




Perserteppich Nain 60 x 40 cm Schurwolle handgeknüpft
540$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 60 x 40 cm | Zustand: Neu, perfekt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 53AB3273
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich besteht aus 100% Schurwolle. Schurwolle ist eine Naturfaser, die im Teppichhandwerk wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer weichen Oberfläche und ihrer angenehmen Haptik verwendet wird. Sie kann Wärme aufnehmen und speichern und vermittelt dadurch ein behagliches Gefühl im Wohnbereich. Außerdem besitzt Wolle schalldämpfende Eigenschaften. Die Faser kann damit dazu beitragen, Geräusche im Raum weniger hart wirken zu lassen und eine ruhigere Atmosphäre zu unterstützen.
Die Kette dieses Teppichs besteht aus 100% Baumwolle. Im Aufbau treffen somit zwei Naturfasern mit unterschiedlichen Aufgaben zusammen. Die Schurwolle bildet den Flor und bestimmt den sichtbaren Eindruck sowie den Griff der Oberfläche. Die Baumwolle bildet die Kette, auf der die Knoten befestigt werden. Eine Baumwollkette bietet dem Knüpfvorgang eine regelmäßige textile Grundlage. Bei einem handgeknüpften Teppich werden die Knoten nicht maschinell erzeugt, sondern einzeln von Hand in diese Konstruktion eingearbeitet.
Die angegebene Knotendichte von ca. 300.000 Knoten pro Quadratmeter steht für eine sehr fein gegliederte Knüpfarbeit. Eine hohe Knotenzahl erlaubt es, Konturen, kleine Ornamente und Übergänge differenziert auszuarbeiten. Die Zeichnung entsteht aus vielen einzelnen Arbeitsschritten und nicht aus einem nachträglich aufgebrachten Druck. Jede Reihe baut auf der vorherigen auf. Dadurch erhält die Oberfläche eine textile Tiefe, die bei handgeknüpften Teppichen ein wesentlicher Teil ihrer handwerklichen Erscheinung ist.
Zur traditionellen Herstellung gehören mehrere vorbereitende und abschließende Arbeitsgänge. Zunächst muss die Kette gleichmäßig gespannt werden. Danach setzen die Knüpfenden die einzelnen Knoten, trennen die Reihen voneinander und verdichten die Gestaltung Schritt für Schritt. Überschüssige Fäden werden später bearbeitet, die Oberfläche wird geordnet und der Teppich wird für seine Nutzung fertiggestellt. Die Qualität der Arbeit hängt dabei von gleichmäßiger Spannung, sicherem Knoten, genauer Orientierung am Entwurf und sorgfältiger Nachbearbeitung ab.
Handarbeit bedeutet zugleich, dass ein Teppich nicht wie ein industrielles Serienprodukt vollkommen identisch reproduziert wird. Kleine Unterschiede in der Ausführung gehören zur Entstehung eines solchen Stücks. Beim Nain verbindet sich diese manuelle Technik mit einer feinen, kontrollierten Zeichnung. Die Schurwolle sorgt für die textile Oberfläche, die Baumwollkette trägt die Konstruktion, und die dichte Knüpfung ermöglicht die Ausarbeitung kleiner Details.
Herkunft und Tradition
Nain ist eine Stadt in der iranischen Provinz Isfahan. Die Bezeichnung Nain steht in der persischen Teppichkunde daher sowohl für den Herkunftsort als auch für eine bestimmte Richtung der Gestaltung und Herstellung. Die Region besitzt eine lange Teppichtradition, deren Entwicklung bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Über viele Generationen entstand dort ein Wissen über Fasern, Kettenaufbau, Knüpftechnik, Musterordnung und die abschließende Bearbeitung der Teppiche.
Die iranische Teppichkunst beruht auf einer Verbindung von praktischem Können und überlieferten Entwürfen. Ein Teppich wird nicht allein als Bodenbelag betrachtet, sondern auch als textile Form, in der sich das Wissen einer Region zeigt. Beim Nain steht die sorgfältige Ausarbeitung im Mittelpunkt. Die Knüpfenden müssen die Kette gleichmäßig vorbereiten, die Knotenspannung kontrollieren und die Abfolge der Muster genau verfolgen. Schon kleine Abweichungen können den Verlauf einer Linie oder die Proportion eines Ornaments verändern.
Die Teppichtradition von Nain entwickelte sich innerhalb des kulturellen Umfelds von Isfahan. Isfahan war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum persischer Kunst und Handwerkskultur. In diesem Umfeld wurden Erfahrungen mit ornamentalen Kompositionen, ausgewogenen Flächen und fein gezeichneten Details weitergegeben. Nain steht dabei für eine zurückhaltende, präzise und elegante Formensprache. Die Wirkung entsteht häufig durch das Verhältnis von Grundfläche, Ornament, Randgestaltung und feiner Linienführung.
Für Nain-Teppiche sind traditionell sanfte Farbstimmungen sowie florale und geometrische Muster bekannt. Diese allgemeinen Merkmale beschreiben die Teppichart und sind nicht als zusätzliche Farbangabe zu diesem einzelnen Stück zu verstehen. Florale Motive werden in der persischen Ornamentik meist stilisiert. Blüten, Blätter und Ranken werden in eine regelmäßige Komposition eingeordnet, anstatt als naturalistische Einzelbilder aufzutreten. Geometrische Elemente geben dem Entwurf Halt und schaffen eine erkennbare Ordnung.
Die iranische Mustertradition arbeitet häufig mit wiederkehrenden Zeichen und einer klaren Flächenaufteilung. Ein zentraler Entwurf kann von kleineren Motiven ergänzt werden, während Randbordüren die Komposition begrenzen. Je nach Tradition stehen dabei Symmetrie, Rhythmus und die Beziehung zwischen freien Flächen und Ornamenten im Vordergrund. Bei Nain wird diese Ordnung oft mit einer feinen Zeichnung verbunden. Die Muster sollen lesbar bleiben, ohne dass die Fläche durch grobe Konturen dominiert wird.
Florale Darstellungen werden im Orient häufig mit Wachstum, Fruchtbarkeit und der Schönheit der Natur in Verbindung gebracht. Diese Bedeutungen gehören zur allgemeinen kulturellen Deutung von Pflanzenmotiven und müssen nicht jedem einzelnen Ornament eindeutig zugeordnet werden. In einem Teppich können sie zugleich dekorative und symbolische Funktionen besitzen. Die stilisierte Pflanze wird zur wiederholbaren Form, die sich in ein übergeordnetes Muster einfügt.
Die Weitergabe des handwerklichen Wissens erfolgt traditionell durch Übung und praktische Erfahrung. Knüpfende lernen, Materialien richtig zu behandeln, die Spannung der Kette zu beurteilen und eine Vorlage in eine Folge von Knoten zu übertragen. Dazu kommen Tätigkeiten wie das Zurichten der Oberfläche und die Kontrolle der Kanten. Dieses Zusammenspiel erklärt, weshalb bei handgeknüpften Teppichen nicht nur das Material, sondern auch der Herstellungsprozess eine wichtige Rolle spielt.
Nain gehört damit zu den iranischen Teppichtraditionen, in denen Herkunft, Technik und Gestaltung eng verbunden sind. Die Stadt Nain, die Provinz Isfahan und die persische Kulturgeschichte bilden den regionalen Rahmen. Die Handarbeit bildet den technischen Rahmen. Die feine Ornamentik und die geordnete Komposition bilden den gestalterischen Rahmen. Zusammen ergeben diese Ebenen die Einordnung, die einen Nain Perserteppich innerhalb der orientalischen Teppichkunde kennzeichnet.
Design und Muster
Die Nain-Tradition ist für fein ausgearbeitete, anmutige und naturbezogene Muster bekannt. Häufig werden Blumen, Blätter und Ranken verwendet. Solche Motive werden in der persischen Teppichgestaltung nicht einfach aus der Natur kopiert. Sie werden vereinfacht, rhythmisiert und so verändert, dass sie in eine textile Fläche übertragen werden können. Die Form muss dabei nicht nur schön erscheinen, sondern auch als wiederholbares Ornament funktionieren.
Ein florales Muster kann aus mehreren Ebenen bestehen. Größere Blüten oder Ranken geben die Richtung vor, kleinere Blätter und Verzweigungen füllen Zwischenräume, und Linien verbinden die einzelnen Teile. Durch Wiederholung entsteht ein Rhythmus. Durch unterschiedliche Größen und Richtungen wird verhindert, dass die Fläche vollkommen starr wirkt. Die geometrische Ordnung sorgt zugleich dafür, dass die vielen Einzelheiten als zusammenhängende Komposition wahrgenommen werden.
In der persischen Teppichkunst spielt die Gliederung der Fläche eine zentrale Rolle. Ein Entwurf kann mit einem Mittelfeld, einer Umrandung und einer oder mehreren Bordüren arbeiten. Andere Kompositionen verteilen Ornamente über die gesamte Fläche. Welche Anordnung gewählt wird, hängt von der jeweiligen Tradition und vom konkreten Entwurf ab. Für Nain allgemein ist die Verbindung aus feiner Zeichnung, floralen Elementen und kontrollierter Ordnung charakteristisch.
Sanfte Farben und Pastelltöne werden bei Nain-Teppichen häufig eingesetzt. Eine helle, zurückhaltende Farbwelt lässt feine Linien und kleine Ornamente deutlich hervortreten. Sie kann außerdem eine freundliche Raumatmosphäre unterstützen. Die Wirkung solcher Farben hängt immer vom Zusammenspiel mit dem Muster und vom Licht des jeweiligen Raumes ab. Als allgemeines Merkmal der Nain-Tradition erklärt diese Farbgebung, weshalb solche Teppiche sowohl in klassisch als auch in modern eingerichteten Räumen verwendet werden.
Die Bedeutung einzelner Muster kann unterschiedlich ausgelegt werden. Pflanzenmotive verweisen in vielen orientalischen Bildtraditionen auf die Natur und auf ihre Erneuerung. Blüten können mit Wachstum und Fruchtbarkeit verbunden werden, während Ranken die Vorstellung von fortlaufendem Leben nahelegen. Diese symbolischen Lesarten ergänzen die dekorative Funktion, ersetzen sie aber nicht. Ein Teppich bleibt zugleich ein sorgfältig geordnetes textiles Muster, das nach den Regeln einer bestimmten Handwerkstradition gestaltet ist.
Die hohe Knotendichte unterstützt die genaue Darstellung solcher Motive. Kleine Veränderungen in einer Kontur können durch dicht gesetzte Knoten sichtbar gemacht werden. Eine Blattform lässt sich differenzierter ausarbeiten, eine Ranke kann feiner geschwungen werden, und Übergänge zwischen verschiedenen Ornamenten können genauer erscheinen. Die technische Feinheit ist deshalb unmittelbar mit der gestalterischen Feinheit verbunden. Sie setzt Erfahrung, Konzentration und eine konsequente Orientierung am Entwurf voraus.
Handgeknüpfte Muster unterscheiden sich zudem von maschinell erzeugten Dekoren durch ihre Entstehungsweise. Der Entwurf wird in einzelne Knoten übersetzt. Die Reihenfolge dieser Knoten bestimmt die Kontur und die Dichte der Fläche. Beim späteren Scheren und Ordnen des Flors wird die Zeichnung sichtbar. Die Oberfläche bleibt dabei ein Ergebnis der Faser und der Handarbeit. Das Muster liegt nicht nur auf dem Teppich, sondern ist in seine Konstruktion eingebunden.
Die Nain-Gestaltung kann deshalb gleichzeitig ruhig und detailreich wirken. Die sanfte Farbgebung schafft Zurückhaltung, während florale und geometrische Elemente für Struktur sorgen. Die Linienführung hält die Komposition zusammen, und die feine Knotung erlaubt eine differenzierte Darstellung. Diese Eigenschaften erklären die vielseitige Einsetzbarkeit der Teppichart, ohne eine bestimmte Einrichtung oder einen bestimmten Raum vorauszusetzen. Nain bleibt in seiner Formensprache regional verankert und dennoch mit verschiedenen Wohnstilen vereinbar.
Besonderheiten
Dieser Teppich ist neu und in perfektem Zustand. Er ist ein Unikat und wurde handgeknüpft. Die Fertigung als einzelnes, von Hand gearbeitetes Stück unterscheidet ihn von industriell hergestellten Serienprodukten. Der Teppich besteht aus 100% Schurwolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette. Schurwolle wird als pflegeleicht und leicht zu reinigen beschrieben.
Der Nain Perserteppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Außerdem wird Schurwolle als antiallergische Naturfaser beschrieben, die Schadstoffe aus der Luft filtern kann. Diese Angaben beziehen sich auf die im Teppich verwendete Naturfaser. Der geschätzte Wert des Unikats beträgt 950,00 Euro. Für die Erhaltung empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen und gelegentliche professionelle Reinigung. Flecken sollten sofort mit einem milden Reinigungsmittel und einem feuchten Tuch entfernt werden. Starke Chemikalien und direktes Sonnenlicht sind zu vermeiden.
FAQ
Wie reinige ich einen Perserteppich Nain richtig?
Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit loser Staub entfernt wird. Eine gelegentliche professionelle Reinigung ergänzt diese laufende Pflege. Frische Flecken sollten sofort mit einem milden Reinigungsmittel und einem feuchten Tuch behandelt werden. Starke Chemikalien sind zu vermeiden, da sie die Naturfaser und die Oberfläche belasten können. Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Bei Unsicherheit über eine stärkere Verschmutzung ist eine professionelle Teppichreinigung der passende Weg.
Wie lange hält ein Perserteppich Nain?
Ein hochwertiger Perserteppich Nain kann bei guter Pflege über Generationen hinweg halten. Dazu tragen die verwendeten hochwertigen Materialien und die handgeknüpfte Verarbeitung bei. Die Schurwolle bildet einen strapazierfähigen Flor, während die handwerkliche Konstruktion die einzelnen Knoten in einem stabilen textilen Aufbau verbindet. Regelmäßiges Absaugen, die schnelle Behandlung von Flecken und der Verzicht auf starke Chemikalien unterstützen eine lange Nutzungsdauer. Ebenso sollte der Teppich vor direktem Sonnenlicht geschützt werden.
Kann ich den Nain Teppich in jedem Raum verwenden?
Der Nain Perserteppich kann mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbunden werden. Seine zeitlosen Farben und eleganten Muster passen zu traditionellen ebenso wie zu modernen Wohnkonzepten. Als Einsatzbereiche werden Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur genannt. Der Teppich ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet. Ob er für einen bestimmten Raum passend ist, hängt zusätzlich von dessen Nutzung und den dortigen Bedingungen ab. Eine schonende Behandlung und regelmäßige Pflege bleiben in jedem Raum wichtig.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












