














Perserteppich Nain 349×246 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 4260$2272$Aktueller Preis ist: 2272$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (ca. 250.000 Knoten/qm) | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 349 x 246 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: TOP ZUSTAND
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003831
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100 % Wolle mit Seide. Die Kette besteht aus 100 % Baumwolle. Damit sind die für dieses Stück angegebenen Materialien klar voneinander unterschieden: Wolle und Seide prägen den Flor, während Baumwolle die Kette bildet. Die Verbindung von Wolle mit Seide gehört zur charakteristischen Materialgestaltung feiner Nain-Teppiche. Wolle bringt eine natürliche, angenehm textile Oberfläche ein, während Seide innerhalb des Flors feine Akzente und einen zurückhaltenden Glanz ermöglicht.
Die Bezeichnung 12La beschreibt bei diesem Teppich die angegebene Knotung. Seine Knotendichte beträgt etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche feine Ausführung erlaubt es, florale Formen, Linien und die Gliederung des Medaillons differenziert darzustellen. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so ein geschlossenes Florgefüge, in dem die Gestaltung unmittelbar mit dem handwerklichen Aufbau verbunden ist.
Die Kette aus Baumwolle bildet das stabile Grundgerüst, an dem die Florfäden befestigt werden. Der Wollanteil verleiht der Oberfläche ihre textile Substanz; der Seidenanteil setzt zusätzliche feine Wirkungen in der Musterzeichnung. Diese Materialien werden nicht als lose Dekoration eingesetzt, sondern sind Bestandteil des handgeknüpften Teppichaufbaus. Dadurch erscheinen Konturen und ornamentale Übergänge in einer für fein gearbeitete Nain-Teppiche typischen präzisen Form.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain im zentralen Iran, in der Provinz Isfahan. Nain ist als Herkunftsort für eine eigenständige Teppichtradition bekannt. Die Stadt liegt in einer Region, in der sich textile Handarbeit, persische Ornamentik und eine sorgfältige Verarbeitung zu einem klar erkennbaren Teppichtyp verbunden haben. Nain-Teppiche werden mit feinen Zeichnungen, ausgewogenen Kompositionen und einer kontrollierten Knotung in Verbindung gebracht. Ihre Gestaltung kann florale Elemente ebenso aufnehmen wie geometrisch geordnete Linien.
Die Nainer Knüpftradition steht in der weiteren Geschichte der persischen Teppichkunst. Persische Teppiche werden nicht nur nach ihrer Funktion als Bodenbelag betrachtet, sondern auch als textile Bildflächen, auf denen regionale Formen, wiederkehrende Ornamente und handwerkliche Erfahrung zusammenkommen. In Nain wird diese Bildsprache mit einer klaren, oft fein gegliederten Zeichnung verbunden. Die handwerkliche Kenntnis wird innerhalb von Werkstätten und Familien weitergegeben; dabei spielen der Aufbau des Knüpfgrundes, die Auswahl der Materialien und die kontrollierte Ausarbeitung der Muster eine wichtige Rolle.
Die Provinz Isfahan gehört zu den bedeutenden Kulturregionen des Iran. Ihre Kunstgeschichte umfasst Architektur, Ornament, Textilgestaltung und die Verarbeitung von Farben und Formen. Nain steht dabei für eine Teppichgestaltung, die auf Ordnung und Detail setzt. Ein Nain-Teppich wird traditionell so komponiert, dass zentrale und begleitende Motive in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Die Knüpfenden müssen dabei den Entwurf über viele Reihen hinweg zuverlässig übertragen. Kleine Veränderungen in der Knotung können die Wirkung einer Linie, einer Blüte oder einer Blattform beeinflussen.
Die Herkunft aus Nain benennt deshalb nicht nur einen Ort, sondern auch eine überlieferte Arbeitsweise. Handgeknüpfte Teppiche entstehen langsam und unmittelbar am Knüpfstuhl. Der Entwurf wird in einzelne Arbeitsschritte zerlegt, die sich aus Kette, Schuss, Flor und Musteraufbau zusammensetzen. Die feine Knotung unterstützt die präzise Wiedergabe solcher Entwürfe. Bei Nain-Teppichen wird die textile Konstruktion häufig mit einer sorgfältig entwickelten, zentral gegliederten Ornamentik verbunden. Dieses Verhältnis von Handarbeit, Materialkenntnis und regionaler Formensprache prägt den Ruf der Nainer Teppichkunst.
Auch die Materialwahl gehört zur Tradition. Wolle ist ein bewährtes Material für den Flor, während Seide in feineren Gestaltungen für differenzierte Linien und lichtreflektierende Akzente eingesetzt wird. Die Baumwollkette schafft die Grundlage für eine regelmäßige Knüpfarbeit. Bei diesem Stück treffen diese Materialien auf die Nainer Formensprache und die handgeknüpfte Ausführung. So wird die Herkunft durch die Konstruktion und durch das Muster gleichermaßen sichtbar, ohne dass der Teppich auf ein einzelnes Ornament reduziert werden muss.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Lachak-Toranj steht für eine klassische Medaillonkomposition, bei der ein zentraler Toranj die Gestaltung ordnet und von weiteren Formen begleitet wird. Der Toranj bildet den visuellen Mittelpunkt; Lachak-Elemente können die Übergänge zwischen dem Zentrum und den umliegenden Bereichen gliedern. Im Nain-Kontext wird dieses Schema mit feinen floralen und stilisierten Ornamenten verbunden.
Ein Medaillonteppich entwickelt seine Wirkung aus dem Verhältnis von Mitte, Begleitmotiven und Randgliederung. Das Zentrum gibt der Fläche eine klare Orientierung. Um es herum können Blätter, Blüten, Ranken und geometrisch gefasste Formen angeordnet sein. Die einzelnen Ornamente stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern werden durch Linien und wiederkehrende Bewegungen miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine Komposition, die den Blick vom Zentrum in die angrenzenden Musterbereiche führt.
Die Nainer Zeichensprache ist häufig auf feine Konturen und eine kontrollierte Ornamentdichte ausgerichtet. Florale Motive werden dabei stilisiert und in eine geordnete Fläche eingefügt. Geometrische Begrenzungen geben den Ranken und Blattformen Halt, während geschwungene Linien für Übergänge sorgen. Bei einem Lachak-Toranj-Muster entsteht so ein Wechsel aus zentraler Konzentration und begleitender Bewegung. Die Seide im Flor kann diese feinen Musterstellen durch einen sanften Glanz hervorheben und den Kontrast zwischen einzelnen Partien verstärken.
Persische Teppichornamente besitzen oft eine symbolische und kulturelle Bedeutung, die über ihre reine Dekoration hinausgeht. Blüten, Ranken und Blattformen werden in der klassischen Musterwelt mit Wachstum, Ordnung und Naturbezug verbunden. Ein Medaillon kann als ordnendes Zentrum einer textilen Bildfläche verstanden werden. Dabei ist die genaue Bedeutung nicht auf eine einzige Erklärung festgelegt; entscheidend ist das Zusammenspiel von überlieferten Formen, ihrer Platzierung und der handwerklichen Ausarbeitung. Beim Nain-Medaillon verbindet sich diese Ornamentik mit der klaren, feinen Gestaltung der Region.
Die Ausführung des Musters wird durch die Knotung unterstützt. Eine feinere Knotung ermöglicht kleinere Schritte in Konturen und Ornamenten, ohne dass die Komposition ihre Geschlossenheit verliert. Das betrifft nicht nur das zentrale Medaillon, sondern auch die begleitenden floralen Details und die Übergänge zu den Randbereichen. Die Kombination aus Wolle und Seide schafft dabei unterschiedliche textile Wirkungen: Wolle gibt den Motiven eine matte, textile Basis, während Seide ausgewählte Linien und Flächen lichtvoller erscheinen lassen kann.
Das Lachak-Toranj-Medaillon ist damit ein Beispiel für die Verbindung von klassischer persischer Komposition und Nainer Ausführung. Die Gestaltung beruht auf einem Zentrum, einer gegliederten Umgebung und fein ausgearbeiteten Ornamenten. Sie wirkt weder ausschließlich floral noch ausschließlich geometrisch, sondern verbindet beide Formwelten. Diese Verbindung gehört zu den prägenden Merkmalen des beschriebenen Musters und macht die Struktur des Teppichs auch aus der Nähe nachvollziehbar.
Besonderheiten
Als Besonderheit dieses Stücks ist die Verbindung von handgeknüpfter Nain-Tradition, Lachak-Toranj-Medaillon und einem Flor aus Wolle mit Seide hervorzuheben. Die Seide ergänzt die Wolle nicht nur materiell, sondern unterstützt auch die feine Wirkung der Musterzeichnung. Die Baumwollkette bildet dazu die konstruktive Grundlage. Das Ergebnis ist ein Teppich, bei dem Herkunft, Material und Ornamentik eng zusammengehören.
Der Teppich wird als TOP ZUSTAND beschrieben. Diese Zustandsangabe ist Teil der Produktbeschreibung. Darüber hinaus ist die Ausführung durch die angegebene 12La-Knotung und die feine Knotendichte gekennzeichnet. Die handgeknüpfte Fertigung macht jedes einzelne Stück zu einer eigenständigen textilen Arbeit. Die Kombination aus regionaler Nain-Formensprache und klassischem Medaillon bietet zugleich eine klare ornamentale Struktur für unterschiedliche Einrichtungsstile.
FAQ
Wie pflege ich meinen Nain Teppich?
Regelmäßiges Saugen hilft dabei, Staub und lose Partikel aus dem Flor zu entfernen. Verwenden Sie einen Staubsauger ohne Bürstenaufsatz, damit die Knoten und die Oberfläche nicht unnötig belastet werden. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben Sie nicht über den Flor, weil dadurch die Fasern und die Musterwirkung beeinträchtigt werden können. Eine professionelle Reinigung kann alle paar Jahre sinnvoll sein. Dabei sollte die Reinigung auf einen handgeknüpften Teppich mit Woll- und Seidenanteil abgestimmt werden.
Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung verwendet werden?
Ja, dieser handgeknüpfte Nain Teppich kann auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Wolle und Seide besitzen textile Eigenschaften, die zu einer guten Temperaturregulierung beitragen. Die Heizstufe sollte jedoch nicht zu hoch eingestellt werden, damit der Teppich nicht durch übermäßige Wärme belastet wird. Eine gleichmäßige, angemessene Wärme ist für den Teppich geeigneter als eine sehr starke Einstellung. Bei der Nutzung auf beheizten Böden sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Teppich plan liegt und seine Oberfläche nicht unnötig verschoben wird.
Wie kann ich feststellen, ob mein Teppich echt ist?
Bei einem authentischen Nain Teppich geben die feine Knotung und die verwendeten Naturmaterialien wichtige Hinweise. Bei diesem Stück sind ein Flor aus Wolle mit Seide und eine Kette aus Baumwolle angegeben. Auch ein Etikett oder ein Zertifikat des Herstellers kann die Herkunft und die Materialzusammensetzung dokumentieren. Wenn Unsicherheit besteht, empfiehlt sich die Begutachtung durch einen Fachmann. Eine fachkundige Prüfung kann die Knüpfung, den Materialaufbau, die Mustertradition und die Herkunftsangabe gemeinsam betrachten. So lässt sich die Einordnung zuverlässiger beurteilen, als wenn nur ein einzelnes Ornament oder eine einzelne Faser berücksichtigt wird.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








