













Perserteppich Sabzevar ca. 241x170cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$781$Aktueller Preis ist: 781$
Handgeknüpfter Sabzevar Perserteppich | Knotendichte: ca. 160000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 241 x 170 cm | Muster: Floral Medaillon | Zustand: Gebraucht, sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000372
Beschreibung
Sabzevar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Sabzevar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Damit sind die beiden im Produkt ausgewiesenen Materialien klar voneinander unterschieden: Wolle bildet den sichtbaren Flor, Baumwolle dient als Kettenmaterial im Grundgewebe. Die Kombination aus Wollflor und Baumwollkette gehört zu den typischen Materialangaben, die bei Teppichen aus Chorassan zu finden sind.
Wolle wird bei Sabzevar-Teppichen traditionell wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer angenehmen Oberfläche verwendet. In der Beschreibung der Sabzevar-Teppiche wird sie als glänzend und weich charakterisiert. Beim Handknüpfen wird der Flor Knoten für Knoten aufgebaut. Jeder einzelne Knoten ist Teil der später sichtbaren Fläche, während die Kette dem Gewebe Halt und Ordnung gibt. Die handwerkliche Ausführung verbindet dadurch die textile Grundlage mit dem dekorativen Flor.
Für Teppiche aus dieser Region wird überwiegend ein Wollflor mit einem Baumwollgrundgewebe beschrieben. In seltenen historischen Fällen kann auch Seide eine Rolle spielen, doch für dieses Stück ist ausdrücklich ein Flor aus 100% Wolle und eine Kette aus 100% Baumwolle angegeben. Diese Materialangabe bleibt daher die maßgebliche Beschreibung des Teppichs. Die ausgewiesene Knotendichte beträgt ca. 160000 Knoten/qm und verweist auf eine sorgfältig aufgebaute, von Hand gefertigte Oberfläche.
Herkunft und Tradition
Sabzevar, auch Sabzewar geschrieben, liegt in der persischen Provinz Chorassan im Nordosten Persiens. Chorassan ist ein ausgedehntes Gebiet mit einer langen Teppichtradition. Mashad ist die Hauptstadt der Region und zugleich ein bedeutender Handelsplatz für Teppiche. Neben Mashad gehören Kashmar, Mood, Sabzevar, Ghain und Birjand zu den genannten Zentren der Teppichherstellung. Diese Orte liegen zum großen Teil in der weiteren Umgebung von Mashad und bilden gemeinsam eine vielfältige regionale Teppichlandschaft.
Die Teppichproduktion in Chorassan umfasst unterschiedliche handgefertigte Teppiche, von mittelgroben bis zu feineren Ausführungen. Sabzevar steht dabei innerhalb einer Region, in der sowohl städtische Werkstätten als auch nomadische Traditionen vorhanden sind. Im südlicheren Teil der Provinz knüpfen Belutsch-Nomaden eigene Teppiche. Die Städte der Region griffen handwerkliche Fähigkeiten auf, die zunächst vielfach dem eigenen Gebrauch dienten, und entwickelten sie zu einer eigenständigen Produktions- und Gestaltungstradition weiter.
Die Geschichte Chorassans war nicht ohne Unterbrechungen. Eine afghanische Invasion im Jahr 1722 führte in Persien zu lang andauernder politischer Unruhe. Auch die Teppichindustrie, besonders in etablierten Zentren wie Mashad, wurde von dieser Entwicklung beeinträchtigt. Dennoch konnten Chorassan und andere Regionen ihre wirtschaftlichen und handwerklichen Strukturen wieder aufbauen. Die Teppichherstellung wurde erneut aufgenommen, und die iranischen Höfe unterstützten die Rückkehr zu einer qualitätsbewussten persischen Teppichkunst.
In diesem Zusammenhang wird auch Schah Abbas genannt, der minderwertige Teppiche und Erzeugnisse mit unzureichenden Färbetechniken beschlagnahmen und zerstören ließ. Dahinter stand das Ziel, die handwerkliche Integrität der alten persischen Kunst zu bewahren. Die Tradition von Sabzevar ist somit Teil einer größeren Geschichte, in der regionale Werkstätten, Handelszentren und höfische Qualitätsvorstellungen miteinander verbunden waren. Ein Sabzevar-Teppich steht nicht isoliert, sondern innerhalb dieses gewachsenen kulturellen Zusammenhangs von Chorassan.
Die Bezeichnung Sabzevar beschreibt die Herkunft aus diesem persischen Teppichgebiet. Zugleich zeigt die Geschichte der Region, dass Ortsnamen bei persischen Teppichen sowohl auf konkrete Produktionszentren als auch auf weitreichende Handels- und Gestaltungstraditionen verweisen können. Die Nähe zu Mashad, die Verbindung zu weiteren Zentren wie Kashmar und Birjand sowie der Austausch zwischen städtischen und nomadischen Knüpfern prägen das Bild der chorassanischen Teppichkultur.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Floral Medaillon angegeben. Ein Medaillon bildet in der persischen Teppichgestaltung ein zentrales Ordnungsprinzip: Im Mittelpunkt steht eine betonte Form, die von floralen Elementen begleitet oder gerahmt werden kann. Florale Zeichnungen bringen dabei Blüten, Blätter und geschwungene Ranken in eine strukturierte Komposition. Bei einem Floral-Medaillon verbinden sich die klare Mitte und die bewegte Pflanzenornamentik zu einem ausgewogenen Gesamtaufbau.
Die florale Gestaltung gehört zu den verbreiteten Ausdrucksformen der persischen Teppichkunst. Pflanzenmotive können stilisiert und rhythmisch wiederholt werden, sodass aus einzelnen Ornamenten ein zusammenhängendes Muster entsteht. Die Zeichnung folgt dabei nicht dem natürlichen Erscheinungsbild einer Pflanze, sondern einer textilen Ordnung. Formen werden an die Fläche angepasst, gespiegelt, wiederholt oder um ein Zentrum gruppiert. So entsteht eine dekorative Bildsprache, die auf der gesamten Teppichfläche lesbar bleibt.
Sabzevar-Teppiche weisen nicht immer ein ausschließlich lokales Sabzevar-Muster auf. Die Teppiche aus diesem Zentrum übernehmen vielfach Muster anderer persischer Städte. Das gehört zur Geschichte ihrer Gestaltung und erklärt, warum die regionale Herkunft und das konkrete Ornament unterschiedliche Ebenen der Beschreibung bilden. Ein Teppich kann aus Sabzevar stammen und zugleich eine Mustertradition aufnehmen, die auch in anderen persischen Produktionsorten bekannt ist.
Bei einem Medaillonmuster ist die Mitte der visuelle Bezugspunkt. Die umgebenden floralen Formen schaffen Übergänge zwischen dem zentralen Ornament und den weiteren Bereichen des Teppichs. In der persischen Gestaltung wird eine solche Ordnung häufig durch wiederkehrende Ranken, Blütenformen und fein abgestimmte Verbindungen unterstützt. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Naturmotiv, sondern das Zusammenspiel von Zentrum, Umrahmung und Wiederholung.
Die Beschreibung dieses Stücks nennt ausschließlich die Musterart Floral Medaillon. Konkrete Farben oder einzelne Pflanzenformen sind nicht angegeben und werden daher nicht ergänzt. Allgemein sind bei Sabzevar-Teppichen viele verschiedene Farben anzutreffen. Die regionale Gestaltungstradition bleibt dadurch offen für unterschiedliche Farb- und Ornamentlösungen, während das Medaillon die kompositorische Grundidee vorgibt. Das Muster lässt sich somit als florale, zentral geordnete persische Gestaltung innerhalb der vielseitigen Tradition von Chorassan einordnen.
Besonderheiten
Zu den klar ausgewiesenen Eigenschaften gehören die Herkunft aus Sabzevar in Chorassan, die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen die Knotendichte von ca. 160000 Knoten/qm und das Floral-Medaillon als Musterangabe. Diese Merkmale beschreiben Herkunft, Herstellung, Material und Gestaltung des Einzelstücks gemeinsam.
Der Teppich wird als gebraucht, sehr gut erhalten beschrieben. Damit ist sein Zustand ausdrücklich eingeordnet, ohne eine ungenannte Altersangabe oder eine zusätzliche Provenienz zu behaupten. Die Bezeichnung als Unikat macht deutlich, dass es sich um ein einzelnes, nicht beliebig reproduzierbares Stück handelt. Seine charakteristischen Eigenschaften ergeben sich aus der Verbindung von Sabzevar-Herkunft, Handarbeit und floraler Medaillonkomposition.
FAQ
Woher stammt dieser Perserteppich?
Der Teppich stammt aus Sabzevar in der persischen Provinz Chorassan. Sabzevar ist eines der genannten Teppichzentren im Nordosten Persiens und steht in enger Verbindung mit der größeren chorassanischen Produktion rund um Mashad. Chorassan umfasst neben Mashad auch Orte wie Kashmar, Mood, Ghain und Birjand. Diese regionale Einordnung beschreibt die Herkunft des Stücks. Die Nennung anderer Städte erklärt die Tradition der Provinz, bedeutet aber nicht, dass dieser Teppich aus einem anderen Zentrum stammt.
Aus welchen Materialien besteht der Teppich?
Der Flor besteht aus 100% Wolle. Die Kette ist aus 100% Baumwolle gefertigt. Diese Materialien sind im Produkt ausdrücklich getrennt angegeben. Wolle bildet die sichtbare Oberfläche des handgeknüpften Teppichs, während die Baumwollkette zum Grundgewebe gehört. Für Sabzevar-Teppiche ist die Verbindung von Wollflor und Baumwollgrundgewebe typisch. Seide ist für dieses Stück nicht angegeben und wird daher nicht als Material genannt.
Wie ist das Muster gestaltet?
Das Muster ist als Floral Medaillon bezeichnet. Im Zentrum steht damit eine medaillonartige Komposition, die durch florale Ornamente geprägt ist. Die persische Teppichkunst arbeitet bei solchen Gestaltungen mit stilisierten Blüten, Blättern und Ranken, die in eine geordnete Fläche eingebunden werden. Sabzevar-Teppiche übernehmen außerdem häufig Muster anderer persischer Städte. Die Herkunft aus Sabzevar und die florale Medaillonkomposition sind deshalb zwei eigenständige Angaben: Die erste bezeichnet den Produktionsort, die zweite die Gestaltung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








