











Perserteppich Nain 297 x 195 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2130$994$Aktueller Preis ist: 994$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (ca. 250.000 Knoten/qm) | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 297 x 195 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Gut, mit Gebrauchsspuren, professionelle Handwäsche durchgeführt
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000395
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die Verbindung von Wolle und Seide prägt sowohl die Haptik als auch die optische Wirkung des Stücks. Wolle bildet einen strapazierfähigen Flor mit angenehmem Griff. Seidenfasern ergänzen ihn durch einen feinen Schimmer und unterstützen die klare Wirkung der Musterflächen.
Die Knotendichte ist mit 12La angegeben und beträgt etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche dichte Knüpfung ermöglicht die Ausarbeitung feiner Linien, kleiner Ornamente und klar abgegrenzter Konturen. Gerade bei einem Medaillonmuster ist diese Präzision wichtig, weil die floralen Details und die symmetrische Anlage des Entwurfs eng miteinander verbunden sind.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette gesetzt. Reihe für Reihe entsteht so ein geschlossenes Gewebe, in dem das Muster nicht aufgedruckt, sondern durch die Anordnung der farbigen Florfäden gebildet wird. Die handgeknüpfte Technik gehört zu den kennzeichnenden Arbeitsweisen iranischer Teppiche. Sie erlaubt es, geschwungene Konturen, feine Blätter und unterschiedliche Ornamentgrößen sorgfältig auszuführen.
Wolle und Seide reagieren im Licht unterschiedlich. Dadurch entsteht innerhalb der Oberfläche ein zurückhaltender Wechsel zwischen matteren und stärker schimmernden Partien. Diese Wirkung ist besonders bei floralen Ornamenten und bei einer fein gegliederten Medaillonkomposition erkennbar. Die Baumwollkette bildet dabei die textile Grundlage, auf der der dichte Flor aufgebaut ist.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist ein bedeutendes Zentrum der iranischen Teppichherstellung und steht für eine eigenständige Tradition, die durch feine Zeichnung, ausgewogene Symmetrie und den Einsatz von Wolle und Seide geprägt ist. Die Stadt liegt in Zentraliran und ist für Teppiche bekannt, deren Entwürfe häufig von einem klar aufgebauten Mittelfeld und einer geordneten Bordürenfolge bestimmt werden.
Die Teppichkultur Nains entwickelte sich aus den umfassenden handwerklichen Traditionen Persiens. In den Werkstätten wurden über Generationen Kenntnisse über Fadenvorbereitung, Farbzusammenstellung, Knüpftechnik und Musteraufbau weitergegeben. Dabei entstand kein einheitliches Schema für jedes einzelne Stück, sondern ein regional erkennbarer Formenschatz, der immer wieder neu geordnet und ausgearbeitet wird. Charakteristisch ist die Verbindung von kontrollierter Linienführung und einer feinen, detailreichen Ornamentik.
Nain-Teppiche werden häufig mit hellen, ruhigen Grundflächen und fein gezeichneten floralen Motiven verbunden. In vielen Entwürfen stehen ein zentrales Medaillon, ergänzende Anhänger und symmetrisch angeordnete Ranken im Mittelpunkt. Diese Gestaltung verbindet die formale Ordnung persischer Teppichkompositionen mit einer leichten, offenen Wirkung. Die Verwendung von Seide kann einzelne Konturen und Ornamente optisch hervorheben, ohne die traditionelle Struktur des Teppichs aufzugeben.
Die regionale Tradition ist außerdem eng mit der Weitergabe von handwerklichem Wissen verbunden. Ein Knüpfer muss den Entwurf lesen, die Knotenanordnung kontrollieren und die Farbflächen über viele Reihen hinweg gleichmäßig führen. Bei einer dichten Knüpfung kommt es darauf an, die Proportionen des Musters beizubehalten und Übergänge sauber zu setzen. Das Ergebnis ist eine textile Bildfläche, in der Materialwahl, Arbeitsweise und regionaler Entwurf zusammenwirken.
Persische Teppiche werden nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern auch als Ausdruck einer gewachsenen Gestaltungskultur betrachtet. Ein Nain verbindet dabei die praktische Funktion eines Bodenbelags mit einer ornamentalen Tradition, die in vielen iranischen Werkstätten gepflegt wird. Seine Herkunft aus Nain ist deshalb nicht lediglich eine Ortsangabe, sondern verweist auf eine bestimmte Art, Flor, Kette, Muster und handwerkliche Präzision miteinander zu verbinden.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Im Zentrum steht ein Toranj, also ein Medaillon, das durch seitliche oder ergänzende Elemente, die als Lachak bezeichnet werden, in die Gesamtkomposition eingebunden wird. Das zentrale Motiv ordnet die Fläche und bildet den visuellen Schwerpunkt des Entwurfs. Um das Medaillon herum entfaltet sich eine florale Ornamentik mit Ranken und naturbezogenen Formen.
Florale Muster gehören zu den wichtigsten Gestaltungsmitteln der persischen Teppichkunst. Blätter, Blüten, Ranken und stilisierte Pflanzenformen werden nicht als naturgetreue Abbildungen eingesetzt, sondern rhythmisch geordnet und in ein symmetrisches System überführt. Dadurch entsteht ein Muster, das zugleich ornamental und strukturiert wirkt. Die Wiederholung einzelner Formen sorgt für Zusammenhang, während variierte Details die Fläche differenzieren.
Die Lachak-Toranj-Komposition kann als Wechselspiel zwischen Zentrum und Umfeld gelesen werden. Das Medaillon gibt der Gestaltung eine klare Mitte. Die umliegenden Ornamente führen den Blick weiter und verbinden die zentrale Form mit dem übrigen Feld. Eine solche Anlage schafft eine nachvollziehbare Hierarchie: Das Auge erkennt zuerst die Hauptform und nimmt anschließend die feineren Ranken, Blätter und floralen Einzelheiten wahr.
Die Farbpalette wird in der Beschreibung mit sanften Creme- und Blautönen sowie kräftigen Rottönen charakterisiert. Cremefarben können als ruhiger Grund oder als helle Kontur auftreten, während Blautöne den floralen Aufbau gliedern. Rote Akzente setzen innerhalb der Komposition markantere Farbpunkte. Das Zusammenspiel dieser Farben verleiht dem Muster eine klare Lesbarkeit und unterstützt die Unterscheidung zwischen Medaillon, Feld und Ornamenten.
Die Linienführung ist fein und klar. Gerade bei einem dichten handgeknüpften Flor lassen sich Konturen eng führen und kleine Musterteile differenziert ausarbeiten. Seide bringt in diesem Entwurf einen zusätzlichen Schimmer ein und kann bestimmte Linien oder Farbbereiche bei wechselndem Lichteinfall stärker hervortreten lassen. Die Wirkung des Musters entsteht daher nicht allein aus den Farben, sondern auch aus dem Verhältnis von Florhöhe, Faser und Blickwinkel.
Das Design steht in der Tradition klassischer persischer Medaillonteppiche, bleibt aber durch seine Nain-Zuordnung regional verankert. Die Symmetrie vermittelt Ordnung, während die floralen Ornamente Bewegung in die Fläche bringen. So verbindet das Lachak-Toranj-Motiv eine zentrale, gut erkennbare Struktur mit einer Vielzahl kleinerer Details. Die Komposition ist dadurch sowohl aus der Nähe als auch aus größerer Entfernung lesbar.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Nain Perserteppichs ist die Kombination aus Wolle und Seide im Flor. Die Wolle sorgt für einen angenehmen und belastbaren Flor, während die Seide einen schimmernden Effekt und eine weichere Anmutung unterstützt. Zusammen geben beide Materialien den floralen Ornamenten eine differenzierte Oberfläche.
Der Teppich befindet sich in gutem Zustand und weist Gebrauchsspuren auf. Eine professionelle Handwäsche wurde durchgeführt. Diese Information gehört zur Geschichte des konkreten Stücks und beschreibt seinen derzeitigen Pflegezustand. Die handgeknüpfte Ausführung, die dichte Knotung und das Lachak-Toranj-Medaillon bilden gemeinsam die wesentlichen Merkmale dieses einzelnen Teppichs.
Die beschriebene Materialkombination macht den Teppich außerdem für die Verwendung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Seine Farben und Struktur werden in der Beschreibung als auch nach längerer Nutzung erhalten bleibend dargestellt. Aufgrund seiner zeitlosen Gestaltung und seiner Verbindung zur iranischen Teppichkultur wird ein Nain dieser Art sowohl als Einrichtungselement als auch als Sammlerstück betrachtet.
FAQ
Wie reinige ich meinen Nain Teppich am besten?
Für die laufende Pflege eignet sich regelmäßiges, schonendes Absaugen mit einem passenden Teppichaufsatz. So lassen sich Staub und lose Schmutzpartikel aus dem Flor entfernen, ohne die Oberfläche unnötig zu beanspruchen. Bei einer stärkeren Verschmutzung sollte ein sanfter Teppichreiniger und eine weiche Bürste verwendet werden. Größere oder tief sitzende Verschmutzungen überlässt man am besten einem Fachbetrieb für Teppichreinigung. Bei diesem Stück wurde bereits eine professionelle Handwäsche durchgeführt.
Kann ich den Teppich auf Fußbodenheizung verwenden?
Ja, der Teppich ist für die Verwendung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Die für seine Herstellung verwendete Kombination aus Wolle und Seide ermöglicht eine gute Wärmeübertragung und bleibt angenehm warm bei der Berührung. Bei der Nutzung sollte die Heizung dennoch gleichmäßig betrieben werden. Eine regelmäßige Pflege trägt dazu bei, dass Staub und Schmutz nicht dauerhaft im Flor verbleiben.
Wie erkenne ich die Echtheit eines Perserteppichs?
Ein handgeknüpfter Perserteppich lässt sich unter anderem an den auf der Rückseite sichtbaren Knoten erkennen. Bei einem maschinell hergestellten Teppich ist das Muster dagegen häufig gedruckt oder maschinell eingewebt. Auch Knotendichte, Farbaufbau und die regional geprägte Musterwelt geben Hinweise auf die handwerkliche Einordnung. Zusätzliche Sicherheit können Zertifikate renommierter Teppichausstellungen bieten. Bei einem Nain sind außerdem die feine Zeichnung, die Medaillonkomposition und die Kombination aus Wolle und Seide wichtige Merkmale der Gestaltung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |



















