







Perserteppich Nain 134×68 cm Wolle handgeknüpft
492$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12-Lah (ca. 250.000 Knoten/m²) | Material: Flor Wolle und Seide | Größe: 134×68 cm | Muster: Klassisch florales Design mit zentralem Medaillon | Zustand: Sehr gut
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Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle und Seide. Die Verbindung beider Materialien gehört zu den charakteristischen Merkmalen vieler feiner Nain-Teppiche. Wolle bringt eine natürliche, textile Struktur in den Flor, während Seide für eine glatte Anmutung und eine differenzierte Lichtwirkung eingesetzt wird. Bei diesem Teppich sind beide Materialien als Flor angegeben. Die Beschreibung nennt keine gesonderte Zusammensetzung der Kette.
Die Knüpfdichte ist mit 12-Lah und etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Lah bezeichnet bei Nain-Teppichen eine Qualitäts- und Feinheitsstufe der Knüpfung. Die Einteilung in 4-Lah, 6-Lah, 9-Lah und 12-Lah dient dazu, die Feinheit verschiedener Nain-Arbeiten zu unterscheiden. Eine höhere Zahl steht dabei nicht einfach für eine pauschale Rangfolge, sondern für eine bestimmte traditionelle Bezeichnung der Konstruktion und Knotendichte.
Die Handarbeit entsteht Knoten für Knoten. Jede einzelne Reihe trägt dazu bei, Konturen, Blütenformen und die Ordnung des Medaillons sichtbar zu machen. Bei einer feinen Knüpfung können geschwungene Linien, kleine Blätter und wiederkehrende Ranken präzise ausgeführt werden. Die Kombination aus dicht gesetzten Knoten und unterschiedlichen Flormaterialien unterstützt die klare Darstellung des floralen Entwurfs.
Die Nain-Tradition verbindet eine sorgfältige Knüpftechnik mit einer fein abgestimmten Oberfläche. Wollflor wird traditionell wegen seiner belastbaren und zugleich angenehm textilen Eigenschaften verwendet. Seide kann innerhalb des Musters für feinere Akzente und einen veränderten Glanz sorgen. Die konkrete Materialangabe dieses Teppichs lautet Wolle und Seide; weitergehende Angaben zu einzelnen Materialanteilen oder zum Aufbau der Kette liegen nicht vor.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Nain in Zentralpersien. Nain liegt in der iranischen Hochebene und ist als bedeutendes Zentrum der Teppichherstellung bekannt. Die dortige Teppichtradition entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem klar erkennbaren Stil, der feine Knüpfungen, geordnete Kompositionen und eine sorgfältige Ausarbeitung miteinander verbindet. Nain-Teppiche werden als Perserteppiche eingeordnet, weil Nain eine iranische Herkunft bezeichnet.
Die Stadt liegt in einer trockenen Landschaft zwischen den kulturell bedeutenden Regionen Isfahan und Yazd. Diese Lage hat Nain über lange Zeit mit Handelswegen, Werkstätten und unterschiedlichen kunsthandwerklichen Einflüssen verbunden. In der Teppichgestaltung zeigt sich eine Verbindung aus persischer Ornamentik und einer vergleichsweise ruhigen, übersichtlichen Flächenaufteilung. Die Muster wirken häufig klar gegliedert, ohne auf die für viele andere persische Teppichgruppen typische dichte Farbfülle angewiesen zu sein.
Bei Nain-Teppichen ist die Bezeichnung Lah ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Qualitätsbeschreibung. Sie bezieht sich auf die Feinheit der Knüpfung und wird mit unterschiedlichen Knotenanzahlen in Verbindung gebracht. In der überlieferten Einteilung stehen 4-Lah, 6-Lah, 9-Lah und 12-Lah für verschiedene Ausführungen. Ein 4-Lah-Teppich kann mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter erreichen. Ein 12-Lah-Teppich wird dagegen mit etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter beschrieben. Diese Unterschiede verändern die visuelle Feinheit, die Arbeitsweise und den Charakter der Oberfläche.
Die Bezeichnung 12-Lah ist deshalb nicht bloß eine dekorative Klassifizierung. Sie verweist auf eine bestimmte Position innerhalb der Nain-Tradition und macht die handwerkliche Einordnung nachvollziehbar. Bei der Beurteilung eines handgeknüpften Teppichs werden außerdem die Regelmäßigkeit der Knoten, die Ausarbeitung der Konturen und die Abstimmung von Material und Muster betrachtet. Die Knotendichte allein beschreibt nicht jedes Qualitätsmerkmal, bleibt aber ein wesentlicher Hinweis auf die Konstruktion.
Nain-Teppiche stehen in der weiteren Geschichte persischer Knüpfkunst neben regionalen Gruppen wie Isfahan und Kashan. Isfahan ist für komplexe Kompositionen und leuchtende Farbwirkungen bekannt, während Kashan häufig detailreiche Muster und den Einsatz von Seide zeigt. Diese Ortsnamen bezeichnen eigenständige Traditionen und sind nicht mit der Herkunft dieses Teppichs gleichzusetzen. Der vorliegende Teppich ist Nain zugeordnet und stammt aus Zentralpersien.
Die Herstellung in Nain beruht auf der Weitergabe von Entwürfen, technischen Kenntnissen und handwerklichen Abläufen. Muster werden in Werkstätten nach Vorlagen umgesetzt oder innerhalb der regionalen Ornamenttradition variiert. Das Grundprinzip bleibt die manuelle Verbindung von Knoten, Schuss und Kette zu einer geschlossenen Teppichfläche. Dadurch ist jeder handgeknüpfte Teppich ein einzelnes textiles Werk und keine industriell identische Serienware.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als klassisch floral mit zentralem Medaillon beschrieben. Ein Medaillon bildet den gestalterischen Mittelpunkt der Fläche. Es ordnet die umliegenden Ornamente und schafft eine deutliche Hierarchie zwischen Zentrum und Randbereichen. Die florale Ausrichtung ergänzt diese zentrale Struktur mit Blüten, Blättern und Rankenformen, wie sie in der persischen Ornamentik häufig verwendet werden.
Florale Nain-Kompositionen beruhen meist auf einer kontrollierten Wiederholung. Einzelne Motive werden nicht zufällig verteilt, sondern in Bezug auf Achsen, Spiegelungen und rhythmische Abfolgen angeordnet. Ein zentrales Medaillon kann von kleineren Blütenmotiven, geschwungenen Zweigen oder symmetrisch geführten Ranken begleitet werden. Die konkrete Beschreibung nennt das florale Design und das zentrale Medaillon, ohne einzelne Blütenarten oder eine bestimmte Farbpalette festzulegen.
Die Wirkung eines Medaillonmusters entsteht aus dem Verhältnis von Mitte, Feld und Bordüre. Das innere Feld trägt den Hauptentwurf, während Rahmenzonen die Komposition fassen und optisch begrenzen können. In der persischen Teppichgestaltung werden Bordüren häufig mit fortlaufenden Ranken, Blüten oder kleineren Ornamenten gegliedert. Ob und wie viele Bordüren dieser einzelne Teppich besitzt, ist nicht gesondert angegeben; die allgemeine Funktion solcher Rahmenelemente gehört jedoch zur Tradition des beschriebenen Mustertyps.
Die Feinheit der Knüpfung unterstützt die Darstellung floraler Linien. Bei einer hohen Knotenzahl lassen sich kleine Richtungswechsel und schmale Konturen sorgfältig ausarbeiten. Wolle und Seide können dabei unterschiedliche Oberflächenwirkungen erzeugen: Wolle wirkt eher matt und strukturiert, Seide glatter und lichtreflektierender. Auf diese Weise kann ein Muster durch Materialwechsel zusätzlich differenziert werden. Für dieses Stück ist die Kombination von Wolle und Seide als Flor angegeben.
Nain-Entwürfe werden häufig mit einer hellen, ausgewogenen Farbwirkung verbunden. Die überlieferte Beschreibung hebt florale Muster und ein zentrales Medaillon hervor, nennt aber keine konkreten Farbtöne. Deshalb lässt sich die Farbgestaltung dieses einzelnen Teppichs nicht näher festlegen. Sicher ist die formale Einordnung als klassisch floral und medaillonorientiert. Diese Kombination macht die Komposition sowohl von der Mitte aus als auch über ihre wiederkehrenden Randmotive lesbar.
Das zentrale Medaillon kann in der Raumgestaltung als visueller Schwerpunkt wahrgenommen werden, während das florale Umfeld den Blick über die Teppichfläche führt. Bei der Auswahl eines Platzes sind daher die vorhandene Einrichtung, die Sichtachse und die gewünschte Gewichtung im Raum relevant. Ein klassisches Medaillonmuster lässt sich grundsätzlich mit traditionellen wie auch mit zurückhaltend modernen Möbeln verbinden. Diese Aussage beschreibt die Gestaltungslogik des Mustertyps und keine konkrete Einrichtungssituation.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Teppichs ist die Verbindung aus Nain-Herkunft, handgeknüpfter Ausführung und der angegebenen 12-Lah-Knüpfdichte. Die etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter ordnen ihn innerhalb der genannten Nain-Stufen als 12-Lah-Arbeit ein. Der Flor aus Wolle und Seide ergänzt die technische Einordnung um eine Kombination zweier traditionell verwendeter Materialien.
Auch die Musteranlage ist klar benannt: Ein klassisch floraler Entwurf trifft auf ein zentrales Medaillon. Dadurch besitzt die Gestaltung einen erkennbaren Mittelpunkt und eine traditionelle persische Ornamentstruktur. Der Zustand wird als sehr gut angegeben. Weitere Angaben zu Reparaturen, Restaurierungen, Alter, Signatur oder besonderen Provenienzen sind nicht Bestandteil der Beschreibung und werden daher nicht ergänzt.
Als handgeknüpfter Nain-Perserteppich verbindet das Stück eine regionale Herkunft mit einer bestimmten technischen Bezeichnung. Die Einordnung bleibt dabei sachlich: Nain bezeichnet den Ursprung, 12-Lah die überlieferte Feinheitsstufe, Wolle und Seide das Material des Flors und das Medaillon den Aufbau des Musters.
FAQ
Wie pflege ich einen Nain-Perserteppich?
Regelmäßiges, vorsichtiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Flecken sollten sofort behandelt werden, damit sie nicht tiefer in die Fasern eindringen. Bei einem handgeknüpften Teppich aus Wolle und Seide ist eine schonende Vorgehensweise wichtig, weil beide Materialien unterschiedlich auf Feuchtigkeit, Reibung und Reinigungsmittel reagieren können. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung alle paar Jahre. Aggressive Mittel, starkes Bürsten und eine durchnässende Behandlung sollten vermieden werden, wenn keine fachkundige Anleitung vorliegt.
Was macht Nain-Teppiche besonders?
Nain-Teppiche zeichnen sich durch ihre regionale Knüpftradition, die Einteilung in Lah-Feinheitsstufen und häufig durch fein gegliederte florale Kompositionen aus. Bei diesem Stück kommen eine 12-Lah-Knüpfdichte, ein Flor aus Wolle und Seide sowie ein klassisch florales Muster mit zentralem Medaillon zusammen. Die Knotendichte beschreibt die technische Feinheit der Arbeit, während das Medaillon und die floralen Ornamente ihre gestalterische Ordnung bestimmen. Die Verbindung dieser Merkmale macht die Einordnung als Nain-Perserteppich nachvollziehbar.
Kann ich einen Nain-Teppich in jedem Raum verwenden?
Nain-Teppiche können in Wohnräumen, Schlafzimmern, Büros und anderen Innenräumen eingesetzt werden. Entscheidend sind die Raumgröße, die Möblierung, die Sichtbarkeit des Musters und die zu erwartende Nutzung. Ein florales Medaillon kann als Mittelpunkt eines Sitzbereichs wirken oder einen kleineren Bereich als Akzent strukturieren. Bei der Auswahl sollte außerdem berücksichtigt werden, dass der Flor aus Wolle und Seide besteht und deshalb eine passende, schonende Pflege benötigt. Die konkrete Platzierung richtet sich nach den Bedingungen des jeweiligen Raumes.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |
















