Perserteppich Shiraz Ghashghai 222 x 120 cm Wolle handgeknüpft

1893$

Handgeknüpfter Shiraz Ghashghai Perserteppich | Knotendichte: Hoch | Material: 100% Wolle | Größe: 222 x 120 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Top, gewaschen, alt semi-antiqu

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Inventarnummer: 81444418

Beschreibung

Shiraz Ghashghai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Shiraz Ghashghai Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus 100% Wolle. Die Herstellung durch Handknoten gehört zu den traditionellen Verfahren der iranischen Teppichkunst. Dabei wird jeder einzelne Knoten in die textile Grundstruktur eingebracht. Die Knüpfarbeit entsteht nicht als industrielles Serienprodukt, sondern in einem Arbeitsprozess, bei dem Muster, Farbflächen und Konturen Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Die Knotendichte wird als hoch angegeben. Eine hohe Knotendichte ermöglicht grundsätzlich eine differenzierte Ausarbeitung von Linien, kleinen geometrischen Formen und komplexen Musterpartien. Sie steht außerdem für einen sorgfältig aufgebauten Flor. Bei diesem Teppich wird die Florhöhe als kurz beschrieben. Ein kurzer Flor kann die Zeichnung eines geometrischen Entwurfs klar hervortreten lassen und verleiht der Oberfläche eine eher kompakte Anmutung.

Als Material ist ausschließlich Wolle angegeben. Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer belastbaren und zugleich elastischen Faser verwendet. Sie kann Farbstoffe gleichmäßig aufnehmen und eignet sich für einen strapazierfähigen Flor. Die Ausführung dieses Stücks verbindet das traditionelle Handknüpfen mit einer kurzen Florhöhe und einer hohen Knotendichte.

Der Teppich wurde gewaschen. Sein Zustand wird als Top bezeichnet; außerdem wird er als alt semi-antiqu eingeordnet. Die Quelle datiert ihn in das späte 20. Jahrhundert, genauer in den Zeitraum von 1970 bis 1999. Zusätzlich wird er als umweltfreundlich und haustierfreundlich beschrieben. Er ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wird als Shiraz Ghashghai Perserteppich bezeichnet und stammt aus dem iranischen Teppichumfeld. Shiraz ist eng mit der Teppichtradition des südlichen Iran verbunden. Der Name Ghashghai verweist auf die Ghashghai, eine bedeutende Stammes- und Kulturgemeinschaft im Süden des Landes. Ihre textile Tradition umfasst neben Teppichen auch andere gewebte und geknüpfte Arbeiten. In diesen Arbeiten verbinden sich praktische Nutzung, überlieferte Gestaltung und regionale Identität.

Ghashghai-Teppiche werden häufig mit einer eigenständigen, bewegten Bildsprache verbunden. Im Unterschied zu streng symmetrischen Hofentwürfen können stammesgeprägte Teppiche eine unmittelbarere und freiere Wirkung zeigen. Wiederkehrende Formen werden aus dem Gedächtnis, aus überlieferten Mustervokabularen und aus der Erfahrung der Knüpferinnen und Knüpfer entwickelt. Das bedeutet nicht, dass jeder Ghashghai-Teppich gleich aussieht. Gerade die individuelle Ausführung ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Tradition.

Shiraz war über lange Zeit ein wichtiger Handels- und Kulturort. Die Stadt und ihr weiteres Umfeld standen mit verschiedenen Nomaden- und Dorfgemeinschaften sowie mit regionalen Märkten in Verbindung. Dadurch konnten Muster, Materialien und Herstellungsweisen zwischen unterschiedlichen Webergruppen zirkulieren. Ein als Shiraz Ghashghai bezeichneter Teppich steht deshalb sowohl für die Verbindung mit Shiraz als auch für die Ghashghai geprägte Formensprache.

Die iranische Teppichkunst besitzt eine lange Geschichte, in der sich nomadische, dörfliche und städtische Produktionsformen ergänzen. Nomadische und stammesbezogene Teppiche wurden traditionell für den eigenen Gebrauch hergestellt und mussten zugleich transportierbar, widerstandsfähig und funktional sein. Diese Anforderungen beeinflussten die Wahl der Wolle, die kompakte Knüpfweise und die Entwicklung klarer Muster. Städtische Werkstätten arbeiteten dagegen oft mit stärker geplanten Entwürfen und einer besonders kontrollierten Wiederholung von Motiven.

Bei Ghashghai-Arbeiten wird die Überlieferung nicht nur durch feste Vorlagen weitergegeben. Vieles beruht auf dem Erlernen von Techniken, Proportionen und Motiven innerhalb der Gemeinschaft. Die Fähigkeit, eine ausgewogene Fläche mit wiederkehrenden Formen zu füllen, entsteht durch Übung und Erfahrung. So kann ein traditioneller Entwurf in jedem einzelnen Teppich eine eigene Linienführung und Farbverteilung erhalten. Der vorliegende Teppich verbindet diese Herkunftsbezeichnung mit einer Entstehung im späten 20. Jahrhundert.

Perserteppiche aus unterschiedlichen Regionen Irans unterscheiden sich in ihrer Gestaltung, ihrer Bindung und ihrer kulturellen Einordnung. Isfahan, Kashan und Tabriz werden beispielsweise mit eigenen städtischen Designtraditionen verbunden. Shiraz Ghashghai steht dagegen für eine südiranische Tradition, in der geometrische Ordnung, kräftige Farbwirkung und eine handwerklich individuelle Ausführung eine wichtige Rolle spielen. Diese Unterscheidungen helfen dabei, den Teppich als regional geprägtes Einzelstück einzuordnen, ohne ihn mit einem anderen persischen Herkunftstyp gleichzusetzen.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als geometrisch beschrieben. Zugleich nennt die Beschreibung komplexe Muster sowie florale und geometrische Elemente. Das Design verbindet damit klar erkennbare Formen mit einer reich gegliederten Gesamtwirkung. Geometrische Teppichmuster entstehen durch Linien, Rauten, Hakenformen, Medaillons, Bordüren oder wiederholte Felder. Florale Motive können innerhalb einer solchen Ordnung als stilisierte Blüten, Blätter oder Ranken erscheinen.

Die Grundwirkung wird von einem warmen Goldton bestimmt. Goldfarbene Flächen können in einem Teppich als ruhiger Fond, als Teil von Ornamenten oder als verbindendes Element zwischen mehreren Musterzonen eingesetzt werden. Der warme Farbcharakter unterstützt die Lesbarkeit der Zeichnung, ohne die geometrische Struktur aufzuheben. Bei einem handgeknüpften Einzelstück kann die Farbverteilung von Feld zu Feld leicht unterschiedlich wirken, weil jede Passage von Hand aufgebaut wurde.

Komplexe geometrische Muster beruhen häufig auf dem Verhältnis von Hauptfeld und Randzonen. Das zentrale Feld trägt die wichtigste Zeichnung, während Bordüren die Fläche fassen und den Übergang zum Abschluss bilden. Wiederholungen schaffen Rhythmus; kleine Abweichungen verhindern zugleich eine völlig maschinelle Gleichförmigkeit. Auch ein florales Detail kann dabei geometrisch vereinfacht werden, sodass Blüte, Blatt und Ranke als klar konturierte Zeichen erscheinen.

Die Ghashghai-Tradition ist für Muster bekannt, die sich durch eine starke grafische Präsenz auszeichnen können. Rauten, stilisierte Tiere, Pflanzenformen und abstrakte Zeichen gehören zum breiten Spektrum stammesbezogener Teppichkunst. Solche Motive tragen oft mehrere Ebenen: Sie können dekorativ wirken, eine Fläche strukturieren oder aus einem überlieferten Zeichenschatz stammen. Aus der Bezeichnung Ghashghai folgt jedoch nicht, dass jedes einzelne Motiv eine festgelegte symbolische Bedeutung besitzt. Die Wirkung dieses Stücks wird durch seine geometrische Gestaltung, die komplexe Zeichnung und den warmen Goldton bestimmt.

Die kurze Florhöhe unterstützt die Kontur der Muster. Eine niedrigere Oberfläche lässt Linien und Übergänge meist präzise erscheinen und erleichtert die visuelle Gliederung der einzelnen Partien. Die hohe Knotendichte passt zu einer Darstellung, in der viele Formen auf engem Raum angeordnet sein können. Dadurch entsteht ein Teppichbild, das sowohl aus einiger Entfernung als zusammenhängende Farbfläche als auch aus der Nähe in seinen einzelnen Ornamenten betrachtet werden kann.

Florale und geometrische Muster schließen einander in der persischen Teppichkunst nicht aus. Im Gegenteil, stilisierte Pflanzenformen werden häufig in strengere Raster, Rauten oder Medaillonordnungen integriert. Die Natur wird dabei nicht naturalistisch kopiert, sondern in Linien, Winkel und wiederkehrende Zeichen übersetzt. Das Ergebnis kann zugleich organisch und geordnet erscheinen. Dieser Shiraz Ghashghai Teppich wird durch genau diese Verbindung von geometrischem Grundcharakter und floralen Details beschrieben.

Die Gestaltung ist nicht als neutrales, einfarbiges Feld angelegt. Ihre Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel des goldfarbenen Grundcharakters, der komplexen Muster und der handwerklich gesetzten Konturen. Da jedes handgeknüpfte Stück einzeln aufgebaut wird, ist die konkrete Anordnung dieses Teppichs nicht mit einer industriell identischen Serie gleichzusetzen. Die Bezeichnung als Einzelstück bezieht sich auf seine handgeknüpfte, individuelle Ausführung.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften gehören die hohe Knotendichte, der kurze Flor und die handgeknüpfte Ausführung aus 100% Wolle. Der Teppich wurde gewaschen und wird als Top sowie als alt semi-antiqu beschrieben. Seine Datierung liegt im späten 20. Jahrhundert, im Zeitraum von 1970 bis 1999. Er wird außerdem als für Fußbodenheizung geeignet, umweltfreundlich und haustierfreundlich angegeben.

Die Kombination aus warmer Goldfarbe und komplexer geometrischer Gestaltung macht die Musterflächen deutlich ablesbar. Die Herkunftsbezeichnung Shiraz Ghashghai ordnet das Stück einer iranischen, südlich geprägten Teppichtradition zu. Als handgeknüpfter Perserteppich ist es ein eigenständiges Exemplar und kein reproduzierter Serienartikel.

FAQ

Wie pflege ich diesen Perserteppich richtig?

Regelmäßiges, vorsichtiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem kurzen Flor zu entfernen. Dabei sollte die Oberfläche nicht unnötig stark belastet werden. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich gelegentlich eine professionelle Teppichwäsche, insbesondere weil dieses Stück bereits gewaschen wurde und als alt semi-antiqu eingeordnet ist. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Bei Haustieren sollten Flecken zeitnah und fachgerecht behandelt werden.

Warum sind handgeknüpfte Perserteppiche aufwendig?

Die aufwendige Herstellung hängt mit der manuellen Arbeit zusammen. Jeder Knoten wird einzeln gesetzt, und die Musterzeichnung wird während des Knüpfens fortlaufend aufgebaut. Eine hohe Knotendichte kann dabei eine detaillierte und komplexe Gestaltung unterstützen. Hinzu kommen die Verwendung von Wolle, die lange Tradition iranischer Teppichregionen und die Erfahrung, die für ein ausgewogenes Muster erforderlich ist. Da kein vollständig identischer maschineller Ablauf vorliegt, besitzt jedes handgeknüpfte Stück eine eigene Ausführung.

In welchen Räumen kann ich den Teppich verwenden?

Der Teppich kann in unterschiedlichen Wohnbereichen eingesetzt werden, etwa im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur oder Home Office. Sein geometrisches Muster und der warme Goldton können dabei als prägendes Gestaltungselement dienen. Die kurze Florhöhe lässt die Zeichnung klar erscheinen und eignet sich für Bereiche, in denen ein kompakter Flor gewünscht ist. Der Teppich wird als für Fußbodenheizung geeignet beschrieben. Vor der Verwendung sollte dennoch auf einen ebenen, sauberen Untergrund und eine geeignete Teppichunterlage geachtet werden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

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Farbe

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Form

Herkunft

Material

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