













Perserteppich Täbriz 243×167 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 1065$497$Aktueller Preis ist: 497$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: 200000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 243 x 167 cm | Muster: Heriz symmetrisches Medaillon | Zustand: Gebraucht, guter Zustand, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000338
Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Täbriz Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die Verbindung aus einem wollenen Flor und einer Baumwollkette gehört zu den überlieferten Materialkonzepten vieler städtischer persischer Teppiche. Wolle bildet eine belastbare Oberfläche und lässt sich in der Knüpfarbeit präzise führen. Die Baumwolle der Kette unterstützt eine klare, stabile Grundstruktur, auf der die einzelnen Knoten aufgebaut werden.
Das Knüpfen von Hand ist ein schrittweiser Arbeitsprozess. Die Weberin oder der Weber setzt die Knoten Reihe für Reihe in die gespannte Kette und sichert sie durch die jeweils folgende Konstruktion. Dadurch entsteht kein industriell gleichförmiges Produkt, sondern ein textile Arbeit mit der für handgeknüpfte Teppiche typischen individuellen Ausführung. Die im Produkt angegebene Knotendichte beträgt 200000/Qm.
Der gebrauchte Teppich befindet sich in gutem Zustand und wurde professionell gewaschen. Diese Angaben beschreiben seinen vorhandenen Pflege- und Erhaltungszustand, ohne weitergehende Aussagen über ein Herstellungsjahr oder eine bestimmte frühere Nutzung zu machen. Im Mittelpunkt der Verarbeitung stehen hier die handgeknüpfte Technik, der Wollflor und die Baumwollkette.
Herkunft und Tradition
Täbriz, auch Tabriz geschrieben, liegt im Nordwesten Irans am Sahand-Gebirge. Die Stadt gehört zu den traditionsreichen Zentren der persischen Teppichherstellung. Ihre Lage verband sie über lange Zeit mit Handelswegen und kulturellen Strömungen, die sich auch in der Teppichkunst bemerkbar machten. Täbriz-Teppiche werden sowohl in der Stadt selbst als auch in umliegenden Dörfern gefertigt. Dadurch entstand eine regionale Tradition mit unterschiedlichen Werkstätten und einer breiten stilistischen Entwicklung.
Die Geschichte der Teppichweberei in dieser Region reicht bis in die Zeit um 1501 zurück. Täbriz war in verschiedenen Epochen ein politisches und kulturelles Zentrum und zeitweise Hauptstadt der Safawiden-Dynastie. Später war die Stadt auch mit der Qajar-Dynastie und dem dortigen Kronprinzen verbunden. Diese historische Rolle trug dazu bei, dass sich in Täbriz anspruchsvolle Formen des Kunsthandwerks entwickelten und über Generationen weitergegeben wurden.
Die städtische Struktur der Herstellung unterscheidet Täbriz von vielen nomadisch geprägten Teppichtraditionen. In Werkstätten konnten erfahrene Knüpfer an klar geplanten Entwürfen und fein gegliederten Bordüren arbeiten. Die Teppiche dieser Region umfassen deshalb eine große Bandbreite an Mustern: Medaillons, figürliche Kompositionen, florale Ornamente, Herati- beziehungsweise Mahi-Motive und Darstellungen mit erzählerischem Charakter gehören zum bekannten Formenschatz. Nicht jeder Täbriz-Teppich vereint diese Elemente; die regionale Tradition zeichnet sich gerade durch ihre Vielfalt aus.
Im 19. Jahrhundert wurden Täbriz-Teppiche im Westen zunehmend bekannt. Drei persische Meisterweber, Sheikh Safi, Kurban Dai und Haji Jalili, werden in diesem Zusammenhang als wichtige Namen genannt. Über Händler gelangten Teppiche aus Täbriz und seiner Umgebung auf internationale Märkte. Die Stadt wurde dadurch nicht nur als lokales Zentrum, sondern auch als bedeutender Ort persischer Teppichkunst wahrgenommen. Die handwerkliche Weitergabe blieb dabei an Werkstätten, Familien und regionale Fachkenntnis gebunden.
Die Qualität von Täbriz-Arbeiten kann je nach Werkstatt und Ausführung deutlich variieren. In der Tradition der Stadt finden sich sowohl vergleichsweise kräftige als auch sehr fein geknüpfte Teppiche. Charakteristisch ist weniger eine einzige festgelegte Gestaltung als die Verbindung von sorgfältiger Ausführung, städtischer Werkstattarbeit und einer ausgeprägten Offenheit für unterschiedliche Entwürfe. Diese Eigenschaften erklären die anhaltende Bedeutung von Täbriz innerhalb der persischen Teppichgeschichte.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Heriz symmetrisches Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon ordnet die Komposition um ein zentrales, meist klar abgegrenztes Formelement. Bei einer symmetrischen Anlage entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Mitte und den angrenzenden Feldern. Die Bezeichnung Heriz verweist dabei auf eine eigenständige persische Mustertradition und nicht auf die Herkunft dieses Stücks: Seine angegebene Herkunft ist Tabriz im Iran.
Heriz-Medaillonkompositionen arbeiten traditionell mit einer starken zentralen Ordnung. Das Medaillon kann von Nebenformen, Eckzwickeln und einer vielgliedrigen Bordüre begleitet werden. Geometrisierte Blätter, Ranken und Blüten werden in solchen Entwürfen häufig in eine klar lesbare Struktur eingebunden. Die Formen sind dabei nicht als naturgetreue Abbildung gedacht, sondern als ornamental verdichtete Zeichen. Wiederholung und Spiegelung geben dem Muster seinen geordneten Charakter.
Das Heriz-Motiv gehört zu den vielen Musterwelten, die in persischen Werkstätten aufgegriffen, verändert und mit regionalen Arbeitsweisen verbunden wurden. Täbriz ist für eine besonders breite Auswahl an Entwürfen bekannt. Neben Medaillonmustern finden sich dort Herati- oder Mahi-Kompositionen, figürliche Szenen, florale Teppiche und sehr fein ausgearbeitete ornamentale Flächen. Die Benennung eines Motivs beschreibt deshalb die Gestaltung und ist nicht automatisch ein Herkunftsnachweis.
Zur Täbriz-Tradition gehören außerdem Entwürfe, in denen literarische und historische Einflüsse sichtbar werden können. Die Werke von Rumi, Omar Khayyam, Ferdowsi, Hafez, Fizuli und Saadi wirkten auf manche Teppichgestalter ein. Verse konnten in Bordüren aufgenommen oder Figuren aus bekannten Erzählungen in eine Komposition integriert werden. Solche Bild- und Schriftelemente sind Teil der weiteren Täbriz-Tradition, werden diesem Teppich jedoch nicht zusätzlich zugeschrieben, da für ihn ausdrücklich das Heriz-symmetrische Medaillon angegeben ist.
Bei einem Medaillonmuster ist die Blickführung von der Mitte aus organisiert. Die umgebenden Ornamente können diese Mitte wiederholen, rahmen oder in die Bordüre weiterführen. Dadurch entsteht eine lesbare Hierarchie innerhalb der Fläche. Die handgeknüpfte Ausführung erlaubt es, auch kleinere Konturen und Übergänge schrittweise aufzubauen. Das Ergebnis ist eine Gestaltung, bei der die technische Arbeit und der Entwurf eng miteinander verbunden sind.
Besonderheiten
Als Besonderheiten dieses Stücks sind die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle festgehalten. Hinzu kommen die angegebene Knotendichte von 200000/Qm und das Heriz-symmetrische Medaillon als Muster. Der Teppich ist gebraucht, befindet sich in gutem Zustand und wurde professionell gewaschen.
Die Kombination aus Tabrizer Herkunft und Heriz-Muster zeigt, wie Herkunft und Entwurf in der Teppichkunde getrennt betrachtet werden. Tabriz bezeichnet hier den angegebenen Entstehungsort, während Heriz die gestalterische Richtung des Medaillons benennt. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil persische Werkstätten Motive aus verschiedenen regionalen Traditionen aufnehmen und in eigener Weise ausführen können.
FAQ
Welche historischen Wurzeln haben Täbriz-Teppiche?
Täbriz-Teppiche stammen aus der antiken Stadt Täbriz im Nordwesten Irans, am Sahand-Gebirge. Die Teppichweberei der Region begann um 1501. Damit zählt Täbriz zu den ältesten Zentren der Teppichproduktion weltweit. Die Stadt war in ihrer Geschichte ein politisches und kulturelles Zentrum, unter anderem Hauptstadt der Safawiden-Dynastie. Ihre Werkstätten entwickelten eine vielseitige persische Teppichtradition, die über Jahrhunderte von erfahrenen Webern weitergeführt wurde.
Warum sind Täbriz-Teppiche international bekannt?
Ihre Bekanntheit beruht auf der Verbindung von städtischer Werkstattarbeit, handwerklicher Genauigkeit und einer großen Vielfalt an Entwürfen. Täbriz-Teppiche können Medaillons, florale Ornamente, Herati- oder Mahi-Motive und figürliche Darstellungen zeigen. Händler machten diese Arbeiten im 19. Jahrhundert auch auf westlichen Märkten bekannt. Die Qualität kann je nach Werkstatt und Ausführung unterschiedlich sein; gemeinsam ist der Tradition die sorgfältige Planung und handwerkliche Umsetzung der Muster.
Was bedeutet Heriz symmetrisches Medaillon?
Die Bezeichnung beschreibt das Muster, nicht die Herkunft des Teppichs. Heriz steht für eine persische Ornamenttradition, während symmetrisch die ausgewogene Anlage der Formen bezeichnet. Medaillon weist auf ein zentrales Gestaltungselement hin, um das sich weitere Ornamente und Bordüren ordnen. Bei diesem Teppich ist die Herkunft Tabriz im Iran angegeben. Das Heriz-Medaillon benennt daher seine Gestaltung innerhalb der Täbriz-Tradition.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








