Perserteppich Tabriz 348 x 248 cm Seide handgeknüpft

8237$

Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 640000 Knoten | Material: Flor 100% Wolle und Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 348×248 cm | Zustand: Neu mit Etikett

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Inventarnummer: 04234CB9

Beschreibung

Tabriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Wolle und Seide. Für die Kette wird 100% Baumwolle angegeben. Die Kombination dieser Materialien verbindet einen wollenen Flor mit dem Glanz und der glatten Wirkung von Seide. Die Wolle bildet dabei den natürlichen textilen Bestandteil des Flors, während die Seide als weiterer Florwerkstoff genannt wird. Baumwolle ist bei diesem Teppich als Kettenmaterial ausgewiesen und gehört damit zur tragenden Grundlage der Knüpfarbeit, nicht zur sichtbaren Florangabe.

Die Knüpfdichte beträgt 640000 Knoten. Im Zusammenhang mit Tabriz wird die Bezeichnung 60 Raj verwendet. Raj ist bei persischen Teppichen eine Bezeichnung für die Knotendichte und wird traditionell zur Einordnung besonders fein geknüpfter Qualitäten verwendet. Eine hohe Dichte ermöglicht grundsätzlich eine genaue Ausarbeitung kleiner Formen und feiner Linien. Bei diesem Stück ist die konkrete Knotenzahl ausdrücklich mit 640000 Knoten angegeben; sie wird hier nicht in eine andere Maßeinheit umgerechnet.

Die Florhöhe beträgt 6 mm. Dadurch bleibt die Oberfläche niedrig und die Knüpfstruktur kann präzise ausgearbeitet werden. Handknüpfen bedeutet, dass die Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet werden. Reihe für Reihe entsteht so ein textiles Gewebe, dessen Muster aus der Folge der einzelnen Knoten aufgebaut ist. Die angegebene Dichte beschreibt die Menge dieser Knoten, während die Florhöhe die Höhe der sichtbaren Oberfläche bezeichnet.

Der Teppich ist neu und wird mit Etikett angeboten. Außerdem ist er für Fußbodenheizung geeignet. Diese Angabe beschreibt die vorgesehene Verwendung im Wohnbereich. Wie bei einem handgeknüpften Teppich sollten beim Auslegen die Unterlage, die Belüftung und die sachgerechte Pflege berücksichtigt werden. Für die Reinigung empfiehlt sich eine Behandlung, die auf Wolle und Seide abgestimmt ist, da beide Materialien unterschiedliche Eigenschaften besitzen.

Herkunft und Tradition

Tabriz liegt im Nordwesten des Iran und ist eine der bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt und ihre Umgebung haben eine lange Tradition in der Entwicklung, Herstellung und Weitergabe von Teppichmustern. Tabriz-Teppiche werden mit einer sorgfältigen, detailreichen Gestaltung verbunden. Ihre historische Bedeutung beruht nicht nur auf einzelnen Dessins, sondern auch auf der Rolle der Stadt als Ort, an dem verschiedene Einflüsse der persischen, kaukasischen und anatolischen Kultur zusammentrafen.

Die Teppichtradition von Tabriz entwickelte sich über viele Generationen. Werkstätten und Knüpfer orientierten sich an überlieferten Entwürfen, veränderten diese aber zugleich für unterschiedliche Räume, Auftraggeber und Epochen. Dadurch entstand eine große Bandbreite an Kompositionen. Neben zentralen Medaillons kommen allover angelegte Blumenmuster, architektonische Darstellungen, Jagdszenen und streng gegliederte geometrische Entwürfe vor. Nicht jedes dieser Motive ist bei jedem Tabriz-Teppich vorhanden. Für dieses Exemplar ist im Ausgangstext kein konkretes Einzelmotiv festgelegt; die genannten Formen gehören zur regionalen Mustersprache.

Die Bezeichnung 60 Raj verweist auf eine feine persische Knüpfqualität. In der traditionellen Einordnung beschreibt Raj die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Strecke. Je höher die Angabe, desto feiner kann die Knüpfung ausfallen, wobei die genaue Zählweise regional und in der Fachpraxis unterschiedlich erklärt werden kann. Die Angabe 60 Raj steht daher im Zusammenhang mit einer dichten, präzisen Tabriz-Knüpfung. Für dieses Stück ist zusätzlich die konkrete Dichte von 640000 Knoten dokumentiert.

Tabriz wurde auch durch den Handel mit Teppichen überregional bekannt. Entwürfe aus der Stadt wurden in unterschiedlichen Größen und für verschiedene Nutzungen gefertigt. Die Werkstatttradition verbindet eine kontrollierte Zeichnung mit der Fähigkeit, viele kleine Elemente in einer geschlossenen Fläche zu ordnen. Besonders feine Knüpfungen machen es möglich, Linien, Blüten und Konturen eng nebeneinander zu setzen. Die handwerkliche Qualität liegt dabei im gleichmäßigen Aufbau des Gewebes und in der konsequenten Umsetzung eines Entwurfs.

In der Geschichte persischer Teppiche steht Tabriz neben anderen wichtigen Zentren wie Isfahan, Kashan und Qom. Isfahan ist für fein gegliederte florale Kompositionen bekannt, Kashan für traditionelle Medaillonaufbauten und satte Farbwirkungen, während Qom häufig mit aufwendig gearbeiteten Seidenteppichen verbunden wird. Diese regionalen Bezüge dienen dem Vergleich verschiedener persischer Traditionen. Sie verändern weder die Herkunft dieses Teppichs aus Tabriz noch seine ausgewiesene Materialzusammensetzung.

Design und Muster

Die Mustersprache von Tabriz ist vielseitig. Häufig werden florale Ranken, Blüten, Blätter und geschwungene Linien mit einer klaren Gesamtordnung verbunden. Ein Medaillon kann das Zentrum einer Komposition bilden und von Eckzwickeln, Bordüren und dicht gesetzten Nebenmotiven begleitet werden. Andere Entwürfe verzichten auf ein einzelnes Zentrum und verteilen die Motive gleichmäßig über das Feld. Diese unterschiedlichen Gestaltungsweisen gehören zur Tradition der Region und dürfen nicht als konkrete Beschreibung des vorliegenden Teppichs verstanden werden, da der Ausgangstext kein bestimmtes Muster nennt.

Geometrische Formen bilden einen weiteren Bestandteil der Tabrizer Entwurfstradition. Gerade Linien, regelmäßige Wiederholungen und klar abgegrenzte Felder können mit floralen Details kombiniert werden. Dadurch entsteht eine Balance zwischen Ordnung und Bewegung. Auch architektonische und figürliche Themen sind aus der persischen Teppichkunst bekannt. Sie können historische, literarische oder kulturelle Bezüge aufnehmen. Bei einer Beschreibung eines einzelnen Teppichs ist es jedoch wichtig, nur solche Motive zu benennen, die tatsächlich ausgewiesen sind. Für dieses Stück sind allgemein florale, geometrische und medaillonartige Tabriz-Motive als regionale Beispiele genannt, nicht als überprüfte Einzelmerkmale.

Feine Knüpfungen unterstützen eine differenzierte Zeichnung. Kleine Farbflächen können eng nebeneinanderliegen, Konturen lassen sich sauber führen und Bordüren können aus mehreren schmalen Bahnen aufgebaut werden. Die Dichte ist deshalb nicht nur eine technische Zahl, sondern steht auch in Verbindung mit der Art, wie ein Entwurf auf der Fläche erscheint. Bei 60 Raj wird traditionell eine besonders feine Ausarbeitung erwartet. Die tatsächliche Oberfläche dieses Teppichs wird zusätzlich durch den Einsatz von Wolle und Seide sowie durch die angegebene Florhöhe von 6 mm bestimmt.

Seide wird in der persischen Teppichkunst häufig eingesetzt, um feine Akzente und eine veränderte Lichtwirkung zu erzeugen. Ihre glatte Faser kann Konturen klar erscheinen lassen und je nach Lichteinfall einen zurückhaltenden Glanz zeigen. Wolle bringt dem Flor eine andere textile Struktur. Das Zusammenspiel beider Materialien gehört zu den möglichen Ausdrucksmitteln feiner Tabriz-Arbeiten. Es sagt jedoch nichts über konkrete Farben oder ein bestimmtes Medaillon aus, sofern diese Angaben nicht vorliegen.

Ein Tabriz-Teppich kann in klassisch eingerichteten Räumen ebenso wie in einem sachlicheren Interieur verwendet werden, weil die regionale Mustersprache unterschiedliche Entwürfe umfasst. Dieses Exemplar ist rechteckig und für Fußbodenheizung geeignet. Die Eignung für einen Wohnraum ergibt sich aus der angegebenen Verwendung, während die konkrete Wirkung im Raum von Licht, Möbeln, Wandfarben und der nicht näher beschriebenen Farbgestaltung abhängt. Eine genaue Farbanalyse oder die Benennung eines bestimmten Dessins wäre ohne entsprechende Quelle nicht sachgerecht.

Besonderheiten

Zu den dokumentierten Merkmalen gehören die handgeknüpfte Ausführung, die Bezeichnung Tabriz 60 Raj, die Knotendichte von 640000 Knoten sowie der Flor aus 100% Wolle und Seide auf einer Kette aus 100% Baumwolle. Die Florhöhe beträgt 6 mm. Der Teppich ist neu mit Etikett und für Fußbodenheizung geeignet. Diese Eigenschaften beschreiben Material, Herstellung, Zustand und vorgesehene Nutzung, ohne zusätzliche Angaben zu Herkunftsgeschichte, Alter oder Signatur vorauszusetzen.

Die Verbindung aus einer feinen Knüpfdichte und zwei unterschiedlichen Flormaterialien macht die technische Einordnung dieses Teppichs eindeutig. Wolle und Seide werden in der persischen Teppichherstellung seit langer Zeit gemeinsam oder in verwandten Qualitäten verwendet. Dabei bleibt die Ausführung handwerklich geprägt: Jeder Knoten ist Teil des Herstellungsprozesses, und die Gesamtheit der Knoten bildet die sichtbare Zeichnung. Das Etikett weist auf den angegebenen neuen Zustand hin; eine weitergehende Provenienz ist nicht genannt.

Bei der Nutzung sollte die Pflege auf die Materialkombination abgestimmt werden. Regelmäßiges, schonendes Absaugen kann lose Verschmutzungen entfernen. Direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Oberfläche und die Farben geschont werden. Eine professionelle Reinigung in größeren Abständen wird empfohlen. Diese Pflegehinweise stammen aus der Produktbeschreibung und ersetzen keine individuelle Beurteilung durch einen Fachbetrieb.

FAQ

Was zeichnet einen Tabriz 60 Raj aus?

Die Bezeichnung Tabriz 60 Raj verbindet den Teppich mit der persischen Knüpftradition der Stadt Tabriz und mit einer feinen Einordnung der Knüpfdichte. Bei diesem Exemplar sind 640000 Knoten angegeben. Hinzu kommen die handgeknüpfte Herstellung und der Flor aus 100% Wolle und Seide. Die hohe Knotenzahl ermöglicht in der traditionellen Tabriz-Technik eine genaue Darstellung feiner Linien und kleiner Formen. Welche konkreten Motive auf der Fläche zu sehen sind, wird in den Produktangaben nicht näher bezeichnet. Festgehalten sind jedoch die regional typische Verbindung von detailreicher Gestaltung und präziser Knüpfarbeit sowie die Ausführung mit einer Florhöhe von 6 mm.

Wie wird dieser Tabriz Perserteppich gepflegt?

Der Teppich sollte regelmäßig und schonend abgesaugt werden, damit lose Verschmutzungen nicht dauerhaft in der Oberfläche liegen bleiben. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden. Für eine gründliche Behandlung wird eine professionelle Reinigung alle paar Jahre empfohlen. Da der Flor aus Wolle und Seide besteht, sollte das Reinigungsverfahren auf diese beiden Materialien abgestimmt sein. Aggressive Mittel, starke Nässe und unsachgemäße Reibung sind bei empfindlichen Naturfasern grundsätzlich zu vermeiden. Bei einem konkreten Fleck sollte ein Fachbetrieb entscheiden, welche Behandlung geeignet ist. Die Eignung für Fußbodenheizung ist angegeben; eine fachgerechte Unterlage und eine gute Belüftung bleiben dennoch sinnvoll.

Wo kann der Tabriz Teppich eingesetzt werden?

Der rechteckige Tabriz Perserteppich kann in zentralen Wohnbereichen wie Wohnzimmer oder Esszimmer eingesetzt werden, wo eine größere Teppichfläche den Raum gliedert. Auch im Schlafzimmer ist eine Verwendung möglich, wenn eine textile und ruhige Raumgestaltung gewünscht ist. Die angegebene Eignung für Fußbodenheizung erweitert die möglichen Einsatzorte in entsprechend ausgestatteten Räumen. Welche Position im Einzelfall passt, hängt von der Möblierung, der Raumaufteilung und der vorhandenen Bodenfläche ab. Der Teppich sollte eben liegen und vor starkem Verrutschen geschützt werden. Seine konkrete Wirkung wird durch die nicht näher beschriebene Farb- und Musterkomposition sowie durch das vorhandene Interieur bestimmt.

Zusätzliche Informationen
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