

















Perserteppich Nain 320 x 210 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 4970$1598$Aktueller Preis ist: 1598$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9La, 350.000 Knoten pro m² | Material: Flor 90% Schurwolle 10% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 320 x 210 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon floral | Zustand: Neuwertig, frisch gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000306
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 90 Prozent Schurwolle und 10 Prozent Seide, die Kette aus 100 Prozent Baumwolle. Damit sind die Materialien des sichtbaren Flors und des tragenden Grundgerüsts getrennt ausgewiesen. Die Schurwolle bildet den Hauptbestandteil des Flors. Der Seidenanteil ergänzt die Wolloberfläche und gehört bei Nain-Teppichen zu den Materialien, mit denen feine Musterpartien und Konturen ausgearbeitet werden können.
Die Bezeichnung 9La ist Teil der traditionellen Nain-Klassifikation. La bedeutet Garnschicht. Die Zahl vor La bezeichnet die Anzahl der einzelnen Garne, aus denen die Kette besteht. Diese Einordnung beschreibt somit den Aufbau des Grundgewebes und steht zugleich mit der Knotendichte in Verbindung. Für dieses Stück sind 350.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Jeder einzelne Knoten wird in das vorbereitete Gerüst eingearbeitet und trägt zur später sichtbaren Zeichnung bei.
Bei handgeknüpften Teppichen entsteht die Oberfläche nicht auf einer vollautomatischen Maschine, sondern durch die Arbeit am Webstuhl. Knoten, Schuss und Kette bilden dabei eine textile Einheit. Die Baumwollkette hält das Gefüge zusammen, während der Flor die sichtbare Fläche bildet. Die Verbindung von Schurwolle und Seide erlaubt eine Unterscheidung zwischen dem überwiegenden Wollmaterial und den feineren Seidenanteilen. Die Materialangaben dieses Teppichs nennen keine weiteren Bestandteile.
In der Nain-Tradition wird das Samtmaterial als hochwertige reine Wolle beschrieben; Seide kann insbesondere in Bordüren und feinen Ornamenten eingesetzt werden. Bei diesem Teppich ist Seide ausdrücklich als Bestandteil des Flors ausgewiesen. Die Ausführung wird dadurch materialbezogen präzise beschrieben: Schurwolle und Seide im Flor sowie Baumwolle in der Kette. Der Teppich wurde frisch gewaschen und als neuwertig bezeichnet. Diese Zustandsangaben beziehen sich auf das konkrete Einzelstück.
Handgeknüpfte Teppiche lassen sich auch an ihrem Aufbau von maschinengefertigten Teppichen unterscheiden. Bei einem handgeknüpften Teppich sind die Fransen gewöhnlich eine Verlängerung der Kette und nicht nachträglich angenäht. Die Webkante entsteht durch die Verarbeitung der Schussfäden an den Längsseiten. Da diese Arbeit von Hand erfolgt, kann die Kante leicht uneben sein. Auf der Rückseite zeigen sich die Knoten häufig nicht völlig gleichmäßig in Reihung und Abstand. Diese allgemeinen Merkmale erklären die handwerkliche Technik, ohne zusätzliche Eigenschaften dieses Stücks zu behaupten.
Herkunft und Tradition
Nain ist eine Kleinstadt in Persien und liegt etwa 140 Kilometer östlich von Isfahan. Die Stadt besitzt eine eigene Teppichtradition, die innerhalb der persischen Knüpfkunst einen klaren regionalen Namen trägt. Nain-Teppiche werden in mehrere Hauptqualitätsstufen eingeteilt. Dazu gehören Nain 4La, 6La, 9La und 12La. Die Bezeichnung ist keine reine Stilbeschreibung, sondern bezieht sich auf die Kette und die Zahl der Garnschichten.
Die Knotendichte pro Quadratmeter bildet einen wichtigen Maßstab für die Einteilung. Ein 9La-Teppich wird mit einer Kapazität von 400.000 bis 550.000 Knoten pro Quadratmeter beschrieben. Die für dieses Stück angegebene Knotendichte beträgt 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Klassifikation ermöglicht es, Teppiche derselben Herkunftstradition technisch genauer zu unterscheiden. Dabei werden Nain-Teppiche grundsätzlich als Teppiche guter Qualität beschrieben; die La-Stufen ordnen die verschiedenen Ausführungen innerhalb dieser Gruppe.
Die Zahlen der Nain-Klassifikation werden traditionell in Beziehung zur Feinheit und Komplexität der Ausführung gesetzt. Je geringer die Zahl vor La ist, desto höher wird die mögliche Feinheit eingeordnet. Ein 4La kann mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter erreichen, wird nur selten hergestellt und verlangt die Arbeit besonders erfahrener Weber. 6La, 9La und 12La bilden weitere Stufen. Die Unterschiede entstehen aus dem Verhältnis von Kettenaufbau, Knotenzahl und der dadurch möglichen Detailzeichnung.
Die persische Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Zentren mit eigenen Mustertraditionen. Zu den bekannten Gebieten gehören unter anderem Abadeh, Ardebil, Afshar, Bakhtiari, Bidjar, Gabbeh, Ghom, Hamadan, Heriz, Isfahan, Kerman, Kashan, Koliai, Mashhad, Moud, Nain, Shiraz und Tabriz. Auch Pakistan, Afghanistan, Turkmenistan, Indien, China und der Kaukasus besitzen bedeutende Teppichtraditionen. Die regionale Herkunft ist deshalb ein wesentlicher Teil der Einordnung eines Teppichs und muss von einer bloßen Musterbezeichnung unterschieden werden.
Nain-Muster wurden außerdem in der nordöstlichen persischen Stadt Kaschmar in der Region Khorasan gewebt. Diese werden innerhalb der Nain-Mustertradition mit etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter als die knotendichtemäßig niedrigste Gruppe beschrieben. Das zeigt, dass ein Mustername und der Herstellungsort nicht immer dasselbe bezeichnen. Dieses Angebot ist ausdrücklich als Perserteppich aus der Stadt Nain bezeichnet. Die Herkunftsangabe bezieht sich daher auf Nain und nicht lediglich auf ein Ornament, das auch an anderen Orten verwendet werden kann.
Gemeinsam mit Isfahan gehört Nain zu den wichtigen persischen Teppichregionen. Die Tradition verbindet eine feine technische Klassifikation mit einer orientalischen Formensprache. Die Gestaltung arbeitet häufig mit einem zentralen Medaillon, floralen Elementen und Arabesken. Die handwerkliche Qualität wird nicht nur an der Knotenzahl betrachtet, sondern auch am Material, am Kettenaufbau, an der Ausführung der Zeichnung und am Zustand. So entsteht eine umfassendere Einordnung als durch eine einzelne Kennzahl.
Die Geschichte der Nain-Teppiche ist eng mit der Weitergabe von Knüpfwissen verbunden. Ein Muster muss in ein Gerüst aus Kette und Schuss übertragen werden; die Dichte dieses Gerüsts beeinflusst, wie klein und differenziert Ornamente ausgeführt werden können. Die La-Bezeichnungen machen diesen technischen Zusammenhang verständlich. Sie sind deshalb sowohl für die Beschreibung der Herstellung als auch für die Orientierung innerhalb der Nain-Tradition relevant.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Lachak-Toranj Nain-Medaillon floral bezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein zentrales Medaillon. Toranj bezeichnet in der persischen Ornamentik eine zentrale Medaillonform. Lachak verweist auf die Eckbereiche der Gesamtkomposition. Das klassische Schema verbindet damit ein dominantes Zentrum mit vier zugeordneten Eckfeldern. Die florale Ergänzung beschreibt die Verwendung von Blumen und pflanzlich wirkenden Ornamenten in dieser Anordnung.
Ein Medaillon gibt dem Teppich eine klare kompositorische Mitte. Die umgebenden Motive führen von diesem Zentrum in die Seiten- und Eckbereiche. Blumen, Ranken und Arabesken können dabei Übergänge schaffen und die einzelnen Felder miteinander verbinden. Arabesken sind geschwungene, ineinanderlaufende Ornamentformen. Sie dienen nicht nur als Füllung, sondern strukturieren auch die Bewegung innerhalb des Musters. Auf diese Weise bleibt die Gesamtzeichnung trotz vieler Details zusammenhängend.
Die Nain-Mustertradition ist für eine orientalische Gestaltung mit zentralen Medaillons, floralen Formen und Arabesken bekannt. Ein Medaillon kann als ruhender Mittelpunkt dienen, während die feineren Ranken und Blüten die umliegenden Flächen beleben. In Bordüren werden Muster häufig wiederholt oder rhythmisch geordnet. Seide kann feine Linien und Konturen deutlich hervorheben. Bei diesem Teppich ist Seide als Bestandteil des Flors genannt; eine konkrete Farbauswahl ist in der Beschreibung nicht angegeben.
Die Bezeichnung Lachak-Toranj beschreibt vor allem den Aufbau des Musters. Lachak und Toranj gehören zusammen, weil das zentrale Medaillon und die Eckpartien aufeinander bezogen sind. Die floralen Ornamente verleihen dem Schema seine pflanzliche Detailzeichnung. Dadurch verbindet das Muster eine geometrisch geordnete Grundkomposition mit geschwungenen Linien und Blütenformen. Die Nennung von Nain-Medaillon floral fasst diese regional und stilistisch erkennbare Gestaltung zusammen.
Bei persischen Teppichen können Muster nach einer Region, einer Werkstatt, einer Kompositionsform oder einem einzelnen Ornament benannt werden. Eine solche Designbezeichnung darf daher nicht automatisch als Herkunftsangabe gelesen werden. Im vorliegenden Fall werden Herkunft und Muster getrennt genannt: Die Herkunft ist die Stadt Nain in Persien, während Lachak-Toranj Nain-Medaillon floral die Gestaltung beschreibt. Diese Unterscheidung ist für eine sachliche Teppichbeschreibung wichtig.
Die angegebene Knotendichte steht in technischer Beziehung zur Musterzeichnung, ist aber nicht mit ihr gleichzusetzen. Eine höhere Dichte kann grundsätzlich die Darstellung kleiner Einzelheiten erleichtern, während die Ornamentik selbst durch die gewählte Komposition bestimmt wird. Bei diesem Stück treffen die Einordnung 9La, die angegebene Knotendichte und das zentrale florale Medaillon zusammen. Das Muster bleibt dennoch als eigenständiges Merkmal von Material und Knüpftechnik unterscheidbar.
Blumen und Arabesken haben in der persischen Teppichkunst sowohl eine dekorative als auch eine ordnende Funktion. Sie können das Medaillon einfassen, die Eckbereiche ausfüllen und den Übergang zu den Bordüren herstellen. Die Linienführung verbindet einzelne Motive über die Fläche hinweg. Das Lachak-Toranj-Schema schafft dadurch einen Zusammenhang zwischen Zentrum, Ecken und Rand. Der Teppich wird aufgrund dieser Kombination als Nain-Medaillon mit floraler Gestaltung beschrieben.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören die Bezeichnung Nain 9La, die angegebene Knotendichte von 350.000 Knoten pro Quadratmeter, der Flor aus 90 Prozent Schurwolle und 10 Prozent Seide sowie die Kette aus 100 Prozent Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft. Diese Angaben beschreiben seine Herkunft, technische Einordnung und Materialzusammensetzung, ohne über die im Angebot genannten Eigenschaften hinauszugehen.
Eine weitere Besonderheit ist die Verbindung von Lachak-Toranj, zentralem Nain-Medaillon und floralem Muster. Der Zustand wird als neuwertig und frisch gewaschen angegeben. Damit sind auch die für dieses Stück genannten Pflege- und Zustandsinformationen festgehalten. Die Kombination aus Nain-Klassifikation, Woll-Seiden-Flor, Baumwollkette und Medaillonzeichnung macht die konkrete Ausführung dieses handgeknüpften Perserteppichs aus.
FAQ
Wie viel ist ein handgeknüpfter Teppich wert?
Der Wert eines handgeknüpften Teppichs hängt von mehreren Gesichtspunkten ab. Dazu zählen die Herkunft, die Art und Feinheit, das Material, die Farben und das Design, das Alter und der Zustand. Ebenso können Originalität, Stil, Ästhetik und Kreativität des Musters eine Rolle spielen. Rarität sowie Angebot und Nachfrage auf dem Markt beeinflussen die Einordnung zusätzlich. Bei Nain-Teppichen können die La-Klassifikation und die Knotendichte wichtige technische Orientierungspunkte sein. Für dieses Stück sind die Herkunft aus Nain, die Einordnung 9La, 350.000 Knoten pro Quadratmeter, der Materialaufbau, das florale Medaillonmuster und der neuwertige, frisch gewaschene Zustand angegeben.
Wie erkennt man einen handgeknüpften Teppich?
Ein handgeknüpfter Teppich wird auf einem Webstuhl von Hand geknüpft. Ein maschinengefertigter Teppich entsteht dagegen auf einer vollautomatischen, computergesteuerten Webmaschine. Bei einem handgeknüpften Teppich sind die Fransen gewöhnlich eine Verlängerung der Kette und nicht nachträglich angenäht. Die Webkante wird von Hand gearbeitet und kann deshalb etwas uneben oder nicht vollständig gerade sein. Auf der Rückseite sind Knoten und Webmuster bei handgefertigten Teppichen häufig nicht vollkommen gleichmäßig angeordnet. Auch kleine Abweichungen im Muster können vorkommen, weil der Knüpfer die Zeichnung teilweise aus dem Gedächtnis umsetzt. Maschinelle Muster wirken im Vergleich meist präziser und regelmäßig gespiegelt.
Was bedeutet 9La bei einem Nain-Teppich?
9La ist eine Stufe der Nain-Klassifikation. La bedeutet Garnschicht; die Zahl vor La bezeichnet die Anzahl der einzelnen Garne, aus denen die Kette besteht. Zu den Hauptstufen gehören 4La, 6La, 9La und 12La. Die Einteilung steht mit dem Kettenaufbau und der Knotendichte pro Quadratmeter in Verbindung. Grundsätzlich wird eine geringere Zahl vor La mit einer feineren und komplexeren Ausführung verbunden. 4La kann mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter erreichen und wird nur selten hergestellt. Das vorliegende Stück ist als 9La bezeichnet und mit 350.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Die Bezeichnung beschreibt somit die technische Einordnung innerhalb der Nain-Tradition, nicht das florale Muster.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








