Perserteppich Keshan 198 x 135 cm Wolle handgeknüpft

1160$

Handgeknüpfter Keshan-Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 300.000 Knoten/m² | Material: Flor Schafwolle, Kette und Schuss Baumwolle | Größe: 198 x 135 cm | Zustand: Sehr gut

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: ED4E9F5F Kategorien: , ,

Inventarnummer: ED4E9F5F

Beschreibung

Keshan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Keshan-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus hochwertiger Schafwolle sowie Baumwolle. Die Schafwolle bildet den Flor und verleiht der Oberfläche die für Wollteppiche typische angenehme Haptik. Baumwolle wird bei dieser Ausführung für Kette und Schuss eingesetzt. Damit verbindet der Aufbau einen wollenen Flor mit einem tragfähigen Grundgewebe aus Baumwolle.

Die Handknüpfung entsteht Knoten für Knoten. Jeder einzelne Knoten wird in das vorbereitete Grundgewebe eingebracht und anschließend durch die weiteren Reihen gehalten. Dieses Verfahren erfordert Zeit, Erfahrung und eine genaue Führung des Musters. Die angegebene Knotendichte liegt im Bereich von 150.000 bis 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Ausarbeitung klassischer Teppichmotive.

Schafwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer widerstandsfähigen Faser und ihrer angenehmen Oberfläche verwendet. Sie kann Farbe gut aufnehmen und lässt Muster klar hervortreten. Baumwolle bietet im Gewebe eine stabile Grundlage für die geknüpften Florreihen. Das Zusammenspiel beider Materialien ist für viele handgeknüpfte Perserteppiche charakteristisch. Bei diesem Stück wird es durch die handwerkliche Verarbeitung und die hohe Knotendichte ergänzt.

Herkunft und Tradition

Der Keshan-Perserteppich steht in der Tradition der Stadt Keshan im Nordosten Irans. Keshan ist für eine lange Geschichte der Teppichknüpferei und für die Verbindung von handwerklicher Genauigkeit und klassischer Gestaltung bekannt. Die Herkunftsbezeichnung verweist deshalb nicht nur auf einen Ort, sondern auch auf eine gewachsene regionale Teppichtradition. Dieser Teppich wird als Perserteppich aus Persien eingeordnet.

Im Perserreich gehörten Teppiche aus Keshan zu den wertvollen Handelsgütern. Ihre Bekanntheit verbreitete sich über Handelswege, die verschiedene Städte und Kulturregionen miteinander verbanden. Besonders die Seidenstraße trug dazu bei, dass Erzeugnisse aus Keshan über die Region hinaus Anerkennung fanden. Mit dem wachsenden Handel entwickelte sich auch die Bedeutung der Stadt als Zentrum für textile Fertigung und kunsthandwerkliche Arbeit.

Die Keshan-Tradition ist durch die Weitergabe von Wissen über Generationen geprägt. Dazu gehören die Vorbereitung des Grundgewebes, die Auswahl geeigneter Wolle, das Färben der Garne und die Übertragung eines Entwurfs auf den Knüpfstuhl. Auch die gleichmäßige Spannung der Kette und die sorgfältige Ausführung jeder Reihe gehören zu diesem Arbeitsprozess. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht daher nicht in einem einzelnen Arbeitsschritt, sondern durch das Zusammenspiel vieler spezialisierter Tätigkeiten.

In der regionalen Teppichkunst wird Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fläche, Bordüre und Detail gelegt. Die Gestaltung muss während des Knüpfens fortlaufend kontrolliert werden, damit wiederkehrende Formen und Linien zusammenpassen. Diese Arbeitsweise erklärt, warum Keshan-Teppiche mit einer sorgfältig ausgeführten Ornamentik verbunden werden. Sie macht zugleich verständlich, weshalb die handwerkliche Tradition der Stadt in der Geschichte persischer Teppiche einen festen Platz einnimmt.

Die Tradition von Keshan steht außerdem im Austausch mit anderen bedeutenden Teppichzentren Irans. Tabriz ist für seine ausgearbeiteten Muster und den Einsatz von Seide bekannt. Isfahan wird mit filigranen Entwürfen und einer differenzierten Farbgestaltung verbunden. Der Vergleich dieser Regionen zeigt die Vielfalt persischer Teppichkunst, ohne die einzelnen Herkunftstraditionen miteinander zu vermischen. Keshan bewahrt dabei sein eigenes Profil, das durch klassische Muster, handwerkliche Präzision und eine etablierte Woll- und Baumwollverarbeitung geprägt ist.

Design und Muster

Keshan-Teppiche sind für Muster bekannt, in denen florale und geometrische Elemente miteinander verbunden werden. Florale Formen können als stilisierte Blüten, Blätter, Ranken oder größere botanische Ornamente erscheinen. Geometrische Elemente geben solchen Kompositionen Ordnung und schaffen klare Übergänge zwischen einzelnen Musterfeldern. Die Verbindung beider Formensprachen gehört zur klassischen Gestaltungstradition von Keshan.

Bei traditionellen Entwürfen wird die Musterfläche häufig durch ein zentrales Motiv und eine gegliederte Umgebung organisiert. Ein Medaillon kann den Mittelpunkt bilden, während Ranken und kleinere Ornamente die Fläche ausfüllen. Andere Kompositionen arbeiten mit einer durchgehenden Musterung, bei der sich florale Formen über das gesamte Feld verteilen. Auch Bordüren übernehmen eine wichtige Aufgabe: Sie fassen das Innenfeld ein und schaffen einen sichtbaren Rahmen.

Die Farbwelt, die mit Keshan-Teppichen verbunden wird, reicht von tiefen Rottönen über Blau- und Grüntöne bis zu warmen Beigetönen. Diese Farben können in unterschiedlichen Abstufungen und Kombinationen eingesetzt werden. Die Wirkung entsteht nicht allein durch einzelne Farbtöne, sondern durch ihre Anordnung, ihre Wiederholung und den Kontrast zwischen Grundfläche und Ornament. Eine ausgewogene Farbverteilung unterstützt die Lesbarkeit auch bei komplexen Mustern.

Die Mustertradition beruht auf der Übertragung eines Entwurfs in die Knotensprache. Kleine Knoten und eng gesetzte Reihen erlauben es, Konturen, Blütenformen und geometrische Übergänge differenziert auszuführen. Der Knüpfer oder die Knüpferin muss dabei die Abfolge der Motive, die Symmetrie und die Farbwechsel fortlaufend beachten. So wird aus einer gezeichneten oder überlieferten Vorlage eine textile Oberfläche, deren Muster dauerhaft in der Struktur des Teppichs verankert ist.

Die hohe Knotendichte, die für dieses Stück angegeben ist, gehört bei Keshan zu den Voraussetzungen für eine detailreiche Ornamentik. Sie ist nicht mit einem bestimmten Einzelmotiv gleichzusetzen, sondern beschreibt die Feinheit der geknüpften Struktur. Welche Form auf der konkreten Fläche im Mittelpunkt steht, wird durch das jeweilige Muster bestimmt. Sicher ist hier die Einordnung in die Keshan-Tradition mit ihrer Verbindung aus floralen und geometrischen Gestaltungselementen.

Im Vergleich zu Tabriz oder Isfahan lässt sich Keshan als eigenständige Richtung innerhalb der persischen Teppichkunst betrachten. Tabriz-Teppiche zeigen häufig besonders detaillierte Kompositionen und können Seide verwenden. Isfahan-Teppiche sind für filigrane Designs und abgestimmte Farben bekannt. Keshan-Entwürfe teilen mit diesen Zentren die Liebe zur sorgfältigen Ornamentik, bleiben aber durch ihre eigene regionale Mustertradition unterscheidbar.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand. Er ist handgeknüpft und wird als strapazierfähig beschrieben. Die Kombination aus hochwertiger Schafwolle im Flor und Baumwolle für das Grundgewebe unterstützt die praktische Nutzung im Alltag. Die hohe Knotendichte ist eine weitere Besonderheit dieses Keshan-Perserteppichs und steht für eine eng ausgeführte, detailfähige Knüpfstruktur.

Keshan-Teppiche werden wegen ihrer handwerklichen Ausführung und ihrer regionalen Tradition geschätzt. Dieses Stück verbindet die Herkunft aus Persien mit einer klassischen Fertigungsweise. Seine Einordnung bleibt dabei an die genannten Eigenschaften gebunden: Keshan, handgeknüpft, Schafwolle und Baumwolle, sehr guter Zustand sowie eine robuste Ausführung.

FAQ

Woran erkennt man die Qualität eines Keshan-Perserteppichs?

Wichtige Kriterien sind die Knotendichte, die verwendeten Materialien und die Ausführung der Muster. Bei diesem Teppich liegt die Knotendichte im angegebenen Bereich von 150.000 bis 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Der Flor besteht aus hochwertiger Schafwolle, während Baumwolle für Kette und Schuss verwendet wird. Auch die handgeknüpfte Ausführung und der sehr gute Zustand gehören zu den beschriebenen Qualitätsmerkmalen.

Woher stammen Keshan-Perserteppiche?

Keshan-Perserteppiche stammen aus der Stadt Keshan im Iran und gehören damit zur persischen Teppichtradition. Die Stadt ist für ihre lange Erfahrung in der Teppichknüpferei und für die sorgfältige Verarbeitung bekannt. Über historische Handelswege, insbesondere die Seidenstraße, erlangten Teppiche aus Keshan auch außerhalb ihrer Herkunftsregion Bekanntheit. Die Bezeichnung Keshan beschreibt daher Herkunft und regionale Handwerkstradition.

Wie pflegt man einen Keshan-Perserteppich richtig?

Regelmäßiges Absaugen hilft, Staub und losen Schmutz aus dem Teppich zu entfernen. Bei Flecken sollte die betreffende Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Starkes Reiben kann die Fasern und die Oberfläche unnötig belasten. Eine professionelle Teppichreinigung kann sinnvoll sein, um die Farben aufzufrischen und die Fasern fachgerecht zu pflegen. Die strapazierfähige Ausführung erleichtert die Nutzung, ersetzt aber keine sachgemäße Behandlung.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen