













Perserteppich Nain ca. 300 x 200 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 3314$1065$Aktueller Preis ist: 1065$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12la (12 Garnschichten), ca. 250.000 Knoten/qm | Material: Flor 97% Schurwolle 3% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 300 x 200 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Sehr gut mit minimal Patina
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000290
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 97% Schurwolle und 3% Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Schurwolle und einem kleineren Seidenanteil gehört zur überlieferten Materialwelt von Nain. Wolle bildet dabei die belastbare und griffige Grundlage des Flors; Seide kann feine Konturen und eine differenzierte Oberfläche unterstützen. Die Baumwollkette bildet das textile Gerüst, in das die Knoten eingearbeitet werden.
Die Ausführung ist mit 12la bezeichnet, also mit 12 Garnschichten. Für diesen Teppich ist außerdem eine Knotendichte von etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine solche dichte Knüpfung ermöglicht es, florale Einzelheiten, geschwungene Linien und die klare Ordnung eines Medaillons präzise auszuarbeiten. Bei Nain-Teppichen werden die Knoten sorgfältig in die Kette gesetzt und anschließend so geschnitten, dass ein glatter, gleichmäßiger Flor entsteht.
Die handwerkliche Herstellung verlangt eine gleichmäßige Spannung der Kette, eine kontrollierte Einbindung der Schussfäden und eine sorgfältige Abstimmung der Knoten. Nain-Teppiche sind für ihren fein geschnittenen Flor und ihre präzise Zeichnung bekannt. Der vorliegende Teppich weist einen Flor aus Schurwolle und Seide sowie eine Baumwollkette auf. Sein Zustand ist sehr gut; eine minimale Patina ist vorhanden. Damit werden Material, Machart und Erhaltungsbild klar benannt, ohne Eigenschaften hinzuzufügen, die für dieses Einzelstück nicht angegeben sind.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in der zentralpersischen Hochebene und gehört zum kulturellen Umfeld der Provinz Isfahan. Die Stadt befindet sich in einer trockenen Wüstenlandschaft, deren Lebensweise, Architektur und handwerkliche Traditionen durch die besonderen klimatischen Bedingungen geprägt wurden. Nain ist auch unter dem Namen Naeen bekannt und besitzt eine lange Geschichte als Siedlungsplatz.
Die textile Tradition von Nain reicht weiter zurück als die eigentliche Teppichproduktion. Über viele Generationen wurden dort hochwertige Wolltücher hergestellt. Diese Textilien dienten unter anderem traditioneller religiöser und weltlicher Kleidung sowie feinen Wollmänteln. Als sich westliche Kleidungsformen verbreiteten und der Absatz dieser Stoffe zurückging, konnten die vorhandenen Kenntnisse in der Verarbeitung von Wolle und Garn auf die Teppichherstellung übertragen werden.
Die Entwicklung Nains zu einem Teppichzentrum ist deshalb vergleichsweise jung, zugleich aber eng mit einer bereits ausgeprägten Textilkultur verbunden. Fachwissen über Garn, Gewebe, Spannung und Oberflächenbearbeitung bildete eine wichtige Grundlage für die spätere Knüpfkunst. Anregungen kamen auch aus dem benachbarten Isfahan, das seit langer Zeit für seine Teppiche und seine ornamentale Gestaltung bekannt ist. Nain entwickelte daraus eine eigene, leicht erkennbare Formensprache mit feiner Zeichnung und einer formal geordneten Gesamtwirkung.
In Nain werden Teppiche traditionell von erfahrenen Knüpfern gefertigt. Die Arbeit an einem Stück erfordert Geduld und eine genaue Kontrolle jedes Arbeitsschrittes. Charakteristisch sind asymmetrische, persische Knoten, ein Flor aus Wolle und Kettfäden aus Baumwolle. Bei feineren Ausführungen können zusätzlich Seidenanteile oder Seidenketten vorkommen. Auch die Einfassung von Blumen und Arabesken mit Seide ist in der Nain-Tradition verbreitet. Diese technischen und gestalterischen Merkmale erklären, weshalb Nain-Teppiche in der persischen Teppichkunde eine eigenständige Stellung einnehmen.
Die Geschichte der Stadt selbst reicht in die vorislamische Zeit zurück. Historische Quellen aus der frühen islamischen Epoche erwähnen Nain und seine Besonderheiten. Zu den bekannten Zeugnissen der Stadt gehört das Narenj- oder Narin-Schloss. Solche historischen Bezüge bilden den weiteren kulturellen Hintergrund einer Region, in der sich textile Kenntnisse und eine charakteristische Teppichproduktion miteinander verbunden haben.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Ein Toranj ist in der persischen Ornamentik ein Medaillonmotiv; Lachak bezeichnet die Eckbereiche, die auf das zentrale Feld bezogen sind. Bei einer solchen Komposition stehen Mittelmedaillon und Eckzwickel in einem abgestimmten Verhältnis. Das Auge folgt dabei von der Mitte zu den Ecken und weiter in das umlaufende Feld.
Das Nain-Medaillon verbindet eine klare zentrale Ordnung mit geschwungenen floralen Linien. Arabesken, Blüten und Ranken werden in der Nain-Tradition fein gezeichnet und regelmäßig aufeinander bezogen. Die Musterführung wirkt nicht zufällig, sondern folgt einer sorgfältig geplanten Symmetrie. Gerade bei dicht geknüpften Teppichen können schmale Konturen und kleine Blattformen deutlich voneinander abgegrenzt werden.
Nain-Teppiche sind häufig durch eine formelle, ruhige Gestaltung geprägt. Typische Farbfamilien der Herkunftstradition sind Babyblau, Marineblau, Beige, Bordeauxrot, Grün, Weiß, warme Beigetöne und Elfenbein. Diese Angaben beschreiben die regionale Designsprache und nicht eine zusätzliche Farbangabe für dieses konkrete Einzelstück. Kennzeichnend ist vielmehr das Zusammenspiel von fein gezeichneten Blumenmotiven, geschwungenen Arabesken und einem geordneten Medaillonaufbau.
Die Nähe zu Isfahan zeigt sich in der Vorliebe für ausgewogene Proportionen, florale Ornamentik und eine kontrollierte Linienführung. Dennoch besitzen Nain-Muster eine eigene Klarheit. Die Zeichnung wird häufig von einem ruhigen Feld getragen, während das Medaillon und die Eckpartien den Blick strukturieren. Bordüren greifen florale oder arabeske Elemente auf und führen sie als Rahmen um die Komposition. So entsteht ein Zusammenhang zwischen Zentrum, Ecken, Feld und Rand.
Das Muster Lachak-Toranj ist damit sowohl dekorativ als auch geometrisch geordnet. Die floralen Formen lockern die Symmetrie auf, ohne die Gesamtstruktur aufzulösen. Dieser Gegensatz zwischen feiner Naturform und klarer Achsenordnung ist ein wichtiges Merkmal der persischen Medaillontradition. Bei Nain wird er mit einer präzisen Knüpftechnik und einer häufig zurückhaltenden, formellen Farbauffassung verbunden.
Besonderheiten
Zu den besonderen Angaben dieses Einzelstücks gehören die Bezeichnung 12la mit 12 Garnschichten, die feine Knüpfung und die Materialkombination aus Schurwolle, Seide und Baumwolle. Das Muster Lachak-Toranj Nain-Medaillon verweist eindeutig auf die Nain-typische Medaillonkomposition. Die Kette aus Baumwolle und der Flor mit einem kleinen Seidenanteil entsprechen der im Nain-Handwerk verbreiteten Verbindung von stabiler Grundlage und fein ausarbeitbarer Oberfläche.
Der Erhaltungszustand ist sehr gut. Eine minimale Patina ist vorhanden. Patina bezeichnet dabei eine leichte, durch Gebrauch und Zeit entstandene Veränderung der Oberfläche. Sie ist nicht mit einer starken Abnutzung gleichzusetzen. Bei einem handgeknüpften Teppich bleibt jedes Stück durch seine individuelle Knüpfung, Zeichnung und Alterung ein Unikat. Dieser Teppich wird als verkauft geführt.
FAQ
Woher stammt dieser Perserteppich?
Dieser Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in der zentralen Region Persiens und ist eng mit dem handwerklichen Umfeld von Isfahan verbunden. Die Stadt wurde zunächst durch ihre Woll- und Textilproduktion bekannt und entwickelte später eine eigene Teppichtradition. Nain-Teppiche werden wegen ihrer feinen Zeichnung, ihrer formellen Medaillonmotive und der sorgfältigen handwerklichen Ausführung als eigenständige persische Herkunftsgruppe eingeordnet.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht bei diesem Teppich aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Wolle verleiht dem Flor seine textile Grundlage und eine robuste, angenehm strukturierte Oberfläche. Der Seidenanteil unterstützt die feine Ausarbeitung von Konturen und Ornamenten. Die Baumwollkette bildet das tragende Gerüst der Knüpfung. Diese Materialangaben beziehen sich auf das konkrete Stück und werden durch die Bezeichnung 12la ergänzt.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Zustand ist sehr gut, mit minimaler Patina. Damit ist eine leichte, alters- oder gebrauchsbedingte Veränderung der Oberfläche gemeint, während das Stück insgesamt sehr gut erhalten ist. Weitere Schäden oder Reparaturen sind nicht angegeben. Das Einzelstück ist als verkauft gekennzeichnet. Sein Muster ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon ausgewiesen und seine Ausführung als handgeknüpfter Nain-Perserteppich beschrieben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








