Perserteppich Täbriz ca. 300×205 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 3579$Aktueller Preis ist: 923$

Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: 250.000 Knoten pro Quadratmeter (30 Radj) | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 300×205 cm | Muster: Fischmuster Mahi | Zustand: neuwertig, frisch gewaschen, Mottenschutz behandelt

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Inventarnummer: 100120000231

Beschreibung

Täbriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Täbriz ist handgeknüpft. Bei dieser Technik wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingebracht. Das unterscheidet ihn grundsätzlich von maschinell hergestellten Teppichen und erklärt die individuelle Ausführung eines handgeknüpften Einzelstücks. Die im Teppich vorhandene Knotendichte steht für eine detaillierte Verarbeitung und ermöglicht die Ausarbeitung eines feinen Musters.

Der Flor besteht aus 100% Schurwolle. Wolle wird in der persischen Teppichherstellung seit Langem verwendet, weil sie sich für einen belastbaren, angenehm wirkenden Flor eignet und Farben gut aufnehmen kann. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Damit sind die beiden im Teppich genannten Materialien klar voneinander unterschieden: Schurwolle bildet den Flor, Baumwolle die tragende Kette, auf der die Knoten aufgebaut werden.

Die Herstellung von Hand verlangt wiederholte, sorgfältige Arbeitsschritte. Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, anschließend wird das Gewebe verdichtet und die Oberfläche ausgearbeitet. Dadurch entsteht die charakteristische Struktur eines handgeknüpften Teppichs. Das Fischmuster Mahi profitiert von dieser Arbeitsweise, weil Linien, Ornamente und Farbflächen in einer geknüpften Struktur präzise gegliedert werden können.

Der Teppich wurde frisch gewaschen und mit Mottenschutz behandelt. Sein Zustand ist als neuwertig angegeben. Die Materialangaben, die handgeknüpfte Herstellung und die ausgeführte Nachbehandlung beschreiben die wesentlichen Merkmale dieses Stücks, ohne die Eigenschaften eines maschinell produzierten Teppichs vorauszusetzen.

Herkunft und Tradition

Täbriz liegt im Nordwesten des Iran und zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichproduktion. Die Stadt war über Jahrhunderte ein wichtiger Ort des Handels und des kulturellen Austauschs. Diese Stellung prägte auch das Teppichhandwerk: Muster, Materialien und Herstellungstechniken konnten sich verbreiten, weiterentwickeln und in unterschiedlichen Ausprägungen erhalten bleiben.

Die Teppichtradition von Täbriz reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit gewann die Stadt als Handelszentrum des Persischen Reiches an Bedeutung. Mit dem wachsenden Austausch kamen verschiedene gestalterische Einflüsse zusammen. Täbrizer Teppiche werden deshalb mit einer großen Bandbreite an Entwürfen verbunden, die von klar gegliederten Flächen bis zu sehr fein ausgearbeiteten Ornamenten reichen können.

Für die regionale Tradition ist die Verbindung von Entwurf und technischer Präzision wesentlich. Ein Teppich wird nicht nur als Farbfläche verstanden, sondern als vollständig aufgebautes Mustergefüge. Kette, Flor, Knotung und Abschluss müssen miteinander harmonieren, damit die Zeichnung lesbar bleibt. Die handgeknüpfte Fertigung macht diesen Aufbau Schritt für Schritt sichtbar und bewahrt die direkte Beziehung zwischen Entwurf und handwerklicher Ausführung.

Täbriz entwickelte sich durch seine Handelsverbindungen zu einem Ort, an dem unterschiedliche Stilrichtungen nebeneinander bestanden. Diese Offenheit erklärt, weshalb der Name Täbriz mit feinen Designs und einer ausgearbeiteten Knotentechnik verbunden ist. Das Mahi-Motiv gehört zu den bekannten Musterthemen der persischen Teppichkunst und kann in regionalen Entwürfen auf verschiedene Weise gegliedert werden. Der vorliegende Teppich verbindet diese Täbrizer Herkunft mit einer handgeknüpften Ausführung und dem ausdrücklich genannten Mahi-Fischmuster.

Ein persischer Teppich wird in dieser Tradition als Ergebnis vieler aufeinander abgestimmter Arbeitsschritte verstanden. Die Zeichnung wird in die Knüpfarbeit übertragen, die Farbflächen werden Reihe für Reihe aufgebaut und die Oberfläche wird anschließend fertiggestellt. So entsteht kein vollkommen identisches Serienprodukt, sondern ein einzelnes Gewebe mit eigener Ausführung. Die Herkunft aus Täbriz bezeichnet dabei die regionale Tradition und nicht nur eine dekorative Bezeichnung des Musters.

Design und Muster

Das zentrale Motiv dieses Teppichs ist das Fischmuster Mahi. Der Begriff Mahi bedeutet im Zusammenhang der persischen Teppichkunst Fisch. Das Motiv wird häufig aus sich wiederholenden Blättern, Ranken und kleinen Blütenformen gebildet, die gemeinsam eine bewegte, eng miteinander verbundene Zeichnung ergeben. Die Bezeichnung Fischmuster verweist dabei auf die Gesamtwirkung des Ornaments und nicht auf eine naturalistische Darstellung einzelner Fische.

Mahi-Muster gehören zu den wiederkehrenden Motiven der persischen Ornamentik. Ihre Wirkung entsteht durch Rhythmus und Wiederholung. Einzelne Formen greifen ineinander, sodass das Auge über die Fläche geführt wird. Je nach Entwurf kann das Muster dichter oder offener erscheinen; bei einem fein geknüpften Teppich lassen sich solche Übergänge und kleinen Details besonders differenziert ausarbeiten. Der Mahi-Aufbau verbindet Naturformen mit einer klaren Ordnung.

In der persischen Symbolsprache wird das Fischmuster häufig mit Fülle und Erneuerung verbunden. Zugleich erinnert seine Gestaltung an Natur und Wasser. Diese Deutung ist eine allgemeine Bedeutung des Motivs und keine zusätzliche Aussage über die Herkunft oder Geschichte dieses einzelnen Teppichs. Bei diesem Stück steht fest, dass das Fischmuster Mahi sein bestimmendes Gestaltungsthema ist.

Die Wirkung des Entwurfs beruht außerdem auf dem Zusammenspiel kräftiger und sanfter Farben. Diese Kombination verleiht der Zeichnung Tiefe und Lebendigkeit, ohne dass das Muster seine Ordnung verliert. Farbkontraste können einzelne Ranken, Blätter und Wiederholungen hervorheben, während weichere Übergänge die Gesamtfläche verbinden. Dadurch lässt sich das Mahi-Muster sowohl in traditionelle als auch in moderne Wohnumgebungen einordnen.

Die Gestaltung ist nicht auf ein einzelnes Einrichtungsbild beschränkt. In einem traditionell eingerichteten Raum kann sie die Verbindung zur persischen Ornamentik sichtbar machen. In einer modernen Umgebung setzt das wiederholte Muster einen strukturierten Akzent. Entscheidend bleibt die Balance aus dichter Zeichnung, organischen Formen und einer klar erkennbaren Gesamtordnung. Die handgeknüpfte Ausführung unterstützt diese Lesbarkeit, weil die Musterteile nicht gedruckt, sondern in den Aufbau des Teppichs eingearbeitet sind.

Besonderheiten

Der Teppich ist als semiantikes Stück bezeichnet. Diese Einordnung verbindet ihn mit dem Erscheinungsbild und dem Charakter vergangener Zeiten, ohne ein bestimmtes Herstellungsjahr zu nennen. Die semiantike Beschaffenheit wird im Quelltext mit einer besonderen Patina und einem historischen Charme verbunden. Eine Patina kann bei Teppichen die über längere Zeit entwickelte Wirkung von Farben und Oberfläche beschreiben.

Zu den konkreten Besonderheiten gehören außerdem der neuwertige Zustand, die frische Wäsche und die Behandlung mit Mottenschutz. Diese Angaben ergänzen die Bezeichnung als semiantiker Teppich und machen die erhaltenen sowie ausgeführten Pflegeinformationen sichtbar. Der Teppich ist handgeknüpft, besteht im Flor aus 100% Schurwolle und besitzt eine Kette aus 100% Baumwolle. Sein Mahi-Muster und seine Herkunft aus Täbriz geben ihm eine klar benennbare gestalterische und regionale Einordnung.

Handarbeit, regionale Tradition, kulturelle Symbolik und die semiantike Einordnung kommen hier zusammen. Der Teppich wird dadurch nicht als beliebiges Wohnaccessoire beschrieben, sondern als einzelnes handgeknüpftes Werk mit einer bestimmten Muster- und Materialausstattung.

FAQ

Wie pflege ich meinen Perserteppich richtig?

Regelmäßiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Der Teppich sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Flecken werden am besten sofort mit einem feuchten Tuch behandelt, ohne sie unnötig in die Oberfläche einzureiben. Bei größeren Verschmutzungen ist es sinnvoll, einen professionellen Teppichreiniger zu beauftragen. Da dieser Teppich frisch gewaschen und mit Mottenschutz behandelt wurde, sollten weitere Pflegemaßnahmen schonend und auf das Material aus Schurwolle abgestimmt erfolgen.

Was ist der Unterschied zwischen einem handgeknüpften und einem maschinell hergestellten Teppich?

Ein handgeknüpfter Teppich entsteht, indem die Knoten von Hand in die Kette eingearbeitet werden. Die Arbeit erfolgt schrittweise und jedes Stück erhält dadurch seine eigene Ausführung. Ein maschinell hergestellter Teppich wird dagegen in einem industriellen Verfahren und häufig in größeren Mengen produziert. Handgeknüpfte Teppiche werden mit sorgfältiger Handarbeit, detaillierter Verarbeitung, Langlebigkeit und individuellen Designs verbunden. Bei diesem Täbriz Perserteppich sind die Handknüpfung, der Wollflor, die Baumwollkette und das Mahi-Muster ausdrücklich genannt.

Wie erkenne ich die Qualität eines Perserteppichs?

Zur Beurteilung können die Knotendichte, die verwendeten Materialien, die Ausarbeitung des Musters und die Farbqualität betrachtet werden. Eine höhere Knotendichte kann auf eine aufwendige und detailreiche Handarbeit hinweisen. Auch die Zusammensetzung des Flors und der Kette ist wichtig: Dieser Teppich besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle und eine Kette aus 100% Baumwolle. Zusätzlich geben der handgeknüpfte Aufbau, die Klarheit des Mahi-Designs und der angegebene Zustand Hinweise auf die Eigenschaften des einzelnen Stücks.

Zusätzliche Informationen
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