








Perserteppich Shiraz 187 x 105 cm Wolle handgeknüpft
1866$
Handgeknüpfter Shiraz Perserteppich | Knotendichte: Hoch | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 187 x 105 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Top, gewaschen, alt semi-antiqu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 22742466
Beschreibung
Shiraz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Shiraz Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus 100% Wolle. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das vorbereitete Grundgewebe eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht dadurch eine textile Fläche, deren Muster unmittelbar aus der Verbindung von Knoten, Flor und Farben hervorgeht. Die handwerkliche Ausführung unterscheidet sich damit grundlegend von maschinell hergestellten Teppichen, bei denen das Muster technisch wiederholt wird.
Wolle gehört zu den traditionellen Materialien der orientalischen Teppichherstellung. Sie lässt sich zu einem belastbaren Garn verspinnen, färben und als dichter Flor verarbeiten. Ihre natürliche Faserstruktur gibt der Oberfläche eine griffige Haptik und unterstützt eine klare Aufnahme von Farben. Nach dem Knüpfen wird der Flor geschoren und der Teppich kann gewaschen und weiterbearbeitet werden, bis seine Oberfläche ein geschlossenes Erscheinungsbild erhält. Dieser Teppich wird als gewaschen angeboten und besitzt einen alten semi-antiken Charakter.
Die hohe Knotendichte beschreibt die enge handwerkliche Struktur dieses Teppichs, ohne eine bestimmte Knotenzahl zu nennen. Bei einer dichten Knüpfung liegen die Knoten eng beieinander und ermöglichen eine differenzierte Ausarbeitung von Linien und kleinen Formen. Die Wolle bildet dabei den Flor, während die Knoten zugleich die Grundlage der Zeichnung schaffen. Material, Technik und Muster sind bei einem handgeknüpften Teppich daher unmittelbar miteinander verbunden.
Ein Wollteppich wird traditionell nicht nur nach seiner Oberfläche, sondern auch nach seiner Verarbeitung beurteilt. Das Spinnen des Garns, das Einsetzen der Knoten, das Scheren und das Waschen gehören zu den Arbeitsschritten, die das spätere Erscheinungsbild beeinflussen. Die sichtbare textile Struktur bleibt dabei ein Teil der handwerklichen Identität. Dieser Teppich verbindet 100% Wolle mit einer handgeknüpften Ausführung und einer hohen Knotendichte.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Shiraz in Persien und wird als Shiraz Ghashghai Teppich bezeichnet. Shiraz liegt im Süden Persiens und ist seit langer Zeit ein wichtiger Bezugspunkt für Teppiche und andere Textilien aus der Region. In seinem weiteren Umfeld treffen städtische Handelswege, dörfliche Werkstätten und nomadisch oder halbnomadisch geprägte Knüpftraditionen aufeinander. Deshalb lassen sich Shiraz-Teppiche nicht auf ein einziges, unveränderliches Muster reduzieren.
Die Ghashghai-Tradition ist mit mobilen und halbnomadischen Gemeinschaften im südlichen Persien verbunden. Teppiche und flach gewebte Textilien erfüllten dort praktische Aufgaben im Alltag. Gleichzeitig wurden in ihnen überlieferte Formen, Farbbeziehungen und Ordnungen bewahrt. Das Knüpfen war eine Fertigkeit, die innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben wurde. Ein Entwurf entstand häufig aus einem vertrauten Vorrat an Motiven und Rhythmen und nicht aus einer industriell identischen Vorlage.
Shiraz entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum für die Sammlung, Weitergabe und den Handel solcher Textilien. Arbeiten aus dem weiteren Gebiet können sich in Farbgewichtung, Musteraufbau, Flor und handwerklicher Ausführung unterscheiden. Diese Vielfalt gehört zur Geschichte der Region. Die Bezeichnung Shiraz schafft den geografischen Rahmen, während der Zusatz Ghashghai auf eine bestimmte südliche persische Tradition des Webens und Knüpfens verweist.
Persische Teppiche werden häufig nach einer Stadt, einer Landschaft oder einer regionalen Handwerkstradition benannt. Solche Namen verbinden Herkunft mit Kenntnissen über Material, Knüpfweise und Gestaltung. Shiraz gehört zu den bekannten persischen Teppichregionen. Die dortige Textilgeschichte wurde durch die Verfügbarkeit von Wolle, durch überlieferte Färbepraktiken und durch die Nutzung von Teppichen im täglichen Leben geprägt.
Bei nomadisch geprägten Teppichtraditionen war das textile Handwerk eng mit dem Alltag verbunden. Wolle konnte aus der regionalen Tierhaltung stammen und zu Garn verarbeitet werden. Tragbare Webgeräte und überlieferte Muster machten es möglich, Gebrauchsgegenstände mit einer eigenständigen Gestaltung herzustellen. Auch wenn sich Herstellung und Nutzung im Lauf der Zeit verändert haben, bleibt die Verbindung von praktischer Funktion, regionalem Wissen und handwerklicher Gestaltung ein wichtiger Bestandteil der Tradition.
Der Herstellungszeitraum dieses Stücks liegt zwischen 1970 und 1979. Damit gehört es zu einer jüngeren Phase der persischen Teppichproduktion, bleibt jedoch in einer wesentlich älteren handgeknüpften Tradition verankert. Ein Teppich aus dieser Zeit kann überlieferte geometrische Prinzipien mit den Materialien und Arbeitsbedingungen seiner Entstehungsperiode verbinden. Die regionale Zuordnung, die Ghashghai-Bezeichnung und die handgeknüpfte Ausführung bilden zusammen den kulturellen Rahmen dieses Einzelstücks.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist geometrisch. Geometrische Teppichmuster arbeiten mit klar gegliederten Formen, Linien, Winkeln, Rauten, Polygonen und wiederkehrenden Flächen. Ihre Wirkung entsteht durch das Verhältnis von Kontur, Wiederholung, Symmetrie und Zwischenraum. Statt einer bildhaften Darstellung steht die organisierte Struktur der Formen im Mittelpunkt.
In der Ghashghai-Tradition spielen geometrische Ordnungen eine wichtige Rolle. Ein Motiv kann gespiegelt, vereinfacht, verschachtelt oder in einer Folge wiederholt werden. Dadurch entsteht ein Muster, das auf klaren Grundformen beruht und dennoch variabel bleibt. Die Knüpferin oder der Knüpfer arbeitet mit einem überlieferten Formenvorrat, kann Abstände, Größen und Verbindungen aber innerhalb der jeweiligen Arbeit anpassen.
Die satte goldene Farbgebung gibt dem Teppich seine erkennbare farbliche Grundstimmung. Gold kann in einem Teppich als zusammenhängende Fläche, als Kontur oder als Akzent in einzelnen geometrischen Feldern erscheinen. Farbe und Zeichnung stehen dabei in einer engen Beziehung: Die geometrischen Linien teilen die Oberfläche, während der Goldton den einzelnen Bereichen einen gemeinsamen Zusammenhang gibt.
Persische geometrische Teppiche bestehen häufig aus einem Wechsel von Hauptfeld, Rahmung und begleitenden Formen. Ein zentrales Motiv kann durch kleinere Elemente ergänzt werden. Wiederholte Randmotive erzeugen einen Rhythmus, während Linien und Kontraste die einzelnen Bereiche voneinander abgrenzen. Die konkrete Komposition dieses Teppichs bleibt die Gestaltung eines einzelnen handgeknüpften Stücks. Die Einordnung als geometrisch beschreibt das Prinzip seiner Zeichnung, nicht die Wiederholung eines standardisierten Musters.
Geometrische Muster lassen sich beim Knüpfen aus kleinen Einheiten aufbauen. Ein einzelner Knoten trägt nur einen kleinen Teil der Zeichnung, doch die Folge vieler Knoten erzeugt Linien, Winkel und geschlossene Formen. Dadurch wird das Muster nicht nachträglich auf eine textile Fläche aufgebracht, sondern entsteht gemeinsam mit ihrer Konstruktion. Kleine Abweichungen können bei handgefertigten Teppichen vorkommen und gehören zur manuellen Entstehung.
Die stilistische Einordnung als traditionell und elegant beschreibt die Verbindung aus überlieferter persischer Formensprache, geordnetem geometrischem Aufbau und satter Goldfarbe. Der Teppich ist kein einfarbiger Bodenbelag, sondern eine handgeknüpfte Arbeit mit regionalem Bezug und klarer Musterstruktur. Seine konkrete Farb- und Formverteilung macht ihn zu einem Einzelstück aus der Herstellungsepoche der siebziger Jahre.
Besonderheiten
Der Teppich wird in einem Top-Zustand, gewaschen und als alt semi-antiqu angeboten. Er ist handgeknüpft, aus 100% Wolle gefertigt und weist eine hohe Knotendichte auf. Seine satte goldene Farbgebung und das geometrische Muster prägen die sichtbare Gestaltung. Der Herstellungszeitraum ist mit 1970 bis 1979 angegeben.
Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Außerdem wird er als umweltfreundlich und haustierfreundlich beschrieben. Diese praktischen Eigenschaften ergänzen seine traditionelle handwerkliche Ausführung. Als Einzelstück verbindet er die Shiraz-Ghashghai-Zuordnung mit Wollmaterial, geometrischer Zeichnung und goldener Farbgebung.
FAQ
Was zeichnet einen Shiraz Ghashghai Perserteppich aus?
Ein Shiraz Ghashghai Perserteppich verbindet die regionale Herkunft aus Shiraz mit einer persischen Knüpftradition, in der geometrische Formen eine wichtige Rolle spielen. Die Bezeichnung steht nicht für ein einziges verbindliches Muster, sondern für einen regionalen und kulturellen Zusammenhang. Dieses Stück ist handgeknüpft, aus 100% Wolle gefertigt und besitzt eine hohe Knotendichte. Sein geometrisches Muster und die satte goldene Farbgebung bestimmen seine konkrete Gestaltung.
Wie pflege ich einen handgeknüpften Wollteppich?
Lose Verschmutzungen können durch vorsichtiges und regelmäßiges Absaugen entfernt werden. Die Oberfläche sollte nicht mit unnötig starkem Druck oder aggressiven Mitteln behandelt werden. Bei stärkeren Verschmutzungen oder für eine gründliche Auffrischung ist eine professionelle Reinigung sinnvoll, die auf Wolle und die handgeknüpfte Struktur abgestimmt wird. Direkte, lang anhaltende Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Eine schonende, regelmäßige Pflege unterstützt die textile Oberfläche und das Erscheinungsbild.
Ist dieser Teppich für Fußbodenheizung geeignet?
Ja, dieser Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Er kann daher in einem Raum mit einer solchen Heizungsanlage verwendet werden. Der Untergrund sollte sauber, eben und trocken sein. Ein geeigneter Teppichunterleger kann den Teppich zusätzlich stabilisieren und das Verrutschen vermindern. Die Eignung für Fußbodenheizung ersetzt nicht die regelmäßige, schonende Pflege des Wollflors.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Material |
















