














Perserteppich Nain 299 x 182 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2130$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (ca. 250.000 Knoten/qm) | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 299 x 182 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: TOP Zustand, professionelle Handwäsche durchgeführt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000385
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain-Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Wolle bildet damit den wesentlichen Florträger; die eingearbeitete Seide ergänzt das Material durch ihren charakteristischen Glanz und ihre glatte Anmutung. Baumwolle in der Kette dient als Grundlage der Knüpfarbeit und gibt dem Gewebe seine notwendige Ordnung und Stabilität.
Die Bezeichnung 12La verweist bei Nain-Teppichen auf eine feine Knüpfqualität. Bei diesem Stück wird die Knotendichte mit circa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine solche Dichte erlaubt es, geschwungene Linien, Blütenformen und die Konturen eines Medaillons differenziert auszuarbeiten. Die Handarbeit entsteht Knoten für Knoten und verbindet dadurch die Gestaltung mit dem Aufbau des Teppichs.
Wolle und Seide erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen. Wolle gibt dem Flor seine textile Substanz und eine weiche, zugleich belastbare Oberfläche. Seide setzt innerhalb dieser Wollstruktur Akzente mit einer feineren und lichtreflektierenden Wirkung. Die handgeknüpfte Ausführung ist deshalb sowohl an der Materialkombination als auch an der präzisen Zeichnung des Musters abzulesen. Der Teppich wurde außerdem einer professionellen Handwäsche unterzogen.
Herkunft und Tradition
Nain ist eine Stadt im Iran und als Herkunftsort dieses Teppichs angegeben. Die Stadt liegt in der persischen Teppichlandschaft und ist für Teppiche bekannt, bei denen feine Materialien, regelmäßige Knüpfung und klar geordnete Ornamente zusammenwirken. Nain-Teppiche werden häufig mit einer hellen, ausgewogenen Farbwirkung und einer sorgfältig aufgebauten Zeichnung verbunden. Ihr Erscheinungsbild beruht weniger auf groben Flächen als auf der kontrollierten Ausarbeitung vieler kleiner Details.
Die Tradition des Teppichknüpfens in Nain wird bis ins 17. Jahrhundert zurückgeführt. In der Geschichte der persischen Web- und Knüpfkunst entwickelte sich die Stadt zu einem Ort, an dem überlieferte Muster, lokale Fertigkeiten und die Verarbeitung feiner Garne miteinander verbunden wurden. Die Herstellung eines Teppichs ist dabei nicht nur eine Folge technischer Handgriffe. Sie umfasst die Vorbereitung der Kette, die Auswahl und Abstimmung der Garne, das Einsetzen der Knoten und die anschließende Bearbeitung der Oberfläche.
Persische Teppiche werden in vielen Regionen in Familien und Werkstätten über Generationen hinweg gefertigt. Auch für Nain wird die Weitergabe der Knüpfkunst von Generation zu Generation als Bestandteil der handwerklichen Tradition beschrieben. Dadurch bleiben Kenntnisse über Knotung, Musterrhythmus und die Wirkung von Wolle und Seide erhalten. Die Herkunftsbezeichnung Nain steht daher zugleich für einen bestimmten regionalen Zusammenhang und für eine überlieferte Art, Ornamente in eine regelmäßig aufgebaute Teppichfläche zu übertragen.
Die regionale Tradition zeigt sich besonders in der Verbindung von feinen Materialien und symmetrischer Gestaltung. Ein Nain-Medaillon ordnet die Fläche klar und schafft einen Mittelpunkt, von dem aus sich die übrigen Ornamente entwickeln. Das Lachak-Toranj-Schema gehört zu den klassischen Kompositionen der persischen Teppichkunst: Ein zentrales Toranj-Medaillon wird von Eckzwickeln, floralen Elementen und einer gegliederten Bordüre begleitet. Die genaue Ausführung bleibt dabei der jeweiligen Knüpfarbeit überlassen.
Die persische Teppichkunst arbeitet traditionell mit einem Repertoire aus Ranken, Blüten, Blättern und geometrisch gefassten Medaillons. Diese Formen werden nicht beliebig verteilt, sondern in Achsen, Wiederholungen und Spiegelungen geordnet. So entsteht ein geschlossenes Verhältnis zwischen Zentrum, Rand und Zwischenfeldern. Bei Nain ist diese Ordnung häufig besonders fein gezeichnet, weil die Knüpfung kleine Veränderungen in Kontur und Ornament zulässt.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Lachak steht im persischen Ornamentzusammenhang für die Eckzwickel einer Medaillonkomposition; Toranj bezeichnet das zentrale Medaillon. Zusammen bilden diese Elemente ein klassisches Schema, bei dem die Mitte und die vier Ecken miteinander in Beziehung stehen. Das Auge erhält dadurch eine klare Orientierung innerhalb der Teppichfläche.
Das zentrale Medaillon wird von fein ausgearbeiteten und symmetrisch angeordneten Mustern begleitet. Florale Motive bilden dabei einen wesentlichen Bestandteil der Gestaltung. Ranken können den Blick vom Zentrum zu den Seiten führen, Blüten und Blätter füllen Zwischenräume, und wiederkehrende Linien halten die Komposition zusammen. Die Symmetrie sorgt für Ausgleich, ohne dass die Zeichnung auf eine rein geometrische Wirkung beschränkt bleibt.
Bei einem Medaillonteppich ist das Zentrum nicht isoliert. Seine Konturen werden durch die umgebenden Ornamente aufgenommen und in der Bordüre weitergeführt. Eckzwickel vermitteln zwischen dem rechteckigen Außenformat und der runden oder ovalen Wirkung des Toranj. Diese Vermittlung gehört zu den prägenden Aufgaben des Lachak-Toranj-Designs. Sie lässt das Muster als zusammenhängende Einheit erscheinen und unterstützt die harmonische Gliederung.
Die Farbwirkung wird durch sanfte Blau- und Beigetöne bestimmt. Blau kann in der persischen Ornamentik Flächen vertiefen, Linien hervorheben und dem Muster eine ruhige Ordnung geben. Beige schafft dazu einen helleren Grund und lässt florale Details deutlich hervortreten. Das Zusammenspiel beider Farbfamilien bleibt zurückhaltend und unterstützt die Lesbarkeit des Medaillons, der Eckzwickel und der begleitenden Ranken.
Seide verändert die Wahrnehmung eines solchen Musters zusätzlich. Ihre glattere Oberfläche reflektiert das Licht anders als Wolle, sodass einzelne Linien oder Ornamente feiner und heller erscheinen können. Bei diesem Teppich wird die Seide als Bestandteil des Wollflors genannt. Sie ist daher nicht nur ein Materialhinweis, sondern auch Teil der beschriebenen visuellen Wirkung des Designs. Die hohe Knotendichte unterstützt die präzise Darstellung kleiner floraler und symmetrischer Formen.
Die Nain-typische Gestaltung verbindet damit mehrere Ebenen: ein klar definiertes Medaillon, florale Ornamente, symmetrische Begleitmuster sowie eine sanfte blau-beige Farbgebung. Diese Elemente bilden keine voneinander losgelösten Dekorationen. Sie sind aufeinander abgestimmt und folgen einer Kompositionslogik, die in der persischen Teppichkunst über lange Zeit entwickelt und weitergegeben wurde.
Besonderheiten
Zu den ausdrücklich genannten Merkmalen gehören die 12La-Knüpfqualität und die angegebene Knotendichte von circa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Dichte steht für eine feine Ausarbeitung und ermöglicht eine differenzierte Wiedergabe des Lachak-Toranj-Medaillons. Bei der Einordnung der Knotendichte ist zu beachten, dass sie vor allem die Feinheit der Knüpfung beschreibt und nicht allein über die gesamte Qualität eines Teppichs entscheidet.
Eine weitere Besonderheit ist die Materialkombination aus 100% Wolle mit Seide im Flor und 100% Baumwolle in der Kette. Die Seide bringt eine verfeinerte, lichtreflektierende Oberfläche in die Wollstruktur ein. Der Teppich ist handgeknüpft, und eine professionelle Handwäsche wurde durchgeführt. Sein Zustand wird als TOP Zustand angegeben. Für die laufende Pflege wird empfohlen, Staub mit einer sanften Bürste abzusaugen, den Teppich gelegentlich auszuklopfen und ihn alle paar Jahre professionell reinigen zu lassen.
Bei einer Lagerung sollte der Teppich vorsichtig gerollt und in einem kühlen, trockenen Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden. Eine geeignete Abdeckung schützt ihn vor Staub. Diese Hinweise beziehen sich auf die im Material und in der Pflegebeschreibung genannten Eigenschaften von Wolle, Seide und der handgeknüpften Oberfläche.
FAQ
Woran erkennt man einen hochwertigen Nain-Teppich?
Eine feine Knotendichte, hochwertige Materialien wie Wolle und Seide sowie eine präzise Verarbeitung gelten als wichtige Merkmale. Beim Muster kann auf eine ausgewogene Symmetrie geachtet werden. Auch die Farben sollten klar und dauerhaft wirkend erscheinen. Bei diesem Teppich werden die 12La-Knüpfqualität, circa 250.000 Knoten pro Quadratmeter, der Wollflor mit Seide und die handgeknüpfte Ausführung genannt.
Passt ein Nain-Teppich in ein modernes Interieur?
Ja. Das klassische Lachak-Toranj-Medaillon und die sanften Blau- und Beigetöne lassen sich auch mit modern gestalteten Wohnräumen verbinden. Die klare Symmetrie des Musters setzt einen traditionellen Akzent, während die zurückhaltende Farbwirkung eine ruhige Einordnung in unterschiedliche Einrichtungskonzepte unterstützt. Die handgeknüpfte Nain-Gestaltung bleibt dabei als persische Teppichtradition erkennbar.
Wie sollte der Teppich gelagert werden?
Für die Lagerung wird empfohlen, den Teppich vorsichtig zusammenzurollen und in einem kühlen, trockenen Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung aufzubewahren. Eine geeignete Abdeckung schützt vor Staub. Für die regelmäßige Pflege sind Staubsaugen mit einer sanften Bürste und gelegentliches Ausklopfen vorgesehen. Zusätzlich wird eine professionelle Reinigung im Abstand von einigen Jahren empfohlen. Dieser Teppich wurde bereits professionell handgewaschen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |






















