


















Perserteppich Täbriz ca. 312 x 218 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2840$1101$Aktueller Preis ist: 1101$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 130.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 312 x 218 cm | Muster: Täbriz Muster ca. 1970, seltene Farbkombination | Zustand: Sehr guter Zustand mit minimal Patina, gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000292
Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Täbriz Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Schurwolle, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die Verbindung dieser beiden Materialien gehört zur beschriebenen Ausführung dieses Teppichs: Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche, die Baumwolle die Kette im Grundgewebe. Die Knotendichte beträgt ca. 130.000 Knoten pro Quadratmeter. Damit ist die handgeknüpfte Struktur als Teil der Produktbeschreibung klar benannt.
Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster Knoten für Knoten. Die Weber setzen die farbigen Wollabschnitte entsprechend dem Entwurf in das Grundgewebe ein und verdichten die Reihe anschließend. So entsteht ein Flor, dessen Zeichnung unmittelbar aus der Knüpfarbeit hervorgeht. Für dieses Stück sind als Material ausschließlich der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle angegeben.
Die Ausführung wird durch die hohe, mit ca. 130.000 Knoten pro Quadratmeter angegebene Knotendichte charakterisiert. Täbriz ist für handgeknüpfte Arbeiten mit einer großen technischen Bandbreite bekannt. Bei diesem Teppich verbindet sich diese regionale Knüpftradition mit einer Schurwolloberfläche und einer Baumwollkette.
Herkunft und Tradition
Täbriz, auch Täbris geschrieben, liegt im Nordwesten Persiens an den Hängen des Sahand-Gebirges und nahe dem Rand des Kaukasusgebirges. Die Stadt gehört zu den historischen Zentren persischer Teppichkunst. Ihre Lage machte sie über lange Zeit zu einem wichtigen Ort für Handel, kulturellen Austausch und die Weitergabe von handwerklichem Wissen.
Die Geschichte der Teppiche aus Täbriz reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Um 1501 begann in der Region eine bedeutende Entwicklung der Teppichherstellung. Täbriz war Hauptstadt der Safawiden-Dynastie und später Residenz des Kronprinzen der Qajar-Dynastie. Diese politische und kulturelle Bedeutung prägte auch die Stellung der Stadt als Zentrum anspruchsvoller Weberkunst.
Historisch wurde Täbriz als Stadt der Meisterweber bezeichnet. In der Stadt und in zahlreichen umliegenden Dörfern wurden Teppiche über viele Generationen hinweg geknüpft. Dabei entwickelten sich unterschiedliche Entwürfe, Qualitätsstufen und technische Ausführungen. Die regionale Webqualität kann daher variieren; Täbriz steht nicht für ein einziges, eng begrenztes Muster, sondern für eine vielseitige persische Knüpftradition.
Bis ungefähr zum 19. Jahrhundert waren klassische Teppiche aus Täbriz vor allem in der Stadt und den angrenzenden Gebieten bekannt. Im 19. Jahrhundert wurden sie in westlichen Ländern bekannter. Einen wichtigen Anteil daran hatten die persischen Meisterweber Scheich Safi, Kurban Dai und Haji Jalili. Durch den Export der Händler gelangten Täbriz-Teppiche anschließend in größerem Umfang auf westliche Märkte.
Die Werkstätten der Stadt unterschieden sich von den Arbeiten nomadisierender Weber. Täbriz-Teppiche wurden in städtischen Webzentren gefertigt, in denen qualifizierte Weber in hellen, sauberen und geräumigen Arbeitsräumen arbeiteten. Diese Bedingungen unterstützten eine präzise Umsetzung komplexer Entwürfe. Die Tradition der Stadt verbindet deshalb handwerkliche Organisation, ausgeprägtes Zeichnen und sorgfältige Knüpfarbeit.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Täbriz Muster bezeichnet und wird auf ca. 1970 datiert. Zusätzlich wird eine seltene Farbkombination genannt. Diese Angaben beschreiben die Gestaltung und zeitliche Einordnung des vorliegenden Stücks. Täbriz-Muster sind nicht auf eine einzige Komposition festgelegt. Zur regionalen Tradition gehören unter anderem Figuren, Medaillons und Herati- beziehungsweise Mahi-Motive.
Die Musterwelt von Täbriz reicht von streng geordneten zentralen Aufteilungen bis zu bildhaften und erzählerischen Darstellungen. Medaillons können ein Feld klar gliedern, während florale Ranken, Blüten und kleinere Füllmotive die Flächen miteinander verbinden. Herati- oder Mahi-Muster arbeiten häufig mit einer rhythmischen Wiederholung von Blattformen und Blüten. Diese Vielfalt erklärt, weshalb Täbriz zu den Perserteppicharten mit besonders breitem Formenschatz zählt.
Auch figürliche Darstellungen und dreidimensional wirkende Entwürfe gehören zum überlieferten Spektrum. Bei solchen Arbeiten ist die Zeichnung häufig kleinteilig aufgebaut. Die Weber übertragen Linien, Konturen und Farbübergänge aus dem Entwurf in eine Folge einzelner Knoten. Das Ergebnis kann deshalb sowohl ornamental als auch erzählerisch gelesen werden, ohne dass jedes Täbriz-Stück dieselben Bildmotive tragen muss.
Ein weiterer Einfluss kommt aus der persischen Literatur. Dichter wie Rumi, Omar Khayyam, Ferdosi, Hafez, Fizuli und Saadi prägten die Motivwelt mancher Täbriz-Teppiche. Verse wurden teilweise in Bordüren eingearbeitet, einzelne Figuren aus Gedichten in Bildkompositionen aufgenommen oder literarische Szenen als Vorlage verwendet. Zu den bekannten Figuren zählen Iskander und Layla, Shirin, Majnun und Khosrau. Diese literarische Ebene zeigt, wie eng Teppichmuster, Schriftkunst und persische Kulturgeschichte verbunden sein können.
Bei diesem Teppich bleibt die konkrete Gestaltung durch die Bezeichnung Täbriz Muster und die seltene Farbkombination beschrieben. Weitere einzelne Motive werden nicht festgelegt. Die regionale Mustertradition bietet jedoch den historischen Rahmen, in dem die Gestaltung zu verstehen ist: eine Verbindung aus klarer Komposition, differenzierter Ornamentik und einer großen Auswahl an farblichen und bildhaften Lösungen.
Besonderheiten
Als Besonderheiten dieses Einzelstücks sind das Täbriz Muster aus der Zeit um ca. 1970, die seltene Farbkombination und die Einstufung als semiantiker Perserteppich genannt. Der Teppich ist ein Unikat. Sein Zustand wird als sehr gut mit minimaler Patina beschrieben. Außerdem wurde er gewaschen; die Fotos zeigen den konkreten Zustand des Stücks.
Die minimale Patina gehört zur beschriebenen Erscheinung dieses Teppichs und steht neben der Angabe des sehr guten Zustands. Zusammen mit der gewaschenen Ausführung und der seltenen Farbkombination ergibt sich eine präzise Charakterisierung dieses einzelnen Täbriz. Weitere Aussagen zu Restaurierungen, zur Herkunft innerhalb der Stadt oder zu einer Signatur sind nicht Bestandteil der Beschreibung.
FAQ
Was bedeutet Täbriz bei diesem Perserteppich?
Täbriz bezeichnet hier die persische Herkunft und die regionale Knüpftradition. Die Stadt Täbriz liegt im Nordwesten Persiens und ist seit Jahrhunderten für handgeknüpfte Teppiche mit vielfältigen, häufig komplexen Entwürfen bekannt. Die Bezeichnung verweist auf dieses Zentrum der Teppichkunst und nicht auf ein einziges festgelegtes Muster.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht zu 100% aus Schurwolle. Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft und weist eine Knotendichte von ca. 130.000 Knoten pro Quadratmeter auf. Diese Angaben beschreiben Material und technische Ausführung des vorliegenden Stücks.
Wie wird der Zustand des Teppichs beschrieben?
Der Zustand ist als sehr gut mit minimaler Patina angegeben. Der Teppich wurde gewaschen. Für die Beurteilung des konkreten Erscheinungsbildes sind die Fotos maßgeblich. Als weitere Besonderheiten werden das Täbriz Muster um ca. 1970, die seltene Farbkombination und die Ausführung als Unikat genannt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |










