










Perserteppich Nain 285 x 175 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$1598$Aktueller Preis ist: 1598$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9La, ca. 450.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 285 x 175 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Herkunft: Stadt Nain, Persien | Zustand: sehr gut, professionelle Handwäsche durchgeführt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000397
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Wolle und Seide gehört zu den kennzeichnenden Materialangaben dieses Teppichs. Die Wolle bildet die Grundlage des Flors; die eingearbeitete Seide ergänzt das Material um einen besonderen Glanz. Im Knotenbild wird der Teppich als Nain 9La bezeichnet und mit einer Knotendichte von etwa 450.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben.
Handknüpfen bedeutet, dass die einzelnen Knoten von Hand in das vorbereitete Kettgerüst eingebracht werden. Reihe für Reihe entsteht so ein geschlossenes Gewebe, in dem das Muster unmittelbar aus der Anordnung der Knoten hervorgeht. Bei einem Nain mit einer feinen 9La-Ausführung können Medaillonformen, florale Linien und geometrische Ordnungen präzise umgesetzt werden. Die Ausführung als Einzelstück ist damit direkt mit der handwerklichen Herstellung verbunden.
Die professionelle Handwäsche wurde durchgeführt. Der Zustand ist sehr gut. Diese Angaben gehören zur konkreten Beschaffenheit des Teppichs und ergänzen die Beschreibung von Material und Verarbeitung. Die Kette aus Baumwolle, der Flor aus Wolle mit Seide sowie die handgeknüpfte Herstellung bilden zusammen die technische Grundlage dieses Nain.
Herkunft und Tradition
Nain liegt im zentralen Iran und ist als Teppichstadt für handgeknüpfte Perserteppiche bekannt. Die Stadt besitzt eine lange Tradition der Teppichherstellung, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. In dieser Zeit entwickelte sich eine regionale Formensprache, in der sorgfältige Ausarbeitung, geordnete Kompositionen und eine feine Behandlung dekorativer Einzelheiten eine wichtige Rolle spielen. Nain steht dadurch für eine klar erkennbare iranische Teppichtradition.
Die Herstellung eines Nain verbindet die Arbeit am Webstuhl mit der Planung des späteren Dekors. Bevor geknüpft wird, muss die Ordnung der Kette, der Reihen und der vorgesehenen Ornamente festgelegt werden. Die Knüpfer setzen diese Vorlage Schritt für Schritt um. Aus der Folge einzelner Knoten entstehen Konturen, Blüten, Ranken und geometrische Begrenzungen. Die handwerkliche Arbeit verlangt dabei eine gleichmäßige Ausführung und eine genaue Orientierung am Muster.
Teppiche aus Nain werden häufig mit feinen floralen Motiven, geometrischen Formen und ausgearbeiteten Medaillons gestaltet. Diese Elemente verbinden dekorative Wirkung mit einer deutlich strukturierten Gesamtordnung. Ein zentrales Medaillon kann das Blickzentrum bilden, während Ranken und weitere Ornamente die Fläche darum organisieren. Die Tradition beschränkt sich deshalb nicht auf ein einzelnes Motiv, sondern umfasst auch die Beziehung zwischen Zentrum, Randzonen und wiederkehrenden Details.
Die Nain-Tradition steht zugleich in einem größeren kunsthistorischen Zusammenhang des Iran. Persische Teppiche bewahren regionale Muster, handwerkliche Verfahren und überlieferte Vorstellungen von ausgewogener Flächengestaltung. In Nain werden diese Einflüsse in einer eigenen Stadttradition weitergeführt. Florale Zeichnung, geometrische Präzision und die sorgfältige Ausarbeitung eines Medaillons können dabei nebeneinander bestehen, ohne die klare Ordnung der Komposition aufzulösen.
Die Herkunft aus der Stadt Nain bezeichnet somit mehr als einen Produktionsort. Sie verweist auf eine gewachsene Handwerkskultur, in der das Knüpfen als überliefertes Können weitergegeben wird. Jeder Arbeitsschritt, vom Aufbau der Kette bis zur Ausarbeitung der letzten Musterpartien, trägt zur regionalen Identität bei. Dieser Teppich ist als Perserteppich der Stadt Nain zugeordnet und steht damit in dieser iranischen Tradition handgeknüpfter Teppiche.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Der Ausdruck benennt eine Komposition, in deren Mittelpunkt ein Medaillon steht. Lachak und Toranj beziehen sich auf die Formensprache von Eckelementen und Medaillon, die in der Teppichgestaltung miteinander in Beziehung treten. Das zentrale Toranj gibt der Fläche eine erkennbare Mitte; die Lachak-Elemente können diese Mitte aus den Ecken heraus aufnehmen und zur Gesamtkomposition hin vermitteln.
Ein Medaillonmuster ordnet einen Teppich anders als ein rein durchgehendes Streudekor. Das Zentrum wird als eigenständige Form lesbar, während die umgebenden Partien auf diese Form reagieren. Bei Nain-Medaillons treten florale und geometrische Muster häufig gemeinsam auf. Blüten, Ranken und Blattformen sorgen für bewegte Linien; geometrische Konturen geben den einzelnen Bereichen Halt und Abgrenzung.
Die floralen Details werden in einer solchen Gestaltung nicht lediglich als lose Verzierung eingesetzt. Sie füllen Innenflächen, begleiten die Linien eines Medaillons und schaffen Übergänge zwischen größeren Formen. Geometrische Muster strukturieren dagegen die Proportionen und machen die Ordnung der Komposition sichtbar. Durch das Zusammenspiel beider Elemente entsteht ein Dekor, das fein gegliedert und zugleich als zusammenhängendes Muster wahrnehmbar ist.
Nain-Teppiche sind oft in sanften Farbtönen gehalten. Diese Farbauffassung unterstützt die ruhige Lesbarkeit eines Medaillons und lässt feine Zeichnungen deutlich hervortreten. Harmonische Farbbeziehungen können dabei die Verbindung zwischen Zentrum, Eckzonen und übriger Fläche stärken. Die Farbwirkung ist nicht von einem einzelnen Ornament zu trennen, denn sie beeinflusst, wie deutlich Konturen erscheinen und wie die verschiedenen Musterbereiche miteinander verbunden wirken.
Die Seide im Flor ergänzt die Gestaltung um einen sichtbaren Glanz. Je nach Blickrichtung kann dieser Glanz einzelne Linien und Details unterschiedlich hervorheben. Dadurch erhält das Lachak-Toranj-Medaillon eine differenzierte Oberflächenwirkung, ohne dass seine grundlegende Ordnung verändert wird. Die feine Musterbehandlung, das zentrale Medaillon sowie die Verbindung von floralen und geometrischen Formen prägen die Gestaltung dieses Nain.
Als Nain-Medaillon folgt das Dekor einer Tradition, in der Klarheit und Detailreichtum gemeinsam gedacht werden. Das Auge kann zunächst die zentrale Form erfassen und anschließend den Ranken, Blüten und geometrischen Begrenzungen folgen. Die Komposition bleibt dadurch übersichtlich, obwohl sie aus zahlreichen einzelnen Musterentscheidungen besteht. Genau diese Verbindung von zentraler Ordnung und feiner Ausarbeitung ist für die beschriebene Designrichtung charakteristisch.
Besonderheiten
Zu den konkreten Besonderheiten dieses Teppichs gehören der Flor aus 100% Wolle mit Seide, die Baumwollkette und die handgeknüpfte Ausführung. Die Seide verleiht der Oberfläche einen besonderen Glanz und ist zugleich ein ausdrücklich genannter Bestandteil des Flors. Das Lachak-Toranj Nain-Medaillon gibt dem Stück seine zentrale dekorative Struktur.
Der Teppich wird als Nain 9La mit einer Knotendichte von etwa 450.000 Knoten pro Quadratmeter beschrieben. Sein Zustand ist sehr gut; außerdem wurde eine professionelle Handwäsche durchgeführt. Zusammen mit der Herkunft aus der Stadt Nain, der handwerklichen Fertigung und dem beschriebenen Medaillon ergibt sich eine klar bestimmbare Charakteristik dieses Einzelstücks.
FAQ
Wie pflege ich meinen Nain Teppich?
Für die laufende Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen mit niedriger Einstellung. Alternativ kann der Teppich im Freien vorsichtig ausgeklopft werden, damit Staub und lose Verschmutzungen entfernt werden. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden, statt sie kräftig zu reiben. Eine professionelle Teppichreinigung ist alle paar Jahre sinnvoll. Bei diesem Teppich wurde bereits eine professionelle Handwäsche durchgeführt. Die Pflege sollte die Materialien Wolle, Seide und Baumwolle berücksichtigen und schonend erfolgen.
Wo kann ich Nain Teppiche kaufen?
Nain Teppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften, in Galerien und online bei vertrauenswürdigen Händlern erhältlich. Beim Kauf helfen Informationen zu Herkunft und Herstellungsart dabei, das Angebot einzuordnen. Auch Echtheitszertifikate können eine wichtige Orientierung geben. Bei diesem Stück sind die Stadt Nain in Persien, die handgeknüpfte Herstellung, die Materialzusammensetzung und das Lachak-Toranj-Medaillon benannt. Diese Angaben unterscheiden den Teppich von Angeboten, bei denen Herkunft oder Muster nicht nachvollziehbar beschrieben werden.
Warum sind Nain Teppiche so wertvoll?
Nain Teppiche werden wegen ihrer hochwertigen Materialien, ihrer aufwendigen Knotentechnik und ihrer ausgearbeiteten Gestaltung geschätzt. Bei diesem Teppich verbinden sich ein Flor aus Wolle mit Seide, eine feine 9La-Ausführung und ein Lachak-Toranj-Medaillon. Hinzu kommt die lange Tradition der Teppichherstellung in Nain. Die handgeknüpfte Fertigung macht jedes Stück eigenständig, weil das Muster aus einer Vielzahl von Handarbeitsschritten entsteht. Auch die sehr gute Erhaltung und die durchgeführte professionelle Handwäsche gehören zur konkreten Beschreibung dieses Teppichs.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |


















