














Perserteppich Moud 295×204 cm Wolle Seide handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2130$1101$Aktueller Preis ist: 1101$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 250000/Qm | Material: Flor 100% Wolle & Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 295 x 204 cm | Muster: Floral Fisch mit Medaillon | Zustand: Neuwertig
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000341
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle & Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Kombination von Wolle und Seide im Flor verbindet die Eigenschaften beider Materialien: Wolle bildet die textile Grundlage des Flors, Seide wird für feine und glänzende Partien eingesetzt. Bei Moud-Teppichen kann Seide den Glanz einzelner Musterdetails hervorheben. Das Material wird dabei nicht als allgemeines Schmuckelement verstanden, sondern als Teil der Knüpfarbeit, mit dem sich Konturen und feine Zeichnungen klar ausarbeiten lassen.
Die Knüpfdichte dieses Teppichs beträgt 250000/Qm. Eine hohe Knotenzahl erlaubt grundsätzlich eine detaillierte Darstellung, weil kleinere Einheiten des Musters dichter nebeneinander angeordnet werden können. Die Moud-Tradition arbeitet mit dem asymmetrischen persischen Knoten. Dieser Knoten wird von erfahrenen Knüpfern eingesetzt, weil er bei komplizierten und detailreichen Zeichnungen eine präzise Ausführung unterstützt. Das Baumwollfundament bildet die Grundlage für den Woll- und Seidenflor.
Moud-Teppiche werden traditionell mit zwei Schussfäden hergestellt. Die Fertigung erfolgt von Hand und verbindet damit Materialwahl, Knotenart und Musterzeichnung in einem arbeitsintensiven Prozess. Für diesen Teppich sind ein Flor aus Wolle und Seide sowie eine Baumwollkette ausgewiesen. Sein Zustand ist neuwertig.
Herkunft und Tradition
Moud-Teppiche werden in Mashad in der Provinz Khorassan handgeknüpft. Mashad ist ein großes Webereizentrum und zugleich ein Handelszentrum für Teppiche aus benachbarten Städten und Dörfern. Moud liegt südlich von Birdjan und Mashad und besitzt eine lange Knüpftradition. Die Moud-Erzeugnisse stehen deshalb sowohl mit der örtlichen Fertigung als auch mit dem größeren Khorassan-Handel in Verbindung. Im Teppichhandel sind Moud-Teppiche seit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt.
Die Stadt Moud ist für eine eigenständige Gestaltung und für eine Herstellung bekannt, die sich an den Anforderungen verschiedener Märkte entwickelte. Die meisten Teppiche werden in Werkstätten der Stadt geknüpft. Gelegentlich entstehen Moud-Teppiche auch auf Heimwebstühlen. Das zeigt die unterschiedliche Organisation der Herstellung, ohne die gemeinsame regionale Formensprache aufzuheben. Moud ist dabei nicht nur ein Ortsname, sondern bezeichnet eine gewachsene Knüpftradition innerhalb des persischen Teppichhandwerks.
In der Entwicklung der Moud-Teppiche bestehen Ähnlichkeiten zu Teppichen aus Birjand. Diese Nähe zeigt sich vor allem in bestimmten Aufbau- und Mustergedanken der Region Khorassan. Gleichzeitig besitzen Moud-Teppiche charakteristische Designs, an denen sie im Handel leicht erkannt werden. Die persische asymmetrische Knüpftechnik gehört zu den wichtigen handwerklichen Grundlagen. Sie ermöglicht es, die verschachtelten floralen Zeichnungen und fein gegliederten Bordüren kontrolliert auszuführen.
Moud-Teppiche wurden in größeren Mengen für die heimische und die westliche Mittelklasse hergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wichen einige Knüpfer von traditionellen Mustern ab. Sie fertigten auch Entwürfe, die Teppichen anderer persischer Knüpfregionen ähnelten, um die Nachfrage inländischer und ausländischer Exportkunden zu bedienen. Diese Entwicklung erklärt, warum Moud innerhalb einer klar erkennbaren Tradition zugleich unterschiedliche Gestaltungen hervorbringen kann.
Die Qualität von Moud-Teppichen kann unterschiedlich ausfallen. In der Entwicklung früher Knüpfungen werden sie im Vergleich zu Meshad-Khorasan-Teppichen als von zweitrangiger Qualität beschrieben. Gleichzeitig gibt es feinere Moud-Arbeiten, bei denen Seide in einzelne Details eingearbeitet wird. Die Knüpfdichte ist daher ein sinnvoller Orientierungspunkt, wenn Moud-Teppiche miteinander verglichen werden. Die lange regionale Geschichte, die Werkstattarbeit und die Verbindung zum Handelszentrum Mashad prägen den Typus bis heute.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist floral und verbindet ein Fischmotiv mit einem Medaillon. In der Moud-Tradition treten florale Entwürfe sowohl als Medaillonmuster als auch als Allover-Komposition auf. Das zentrale Medaillon kann der Gestaltung eine klare Mitte geben, während Ranken, Blätter und Blüten den übrigen Raum gliedern. Bei Allover-Entwürfen wiederholen sich die floralen Elemente über das gesamte Feld. Beide Ordnungen gehören zur überlieferten Formensprache der Moud-Teppiche.
Das Herati-Muster gilt als dominantes und sofort erkennbares Moud-Motiv. Es nimmt in vielen Teppichen einen großen Teil der Oberfläche ein. Zum Herati-Entwurf gehören Fischformen, Blätter und Ranken, die in einer regelmäßigen, dicht gegliederten Ordnung zusammenwirken. Das Fischmotiv im Muster dieses Teppichs steht damit in einer regional vertrauten Tradition. Ein Medaillon kann diese flächige Zeichnung um eine betonte zentrale Form ergänzen.
Zu den weiteren traditionellen Feldmustern gehören Boteh-Motive, die auch als Paisley bezeichnet werden, sowie Gitter- und Minakhani-Muster. Beim Minakhani-Motiv verbinden sich Rosetten durch Spaliere oder Ranken zu einem fortlaufenden Gefüge. Auch die Schah-Abbas-Palmette mit Blättern und Ranken ist ein beliebtes Moud-Muster. Diese Elemente können einzeln auftreten oder in einer komplexen floralen Gesamtzeichnung zusammengeführt werden. Die hohe Knüpfdichte unterstützt grundsätzlich die präzise Ausarbeitung solcher kleinen Formen.
Die Bordüre zeigt bei Moud-Teppichen traditionelle Khorassan-Muster. Große Palmetten, Blätter und Ranken bilden wiederkehrende Bestandteile der Randzonen. In vielen Moud-Teppichen finden sich außerdem kleine rechteckige Bordüren mit Motiven aus persischen Gärten. Solche Gartenmotive werden sonst besonders mit Bachtiari-Teppichen verbunden. Die Bordüre rahmt das Feld nicht lediglich, sondern setzt dessen florale Sprache in einer eigenen Randordnung fort.
Farblich ist Granatapfelrot aus Cochenille ein übliches Merkmal im Feld von Moud-Teppichen. Ein kleinerer Anteil der Teppiche verwendet stattdessen Dunkelblau als vorherrschende Feldfarbe. In Bordüren, Musterelementen und Umrissen erscheinen außerdem unterschiedliche Rot-, Blau-, Beige-, Gold-, Grün-, Zimt-, Braun- und Grautöne. Kräftige Blau- und Rottöne sind für die Moud-Gestaltung typisch; ein kontrastierender elfenbeinfarbener Hintergrund kann diese Farben deutlich voneinander abheben. Die Farbtradition unterstützt die Lesbarkeit von Medaillon, Fischmotiv, Ranken und Umrandung.
Besonderheiten
Der Teppich verbindet eine neuwertige Erhaltung mit einem Flor aus Wolle und Seide sowie einer Kette aus Baumwolle. Seine Knotendichte beträgt 250000/Qm. Als Moud-Perserteppich gehört er zu einer persischen Tradition, in der der asymmetrische Knoten, florale Kompositionen und Herati- beziehungsweise Fischmotive eine wichtige Rolle spielen. Das Medaillon gibt dem floral geordneten Muster eine zentrale Struktur.
Seide wird bei Moud-Teppichen häufig eingesetzt, um den Glanz des Flors und einzelner Details zu verstärken, ist jedoch nicht bei jeder Ausführung erforderlich. Bei diesem Teppich ist Seide ausdrücklich als Bestandteil des Flors angegeben. Die Verbindung mit Wolle und die Baumwollkette machen die Materialstruktur klar nachvollziehbar. Die handgeknüpfte Ausführung, das Fischmotiv mit Medaillon und die regionale Moud-Zuordnung bestimmen seinen Charakter.
FAQ
Was sind die charakteristischen Merkmale der Moud-Teppiche?
Moud-Teppiche werden im Umfeld von Mashad in Khorassan handgeknüpft. Kennzeichnend sind der asymmetrische persische Knoten und florale Muster wie Schah-Abbas-Palmetten oder das dominante Herati-Motiv. Herati wird häufig durch Fischformen, Blätter und Ranken geprägt. Granatapfelrot ist eine typische Feldfarbe, daneben kommt Dunkelblau vor. Die Ausführungen reichen von kleineren Teppichen bis zu großen Raumteppichen.
Welche traditionellen Muster werden in Moud-Teppichen verwendet?
In den Feldern erscheinen Boteh- oder Paisley-Motive, Herati-Fische, Gittermuster und Minakhani-Kompositionen mit durch Ranken verbundenen Rosetten. Auch florale Medaillons und Schah-Abbas-Palmetten gehören zur Moud-Tradition. Die Bordüren greifen Khorassan-Motive mit großen Palmetten, Blättern und Ranken auf. Für die Herstellung werden ein Baumwollfundament, ein Wollflor und der persische asymmetrische Knoten verwendet.
Welche Bedeutung hat die Stadt Moud für die Teppichproduktion?
Moud südlich von Birdjan und Mashad verfügt über eine lange Knüpftradition und ist für charakteristische Designs bekannt. Die meisten Arbeiten entstehen in Werkstätten, gelegentlich auch auf Heimwebstühlen. Moud-Teppiche wurden für den heimischen und westlichen Markt gefertigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg passten einige Knüpfer ihre Muster an die Nachfrage von Exportkunden an. Seide kann dabei zur Hervorhebung des Florglanzes eingesetzt werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








