




Perserteppich Nain 140 x 70 cm Wolle handgeknüpft
511$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9-Lah (ca. 250.000 Knoten/m²) | Material: Flor Wolle mit Seidenakzenten | Größe: 140 x 70 cm | Muster: Klassisch florale Motive | Zustand: Sehr gut
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: FF52EA93
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Nain ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus Wolle mit Seidenakzenten. Die Verbindung dieser beiden Materialien gehört zu den prägenden Merkmalen vieler feiner Nain-Teppiche. Wolle bildet eine belastbare und griffige Grundlage, während Seide in den betreffenden Partien eine glattere Oberfläche und eine verfeinerte Zeichnung ermöglicht. Beim Gehen und bei wechselndem Lichteinfall können diese unterschiedlichen Fasern verschieden wirken, wodurch die Musterstruktur klar hervortritt.
Die Ausführung ist mit 9-Lah bezeichnet. Bei Nain-Teppichen verweist diese Bezeichnung auf die Einordnung der Knüpfdichte und damit auf die Feinheit der Ausarbeitung. Eine dichte Knüpfung erlaubt es, Linien, Blüten und Ornamente präzise nebeneinanderzusetzen. Die handwerkliche Qualität entsteht dabei nicht allein durch die Anzahl der Knoten, sondern auch durch das gleichmäßige Arbeiten, die kontrollierte Spannung und die sorgfältige Ausformung des Musters.
Handknüpfen ist ein schrittweiser Prozess. Knoten werden einzeln in das textile Grundgerüst eingearbeitet, anschließend wird die Reihe befestigt und der Flor fortlaufend ausgearbeitet. So wächst das Muster nach und nach aus der Struktur des Teppichs. Die Kombination aus Wolle und Seidenakzenten macht bei diesem Stück sowohl die Materialität als auch die feine Gestaltung sichtbar. Der beschriebene Zustand ist sehr gut.
Herkunft und Tradition
Nain liegt im Zentraliran und ist als bedeutender Ort der persischen Teppichherstellung bekannt. Die dortige Teppichtradition entwickelte eine eigene Formensprache, die auf sorgfältiger Zeichnung, ausgewogenen Proportionen und einer kontrollierten Farbwirkung beruht. Nain-Teppiche werden häufig mit einer hellen, klaren Anmutung verbunden, wobei florale Ornamente und fein gegliederte Kompositionen eine zentrale Rolle spielen. Ihre Wirkung beruht auf dem Zusammenspiel von handwerklicher Präzision und einer über lange Zeit verfeinerten Gestaltungstradition.
In Nain wird die Qualität eines Teppichs traditionell unter anderem über seine Knüpfdichte und die Feinheit der Ausführung beschrieben. Die Bezeichnungen Lah dienen dabei als Orientierung für unterschiedliche Qualitätsstufen. Eine dichtere Struktur ermöglicht eine detailliertere Zeichnung, weil kleine Konturen und wiederkehrende Ornamente enger gesetzt werden können. Bei der Einordnung eines Nain-Teppichs werden deshalb sowohl die Knüpftechnik als auch die Ausarbeitung des Designs betrachtet.
Die persische Teppichkunst verbindet praktische textile Herstellung mit einer überlieferten Ornamenttradition. Muster werden nicht zufällig verteilt, sondern in ein geordnetes Verhältnis von Feld, Bordüre und begleitenden Details gebracht. In Nain zeigt sich diese Ordnung häufig in einer ruhigen Gesamtkomposition, in der fein gezeichnete Pflanzenformen und Ranken die Fläche strukturieren. Die Handarbeit verleiht jedem Teppich dabei seine eigene Ausführung, selbst wenn ein bestimmtes Muster einer bekannten regionalen Tradition folgt.
Nain steht innerhalb der iranischen Teppichlandschaft neben weiteren wichtigen Zentren. Isfahan ist für detailreiche Muster und hochwertige Materialien bekannt; dort erscheinen häufig komplexe arabeske Entwürfe. Tabriz wiederum wird mit einer eigenständigen Farbgebung und einer großen Vielfalt an Mustern verbunden. Diese Orte gehören zur übergreifenden Geschichte der persischen Teppichknüpfkunst, unterscheiden sich jedoch in Zeichnung, Tradition und regionalem Ausdruck von Nain.
Die Herkunft aus Nain bezeichnet daher nicht nur einen geografischen Bezug. Sie verweist auch auf eine bestimmte handwerkliche Kultur, in der feine Knüpfung, kontrollierte Ornamentik und die Verwendung ausgewählter Materialien zusammenwirken. Der vorliegende Teppich verbindet diese Herkunft mit einer handgeknüpften Ausführung, einer 9-Lah-Einordnung, klassisch floralen Motiven sowie Wolle und Seidenakzenten.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als klassisch floral beschrieben. Florale Nain-Motive greifen Blüten, Blätter, Ranken und stilisierte Pflanzenelemente auf. Sie sind in der persischen Ornamentik keine naturgetreue Abbildung eines einzelnen Gartens, sondern eine geordnete, abstrahierte Bildsprache. Durch Wiederholung, Spiegelung und rhythmische Abstände entsteht ein zusammenhängender Dekor, der die Fläche gliedert und dem Teppich seine charakteristische textile Ordnung gibt.
Viele Nain-Entwürfe arbeiten mit einem zentralen Medaillon oder mit einem durchgehend gegliederten Feld. Das Medaillon kann als optischer Mittelpunkt dienen, während Ranken und Blüten die Übergänge zwischen Zentrum und Rand begleiten. Andere Kompositionen lassen florale Ornamente kontinuierlich über die gesamte Fläche laufen. Welche dieser Möglichkeiten im Einzelnen verwendet wird, hängt vom jeweiligen Entwurf ab. Für dieses Stück ist die Musterart als klassisch floral angegeben; eine zusätzliche Bezeichnung für ein bestimmtes Medaillon oder eine konkrete Bordürenform liegt nicht vor.
Bei fein geknüpften Teppichen ist die Zeichnung eng mit der technischen Ausführung verbunden. Kleine Blätter, schmale Linien und wiederkehrende Blüten können klar voneinander abgegrenzt werden, wenn die Knoten gleichmäßig gesetzt sind. Seidenakzente unterstützen dabei die differenzierte Wirkung einzelner Musterpartien. Die Seide dient nicht nur als Materialkontrast zur Wolle, sondern kann durch ihre glattere Oberfläche auch die Lichtwirkung innerhalb der Ornamentik verändern. Dadurch bleibt das Muster aus verschiedenen Blickrichtungen lebendig, ohne dass seine geordnete Struktur verloren geht.
Die florale Gestaltung steht in der persischen Tradition für eine Verbindung aus Naturbezug und geometrischer Ordnung. Ranken werden so geführt, dass sie Flächen verbinden; Blüten wiederholen sich in einem kontrollierten Rhythmus; Blätter füllen Zwischenräume, ohne das Gesamtbild unruhig werden zu lassen. In Nain wird diese Gestaltung häufig mit einer feinen Linienführung verbunden. Die Wirkung entsteht somit aus vielen kleinen Entscheidungen in der Zeichnung und nicht aus einem einzelnen dekorativen Element.
Ein klassisch floraler Nain-Teppich kann in unterschiedlichen Wohnumgebungen gelesen werden, weil seine Ornamentik auf einer klaren Komposition beruht. In einer traditionell eingerichteten Umgebung setzt sie die persische Herkunft fort. Neben schlichten oder modernen Möbeln kann das florale Feld als bewusst gesetzter Kontrast wirken. Diese Einordnung beschreibt die gestalterische Anpassungsfähigkeit des Mustertyps und keine besondere Eigenschaft des einzelnen Raumes.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören die Herkunft aus Nain im Iran, die handgeknüpfte Verarbeitung, die Einordnung als 9-Lah-Teppich und die Verbindung von Wolle mit Seidenakzenten. Hinzu kommen die klassisch floralen Motive und der sehr gute Zustand. Diese Angaben beschreiben die materielle Ausführung, die regionale Zuordnung, die Musterwelt und den Erhaltungszustand des Teppichs.
Die Seidenakzente setzen innerhalb des Wollflors eine zusätzliche textile Nuance. Zusammen mit der feinen Nain-Knüpftradition entsteht eine Ausführung, bei der Material und Ornament eng miteinander verbunden sind. Der Teppich steht damit für eine Form persischer Handarbeit, in der eine überlieferte Herkunft, eine differenzierte Knüpftechnik und eine florale Gestaltung zusammenkommen.
FAQ
Wie erkenne ich die Qualität eines Nain-Teppichs?
Ein wichtiger Hinweis ist die Knüpfdichte, die bei Nain-Teppichen mit der Bezeichnung Lah beschrieben wird. Die Einordnung 9-Lah gehört zu den Angaben, mit denen die Feinheit der Knüpfung charakterisiert wird. Eine dichtere und gleichmäßige Struktur ermöglicht in der Regel eine präzisere Wiedergabe kleiner floraler Details. Zusätzlich sollten die Gleichmäßigkeit der Knoten, die Klarheit der Zeichnung, die Ausarbeitung des Flors und der Erhaltungszustand betrachtet werden. Bei diesem Teppich kommen die 9-Lah-Einordnung, Wolle mit Seidenakzenten, klassisch florale Motive und ein sehr guter Zustand zusammen.
Wie pflege ich meinen Perserteppich aus Nain?
Für die regelmäßige Pflege eignet sich vorsichtiges Absaugen, damit lose Partikel aus dem Flor entfernt werden. Die Behandlung sollte dem handgeknüpften Aufbau und den verwendeten Materialien entsprechen. Bei stärkerem Reinigungsbedarf ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll, insbesondere weil Seidenakzente eine materialgerechte Behandlung erfordern können. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um ein Ausbleichen der Farben zu verhindern. Flecken sollten nicht durch kräftiges Reiben bearbeitet werden; eine fachkundige Reinigung ist bei empfindlichen Verschmutzungen die sichere Vorgehensweise.
Können Nain-Teppiche auch in modernen Einrichtungsstilen verwendet werden?
Ja. Die geordnete florale Ornamentik eines Nain-Teppichs kann in einer modernen Einrichtung einen klaren textilen Akzent bilden. Neben minimalistischen Möbeln entsteht ein Kontrast zwischen reduzierten Formen und der fein gegliederten persischen Mustersprache. In klassisch eingerichteten Räumen lässt sich die Herkunft des Designs dagegen unmittelbar weiterführen. Entscheidend ist die Abstimmung mit den vorhandenen Farben und Materialien. Der Mustertyp ist vielseitig einsetzbar, weil florale Elemente sowohl dekorativ als auch strukturiert wirken.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













