Orientteppich Fars 148 x 97 cm Wolle handgewebt

473$

Handgewebter Fars Orientteppich | Material: Wolle | Größe: 148 x 97 cm | Muster: Beidseitig identisch | Herkunft: Traditionelles Handwerk | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: BCB407CE

Beschreibung

Fars Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim ist aus handgewebter Wolle gefertigt. Die Herstellung am Webstuhl unterscheidet sich grundlegend von der Herstellung eines geknüpften Teppichs: Beim Kelim entsteht die textile Fläche durch das Eintragen und Verdichten der Schussfäden zwischen den Kettfäden. Dadurch bildet sich kein gesonderter Flor aus einzelnen Knoten. Die Wolle übernimmt dabei die sichtbare und fühlbare textile Funktion des Gewebes.

Handgewebte Kelims gehören zu den flach gewebten Teppichen. Ihre Oberfläche entsteht direkt aus der Verbindung von Kette und Schuss. Diese Technik verlangt eine gleichmäßige Führung der Fäden und eine sorgfältige Abstimmung der Webstruktur. Das Ergebnis ist ein flaches Gewebe, dessen Muster aus der Anordnung der farbigen und naturbelassenen Webfäden hervorgeht. Bei diesem Stück ist die Ausführung als traditionelles Handwerk bezeichnet.

Die vorliegende Ausführung ist beidseitig identisch. Das bedeutet, dass das Muster auf beiden Seiten gleich erscheint und der Kelim daher von beiden Seiten betrachtet werden kann. Als Material ist Wolle angegeben; weitere Materialangaben, etwa zu einer Kette aus einem anderen Faserstoff, liegen nicht vor. Der Zustand wird als sehr gut beschrieben.

Herkunft und Tradition

Der Kelim stammt aus der Region Fars. Fars liegt im Süden Irans und zählt zu den wichtigen historischen Landschaften der persischen Textil- und Webtradition. Die Region ist kulturell vielfältig und umfasst sowohl sesshafte Gemeinschaften als auch Gruppen mit einer nomadisch oder halbnomadisch geprägten Lebensweise. Diese unterschiedlichen Lebensformen haben verschiedene textile Ausdrucksformen hervorgebracht. Flachgewebe wie Kelims gehören dabei zu einer langen Tradition praktischer und dekorativer Webarbeiten.

In Fars wurden textile Arbeiten traditionell nicht nur als Bodenbelag angefertigt. Flachgewebe konnten auch als Abdeckung, Raumteiler, Tasche, Satteldecke oder Ausstattungsstück verwendet werden. Die Webtechnik war deshalb eng mit dem Alltag verbunden. Aus der Funktion entstand eine Gestaltungsweise, bei der Materialökonomie, Transportfähigkeit und eine klar erkennbare Musterordnung eine wichtige Rolle spielten. Ein Kelim ist entsprechend nicht allein über seine dekorative Wirkung zu verstehen, sondern auch über die textile Kultur, in der er hergestellt wurde.

Die Region Fars ist für eine große Bandbreite an Webtraditionen bekannt. Je nach lokaler Gemeinschaft, Webstuhl und überlieferter Gestaltung unterscheiden sich die Gewebe in ihrer Struktur, ihrem Rhythmus und ihrer Ornamentik. Bei nomadisch geprägten Arbeiten treten häufig kompakte, gut lesbare Formen und wiederkehrende Zeichen auf. In anderen lokalen Traditionen können die Flächen stärker gegliedert oder mit feineren Rapporten aufgebaut sein. Diese Unterschiede gehören zur regionalen Vielfalt und erlauben keine pauschale Aussage über jedes einzelne Gewebe aus Fars.

Die Bezeichnung Fars verweist bei diesem Stück auf die angegebene Region. Sie ist von der Musterbezeichnung zu unterscheiden: Ein Motiv kann nach einer Landschaft, einer Stadt oder einer bekannten Ornamentform benannt sein, ohne den Herstellungsort eines konkreten Teppichs zu bestimmen. Hier ist Fars als Region genannt, während die vorliegende Textilart als Kelim beziehungsweise handgewebter Orientteppich beschrieben wird. Die Herkunftsangabe und die technische Bezeichnung ergänzen sich, anstatt dass eine von ihnen die andere ersetzt.

Handwerkliche Webtraditionen werden in Fars über Generationen weitergegeben. Wissen über das Spannen der Kette, die Auswahl der Wolle, die Führung des Schusses und den Aufbau des Musters wird durch praktische Arbeit vermittelt. Anders als bei industriell wiederholten Flächen entsteht ein handgewebtes Stück im direkten Umgang mit dem Webstuhl. Die Bezeichnung traditionelles Handwerk beschreibt bei diesem Kelim genau diesen handwerklichen Zusammenhang, ohne eine bestimmte Werkstatt, ein Herstellungsjahr oder eine einzelne Weberin zu behaupten.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist beidseitig identisch. Diese Eigenschaft ist für die Nutzung und Wahrnehmung eines Flachgewebes wesentlich, weil die textile Fläche nicht durch einen einseitig ausgerichteten Flor bestimmt wird. Das Muster bleibt beim Wenden erhalten. Eine einzelne, konkrete Ornamentform oder eine bestimmte Farbfolge ist in den Angaben nicht benannt. Deshalb wird der Kelim nicht mit einem zusätzlichen Motivnamen versehen.

Fars-Kelims können in ihrer Gestaltung sehr unterschiedlich sein. Geometrische Felder, Rauten, Streifen, Hakenformen und stilisierte Pflanzenzeichen gehören allgemein zum Formenrepertoire vieler persischer Flachgewebe. Solche Zeichen werden häufig in Reihen, Spiegelungen oder wiederkehrenden Rapporten angeordnet. Die Geometrisierung ist dabei nicht bloß eine Vereinfachung, sondern steht in engem Zusammenhang mit der Webtechnik: Gerade Linien, abgestufte Konturen und wiederholbare Einheiten lassen sich in einem Kett-Schuss-Gewebe klar aufbauen.

Ein Kelimmuster kann aus einem zentralen Feld, mehreren Borten oder einer fortlaufenden Folge kleiner Motive bestehen. Die Borten rahmen eine Fläche ein und geben dem Gewebe eine Richtung, während ein Rapport das Ornament rhythmisch wiederholt. Bei anderen Arbeiten stehen einzelne Rauten oder gegliederte Felder im Mittelpunkt. Welche dieser Möglichkeiten hier vorliegt, ist nicht näher angegeben. Fest steht, dass das Muster auf beiden Seiten identisch erscheint.

Die Gestaltung von Fars-Geweben steht häufig in Verbindung mit der visuellen Sprache lokaler und nomadischer Textilien. Abstrakte Pflanzenformen, Tierzeichen und geometrische Symbole können dabei in eine reduzierte, flächige Bildsprache überführt werden. Ein Motiv muss in einem Flachgewebe nicht naturalistisch dargestellt werden, um als wiedererkennbares Zeichen zu funktionieren. Linien, Winkel, Wiederholungen und Kontraste tragen die Lesbarkeit des Entwurfs. Diese allgemeine Gestaltungstradition erklärt, weshalb Kelims oft eine klare Ornamentstruktur besitzen, ohne dem einzelnen Stück ein nicht genanntes Motiv zuzuschreiben.

Auch die beidseitige Identität prägt die Wirkung des Designs. Bei einem beidseitig gleich erscheinenden Muster liegt die Aufmerksamkeit auf der Fläche als Ganzem und nicht auf einer Richtung des Flors. Das Gewebe kann gewendet werden, ohne dass ein anderes Musterbild entsteht. Dadurch bleibt die ornamentale Ordnung unabhängig von der Seite sichtbar. Die Angabe beschreibt eine konkrete Eigenschaft dieses Kelims; sie ist zugleich ein Hinweis auf die besondere Wahrnehmung flach gewebter Textilien.

Die Mustertradition eines Kelims ist nicht mit einer festgelegten Farbpalette gleichzusetzen. Fars-Webereien können unterschiedliche Farbstimmungen und Kontraste zeigen, abhängig von lokaler Überlieferung, verwendeten Garnen und dem jeweiligen Entwurf. Für diesen Kelim sind keine einzelnen Farben genannt. Eine sachliche Beschreibung bleibt daher bei der festgehaltenen Musterwirkung: Das Muster ist auf beiden Seiten identisch und wird nicht durch eine zusätzliche Stil- oder Motivbezeichnung ergänzt.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks zählen die handgewebte Ausführung, das Wollmaterial und das beidseitig identische Muster. Diese Kombination macht die Konstruktion als Kelim unmittelbar verständlich: Die textile Fläche wird gewebt, nicht geknüpft, und das Muster bleibt beim Wenden erhalten. Als Herkunft ist die Region Fars angegeben. Der Zustand des Kelims wird als sehr gut bezeichnet, und seine Herstellung ist dem traditionellen Handwerk zugeordnet.

Die beidseitige Verwendbarkeit ist eine konkrete funktionale Eigenschaft dieses Gewebes. Sie erlaubt es, beide Seiten zu betrachten, ohne dass sich das Muster verändert. Angaben zu Alter, Signatur, Knotendichte, genauer Werkstatt oder besonderen Restaurierungen liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt. Ebenso sind keine zusätzlichen Materialbestandteile neben der handgewebten Wolle angegeben.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebtes Textilstück. Im Unterschied zu einem handgeknüpften Teppich besitzt er keinen Flor aus einzelnen Knoten. Die textile Fläche entsteht am Webstuhl durch das Zusammenspiel von Kett- und Schussfäden. Muster werden direkt in das Gewebe eingearbeitet und nicht nachträglich auf eine fertige Fläche aufgebracht. Kelims können aus unterschiedlichen Regionen stammen und verschiedene Ornamentsprachen zeigen. Bei diesem Stück ist die Region Fars genannt; außerdem besteht es aus handgewebter Wolle und zeigt ein auf beiden Seiten identisches Muster.

Was bedeutet ein beidseitig identisches Muster?

Ein beidseitig identisches Muster bedeutet, dass das Design auf beiden Seiten gleich erscheint. Der Kelim kann dadurch gewendet werden, ohne dass sich die sichtbare Musterordnung verändert. Diese Eigenschaft passt zur flach gewebten Konstruktion, bei der kein einseitig ausgerichteter Flor die Vorderseite festlegt. Sie beschreibt nicht automatisch eine bestimmte Ornamentform oder Farbgebung. Bei diesem Kelim ist lediglich festgehalten, dass das Muster auf beiden Seiten identisch ist.

Woher stammt dieser Kelim?

Dieser Kelim stammt aus der Region Fars. Fars ist eine historische Region im Süden Irans mit einer vielfältigen Web- und Textiltradition. Dort haben sich unterschiedliche Formen des Flachwebens entwickelt, die von lokalen Gemeinschaften und überlieferten Handwerkstechniken geprägt sind. Die Herkunftsangabe Fars bezeichnet bei diesem Stück die genannte Region. Eine genauere Stadt, ein einzelner Stamm, eine Werkstatt oder ein Herstellungsjahr sind nicht angegeben.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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