Perserteppich Tabriz 200 x 200 cm Wolle handgeknüpft

5646$

Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 550.000 Knoten/m² | Material: Flor 95% Schurwolle, 5% Seide | Größe: 200 x 200 cm | Muster: Florales Medaillon | Zustand: Perfekt, unbenutzt

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 1AC29D9E Kategorien: , ,

Inventarnummer: 1AC29D9E

Beschreibung

Tabriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Schurwolle und Seide. Die Verbindung beider Materialien gehört zu den überlieferten Möglichkeiten der persischen Teppichherstellung: Wolle gibt dem Flor seine belastbare, griffige Struktur, während Seide für feine Akzente und einen zurückhaltenden Glanz eingesetzt werden kann. Im vorliegenden Teppich ergänzen sich beide Fasern innerhalb einer sorgfältig ausgeführten Knüpfarbeit.

Die Handknüpfung entsteht Knoten für Knoten auf dem Webstuhl. Jede einzelne Reihe wird von Hand aufgebaut und anschließend verdichtet, sodass ein geschlossenes, detailreiches Florgewebe entsteht. Eine hohe Knotendichte unterstützt die klare Darstellung feiner Konturen und kleiner floraler Formen. Beim Tabriz-Stil ist diese präzise Ausführung besonders wichtig, weil Medaillons, Blüten und Linien oft eng aufeinander abgestimmt sind.

Schurwolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer natürlichen Elastizität und ihrer angenehmen Oberfläche verwendet. Sie kann den Flor griffig und formstabil halten. Seide lässt sich sehr fein verarbeiten und kann innerhalb eines Musters unterschiedliche Lichtwirkungen erzeugen. Die Materialkombination ist damit nicht nur eine Frage der Oberfläche, sondern auch ein Bestandteil der zeichnerischen Wirkung dieses handgeknüpften Teppichs.

Der Teppich befindet sich in perfektem, unbenutztem Zustand. Die Ausführung verbindet eine traditionelle Knüpftechnik mit einem floralen Medaillon in Beige. Seine Verarbeitung ist dadurch sowohl von der Arbeit am Webstuhl als auch vom bewussten Aufbau des Musters geprägt. Der Flor, die Farbwirkung und die handgeknüpften Konturen bilden eine zusammengehörige textile Oberfläche.

Herkunft und Tradition

Tabriz liegt im Nordwesten Irans und ist zugleich der Name eines bedeutenden persischen Teppichstils. Die Stadt gehört zu den historischen Zentren der Teppichkunst. Ihre Lage an alten Handels- und Kulturwegen begünstigte den Austausch von Entwürfen, Materialien und handwerklichen Erfahrungen. Dadurch entwickelte sich in Tabriz eine vielseitige Knüpftradition, die unterschiedliche Zeichnungen und Farben aufnehmen konnte, ohne ihren eigenen Charakter zu verlieren.

Die Teppichknüpferei in Tabriz reicht bis in das sechzehnte Jahrhundert zurück. In dieser langen Entwicklung wurden Muster geordnet, verfeinert und an wechselnde Anforderungen angepasst. Werkstätten arbeiteten mit Entwürfen, die eine genaue Wiederholung von Linien und Formen ermöglichten. Gleichzeitig blieb die Handarbeit entscheidend: Der Knüpfer oder die Knüpferin setzte die vorgegebene Zeichnung in einzelne Knoten um und passte die Ausführung an das entstehende Gewebe an.

Typisch für Tabriz ist die Bereitschaft, verschiedene Motivwelten miteinander zu verbinden. Florale Kompositionen, Medaillons, Ranken, geometrische Elemente und manchmal figürliche oder architektonische Darstellungen gehören zum breiten Formenschatz der Region. Deshalb lässt sich ein Tabriz-Teppich nicht auf ein einziges Muster reduzieren. Kennzeichnend ist vielmehr die sorgfältige Zeichnung, die ausgewogene Ordnung der Fläche und die kontrollierte Ausarbeitung auch kleiner Details.

Die Stadttradition steht außerdem für einen Entwurfsstil, in dem zentrale Formen und seitliche Rahmungen miteinander in Beziehung gesetzt werden. Ein Medaillon kann den Mittelpunkt der Komposition bilden, während Ranken und Blüten den Übergang zur übrigen Fläche herstellen. Bordüren geben dem Muster einen Abschluss und schaffen eine optische Einfassung. Diese Gliederung erleichtert es, komplexe Ornamente übersichtlich zu organisieren.

Persische Teppiche wurden historisch sowohl für den häuslichen Gebrauch als auch für repräsentative Räume geknüpft. Ihr Wert lag nicht allein in der Faser, sondern auch in der Zeit, die für Entwurf, Vorbereitung und Ausführung benötigt wurde. Die Handarbeit übertrug regionale Kenntnisse von einer Generation auf die nächste. Farben, Motive und Knüpfweisen konnten sich verändern, während die Bedeutung des sorgfältig gearbeiteten Einzelstücks erhalten blieb.

Der vorliegende Teppich wird als Tabriz aus Persien bezeichnet. Damit ist seine Einordnung in die persische beziehungsweise iranische Herkunftstradition klar benannt. Die Herkunft beschreibt dabei den kulturellen und handwerklichen Zusammenhang des Teppichs. Sie sagt nicht aus, dass jedes Stück aus derselben Werkstatt stammt oder exakt dieselbe Gestaltung besitzt. Gerade die Vielfalt der Tabriz-Tradition erklärt, warum innerhalb dieses Namens unterschiedliche florale und geometrische Kompositionen vorkommen.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als florales Medaillon ausgeführt. Im Zentrum steht eine gebündelte, florale Form, die von weiteren pflanzlichen Elementen begleitet wird. Ein Medaillon schafft eine klare Mitte und ordnet die übrige Zeichnung um diesen Schwerpunkt. Blüten, Blätter und Ranken können dabei als verbindende Formen wirken und den Blick von der Mitte zu den Randbereichen führen.

Florale Muster haben in der persischen Teppichkunst eine lange Tradition. Sie greifen die Formen der Pflanzenwelt auf, werden jedoch nicht als naturgetreue Abbildung verstanden. Blüten können stilisiert, rhythmisch wiederholt oder symmetrisch angeordnet sein. Ranken verbinden einzelne Motive miteinander, während Blätter den Linienfluss betonen. Auf diese Weise entsteht eine Bildsprache, die Naturformen in eine textile Ordnung überführt.

Die Farbgestaltung in Beige unterstützt die ruhige Wirkung der Komposition. Beige kann als heller Grundton, als Abstufung innerhalb des Medaillons oder als verbindendes Element zwischen einzelnen Ornamenten auftreten. Unterschiedliche Helligkeiten helfen dabei, Konturen voneinander zu trennen, ohne die Gesamtfläche hart wirken zu lassen. In Verbindung mit floralen Formen entsteht eine zurückhaltende Farbarchitektur, die das Muster lesbar hält.

Bei einem Tabriz-Entwurf ist die Zeichnung häufig auf feine Linien und eine ausgewogene Verteilung der Motive ausgerichtet. Das gilt besonders für Kompositionen, in denen ein zentrales Medaillon von kleineren Blüten und Ranken begleitet wird. Die einzelnen Elemente stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern werden durch Wiederholung, Spiegelung und Größenabstufung miteinander verbunden. Dadurch kann das Auge zwischen Mittelpunkt, Feld und Rahmung wechseln.

Die florale Gestaltung besitzt zugleich eine kulturelle Bedeutungsebene. Pflanzenmotive werden in der persischen Kunst häufig mit Wachstum, Ordnung und der Verbindung zwischen Mensch und Natur in Verbindung gebracht. Diese Deutungen gehören zur allgemeinen Bildtradition und müssen nicht auf ein einzelnes Ornament beschränkt werden. Im Teppich erscheinen sie als wiederkehrende Formen, die sowohl dekorative als auch symbolische Funktionen übernehmen können.

Ein Medaillonmuster lässt sich außerdem aus verschiedenen Blickrichtungen betrachten. Die zentrale Form gibt dem Teppich eine stabile Orientierung, während die floralen Details für Bewegung innerhalb der Fläche sorgen. Je nach Licht und Betrachtungsabstand können feine Konturen, größere Farbfelder oder die Gesamtordnung stärker hervortreten. Die handgeknüpften Linien tragen dazu bei, dass die Zeichnung nicht wie ein gedrucktes Muster, sondern als aufgebautes Gewebe erscheint.

Die beigefarbene florale Gestaltung ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Identität dieses Tabriz-Teppichs. Sie verbindet die regionale Vorliebe für präzise Kompositionen mit einer pflanzlichen Ornamentik. Das Muster bleibt klar gegliedert, ohne auf die Vielschichtigkeit eines Medaillons und seiner begleitenden Blüten zu verzichten.

Besonderheiten

Zu den konkreten Besonderheiten dieses Teppichs gehören die Handknüpfung, die Kombination aus Schurwolle und Seide, das florale Medaillon in Beige sowie der perfekte, unbenutzte Zustand. Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Diese Eigenschaft erweitert die möglichen Einsatzbereiche im Wohnbereich, sofern die jeweilige Heizungs- und Bodenbeschaffenheit die Verwendung eines Teppichs zulässt.

Wollteppiche werden in der Pflegepraxis als schmutzabweisend beschrieben. Für den Alltag empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz, damit die Fasern geschont werden. Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Bei einer gründlicheren Reinigung ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll, da Materialkombination und handgeknüpfte Struktur fachgerecht berücksichtigt werden sollten.

FAQ

Wie pflege ich meinen handgeknüpften Tabriz Perserteppich?

Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz hilft, lose Verschmutzungen zu entfernen und den Flor zu schonen. Bei einem frischen Fleck sollte die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Starkes Reiben kann die Oberfläche unnötig beanspruchen und sollte vermieden werden. Für eine umfassende Reinigung empfiehlt sich ein professioneller Teppichreinigungsbetrieb. Dort können die Eigenschaften von Schurwolle und Seide ebenso berücksichtigt werden wie die handgeknüpfte Konstruktion und die florale Zeichnung.

Ist der Teppich für Böden mit Fußbodenheizung geeignet?

Ja, dieser Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Handgeknüpfte Wollteppiche werden allgemein für diese Nutzung eingesetzt, weil Wolle wärmeisolierende Eigenschaften besitzt. Der Teppich kann die Wärme im Raum angenehm ergänzen, ohne seine Funktion als textile Bodenauflage zu verlieren. Zusätzlich sollten die Hinweise des Herstellers der Fußbodenheizung und die Voraussetzungen des jeweiligen Bodens beachtet werden. Eine gute Belüftung und eine sachgerechte Verlegung unterstützen die dauerhafte Nutzung.

Wie kann ich die Echtheit meines Tabriz Teppichs bestätigen?

Für die Einordnung eines Tabriz Teppichs sind die handgeknüpfte Ausführung, die Qualität der Materialien und die sorgfältige Zeichnung wichtige Anhaltspunkte. Eine hohe Knotendichte kann die Detailgenauigkeit eines Teppichs unterstützen. Häufig wird die Herkunft und Knüpftechnik außerdem durch ein Zertifikat dokumentiert. Bei einer Prüfung sollten daher die Verarbeitung, die Gleichmäßigkeit der Knoten, die Ausarbeitung des floralen Medaillons und die verwendeten Fasern gemeinsam betrachtet werden. Eine fachkundige Begutachtung kann zusätzliche Sicherheit geben.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen