








Perserteppich Moud 288 x 200 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2130$923$Aktueller Preis ist: 923$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 360.000 Knoten/qm | Material: Flor 97% Schurwolle 3% Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 288 x 200 cm | Muster: Lachak-Toranj Moud-Medaillon | Zustand: wie NEU gewaschen bis minimal Patina am Rand (Siehe Fotos)
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000323
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud-Teppich ist handgeknüpft. Seine Konstruktion entsteht Knoten für Knoten und Reihe für Reihe. Die einzelnen Knoten werden von Hand in die vorbereitete Kette eingearbeitet und bilden gemeinsam den Flor. Diese Arbeitsweise unterscheidet einen handgeknüpften Teppich von einem maschinell hergestellten Bodenbelag. Der Aufbau verbindet eine textile Grundlage mit einer darüberliegenden, durch Knoten gebildeten Oberfläche.
Der Flor dieses Teppichs besteht aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Wolle und Seide gehören somit zum Flor, während Baumwolle als Kettenmaterial verwendet wird. Die angegebene Knotendichte beträgt 360.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt die Dichte der handgeknüpften Konstruktion und gehört zu den technischen Angaben dieses Stücks.
Schurwolle wird in der persischen Teppichherstellung traditionell für den Flor verwendet. Sie ist eine natürliche Faser mit einer griffigen, elastischen Struktur und kann bei geeigneter Verarbeitung einen widerstandsfähigen Flor bilden. Seide wird in Teppichen häufig als ergänzende Faser eingesetzt, wenn innerhalb der Zeichnung oder der Oberfläche feinere Unterschiede gewünscht sind. Bei diesem Teppich ist Seide mit einem Anteil von 3% im Flor enthalten.
Baumwolle dient bei vielen geknüpften Teppichen als Material der Kette. Die Kettfäden verlaufen längs durch die Konstruktion und bilden das Gerüst, an dem die Knoten befestigt werden. Eine gleichmäßig gespannte Kette unterstützt den geordneten Aufbau der Knotenreihen. Bei diesem Stück ist die Kette vollständig aus Baumwolle angegeben; sie ist damit klar vom Flor aus Schurwolle und Seide unterschieden.
Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs verlangt ein fortlaufendes Zusammenspiel von Kette, Schuss, Knoten und Flor. Nach jeder Knotenreihe wird die Konstruktion verdichtet und weiter aufgebaut. Der Entwurf wird dabei schrittweise aus vielen einzelnen farbigen Knoten entwickelt. Die Musterzeichnung entsteht nicht als aufgedruckte Oberfläche, sondern als Teil der textilen Struktur. Die Knotendichte ist deshalb sowohl für die technische Beschreibung als auch für die mögliche Feinheit einer Zeichnung relevant.
Eine hohe Knotendichte bedeutet, dass auf einer bestimmten Fläche besonders viele einzelne Knoten liegen. Sie kann eine eng gegliederte Musteranlage unterstützen, sagt aber allein nichts über Alter, Farben, Erhaltungszustand oder die genaue Ausführung jedes einzelnen Ornaments aus. Für dieses Stück sind die handgeknüpfte Technik, die genannte Dichte und die getrennte Materialangabe von Flor und Kette die maßgeblichen technischen Merkmale.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Moud in Khorasan, Persien. Moud gehört zur historischen Teppichlandschaft Khorasans, einer weitläufigen Region mit eigenständigen Knüpf- und Webtraditionen. Die Herkunftsangabe verbindet den konkreten Ort Moud mit dem größeren kulturellen Raum Khorasan und dem Ursprungsland Persien. Damit ist der Teppich als Perserteppich einzuordnen.
Die Teppichkultur Khorasans ist durch unterschiedliche lokale Traditionen geprägt. Orte und Werkstätten entwickelten eigene Vorlieben für Proportionen, Ornamentaufbau und technische Ausführung. Gleichzeitig stehen sie in einem größeren persischen Austausch von Mustern und handwerklichem Wissen. Eine regionale Bezeichnung beschreibt daher nicht nur einen geografischen Punkt, sondern auch eine gewachsene Verbindung von Entwurf, Materialverwendung und Knüpfpraxis.
Moud-Teppiche werden innerhalb dieser Tradition mit geordneten Kompositionen und einer sorgfältigen Zeichnung verbunden. Die Muster werden nicht unabhängig von der handwerklichen Konstruktion verstanden. Der Entwurf muss während des Knüpfens in einzelne Knoten und Reihen übersetzt werden. Dabei spielen die Vorbereitung der Kette, die Einhaltung der Reihenfolge und die Kontrolle der Flächenspannung eine wichtige Rolle.
Khorasan besitzt eine lange Geschichte als Kulturraum im Osten Persiens. Die Region war über Jahrhunderte ein Gebiet, in dem Handelswege, Städte und ländliche Werkstätten miteinander verbunden waren. Diese Verbindungen ermöglichten den Austausch von Formen, Farben und technischen Verfahren. Dennoch konnten lokale Werkstätten ihre eigenen Bildsprachen bewahren. Die Vielfalt der khorasanischen Teppiche erklärt sich aus diesem Nebeneinander von gemeinsamer persischer Ornamenttradition und regionaler Eigenständigkeit.
Persische Teppiche werden traditionell auf einem Webstuhl aufgebaut. Die Kette bildet die Längsstruktur, während Knoten und Schussfäden die Breite und den Flor entwickeln. Je nach regionaler Arbeitsweise können Knotentyp, Reihenführung und Abschluss unterschiedlich ausgeführt werden. Die handwerkliche Kenntnis wird in vielen Teppichregionen über Generationen weitergegeben. Sie umfasst nicht nur das Knüpfen selbst, sondern auch das Lesen und Umsetzen eines Musters.
Bei einem Medaillonteppich müssen mehrere Bereiche miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die zentrale Form, die Eckzonen, das Innenfeld und die Bordüren dürfen nicht als voneinander unabhängige Flächen behandelt werden. Ihre Proportionen bestimmen den Rhythmus des gesamten Entwurfs. Die Arbeit des Knüpfers besteht deshalb auch darin, eine zweidimensionale Vorlage in eine fortlaufende textile Struktur zu übertragen.
Moud bezeichnet bei diesem Stück die angegebene Herkunft. Khorasan nennt den größeren regionalen Zusammenhang, Persien das Ursprungsland der Knüpftradition. Diese Angaben sind von der Musterbezeichnung zu unterscheiden. Ein Ortsname innerhalb eines Musternamens bestimmt nicht automatisch die Herkunft; hier sind Herkunft und Design ausdrücklich zusammen angegeben und dennoch als unterschiedliche Informationen zu lesen.
Die Geschichte der persischen Teppiche beruht auf einer Verbindung von Gebrauch, Handwerk und Ornament. Teppiche konnten Räume gliedern, Wärme geben und zugleich eine regionale Bildsprache sichtbar machen. Ihre Muster wurden in Werkstätten, Familien und lokalen Gemeinschaften weiterentwickelt. Die Tradition ist deshalb nicht als ein starres, unverändertes Schema zu verstehen, sondern als ein System überlieferter Formen, das von einzelnen Webern und Knüpfern jeweils neu ausgeführt wird.
Ein Moud-Teppich steht in diesem Zusammenhang für eine regionale Ausprägung persischer Knüpfkunst. Die Benennung verweist auf Moud und nicht lediglich auf ein abstraktes Dekor. Bei dem vorliegenden Stück kommen Herkunft, handgeknüpfte Verarbeitung und die ausdrücklich bezeichnete Moud-Medaillonkomposition zusammen. Weitere Angaben zu Werkstatt, Knüpfer, Entstehungsjahr oder ursprünglichem Verwendungsort sind nicht Bestandteil der Beschreibung.
Design und Muster
Als Muster ist Lachak-Toranj Moud-Medaillon angegeben. Die Bezeichnung beschreibt eine Komposition mit einem Toranj, also einem zentralen Medaillon, und Lachak-Elementen in den Eckbereichen. Das Zentrum bildet den gestalterischen Schwerpunkt des Innenfeldes. Die Eckzonen stellen eine Verbindung zwischen der Mitte und den vier Seiten des Feldes her.
Ein Medaillon ordnet die Teppichfläche hierarchisch. Anders als bei einem gleichmäßig wiederholten Allover-Muster gibt es eine klar erkennbare Mitte. Von dieser Mitte aus wird das Verhältnis zu den Ecken, den seitlichen Flächen und der Rahmung bestimmt. Die Komposition erhält dadurch einen zentralen Bezugspunkt, während die umgebenden Ornamente den Entwurf vervollständigen.
Toranj ist ein persischer Begriff für eine zentrale Medaillonform. Solche Formen können aus geschwungenen Linien, Blättern, Ranken und weiteren ornamentalen Einheiten aufgebaut sein. Welche Einzelmotive tatsächlich verwendet werden, hängt vom jeweiligen Entwurf ab. Für diesen Teppich ist die Mustergruppe Lachak-Toranj Moud-Medaillon genannt; aus dieser Bezeichnung lassen sich keine zusätzlichen Aussagen über einzelne Farben oder nicht benannte Ornamente ableiten.
Lachak bezeichnet in der persischen Teppichsprache die Eckbereiche oder die von den Ecken ausgehenden Formzonen. Bei einer Medaillonkomposition füllen diese Bereiche das Innenfeld aus und greifen die zentrale Ordnung auf. Sie können als Gegengewicht zum Toranj wirken und die Fläche an den Rändern des Feldes abschließen. Dadurch entsteht eine Beziehung zwischen Zentrum und Peripherie, die für viele persische Medaillonentwürfe typisch ist.
Zum Aufbau eines klassischen persischen Teppichdesigns gehören häufig ein Innenfeld und mehrere Bordüren. Das Innenfeld trägt die Hauptkomposition. Die Bordüren rahmen sie ein, führen den Blick entlang der Seiten und bilden einen Übergang zum äußeren Abschluss. Neben einer Hauptbordüre können schmalere Nebenbordüren verwendet werden, doch die konkrete Zahl und Ausführung ist für dieses Stück nicht angegeben. Allgemein sorgt die Rahmung dafür, dass ein zentraler Entwurf als zusammenhängende Fläche lesbar bleibt.
Die Gestaltung eines Medaillons verlangt eine genaue Abstimmung von Symmetrie, Wiederholung und Übergang. Das Zentrum muss in den verfügbaren Raum eingebunden werden, während die Eckzonen den Entwurf ausbalancieren. Kleine ornamentale Einheiten können die größeren Formen miteinander verbinden. Beim Knüpfen wird diese Ordnung aus vielen einzelnen Knoten aufgebaut. Die Knotendichte von 360.000 Knoten pro Quadratmeter stellt dabei eine technische Grundlage für eine detaillierte Zeichnung dar, ohne den konkreten Verlauf jedes Musters zu bestimmen.
Moud-Muster werden mit einer strukturierten und harmonisch gegliederten Ornamentik in Verbindung gebracht. In der regionalen persischen Tradition können florale Linien, Ranken, Blattformen und geometrisch gefasste Bereiche miteinander verbunden werden. Solche Elemente werden in ein übergeordnetes Verhältnis von Feld und Bordüre eingeordnet. Entscheidend ist die Gesamtordnung: Das Muster soll nicht aus isolierten Zeichen bestehen, sondern aus miteinander korrespondierenden Flächen.
Die Bezeichnung Lachak-Toranj Moud-Medaillon benennt daher sowohl die formale Anordnung als auch ihre regionale Zuordnung. Lachak verweist auf die Eckzonen, Toranj auf das zentrale Medaillon und Moud auf die genannte Mustertradition. Die Herkunftsangabe Moud, Khorasan, Persien steht daneben als eigene Information. So lässt sich der Teppich als Moud-Perserteppich mit einem Lachak-Toranj-Medaillon beschreiben, ohne Design und Herkunft miteinander zu verwechseln.
Besonderheiten
Zu den technischen Besonderheiten gehört die Knotendichte von 360.000 Knoten pro Quadratmeter. Die handgeknüpfte Konstruktion wird durch einen Flor aus 97% Schurwolle und 3% Seide sowie eine Kette aus 100% Baumwolle ergänzt. Die klare Trennung von Flor- und Kettenmaterial macht die textile Zusammensetzung dieses Stücks nachvollziehbar.
Der Zustand ist mit „wie NEU gewaschen bis minimal Patina am Rand“ beschrieben. Damit wird ein sehr gepflegtes Erscheinungsbild angegeben, zugleich aber auf eine minimale Patina im Randbereich hingewiesen. Die Fotos zeigen dieses Detail und ergänzen die schriftliche Zustandsbeschreibung. Eine weitergehende Abnutzung oder ein anderer Zustand wird nicht angegeben.
Auch die Verbindung von Herkunft und Muster kennzeichnet den Teppich. Er stammt aus Moud in Khorasan, Persien, und trägt ein Lachak-Toranj Moud-Medaillon. Damit werden regionale Herkunft und Kompositionsbezeichnung gemeinsam genannt, aber nicht gleichgesetzt. Das Stück ist außerdem als Original bezeichnet und als verkauft markiert.
Die wesentlichen Besonderheiten dieses einzelnen Teppichs liegen somit in seiner Herkunft, seiner handgeknüpften Ausführung, der Materialzusammensetzung, der ausgewiesenen Knotendichte, dem benannten Medaillonmuster und dem beschriebenen Zustand. Angaben zu Alter, Signatur, Werkstatt oder Restaurierungen sind nicht Bestandteil der Beschreibung.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus Moud in Khorasan, Persien. Moud ist die angegebene Herkunft dieses Stücks, während Khorasan den größeren regionalen und historischen Zusammenhang bezeichnet. Die Herkunft ist von der Musterbezeichnung zu unterscheiden: Das Moud-Medaillon beschreibt die Gestaltung, nicht lediglich einen Ortsnamen innerhalb des Dekors.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht aus 97% Schurwolle und 3% Seide. Die Kette ist zu 100% aus Baumwolle gefertigt. Wolle und Seide gehören damit zum Flor, Baumwolle zur Kette. Der Teppich ist handgeknüpft und weist eine Knotendichte von 360.000 Knoten pro Quadratmeter auf.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Zustand wird als wie NEU gewaschen bis minimal Patina am Rand beschrieben. Der Teppich ist gewaschen und wird in einem sehr gepflegten Zustand angeboten. Zugleich besteht am Rand eine minimale Patina. Für die Beurteilung dieses Details sind die Fotos maßgeblich, auf die die Beschreibung ausdrücklich verweist.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








