teppiche sind in verschiedenen Größen erhältlich. Das Spektrum reicht von kleinen Läufern bis zu großen Teppichen, die ganze Räume ausfüllen können. Die genaue Größe kann je nach individuellem Design und Knüpftradition variieren. Dieses Stück ist in einer bestimmten Größe ausgeführt; die allgemeine Vielfalt der verfügbaren Formate ist jedoch ein Merkmal der Gabbeh – Shuli-Tradition.

Wo kann ich einen authentischen Gabbeh – Shuli Teppich kaufen?

Authentische Gabbeh – Shuli Teppiche können in spezialisierten Teppichgeschäften, auf Kunstmessen oder direkt bei Herstellern in der Region Fars erworben werden. Beim Kauf sollte auf Zertifikate zur Authentizität geachtet werden, damit die Echtheit des angebotenen Teppichs nachvollziehbar bleibt. Die Herkunftsangabe Fars und die Bezeichnung Gabbeh – Shuli helfen dabei, den Teppich innerhalb der persischen Teppichtradition einzuordnen.

Zusätzliche Informationen
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