














Perserteppich Sabzevar ca. 298x202cm handgeknüpft (Verkauft)
2485$
Handgeknüpfter Sabzevar Perserteppich | Knotendichte: ca. 200000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 298x202cm | Muster: Floral Medaillon | Zustand: Gebraucht mit Patina, gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000293
Beschreibung
Sabzevar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Sabzevar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Bei der handgeknüpften Herstellung werden die Knoten einzeln in eine vorbereitete Grundbindung eingearbeitet. So entsteht eine textile Oberfläche, deren Aufbau vollständig aus der Verbindung von Knoten, Kette und Schuss hervorgeht. Die im Angebot angegebene Knotendichte beträgt ca. 200000 Knoten/qm. Sie beschreibt die Dichte der geknüpften Struktur und gehört zu den technischen Merkmalen dieser Ausführung.
Bei Sabzevar-Teppichen besteht der Flor fast immer aus Wolle. Für die Grundbindung werden Kette und Schuss üblicherweise aus Baumwolle hergestellt. Diese Kombination verbindet den weichen, glänzenden Charakter der Wolle mit einer stabilen textilen Grundlage. In der persischen Teppichherstellung wird Wolle wegen ihrer Eignung für den Flor seit langer Zeit verwendet. Sie lässt sich verspinnen, färben und in einzelne Knoten einarbeiten. Baumwolle dient bei vielen städtischen Teppichen als verlässliches Material für die tragende Struktur.
Seide kann bei Teppichen dieser Art in äußerst seltenen Fällen als Bestandteil des Flors, des Trägermaterials oder des gesamten Teppichs vorkommen. Das gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich, sofern ein Stück nicht wesentlich älter als einige Jahrhunderte ist. Für Sabzevar-Teppiche ist daher die Verbindung aus Wollflor und Baumwollgrundbindung die typische Materialbeschreibung. Die Wolle der Khorasan-Tradition wird als besonders glänzend und weich beschrieben. Ihre Eigenschaften wirken zusammen mit den Mustern und der handwerklichen Ausführung.
Die einzelnen Arbeitsschritte der traditionellen Knüpftechnik verlangen eine regelmäßige Abstimmung von Entwurf, Farbfeldern und Knoten. Ein Muster wird nicht als aufgedruckte Oberfläche aufgebracht, sondern entsteht aus der Folge der farbigen Knoten. Die Grundbindung hält die Knoten in ihrer Position; der Flor bildet anschließend die sichtbare dekorative Schicht. Die Feinheit eines Teppichs wird unter anderem über die Knotendichte beschrieben, während Material und Ausführung weitere Hinweise auf seine technische Einordnung geben.
Der Teppich ist gebraucht, besitzt Patina und wurde gewaschen. Diese Angaben beziehen sich auf den überlieferten Zustand des einzelnen Stücks. Weitere Angaben zu Alter, Reparaturen oder bestimmten Gebrauchsspuren liegen nicht vor. Die ausdrücklich genannten Merkmale bleiben damit die Handknüpfung, der Flor aus 100% Wolle, die Kette aus 100% Baumwolle und die beschriebene Knotendichte. Sie ordnen den Teppich in die robuste Herstellung ein, für die viele Teppiche aus Khorasan bekannt sind.
Herkunft und Tradition
Sabzevar oder Sabzewar liegt in der persischen Provinz Khorasan. Khorasan erstreckt sich über den Nordosten des heutigen Iran und gehört zu den großen historischen Teppichregionen Persiens. Die Provinz umfasst ein weites Gebiet, in dem unterschiedliche Formen handgefertigter Teppiche entstanden. Deshalb steht die Bezeichnung Sabzevar für einen Ort und eine regionale Tradition innerhalb einer noch größeren kulturellen und handwerklichen Landschaft.
Mashhad ist die Hauptstadt von Khorasan und zugleich ein bedeutender Handelsplatz für Teppiche aus der Region. Viele Teppiche werden dort verkauft. Weitere Zentren der Teppichherstellung sind Kashmar, Mood, Sabzevar, Ghain und Birjand. Die meisten dieser Orte befinden sich in der weiteren Umgebung von Mashhad. Zwischen den einzelnen Zentren bestanden Verbindungen durch Handel, Wanderschaft von Handwerkern und die Weitergabe von Entwürfen. Dadurch konnte sich eine vielfältige, aber miteinander verbundene Teppichkultur entwickeln.
Die Teppiche aus Khorasan unterscheiden sich in ihrer Feinheit und werden von mittel bis fein hergestellt. Als gemeinsames Merkmal gilt ihre Robustheit. In den Städten wurden die handwerklichen Fähigkeiten der Region in Werkstätten weiterentwickelt und zu einer ausgearbeiteten Form der Teppichkunst geführt. Zu den städtischen Herkunftsbezeichnungen gehören Kashmar, Mashhad, Mood, Sabzevar und Birjand. Daneben fertigten Belutsch-Nomaden in den südlicheren Teilen der Provinz Teppiche, die ursprünglich für den eigenen Gebrauch bestimmt waren.
Die nomadische und die städtische Teppichherstellung stehen dabei nicht ohne Verbindung nebeneinander. Die Städte übernahmen handwerkliches Können, das zunächst in einem praktischen Umfeld eingesetzt wurde, und entwickelten es weiter. In den nomadischen Gemeinschaften entstanden Teppiche aus dem Bedarf des täglichen Lebens. In den Städten wurden Entwürfe, Materialien und Arbeitsabläufe stärker spezialisiert. So konnten sich innerhalb Khorasans verschiedene Qualitäten und Gestaltungsweisen ausbilden.
Ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte Persiens war der afghanische Überfall im Jahr 1722. Er führte zu politischer Verwirrung und versetzte die Teppichindustrie über viele Jahre in einen schwierigen Zustand. Besonders etablierte Regionen wie Mashhad waren davon betroffen. Die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen erschwerten die kontinuierliche Arbeit der Werkstätten. Mit der Erholung Khorasans und anderer Regionen gewann auch die Teppichherstellung wieder an Bedeutung.
Die iranischen Königshöfe bemühten sich, die hohe Kunst des Teppichknüpfens im Land zu bewahren und wieder zu stärken. In diesem Zusammenhang wird Schah Abbas genannt. Iranische Könige ließen mitunter minderwertige Teppiche sowie Stücke mit mangelhaften Färbetechniken beschlagnahmen und zerstören. Damit sollte verhindert werden, dass die überlieferten Standards und die Integrität der alten persischen Teppichkunst verloren gingen. Diese Geschichte verdeutlicht, welche Bedeutung Materialauswahl, Färbung, Muster und sorgfältige Verarbeitung innerhalb der persischen Tradition besaßen.
Khorasan ist deshalb nicht nur als geografische Herkunftsregion zu verstehen. Die Provinz steht auch für eine lange Verbindung zwischen städtischen Werkstätten, nomadischen Webern, regionalen Rohstoffen und überlieferten Gestaltungsformen. Sabzevar ist ein Teil dieser Geschichte. Der Ort gehört zu den genannten Zentren der Herstellung und steht für Teppiche, die in den weiteren Zusammenhang der Khorasan-Tradition eingeordnet werden. Die Bezeichnung der Herkunft bleibt dabei von der Frage getrennt, welchem Muster ein einzelner Teppich folgt.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als florales Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon bildet in der persischen Teppichgestaltung einen zentralen ornamentalen Schwerpunkt. Um diese Mitte können florale Formen, Ranken und stilisierte Pflanzenmotive angeordnet werden. Die Komposition erhält dadurch eine erkennbare Ordnung: Das Zentrum dient als Bezugspunkt, während weitere Dekorelemente den Übergang zum übrigen Feld und zur Rahmung gestalten können.
Die Bezeichnung floral beschreibt die Motivwelt. Sie verweist auf Formen, die aus der Natur abgeleitet oder in stilisierter Weise als Blüten, Blätter, Ranken und Pflanzenornamente dargestellt werden. Solche Motive werden in der persischen Teppichkunst nicht als naturgetreue Abbildung verstanden. Sie werden in regelmäßige, wiederholbare und für das Knüpfen geeignete Formen übersetzt. Linien, Flächen und Farbfelder müssen dabei so angeordnet werden, dass sie in der Knotentechnik ausgeführt werden können.
Sabzevar-Teppiche besitzen nicht zwingend ein einziges traditionelles Muster, das ausschließlich mit Sabzevar verbunden ist. Vielmehr übernehmen sie Muster anderer Städte Persiens. Diese Eigenschaft erklärt, weshalb eine Herkunftsbezeichnung und ein Mustername unterschiedliche Informationen liefern. Sabzevar bezeichnet die genannte regionale Herkunft. Das florale Medaillon beschreibt die Gestaltung. Ein Muster, das auch in anderen persischen Zentren vorkommt, hebt die Herkunft aus Sabzevar nicht auf.
Die persische Teppichgestaltung arbeitet mit überlieferten Entwurfsideen, die zwischen verschiedenen Orten weitergegeben und verändert wurden. Ein Medaillon kann unterschiedlich proportioniert und mit verschiedenen floralen Details verbunden werden. Auch die Anordnung des Feldes und der Bordüren kann innerhalb einer Tradition variieren. Die Vielfalt entsteht aus der Verbindung von regionalem Können, vorhandenen Vorlagen und der Umsetzung durch die jeweiligen Knüpferinnen und Knüpfer.
Bei den Teppichen dieser Art können nahezu alle Farben vorkommen. Es gibt daher keine einzige verbindliche Farbpalette, die für jeden Sabzevar-Teppich gilt. Farben können dazu dienen, die zentrale Form hervorzuheben, florale Einzelheiten voneinander zu trennen oder einen Zusammenhang zwischen Innenfeld und Randornament herzustellen. Die Farbauswahl eines einzelnen Teppichs gehört zu seinem individuellen Erscheinungsbild. Die Angabe „florales Medaillon“ macht keine zusätzliche Aussage über bestimmte Farben.
Die Wirkung eines Medaillonmusters entsteht aus dem Verhältnis zwischen Mitte, Feld und umlaufender Ornamentik. Florale Motive können den Blick von der Mitte nach außen führen und zugleich eine rhythmische Verbindung innerhalb der Fläche schaffen. In der handgeknüpften Ausführung wird diese Ordnung Knoten für Knoten aufgebaut. Der Entwurf muss daher nicht nur dekorativ, sondern auch technisch in eine Folge von Knoten und Farbübergängen übertragbar sein.
Die Verbindung aus floraler Ornamentik und zentraler Medaillonordnung wurde in vielen persischen Städten weiterentwickelt. Sabzevar-Teppiche können an dieser überregionalen Mustersprache teilhaben, ohne ein ausschließlich lokales Sabzevar-Dekor zu zeigen. Das macht die Einordnung in die Khorasan-Tradition und die Beschreibung des konkreten Musters miteinander vereinbar. Der Teppich bleibt ein Sabzevar-Perserteppich aus Khorasan mit einem floralen Medaillon.
Die Beschreibung hebt außerdem hervor, dass sich diese Art von Muster für Räume eignet, in denen Eleganz eine Rolle spielt. Gemeint ist die gestalterische Wirkung von Medaillon, floralen Formen und der geordneten Komposition. Diese Einordnung ist keine zusätzliche Aussage über das Alter, die Herkunft oder die Qualität des einzelnen Stücks. Sie beschreibt ausschließlich den Charakter der überlieferten Mustertradition.
Besonderheiten
Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten dieses Unikats gehören die Herkunft aus Sabzevar in Khorasan, die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen die Knotendichte von ca. 200000 Knoten/qm und das Muster Floral Medaillon. Der Teppich ist gebraucht, zeigt Patina und wurde gewaschen.
Eine weitere Besonderheit liegt in der Verbindung von lokaler Herkunft und überregionaler Mustersprache. Sabzevar ist eines der genannten Zentren der Khorasan-Teppichherstellung. Das Muster ist jedoch nicht als ausschließlich traditionelles Sabzevar-Muster beschrieben, sondern als florales Medaillon, das in der persischen Teppichkunst auch mit Entwürfen anderer Städte verbunden sein kann. Herkunft und Dekor ergänzen sich, bezeichnen aber nicht dasselbe.
Die Bezeichnung Unikat weist darauf hin, dass es sich um ein einzelnes Stück handelt. Seine dokumentierten Eigenschaften ergeben sich aus Material, Knüpftechnik, Knotendichte, Muster und Zustand. Angaben zu Alter, Signatur, Restaurierungen oder bestimmten Reparaturen sind nicht enthalten. Solche Merkmale werden daher nicht ergänzt. Auch die allgemeine Geschichte von Khorasan ersetzt keine nicht vorhandene Einzelprovenienz.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus Sabzevar in der persischen Provinz Khorasan. Khorasan liegt im Nordosten des Iran und umfasst mehrere bedeutende Zentren der Teppichherstellung, darunter Mashhad, Kashmar, Mood, Ghain und Birjand. Sabzevar ist die genannte lokale Herkunft innerhalb dieser größeren regionalen Tradition. Das florale Medaillon ist die Musterangabe und bedeutet nicht, dass der Teppich aus einer anderen Stadt stammt. Bei persischen Teppichen müssen Herkunftsbezeichnung und Mustersprache getrennt gelesen werden.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft und weist eine Knotendichte von ca. 200000 Knoten/qm auf. Diese Verbindung aus Wollflor und Baumwollkette entspricht der beschriebenen traditionellen Materialverteilung vieler Sabzevar-Teppiche. Seide ist für dieses Stück nicht angegeben und wird deshalb nicht als Material genannt. Die allgemeine Sabzevar-Tradition kennt Seide nur in äußerst seltenen Fällen.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Teppich ist gebraucht, besitzt Patina und wurde gewaschen. Diese Angaben beschreiben den genannten Zustand des einzelnen Stücks. Weitere Informationen zu Alter, Reparaturen oder einzelnen Gebrauchsspuren liegen nicht vor. Das Muster ist als Floral Medaillon bezeichnet, die Herkunft als Sabzevar in Khorasan. Die vorhandenen Zustandsangaben werden dadurch weder erweitert noch mit nicht genannten Details ergänzt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








