




Perserteppich Moud 303 x 200 cm Wolle handgeknüpft
3385$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 300.000 – 360.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle mit Seidenakzenten, Schuss Baumwolle | Größe: 303 x 200 cm | Muster: Medaillon, durchgemustert und Feldmuster | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 999657EB
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud-Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus Wolle mit Seidenakzenten. Die Verbindung von Wolle und Seide gehört zu den Merkmalen, die bei Moud-Teppichen eine differenzierte Oberfläche und eine klare Wiedergabe feiner Muster ermöglichen. Wolle bildet dabei den wesentlichen Flor, während Seide einzelne Akzente hervorhebt und dem Muster zusätzliche Feinheit verleiht.
Die Knüpfung dieses Teppichs ist fein und weist eine hohe Dichte auf. Eine dichte Handknüpfung erlaubt es, Linien, Blüten, Palmetten und Herati-Elemente eng aufeinander abzustimmen. Der Schuss besteht aus Baumwolle. Auch die Fransen sind aus robustem Baumwollgarn gefertigt. Damit sind bei diesem Stück Wolle, Seide und Baumwolle in unterschiedlichen Funktionen miteinander verbunden: Wolle und Seide prägen den Flor, Baumwolle unterstützt die textile Konstruktion und bildet die Fransen.
Die handwerkliche Herstellung erfolgt Knoten für Knoten. Dabei wird das Muster nicht auf eine fertige Oberfläche aufgedruckt, sondern während des Knüpfens aufgebaut. Die Knüpferinnen und Knüpfer folgen der Vorlage, setzen die farbigen Knoten in den vorgesehenen Bereichen und verdichten anschließend die Reihe. Nach dem Knüpfen werden Flor und Konturen bearbeitet, damit die Zeichnung lesbar bleibt. Bei einem Moud-Teppich steht diese sorgfältige Ausarbeitung in Verbindung mit einer präzisen, detailreichen Ornamentik.
Der Zustand dieses Teppichs ist sehr gut. Diese Angabe beschreibt den erhaltenen Gesamtzustand des konkreten Stücks. Weitere Angaben zu Alter, Restaurierungen oder früherer Nutzung liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
Herkunft und Tradition
Moud liegt in Ostpersien, südlich von Maschhad. Die Stadt und ihre Umgebung sind für handgeknüpfte Perserteppiche bekannt. In dieser Region entwickelte sich eine eigene Teppichtradition, die eine sorgfältige Knüpfarbeit mit klar gegliederten floralen und geometrischen Kompositionen verbindet. Moud-Teppiche werden innerhalb der persischen Teppichkunst als Arbeiten aus einem ostpersischen Knüpfgebiet eingeordnet.
Die Herkunft bezeichnet nicht nur einen geografischen Ort. Sie verweist auch auf überlieferte Kenntnisse über Entwurf, Farbaufteilung, Knüpftechnik und den Aufbau von Bordüre und Innenfeld. In Moud werden Muster so angelegt, dass ein geschlossenes Gesamtbild entsteht. Eine zentrale Form kann das Innenfeld ordnen, während durchgemusterte Kompositionen die Fläche gleichmäßig mit Ornamenten füllen. Garten- oder Feldmuster teilen das Feld dagegen in einzelne Bereiche, die jeweils eigene Pflanzen- oder Lebensbaummotive aufnehmen können.
Die persische Teppichknüpfkunst arbeitet traditionell mit einem Entwurf, der die Abfolge der Ornamente vorgibt. Die wiederkehrenden Formen werden nicht zufällig verteilt. Ihre Größe, Richtung und Farbzuordnung werden aufeinander abgestimmt, damit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen freier Fläche, Ornament und Bordüre entsteht. Gerade bei fein geknüpften Teppichen können solche Entwürfe sehr differenziert ausgeführt werden. Kleine Veränderungen in der Linienführung, in den Blütenblättern oder in den Übergängen zwischen den Motiven geben jedem handgeknüpften Stück seine eigene Ausprägung.
Moud steht dabei in einer ostpersischen Tradition, die sowohl regelmäßige Muster als auch repräsentative Medaillonaufbauten kennt. Das zentrale Medaillon kann als optischer Mittelpunkt dienen und die übrige Zeichnung hierarchisch ordnen. Ein durchgemustertes Herati-Design folgt einem anderen Prinzip: Es verteilt das Ornament über die gesamte Fläche und erzeugt dadurch eine kontinuierliche Bewegung. Das Feldmuster greift wiederum die Vorstellung eines geordneten Gartens auf, in dem einzelne Felder, Pflanzen und Lebensbäume zu einer strukturierten Gesamtkomposition verbunden werden.
Die verwendeten Farben sind ebenfalls Teil der regionalen Gestaltungssprache. Moud-Teppiche werden häufig mit kräftigen Rottönen, Rotbraun und Blau gestaltet, die auf beigen oder roten Gründen kontrastreich erscheinen. Bei diesem Teppich verbindet sich ein beiger Grund mit kräftigem Rot, Rotbraun und Blau. In der persischen Web- und Knüpftradition dienen solche Farbbeziehungen nicht nur der Dekoration. Sie trennen Motive voneinander, betonen die Bordüre und lenken den Blick vom Zentrum über das Feld bis an den Rand.
Andere persische Knüpfregionen besitzen jeweils eigene gestalterische Schwerpunkte. Kerman ist für detaillierte florale Muster bekannt, während Tabriz häufig komplexe Bildmotive und fein gegliederte Entwürfe hervorbringt. Nain verbindet feine Woll- und Seidenmaterialien mit eleganten Kompositionen. Isfahan und Kashan stehen ebenfalls für bedeutende Traditionen der persischen Teppichkunst. Diese Vergleiche erklären die Vielfalt persischer Herkunftsgebiete, ändern jedoch nichts an der Einordnung dieses Teppichs als Moud aus Ostpersien.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Verbindung von Medaillon, durchgemustertem Design und Feldmuster beschrieben. Diese drei Bezeichnungen benennen unterschiedliche Prinzipien, nach denen ein persischer Teppich aufgebaut werden kann. Ein Medaillon setzt einen deutlichen Schwerpunkt im Innenfeld. Es kann rund, oval oder in einer stärker geometrisch gegliederten Form erscheinen und wird meist von ergänzenden Ranken, Blüten oder Herati-Elementen begleitet.
Beim Medaillon-Moud steht häufig ein rundes Sternmedaillon im Zentrum. Die Herati-Ornamentik bildet dabei einen charakteristischen Bestandteil der Zeichnung. Herati-Muster bestehen traditionell aus miteinander verbundenen Ranken, Blättern und Blütenformen. Ihre Wiederholung erzeugt eine rhythmische Struktur, die das zentrale Motiv umgibt und den Blick in die Fläche weiterführt. In der Bordüre können stilisierte Blütenmotive und Palmetten die Komposition aufnehmen und einen Übergang zwischen Innenfeld und Außenkante herstellen.
Ein durchgemustertes Design verteilt die Ornamentik über das gesamte Feld. Statt einer großen, ruhigen Mitte entsteht eine kontinuierliche Folge von Motiven. Bei Moud kann diese Gestaltung auf einem durchgehenden Herati-Muster beruhen. Ranken und Blattformen greifen ineinander, wiederholen sich und bilden eine lebendige textile Textur. Die Dichte der Zeichnung verlangt eine genaue Abstimmung der Konturen, damit die einzelnen Ornamente trotz ihrer Wiederholung unterscheidbar bleiben.
Das Feldmuster Moud wird auch als Gartenmuster bezeichnet. Hier wird das Innenfeld in rechteckige Bereiche gegliedert. Diese Felder können mit Blumenmotiven und Lebensbäumen ausgefüllt sein. Die Bordüre ergänzt die Gartenidee durch Tier- und Pflanzenmotive. Ein solcher Aufbau verbindet eine klare geometrische Ordnung mit einer bildhaften, naturbezogenen Ornamentik. Die einzelnen Felder wirken wie abgegrenzte Ausschnitte, bleiben durch Farbrhythmus und Bordüre jedoch Teil einer zusammenhängenden Komposition.
Die kräftigen Farben dieses Teppichs unterstützen die Musterwirkung. Rot und Rotbraun schaffen warme Flächen und Akzente, während Blau eine kühlere Gegenfarbe einbringt. Der beige Grund gibt den Ornamenten Raum und sorgt dafür, dass die farbigen Motive deutlich hervortreten. Die Farbpalette ist damit nicht von einem einzigen Ton bestimmt, sondern beruht auf dem Verhältnis zwischen Grund, Medaillon, wiederholten Herati-Formen und Bordüre.
Bei einem handgeknüpften Muster entsteht die Zeichnung aus vielen einzelnen Knoten. Dadurch können Konturen leicht variieren und dennoch ein geschlossenes Motiv ergeben. Die Seidenakzente unterstützen bei diesem Teppich die Hervorhebung einzelner Details innerhalb des Wollflors. Je nach Betrachtungswinkel können solche Akzente unterschiedlich sichtbar sein. Entscheidend bleibt die Verbindung aus zentraler Ordnung, wiederholter Ornamentik und farblicher Abgrenzung, die für die beschriebene Moud-Gestaltung typisch ist.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören seine Herkunft aus Moud in Ostpersien, die Handknüpfung, der Wollflor mit Seidenakzenten und die Kombination aus Medaillon, durchgemustertem Design und Feldmuster. Der beige Grund wird von kräftigem Rot, Rotbraun und Blau begleitet. Dadurch entsteht eine klar erkennbare Farbstruktur, in der warme und kühle Töne zusammenwirken.
Die Konstruktion verbindet einen Flor aus Wolle mit Seidenakzenten, einen Baumwollschuss und Fransen aus robustem Baumwollgarn. Die hohe Knüpfdichte steht für eine fein ausgearbeitete Handarbeit und unterstützt die Darstellung der differenzierten Muster. Der Zustand des Teppichs ist sehr gut. Zusammen ergeben diese Angaben ein konkretes Bild dieses einzelnen Moud-Perserteppichs, ohne Aussagen zu Alter oder Provenienz außerhalb der genannten Herkunft hinzuzufügen.
FAQ
Was macht einen Moud-Teppich besonders?
Moud-Teppiche verbinden eine ostpersische Herkunft mit sorgfältiger Handknüpfung und differenzierten Musteraufbauten. Typisch sind Varianten mit Medaillon, durchgehendem Herati-Muster oder gegliedertem Garten- beziehungsweise Feldmuster. Florale Formen, Palmetten, Ranken, Lebensbäume sowie Tier- und Pflanzenmotive können dabei miteinander verbunden werden. Eine kräftige Farbpalette aus Rot, Rotbraun und Blau auf beigem oder rotem Grund gehört zum bekannten Erscheinungsbild vieler Moud-Teppiche. Bei diesem Stück kommen ein Wollflor mit Seidenakzenten, ein Baumwollschuss und Baumwollfransen hinzu. Die hohe Knüpfdichte unterstützt die präzise Wiedergabe der Ornamentik. Seine Besonderheit liegt somit im Zusammenspiel von Herkunft, Material, Konstruktion, Farbe und Muster.
Wie pflege ich einen Moud-Teppich richtig?
Ein Moud-Teppich sollte regelmäßig schonend gereinigt werden, damit Staub und lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Flor bleiben. Für die laufende Pflege eignet sich vorsichtiges Absaugen ohne aggressive Bürsten oder harte rotierende Aufsätze. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie die kräftigen Farben mit der Zeit verändern kann. Flüssigkeiten sollten rasch und ohne Reiben aufgenommen werden. Da dieser Teppich Wolle mit Seidenakzenten sowie Baumwolle in der Konstruktion enthält, ist bei Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln besondere Zurückhaltung sinnvoll. Eine professionelle Reinigung in mehrjährigen Abständen kann die Nutzungsdauer unterstützen. Bei Flecken, Fransenproblemen oder Fragen zur Behandlung sollte eine auf handgeknüpfte Orientteppiche spezialisierte Reinigung hinzugezogen werden.
Kann ich einen Moud-Teppich in jedem Raum verwenden?
Moud-Teppiche lassen sich in unterschiedlichen Wohnbereichen einsetzen. Das beschriebene Medaillon-, Herati- und Feldmuster kann einen Wohnraum ebenso strukturieren wie ein Esszimmer oder ein Schlafzimmer. Entscheidend sind die vorhandene Fläche, die Position der Möbel und die zu erwartende Beanspruchung. In stark genutzten Bereichen sollte der Teppich so liegen, dass keine Kanten hochstehen und der Flor möglichst gleichmäßig belastet wird. Im Schlafzimmer kann die Farb- und Musterwirkung ruhiger erscheinen, während sie im Wohn- oder Esszimmer stärker als ordnendes Element hervortritt. Eine rutschhemmende Unterlage kann je nach Untergrund sinnvoll sein. Die Eignung für einen Raum hängt daher nicht von einer festen Raumkategorie ab, sondern von Platzierung, Pflege und Nutzung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













