











Perserteppich Nain 350 x 246 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2130$1538$Aktueller Preis ist: 1538$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 200000/Qm | Material: Flor 100% Wolle & Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 350 x 246 cm | Muster: Nain Floral Medaillon | Zustand: Top Zustand
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000328
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Der Flor besteht aus 100% Wolle und Seide, die Kette aus 100% Baumwolle. Damit sind die sichtbare Oberfläche und die tragende Grundkonstruktion aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut. Wolle wird bei handgeknüpften Teppichen traditionell für den Flor verwendet, weil sie eine widerstandsfähige Faser ist und Farbstoffe gut aufnehmen kann. Seide wird wegen ihrer feinen Faser und ihrer besonderen Oberflächenwirkung eingesetzt. Die Materialangabe dieses Teppichs nennt beide Fasern ausdrücklich für den Flor.
Beim Handknüpfen werden die Knoten einzeln um die Kettfäden gelegt. Schussfäden halten die Knotenreihen zusammen und verdichten die Konstruktion. Nach dem Knüpfen wird der Flor geschoren, damit eine möglichst gleichmäßige Oberfläche entsteht. Diese Arbeitsschritte unterscheiden den handgeknüpften Teppich von einem maschinengefertigten Produkt. Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs kann bis zu einem Jahr dauern, weil die Knoten nicht in einem automatisierten Arbeitsgang entstehen.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 200000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt, wie viele Knoten auf einer bestimmten Fläche liegen. Eine höhere Dichte ermöglicht grundsätzlich eine feinere Ausarbeitung kleiner Linien und Ornamente, ist aber nicht das alleinige Kriterium für die Beurteilung eines Teppichs. Auch Material, Muster, handwerkliches Können, Alter und Zustand werden bei einer fachlichen Einordnung berücksichtigt.
Bei handgefertigten Teppichen sind die Fransen normalerweise eine Verlängerung der Kette. Sie werden nicht wie bei maschinengefertigten Teppichen nachträglich angenäht. Die Webkante bildet die äußere Längsseite und entsteht durch die Verarbeitung der Schussfäden. Bei handgeknüpften Teppichen werden die seitlichen Kanten von Hand genäht; dadurch können sie leicht uneben oder nicht vollständig gerade sein. Die Rückseite zeigt die Knoten sowie die Struktur von Kette und Schuss und bietet damit wichtige Hinweise auf die Herstellungstechnik.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt etwa 140 Kilometer östlich von Isfahan und ist eine Kleinstadt mit ungefähr 70.000 Einwohnern. Die Stadt entwickelte eine eigenständige persische Teppichtradition, die besonders durch geordnete Kompositionen, feine florale Zeichnungen und zentrale Medaillons bekannt ist. Nain wird dabei als eigener Herkunftsort beschrieben und nicht mit Isfahan gleichgesetzt.
Nain-Teppiche sind in verschiedene Hauptqualitätsstufen eingeteilt. Zu den gebräuchlichen Bezeichnungen gehören Nain 4La, 6La, 9La und 12La. Die Zahl vor La bezieht sich auf die Anzahl der einzelnen Garne, aus denen die Kette besteht. La bedeutet Garnschicht. Die Bezeichnung beschreibt somit einen Bestandteil der Konstruktion und nicht nur die äußere Gestaltung. Die La-Klassifikation ermöglicht es, unterschiedliche Feinheitsgrade und technische Ausführungen innerhalb der Nain-Tradition zu unterscheiden.
In dieser Einteilung gilt eine geringere Zahl vor La als Hinweis auf eine feinere und komplexere Konstruktion. Ein 9La-Teppich wird mit einer Knotendichte von 400000 bis 550000 Knoten pro Quadratmeter beschrieben. Ein 4La kann mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter aufweisen, wird nur selten hergestellt und erfordert besonders erfahrene Weber. Solche Stücke werden deshalb für Sammler als besonders interessant beschrieben. Die Klassifikation verbindet die Dichte der Knoten mit dem Aufbau der Kette und der handwerklichen Schwierigkeit.
Die Nain-Tradition steht im weiteren Zusammenhang mit der zentralpersischen Teppichkultur. Persien besitzt zahlreiche Regionen mit eigenen Teppichmustern und technischen Eigenheiten. Zu den bekannten Herkunftsgebieten gehören unter anderem Abadeh, Ardebil, Afshar, Bachtiar, Bidjar, Gabbeh, Ghashghai, Ghom, Hamadan, Heriz, Isfahan, Kerman, Keschan, Koliai, Mashhad, Moud, Nain, Senneh, Schiraz und Tabriz. Jedes dieser Gebiete entwickelte im Lauf der Zeit eigene Formen, Farbordnungen und Arbeitsweisen. Nain gehört zu den Regionen, deren Teppiche durch eine klar gegliederte, florale Gestaltung und die La-Einteilung beschrieben werden.
Nain-Muster wurden auch in der nordöstlichen persischen Stadt Kashmar in der Region Khorasan gewebt. Diese Muster werden mit etwa 200000 Knoten pro Quadratmeter als die niedrigste Knotendichte unter den genannten Nain-Teppichen beschrieben. Diese historische und typologische Verbindung ist von der Herkunftsangabe dieses einzelnen Teppichs zu unterscheiden. Für dieses Stück ist die Stadt Nain in Persien als Herkunft genannt.
Die Klassifikation dient dazu, die Qualität von Nain-Teppichen anhand der Knotendichte pro Quadratmeter und der Konstruktion einzuordnen. Sie ist eine Orientierung innerhalb einer bestimmten regionalen Tradition. Für eine vollständige Beurteilung müssen jedoch auch Fasern, Ausführung, Muster, Alter und Zustand betrachtet werden. Die Aussage, dass Nain-Teppiche grundsätzlich guter Qualität sind, gehört zur allgemeinen Beschreibung dieser Teppichart und ersetzt keine Prüfung des jeweiligen Einzelstücks.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs lautet Nain Floral Medaillon. Ein zentrales Medaillon bildet den Mittelpunkt der Komposition. Es ist von Blumen und Arabesken umgeben und wird durch diese Ornamente zusätzlich hervorgehoben. Das Medaillon schafft eine klare Ordnung im Innenfeld. Florale Formen können als Blüten, Blätter und Ranken erscheinen, während Arabesken durch geschwungene Linien eine Verbindung zwischen den einzelnen Motiven herstellen.
Das Medaillon ist eine der wichtigen Kompositionsformen in der persischen Teppichkunst. Ein zentrales Motiv ordnet die Fläche um eine gedachte Mittelachse. Darum werden Nebenmotive und Füllornamente gruppiert. Bei einem floralen Medaillonmuster entsteht dadurch ein Wechsel zwischen einer ruhigen Mitte und einer bewegten ornamentalen Umgebung. Die Bordüre bildet den äußeren Rahmen und grenzt das Innenfeld gegenüber dem Rand ab.
Die Nain-Gestaltung wird häufig mit einer sehr geordneten Zeichnung verbunden. Wiederkehrende Blüten, Ranken und Arabesken können symmetrisch aufeinander bezogen sein. Die Symmetrie gibt dem Muster Stabilität, während die geschwungenen Linien den Eindruck einer fortlaufenden Bewegung erzeugen. Die Wirkung beruht nicht auf einem einzelnen Motiv, sondern auf dem Verhältnis von Medaillon, Innenfeld, Nebenornamenten und Bordüren.
Im Zusammenhang mit Nain-Teppichen werden auch Gobelinartige, stark orientalisch wirkende Gestaltungen erwähnt. Das zentrale Medaillon und die florale Ornamentik stehen dabei für eine Bildsprache, in der die Fläche vollständig durch ein abgestimmtes Muster gegliedert wird. Arabesken verbinden die Motive und verhindern, dass die einzelnen Blumen isoliert erscheinen. Die Zeichnung kann sowohl größere Hauptformen als auch kleinere Details umfassen, deren Ausarbeitung von der Knotendichte und der Erfahrung der Weber abhängt.
Die Knotendichte hat eine technische Bedeutung für die Musterzeichnung. Je mehr Knoten auf einer Fläche liegen, desto genauer lassen sich feine Konturen, kleine Blüten und schmale Linien darstellen. Die Dichte allein bestimmt jedoch weder die Herkunft noch die Qualität eines Teppichs. Ein Entwurf muss auf dem Knüpfstuhl umgesetzt werden; dabei spielen Material, Farbauftrag, Proportionen und handwerkliche Übung ebenfalls eine Rolle. Bei Nain werden deshalb die Knotendichte, die La-Klassifikation und die regionale Formensprache gemeinsam betrachtet.
Die Bordüre erfüllt zugleich eine dekorative und eine ordnende Funktion. Sie rahmt das zentrale Feld, wiederholt häufig florale Elemente und gibt dem Muster einen Abschluss. Die allgemeine Beschreibung von Nain-Teppichen nennt mit Seide verzierte Bordüren. Für diesen Teppich ist Seide als Bestandteil des Flors angegeben. Eine darüber hinausgehende Beschreibung einzelner Bordüren oder ihrer konkreten Ausführung liegt nicht vor und wird daher nicht ergänzt.
Besonderheiten
Die besonderen Angaben zu diesem Einzelstück sind seine Herkunft aus der Stadt Nain in Persien, die Bezeichnung Nain 12La, die Knotendichte von 200000 Knoten pro Quadratmeter, der Flor aus 100% Wolle und Seide sowie die Kette aus 100% Baumwolle. Das Muster ist als Nain Floral Medaillon angegeben. Der Zustand wird als Top Zustand beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf diesen handgeknüpften Teppich.
Die Bezeichnung 12La verweist auf die traditionelle Nain-Klassifikation und auf die Garnschichten der Kette. Sie ist daher eine technische Einordnung und nicht bloß ein Name für ein Dekor. Zusammen mit der Materialangabe, der Knotendichte und dem Medaillonmuster ergibt sich eine sachliche Beschreibung von Aufbau und Gestaltung. Als verkauft gekennzeichnetes Einzelstück ist dieser Teppich nicht als verfügbares Serienprodukt beschrieben.
FAQ
Wie wird die Qualität eines persischen Teppichs bestimmt?
Die Qualität wird anhand mehrerer Merkmale beurteilt. Dazu gehören die Knotendichte pro Quadratmeter, die Art und Feinheit der verwendeten Materialien, die Komplexität des Designs und das handwerkliche Geschick. Wolle und Seide besitzen unterschiedliche Eigenschaften und beeinflussen die Oberfläche sowie die Möglichkeit, feine Details auszuarbeiten. Eine hohe Knotendichte kann eine präzisere Zeichnung ermöglichen, ist aber nicht allein entscheidend. Ebenfalls berücksichtigt werden Muster, Alter, Zustand, Originalität, Stil, Ästhetik, Kreativität sowie Seltenheit und die Nachfrage am Markt.
Welche Merkmale unterscheiden einen handgeknüpften persischen Teppich von einem maschinengefertigten?
Bei einem handgeknüpften Teppich sind die Fransen gewöhnlich eine Verlängerung der Kette. Bei einem maschinengefertigten Teppich werden sie häufig nachträglich angebracht. Die Webkanten eines handgeknüpften Teppichs sind von Hand verarbeitet und können leicht uneben oder nicht ganz gerade sein, während maschinengefertigte Kanten oft sehr gleichmäßig und präzise erscheinen. Auf der Rückseite lassen sich Knoten und die Struktur von Kette und Schuss betrachten. Auch das Muster kann Hinweise geben: Maschinengefertigte Designs sind häufig exakt gespiegelt und regelmäßig, handgefertigte Zeichnungen können dagegen eine charmante Asymmetrie zeigen.
Was bedeutet die Bezeichnung 12La bei einem Nain-Teppich?
12La ist eine Bezeichnung innerhalb der Qualitätsklassifikation von Nain-Teppichen. La bedeutet Garnschicht. Die Zahl beschreibt die Anzahl der einzelnen Garne, aus denen die Kette besteht. Zu den weiteren genannten Stufen gehören 4La, 6La und 9La. Die Einteilung steht mit der Knotendichte und dem technischen Aufbau in Verbindung. Eine geringere Zahl vor La bezeichnet innerhalb dieser Systematik eine feinere und komplexere Konstruktion. 12La ist somit eine konstruktive Einordnung der Nain-Tradition und keine zusätzliche Herkunftsangabe.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








