Orientteppich Fars 153 x 100 cm Wolle handgewebt

511$

Handgewebter Fars Orientteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 153 x 100 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Ursprung: Fars, nahe Shiraz

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Inventarnummer: 775CE0F5

Beschreibung

Fars Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim ist handgewebt und besteht aus Wolle. Beim Kelim entsteht die textile Fläche nicht durch das Einbringen eines geschnittenen Flors, sondern durch das Weben der Fäden. Dadurch gehört der Teppich zur Gruppe der flach gewebten Orientteppiche. Die Wolle bildet dabei das zentrale Material des Gewebes und verleiht der Oberfläche ihre textile, klar erkennbare Struktur.

Die Handarbeit macht die Webweise dieses Stücks unmittelbar nachvollziehbar. Beim Handweben werden die Schussfäden Reihe für Reihe in die Kettfäden eingearbeitet. Das Ergebnis ist eine zusammenhängende, flache Teppichfläche. Anders als bei einem geknüpften Teppich stehen keine einzelnen Florfäden über dem Grundgewebe. Die Webtechnik prägt deshalb sowohl das Erscheinungsbild als auch die Haptik des Kelims.

Ein Merkmal dieses Kelims ist, dass das Muster auf beiden Seiten identisch ist. Die beidseitige Lesbarkeit gehört zu den charakteristischen Eigenschaften eines flach gewebten Textils und macht die Gestaltung von jeder Seite aus erkennbar. Die Quelle beschreibt den Zustand des Teppichs als sehr gut. Die Materialangabe nennt Wolle als Flor; eine separate Angabe zur Kette liegt nicht vor.

Herkunft und Tradition

Der Ursprung dieses Kelims liegt in Fars, nahe Shiraz. Fars gehört zu den wichtigen Kulturlandschaften des Iran und ist mit unterschiedlichen Formen der Nomaden-, Dorf- und Stadtkultur verbunden. In dieser Region treffen weitläufige Landschaften, mobile Lebensweisen und sesshafte Handwerkstraditionen aufeinander. Kelims stehen in diesem Zusammenhang für eine Webkunst, die Gebrauchsgegenstand und textile Ausdrucksform zugleich sein kann.

Die Geschichte orientalischer Flachgewebe reicht weit zurück. Gewebte Teppiche konnten in verschiedenen Lebensbereichen eingesetzt werden: als Unterlage, Decke, Raumteiler, Sitzfläche oder transportables Stück der häuslichen Ausstattung. Ihre flache Konstruktion war dabei besonders praktisch, weil sie vergleichsweise leicht zu bewegen und vielseitig zu verwenden war. Je nach Region entwickelten sich eigene Webweisen, Farbordnungen und Zeichensysteme.

Fars ist nicht mit einer einzigen, überall gleichen Teppichform gleichzusetzen. Die Region umfasst verschiedene lokale Traditionen, deren Erzeugnisse sich nach Herkunft, Lebensweise und Zweck unterscheiden können. Bei den Kelims steht die Webtechnik im Mittelpunkt. Die Fläche wird aus Kett- und Schussfäden aufgebaut, während die Muster während des Webvorgangs entstehen. Die handwerkliche Erfahrung zeigt sich dabei in der gleichmäßigen Führung der Fäden, in der Ordnung der Rapportfolgen und in der sauberen Ausarbeitung der Oberfläche.

In den iranischen Webtraditionen wurden textile Muster häufig über lange Zeit weitergegeben. Geometrische Ordnungen, wiederkehrende Farbfelder und stilisierte Formen konnten regionale Wiedererkennung schaffen, ohne dass jedes Stück genau gleich ausgeführt wurde. Handgewebte Arbeiten bewahren deshalb eine Verbindung zwischen überliefertem Musterwissen und der individuellen Ausführung am Webstuhl. Der Ursprung nahe Shiraz ordnet diesen Kelim der kulturell vielfältigen Region Fars zu.

Ein Kelim aus Fars lässt sich außerdem im größeren Zusammenhang orientalischer Webkunst verstehen. Auch in Anatolien, im Kaukasus und in anderen Teilen des Iran entstanden eigenständige Flachgewebetraditionen. Diese Regionen sind nicht austauschbar; sie verfügen jeweils über ihre eigenen gestalterischen und technischen Entwicklungen. Für dieses Stück ist Fars nahe Shiraz als Ursprung angegeben. Die allgemeine Geschichte der Kelims erklärt den handwerklichen Kontext, ersetzt aber nicht diese konkrete Herkunftsangabe.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist beidseitig identisch. Diese Eigenschaft unterscheidet ihn in der Nutzung und Wahrnehmung von vielen Textilien, bei denen Vorder- und Rückseite verschieden gestaltet sind. Beim beidseitig lesbaren Kelim bleibt die Gestaltung auch beim Wenden erhalten. Das Muster ist dadurch nicht an eine einzige sichtbare Seite gebunden und gehört eng zur Konstruktion des Gewebes.

Kelimmuster entstehen nicht nachträglich auf einer bereits fertigen Oberfläche, sondern werden während des Webens aufgebaut. Farbflächen, Linien und Formen werden durch die Folge der Schussfäden in das Gewebe integriert. Bei geometrischen Formen müssen die Übergänge häufig stufenförmig oder in kleinen Abschnitten entwickelt werden. Diese technische Grundlage erklärt die klare, flächige Wirkung vieler Kelims und die deutliche Abgrenzung ihrer Musterbereiche.

Die Gestaltung orientalischer Kelims kann unterschiedliche Formensprachen aufnehmen. Dazu zählen geometrische Figuren, gestaffelte Rauten, Streifen, Hakenformen, Rosetten und stilisierte Pflanzenmotive. Auch abstrakte Zeichen können in überlieferten Mustersystemen eine Rolle spielen. Solche Motive sind jedoch nicht automatisch einer einzigen Bedeutung zuzuordnen. Ihre Deutung hängt von Region, Tradition, Farbzusammenhang und dem jeweiligen kulturellen Gebrauch ab.

Bei einem handgewebten Stück entsteht die Wirkung des Designs aus dem Zusammenspiel von Struktur und Zeichnung. Die flache Oberfläche lässt Linien und Felder unmittelbar erscheinen, während die Wollfäden dem Gewebe eine textile Tiefe geben. Weil die Musterung auf beiden Seiten identisch ist, bleibt die formale Ordnung beim Blick auf die Rückseite erhalten. Das ist ein konstruktives Merkmal und nicht lediglich eine dekorative Entscheidung.

Der Begriff Kelim bezeichnet in erster Linie eine Technik und eine Gruppe flach gewebter Teppiche, nicht ein einziges verbindliches Muster. Deshalb können Kelims aus verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich aussehen. Gemeinsame Grundlagen sind die gewebte Fläche und die aus dem Webprozess hervorgehende Gestaltung. Bei diesem Exemplar steht die beidseitig identische Musteransicht als konkrete gestalterische Eigenschaft fest; einzelne Motive oder Farbtöne sind nicht näher benannt.

Besonderheiten

Die wichtigste Besonderheit dieses Stücks ist die Kombination aus Handwebtechnik, Wollmaterial und beidseitig identischer Musterung. Der Kelim besitzt eine flache Webstruktur und kann daher von beiden Seiten mit demselben Muster betrachtet werden. Als Ursprung ist Fars nahe Shiraz angegeben. Der Zustand wird als sehr gut beschrieben.

Die flache Konstruktion eröffnet verschiedene Möglichkeiten der Verwendung im Wohnbereich. Ein Kelim kann auf dem Boden liegen, in einem Raum als textile Akzentfläche dienen oder als Wandbehang eingesetzt werden. Seine Wirkung entsteht dabei aus der sichtbaren Webstruktur und der klaren Musterfläche. Welche Nutzung im Einzelfall passend ist, hängt vom Raum, der Unterlage und der gewünschten Präsentation ab.

Für die Pflege eines handgewebten Wollkelims wird regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz empfohlen. Verschüttete Flüssigkeiten oder Flecken sollten mit einem feuchten Tuch abgetupft und nicht kräftig gerieben werden. Bei einer gründlichen Reinigung kann eine Fachkraft hinzugezogen werden, die das Gewebe materialgerecht behandelt. Diese Hinweise berücksichtigen die flache Webart und die Wollfasern.

FAQ

Wie pflege ich diesen handgewebten Kelim richtig?

Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz ist für die laufende Pflege geeignet. Bei Flecken sollte die betroffene Stelle möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Oberfläche unnötig beanspruchen und sollte vermieden werden. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich die Behandlung durch eine Fachkraft, damit die handgewebte Wollstruktur schonend behandelt wird.

Kann der Kelim in einer modernen Einrichtung verwendet werden?

Ja. Ein handgewebter Kelim lässt sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, darunter auch moderne und skandinavische Räume. Seine flache, klar erkennbare Webstruktur kann neben schlichten Möbeln als textile Fläche wirken. Die beidseitig identische Musterung ermöglicht zudem eine flexible Präsentation. Je nach Raum kann der Kelim auf dem Boden, als Wandbehang oder als dekoratives Textilelement eingesetzt werden.

Woher stammt dieser Kelim?

Dieser Kelim stammt aus Fars, nahe Shiraz, im Iran. Fars ist eine Region mit vielfältigen Teppich- und Webtraditionen. Die Herkunft beschreibt den regionalen Ursprung dieses Stücks; sie ist von allgemeinen Kelimtraditionen anderer Gebiete wie Anatolien oder dem Kaukasus zu unterscheiden. Für die Einordnung sind außerdem die konkreten Angaben zu Handwebtechnik, Wolle und beidseitig identischem Muster maßgeblich.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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